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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Also z. B. so, wie man mit dem Anglizismus "Mansplaining" immer dem gleichen Schlag von Leuten (Männern) ein sexistisches Klischee in die Schuhe schiebt?
Ich will damit das Wort an sich oder dessen Verwendung nicht verteidigen.
Im Gegenteil, ich finde, dass das z.T. so eine Totschlagwaffe von irgendwelchen Feminazis (ha, wieder so ein Wort, was fühl ich mich gerade cool dabei :D ) ist und wie du richtig sagst, nicht weniger sexistisch und verallgemeinernd wie viele der Dinge, die damit kritisiert werden.

Mein Post richtete sich nur gegen dessen Inhalt.
 
Was geht mich die AfD an?

Es ist nur auffällig, dass bestimmte Leute gern und oft solche neuen Wortschöpfungen verwenden.
Weil sie sich nämlich dabei sooo cool fühlen. :cool:

Aber jeder wie er es braucht.
Wenn dadurch das Selbstwertgefühl gesteigert wird und man sich besser fühlt, bitteschön. :)

Was stehst du den zu folgenden Begriffen. Sind ja teilweise auch Neologismen:
Gutmensch, linksgrün-versifft, Genderwahn, Pinocchiopresse (auch: Lügenpresse, GEZ-Medien), Systemparteien, EUdSSR (für die EU), Demokratur (als Zustandsbeschreibung für das derzeitige politische System

Könnte noch lange weiter machen. Aber für den Anfang reicht es, denke ich.
 
Also z. B. so, wie man mit dem Anglizismus "Mansplaining" immer dem gleichen Schlag von Leuten (Männern) ein sexistisches Klischee in die Schuhe schiebt?
Naja, das würde man tun, wenn man z.B. sagen würde "(Alle) Männer betreiben mansplaining."
Was natürlich Quatsch ist.
Aber das ändert doch nichts am Phänomen des mansplaining als solches? Warum sollte man diesem Phänomen nicht einen Namen geben, durchaus auch einen schmissigen wie in diesem Fall? Ich kann jedenfalls nicht erkennen, wie man damit Männern (also dem Geschlecht als solches) "ein sexistisches Klischee in die Schuhe schiebt".
 
naja aber da es das gleiche phänomen auch umgekehrt gibt, muss man es nicht extra benennen. soclhen menschen schildern dinga nun mal subjektiv und wollen dir erklären, wie es richtig zu sein scheint. ist doch nix besonderes. aber gut. wenn männer es auf frauen anwenden, gibt es dafür ein wort :D
 
Naja, das würde man tun, wenn man z.B. sagen würde "(Alle) Männer betreiben mansplaining."
Was natürlich Quatsch ist.
Aber das ändert doch nichts am Phänomen des mansplaining als solches? Warum sollte man diesem Phänomen nicht einen Namen geben, durchaus auch einen schmissigen wie in diesem Fall? Ich kann jedenfalls nicht erkennen, wie man damit Männern (also dem Geschlecht als solches) "ein sexistisches Klischee in die Schuhe schiebt".
Öhm, warum dann das "man" im Wort? Als Mann fühl ich mich damit durchaus angesprochen. Unabhängig davon ob ich es tue oder nicht...
 
Ich kann jedenfalls nicht erkennen, wie man damit Männern (also dem Geschlecht als solches) "ein sexistisches Klischee in die Schuhe schiebt".

Weil es eine weder durch Fakten noch durch neutrale Betrachtung belegbare Behauptung ist, die sich einseitig gegen Männer richtet. Es mag ja sogar stimmen, dass Männer im Mittel häufiger als Frauen dazu neigen, Tatsachen erklären zu wollen (ich bin das beste Beispiel dafür), aber wenn man daraus die Behauptung macht, wenige/viele/alle Männer würden wenigen/vielen/allen Frauen zwanghaft ständig etwas erklären wollen, ist das eben ein sexistisches Klischee.

Mit derselben Berechtigung könnte man den Begriff "womanclaiming" einführen und behaupten, das mansplaining wäre nur dadurch verursacht, dass Frauen "ja immer" haltslose Behauptungen aufstellen (wie z. B. die Behauptung, Männer würden mansplainen), so dass der Mann gar nicht anders kann, als der Frau zu erklären, "was richtig ist".
 
Weil es eine weder durch Fakten noch durch neutrale Betrachtung belegbare Behauptung ist, die sich einseitig gegen Männer richtet. Es mag ja sogar stimmen, dass Männer im Mittel häufiger als Frauen dazu neigen, Tatsachen erklären zu wollen (ich bin das beste Beispiel dafür), aber wenn man daraus die Behauptung macht, wenige/viele/alle Männer würden wenigen/vielen/allen Frauen zwanghaft ständig etwas erklären wollen, ist das eben ein sexistisches Klischee.

Mit derselben Berechtigung könnte man den Begriff "womanclaiming" einführen und behaupten, das mansplaining wäre nur dadurch verursacht, dass Frauen "ja immer" haltslose Behauptungen aufstellen (wie z. B. die Behauptung, Männer würden mansplainen), so dass der Mann gar nicht anders kann, als der Frau zu erklären, "was richtig ist".

Ich denke, du verstehst nicht so recht, welches Phänomen mit dem Begriff mansplaining gemeint ist. Es geht mitnichten darum, dass Männer in irgendwelchen Situationen Frauen irgendwas erklären. Es beschreibt im Gegenteil das Phänomen, wenn ein Mann einer Frau etwas erklärt und zwar in einem Feld, für das sie die eigentliche Expertin ist.
Und erklärt wird das explizit mit dem (tatsächlichen oder empfundenen) Ungleichgewicht der sozialen Geschlechter: Ein Mann, der erst einmal davon ausgeht grundsätzlich eine größere Kompetenz zu besitzen als eine Frau.
Und daher läuft auch dein Beispiel mit dem "owomanclaiming" ins Leere, da es ja gerade nicht darum geht, dass Frauen "haltlose Behauptungen aufstellen", sondern dass sie trotz ausgewiesener Expertise vom Mann nicht ernst genommen und belehrt werden.

