Mingo
wohnt mietfrei in deinem Kopf
Richtigerweise würde es heftige Reaktionen geben, da der ~KONTEXT~ immer eine Rolle spielt und es selbstverständlich eine komplett andere Aussagekraft hat und eine komplett andere Wirkung entfaltet, wenn man das Geschlecht in der Machtposition mit dem Geschlecht, dem diese Machtposition (strukturell!) verwehrt bleibt, austauscht.Na, die Reaktionen würd ich ja mal gerne sehen, wenn ich einen Hashtag #womenaretrash lanciere und genauso argumentiere...
Männer werden in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext nicht benachteiligt, sie müssen keine sexualisierte Gewalt fürchten, sie sind nicht mit alltäglichem Sexismus konfrontiert, etc.
Und Männer haben auch keine negativen Konsequenzen zu fürchten wenn es eine Twitter-Kampagne "gegen" sie gibt mit dem Hashtag #MenAreTrash.
Für Frauen ist das allerdings anders. Es ist Realität, dass Frauen wie Abfall behandelt werden. Es ist Realität, dass Männer enttäuscht sind, wenn sie eine Tochter statt einem Sohn bekommen, etc.
Deswegen würde ein Hashtag #WomenAreTrash genau diese realen Zustände legitimieren, während der Hashtag #MenAreTrash genau diese Zustände anprangert.
So etwas wie reverse sexism oder reverse racism gibt es nicht.
