Mass Effect 3
Die Zwischensequenzen die die Mass Effect Teile einleiten machen mich immer extrem heiß auf das Spiel, habe direkt Gänsehaut bekommen was mir sehr selten bei Spielen passiert. Zu Beginn wurde man sehr gut in die Spielmechanik eingeführt, neue Funktionen wurden gut erklärt. Mich hätte es aber gefreut wenn man den Tutorial Teil überspringen kann oder man zumindest die Tutorial Anweisungen ausblenden kann, nach dem dritten Teil ist mir langsam klar wie die Spielmechanik funktioniert.
Das Deckungssystem wurde noch einmal deutlich zum Vorgänger überarbeitet und macht das Gameplay noch runder, wirkt aber immer mehr wie der übliche Deckungsshooter. Jetzt ist es wesentlich komfortabler von Deckung zu Deckung zu hechten. Der Richtungswechsel während dem Rennen und Laufen wirkt nicht mehr so abgehackt.
Mit dem dritten Teil finde ich die Grafik endlich so akzeptabel das sie mir nicht mehr negativ auffällt auch wenn die Grafik von Teil zu Teil keine wirklichen großen Sprünge gemacht hat. Framerate Einbrüche sind mir soweit keine aufgefallen. In den Zwischensequenzen sind mir aber immer noch einige Grafikfehler aufgefallen, wie z. B. das Shepards Arme „zusammen wachsen“.
Im Vergleich zum zweiten Teil wurde das Fähigkeitensystem leicht erweitert, Fähigkeiten können jetzt ab Level 4 in mehrere Richtungen geskillt werden, gravierende Unterscheidungen oder Optimierungen ergeben sich dadurch aber nicht. Gestört haben mich die ansteigenden Punkte die benötigt werden um die Fähigkeit zu verbessern, so ist es oft passiert das ich mehrere Punkte nicht restlos auf die Fähigkeiten aufteilen konnte.
Das Waffensystem wurde leicht modifiziert so hat man jetzt nicht zwingend immer alle Waffentypen dabei und kann sich die Waffen mitnehmen die man mitnehmen möchte, wenn man dann viele (oder schwere) Waffen dabei hat laden sich die Fähigkeiten langsamer auf. Das Ganze soll einen möglicherweise dazu bringen vorher nachzudenken welche Waffen benötigt und mitgenommen werden. Genutzt habe ich das aber selten, ich hatte Prinzipiell nur Maschinengewehr, Schrotflinte und Maschinenpistole dabei.
Positiv ist mir aufgefallen, dass das Hacken von Systemen/Terminals jetzt komplett entfallen ist, das war mir in den anderen Teilen schon negativ aufgefallen und ein Element dass zu viel Geschwindigkeit aus dem Gameplay genommen hat und nur wie ein Stolperstein gewirkt hat.
Die Story wurde wie auch schon in den letzten Teilen gut erzählt, hier meiner Meinung nach sogar besser. Es gab dieses Mal längere Zwischensequenzen um die Missionen die einem die aktuelle Lage und das Ziel erklärt haben. Die Missionen haben unterhalten und gingen schnell von der Hand, sie kamen mir nicht künstlich in die Länge gezogen vor was sich auch in der kürzeren Spielzeit von nur 12 Stunden niederschlägt - Nebenmissionen habe ich soweit außer Acht gelassen. Leider gab es in vielen Missionen die gleichen Gegnerwellen bei denen man immer das Gleiche abrufen musste: In Deckung gehen, Fähigkeit, Schießen. Gewünscht hätte ich mir einen Missionsteil mit vernünftiger Steuerung in einem Fahrzeug.
Das Ende hat mich nicht befriedigt, eventuell kann der DLC (den ich aktuell noch nicht gespielt habe) Abhilfe schaffen, mir war nicht ganz klar was da passiert ist und unlogisch fand ich da auch so einiges.
In einigen Aspekten ein Fortschritt in anderen aber ein Rückschritt, ich gebe dem Titel 8,5/10, da hatte ich mir mehr erhofft.