Besonders oft ist ein solches Phänomen übrigens zu beobachten in traditionell männlich geprägten Fachgebieten.
 
Naja, ich vermute stark, wenn man für "schlecht Auto fahren" mal den Begriff "womadriving" eingeführt hätte, würden viele derjenigen, die das Wort mansplaining nutzen, auf die Barrikaden gehen.
Da könnte man noch so oft sagen, dass das nur ein angebrachter Aufreger wäre, wenn man sagen würde, "dass alle Frauen womadriving betreiben".

Öhm, warum dann das "man" im Wort? Als Mann fühl ich mich damit durchaus angesprochen. Unabhängig davon ob ich es tue oder nicht...

Ich denke, ich habe dazu schon einiges in meinem vorigen Beitrag erläutert.
Es geht eben explizit um Positionen, die sich aus dem Verhältnis der Geschlechter ableiten. Person A erläutert Person B gerade deshalb etwas, weil Person A männlich und Person B weiblich ist.

Deshalb passt für mich auch dein Beispiel nicht, @el_barto . Dass schlecht Autofahren etwas mit dem Geschlecht zu tun hat, ist nämlich tatsächlich ein Klischee.
 
Ich denke, du verstehst nicht so recht, welches Phänomen mit dem Begriff mansplaining gemeint ist. Es geht mitnichten darum, dass Männer in irgendwelchen Situationen Frauen irgendwas erklären. Es beschreibt im Gegenteil das Phänomen, wenn ein Mann einer Frau etwas erklärt und zwar in einem Feld, für das sie die eigentliche Expertin ist.

Nicht wirklich. Ich kenne den Begriff so, dass es schlicht darum geht, dass ein Mann einer Frau etwas von oben herab erklärt, obwohl er möglicherweise selbst wenig Ahnung davon hat, und so steht das z. B. auch bei wikipedia. Ob die Frau Experte auf dem Gebiet ist oder nicht, ist dabei ohne Belang.

Aber selbst wenn man das so eng fassen will, ist und bleibt das ein Klischee, genau genommen sogar ein noch viel offensichtlicheres Klischee, da deine (engere) Definition dessen, was Mansplaining ist, den "Tatbestand" noch weiter einschränkt und es daher logischerweise noch seltener vorkommen kann. Obwohl ich persönlich schon seit Jahrzehnten mit Akademikerinnen und Akademikern zu tun habe, kenne ich z. B. keinen einzigen Fall, bei dem ein Mann einer Expertin auf einem Gebiet ersthaft etwas erklären wollte, obwohl er selbst keine Ahnung von dem Thema hatte (mit Betonung auf "ernsthaft"... Trolling gibt es natürlich immer, insbesondere in der Anonymität des Internets).
 
im wikipedia-artikel steht in der definition deswegen das wort "fälschlicherweise"..
Das, was geschieht, wenn ein Mann herablassend mit jemandem (vor allem einer Frau) über einen Themenbereich spricht, in dem er nur unvollständige Kenntnisse hat. Dabei nimmt er fälschlicherweise an, er wisse mehr über den Gegenstand als die Person, mit der er spricht.

der mann erklärt und liegt falsch in seiner vermutung..
 
Nö. Da steht, er nimmt fälschlicherweise an, er wisse mehr als die Frau, das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Frau mehr als er über das Thema weiß oder gar Expertin auf dem Gebiet ist. Simple Aussagenlogik... und da ich annehme, dass du ein Mann bist, kann ich das jetzt auch so schreiben, ohne damit manzusplainen :gerri:
 
Er weiss nicht mehr, aber es ist eben auch nicht zwingend vorausgesetzt, dass die Frau mehr weiß oder gar Expertin ist. Es reicht schon, wenn beide in etwa gleich viel Ahnung zu dem Thema haben.. oder besser gleich wenig Ahnung davon haben, was wohl die Regel beim Mansplaining sein dürfte, wenn ich davon ausgehen soll, dass das tatsächlich existiert, obwohl es mir in den durchschnittlich bis höher gebildeten Kreisen, in denen ich mich nomalerweise bewege, jedenfalls noch nie aufgefallen ist.

Meine Erfahrung ist eigentlich genau umgekehrt: Unter Männern versucht man sich viel eher mit Wissen zu übertrumpfen (nennt sich "Klugscheissen", hat vielleicht der ein oder andere schon mal gehört <- sarcasmtriggerwarning), wenn eine Frau an der Diskussion beteiligt ist, geht es eigentlich immer deutlich gesitteter zu.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wie sagt man nun wenn das eine Frau macht? Oder kommt das nicht vor? Niemals... ohne Chance auf Ausnahme?
Es geht doch schlichtweg darum, dass hier ein Wort generiert wurde, dass eine negative Sache so definiert als ob sie nur von einem Geschlecht begangen werden kann. Und das ist letztendlich einfach sexistisch.

Edit: früher hat man einfach das gender neutrale "klugscheissen" oder "besserwissen" verwendet. Reicht heutzutage wohl nimmer...
Edit2: auch wenns für manche Fälle die hier angesprochen wurden (zb wann sich eine Fraue belästigt fühlen "darf") natürlich nicht passt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jepp. Geschlechtsneutral ist das schlicht "Klugscheissen", deshalb kann man sich eine nur auf Männer gemünzte und damit sexistische Wortneuschöpfung, die denselben Tatbestand bezeichnet, eigentlich sparen.
 
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