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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Der ganze Prozess war eine Pharse und daran war nur Gina Lisa und ihr Gefolge schuld.

Gina Lisa hat einiges angerichtet mit diesem Fall und leider nichts gutes. Ich will sie hier jetzt auch gar nicht der Lüge bezichtigen, obwohl wenn man sich das ganze Verfahren anguckt und jeder ihrer Aussagen eigentlich widerlegt werden konnte, bleibt da nicht mehr viel woran sich Gina Lisa Unterstützer festhalten können.

Was ich aber viel schlimmer finde, bei so einem Thema, sich so affig vor Gericht aufzuführen.
Sich in jedem Scheiß Interview zu der "Vergewaltigung" zu äussern aber vor Gericht darf man ihr keine Fragen stellen.
Raus rennen während der Veranstaltung, am Schluss noch rumpöbeln - das ist nicht Berlin Tag und Nacht.

Sie hat damit niemandem einen Dienst erwiesen, nicht Vergewaltigungsopfern, nicht dem Rechtssystem und am allerwenigsten sich selbst.

Die Richterin bringt es am Schluss auf den Punkt.
Richterin Antje Ebner; es habe viele Fragen gegeben, die sie Frau Lohfink nicht habe stellen können, weil die Verteidiger dies nicht zuließen. Sie hätte sie zum Beispiel gerne gefragt, wie es sein könne, dass eine Frau mit schmerzhaften Wunden von einer Vergewaltigung sich am nächsten Abend fit genug fühlt, um mit einem ihrer angeblichen Vergewaltiger erneut Sex zu haben. Nun gut, alles nicht mehr zu klären.
 
LOL

BTW, hier noch ein Kommentar der Stokowski. Auch wenn ich ihr bei 80-90% nicht zustimme, ist es zumindest noch mal eine andere Sicht auf die Dinge.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/margarete-stokowski-zum-fall-gina-lisa-a-1109025.html

So schreiben schlechte Verlierer. Ganz fixiert auf den gemeinen Internetpöbel und beleherend gegenüber Staatanwältin und Co. (dies dürfe man in Zeiten wie diesen nicht sagen). Wer sich aber einen Fall wie diesen für seinen unnötig ideologisch aufgeladenen Kampf für ein verschärftes Sexualrecht aussucht, ihn instrumentalisiert und dann damit auf die Schnauze fällt, der muss sich nicht wundern wenn es auf eigenen Seite auch deutliche Ausfallerscheinungen gibt. Da hilft das mantraartige Herunterbeten von typischen Klischees, die sich um Vergewaltigungen ranken, auch nicht mehr viel.
 
Angeregt von der Diskussion im Politikthread würde ich gerne hier nochmal kurz über das Thema mansplaining bzw. Deutungshoheit im Bezug auf Belästigungen etc. schreiben. Vieleicht hat Alexicious ja später auch nochmal Lust mir ihre Sicht zu erklären.
Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass die Opfer einer empfundenen Kränkung die alleinige Deutungshoheit über einen Vorfall haben. Natürlich ändert das nicht das persönliche Empfinden der Person, sie wird sich weiter gekränkt, belästigt oder gedemütigt fühlen. Wie die Gesellschaft allerdings damit umgeht soll ist eine Sache, in der nicht nur die Betroffenen selbst zu Wort kommen können.
Ein gutes Beispiel dafür ist doch die Beleidigung. Jeder hat ein persönliches Empfinden was eine Beleidigung ist, dieses persönliche Empfinden steht aber dem gesellschaftlichen Konsenz gegenüber, was allgemein als Beleidigung angesehen wird. Die rechtliche Einordnung ist da ja zusätlich nochmal ein Thema.
So kann es imho dazu kommen, dass Menschen dem Verhalten anderer Menschen ausgesetzt sind, dass für sie persönlich als sehr unangenehm oder bedrohlich empfunden werden kann, allgemein aber in die Kategorie "das muss man halt aushalten" einsortiert wird.
Mir passiert es regelmässig, dass ich nachts unterwegs bin und eine einsame Frau ein paar Meter vor mir läuft oder mit mir an der Bushaltestelle warten muss. Ich bekomme durchaus den Eindruck, dass sich Frauen da ab und an unwohl und bedroht fühlen. Dieses Gefühl müssen sie imho allerdings aushalten und man kann nicht von mir erwarten da besondere Rücksicht zu nehmen. Ich tue das zwar meisten trotzdem indem ich ordentlich Abstand halte, allerdings sehe ich mich dazu nicht verpflichtet.
Mir wurde auch in diesem Kontext schon mansplaining vorgeworfen, wenn ich sage, dass man sich da "nicht so anstellen soll".
Das Video im Politikthread empfinde ich übrigens selbst auch als extrem daneben und kann mir vorstellen, dass es sehr belastend sein kann dem ausgesetzt zu sein.
Off-topic:
Was zum Beispiel überhaupt nicht geht, sind die ganzen alten Frauen, die meinen Kindern unaufgefordert im Supermarkt ins Gesicht fassen. Das ist ein echtes Frauenproblem, die Männer halten sich meist zurück, weil sonst direkt irgendjemand "Pädo!!!" schreit.
 
Würde dir Mannklärung besser gefallen?

Und klar, Anglizismen und Kunstwörter sind auf jeden Fall Phänomene, die man immer "dem gleichen Schlag von Leuten" in die Schuhe schieben kann. Einfach immer.
 
Würde dir Mannklärung besser gefallen?

Und klar, Anglizismen und Kunstwörter sind auf jeden Fall Phänomene, die man immer "dem gleichen Schlag von Leuten" in die Schuhe schieben kann. Einfach immer.
Eben, wenn ich mir AfD und das komplette Spektrum ansehe, sind dort wesentlich häufiger Wortschöpfungen oder Codewörter zu finden. Und die machen nicht mal Sinn.

Dagegen wird mit Mansplaining ja nur ein Phänomen benannt, um einfach ein Wort dafür zu haben. Ganz normal, besonders in der Wissenschaft.
 
Was geht mich die AfD an?

Es ist nur auffällig, dass bestimmte Leute gern und oft solche neuen Wortschöpfungen verwenden.
Weil sie sich nämlich dabei sooo cool fühlen. :cool:

Aber jeder wie er es braucht.
Wenn dadurch das Selbstwertgefühl gesteigert wird und man sich besser fühlt, bitteschön. :)
 
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