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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wenn das die übliche Art ist, wie du deine Beiträge schreibst, muss ich diese wohl auch nicht (weiter) ernst nehmen.
Ich glaube wohl kaum, dass die hier diskutierte Studie den Genderstudies zugeordnet werden kann bzw. will.

Das kann ich innerhalb von fünf Minuten nicht beurteilen, aber der Gedankengang ist mir durchaus klar. Im Original ist von "sex-roles" die Rede, da das aber nicht ins eigene Neusprech passt, wird daraus geflissentlich "gender" gemacht, obwohl der Begriff damals noch eine ganz andere Bedeutung hatte.
Das ist bei wissenschaftlichen Zitaten in jedem anderen Fachbereich ein Sakrileg, schon allein, weil Zitate keinerlei Bedeutung mehr haben, wenn man sie nach eigenem Gusto verändert.

Aber hauptsache haten. Zeigt wir unvoreingenommenen du an diese wissenschaftliche Disziplin herangehst.

Ja genau, wer es wagt, mir zu widersprechen, ist ein Hater. So kennt man das ja :kaffee:
 
Im Original ist von "sex-roles" die Rede, da das aber nicht ins eigene Neusprech passt, wird daraus geflissentlich "gender" gemacht, obwohl der Begriff damals noch eine ganz andere Bedeutung hatte.
Das ist bei wissenschaftlichen Zitaten in jedem anderen Fachbereich ein Sakrileg, schon allein, weil Zitate keinerlei Bedeutung mehr haben, wenn man sie nach eigenem Gusto verändert.
Es ist in jedem wissenschaftlichen Bereich ein Sakrileg Zitate zu verfälschen, es ist sogar ein Kern von Wissenschaftlichkeit, dass auf bestehendes Wissen aufgebaut wird und dieses korrekt wiedergegeben wird.
Es ist aber schön (oder eben nicht), dass du suggerierst Genderstudies würden dies nicht tun und wären somit unwissenschaftlich. Denn ja, jede Studie die Zitate fälscht ist schlicht nicht wissenschaftlich.

Was zu deinem Zitierten führt, wo kein Zitat gefälscht wird, da es sich hierbei nicht um ein Zitat handelt (nicht einmal um ein indirektes).
Es ist zudem durchaus legitim ältere Quellen im aktuellen Fachvokabular zu rekontextualisieren.
 
Naja, du hast versucht direkt gegen Genderstudies zu schießen, obwohl sie hier gar keinen Angriffspunkt bieten. Für mich lässt sich so ein Verhalten durchaus als haten bezeichnen.

Ich schieße nicht gegen die Genderwissenschaft an sich, ich schieße gegen das pseudowissenschaftliche Arbeiten, das in der Genderwissenschaft nach wie vor üblich ist, obwohl es in einem jungen Wissenschaftszweig wie diesem eigentlich im eigenen Interesse sein müsste, solche Anfängerfehler zu vermeiden, wenn man ernst genommen werden will.
 
1. Geht es hier nur am Rande um Genderwissenschaften.
2. Es ist vermutlich durchaus richtig, dass es in diesem Wissenschaftsbereich "schwarze Schafe" gibt.
3. Auch im Bereich der Genderstudies gilt, dass Veröffentlichungen dem (über)fachlichen Diskurs ausgesetzt sind, wobei in der Regel qualitativ schlechte Forschung nicht lange überlebensfähig ist.
4. "Die Geschlechterforschung" gibt es nicht, weshalb man diese interdisziplinäre Wissenschaft nicht als homogenes Ganzes addressieren und verurteilen sollte.
 
Was zu deinem Zitierten führt, wo kein Zitat gefälscht wird, da es sich hierbei nicht um ein Zitat handelt (nicht einmal um ein indirektes).

Äh doch, enix hat hier geschrieben, ich zitiere (wie es bei uns MINTlern üblich ist, d. h. unverfälscht)
According to Kohlberg (1966), infants can categorize the gender of others at around 2 years of age and have an appreciation of their own gender at around 3 years of age. Explicit labelling of others by gender has been demonstrated in infants aged between 18 and 24 months

Das ist eindeutig ein indirektes Zitat.

Es ist zudem durchaus legitim ältere Quellen im aktuellen Fachvokabular zu rekontextualisieren.
Aha, "rekontextualisieren", noch so ein kreatives Neusprech, das könnte auch aus zu Guttenbergs Verteidigungsrede zu seiner Doktorarbeit stammen. Und zur Klarstellung: In seriösen Wissenschaften ist "Rekontextualisierung" aka "Ich-mach-mir-die-Welt-widdewiddewie-sie-mir-gefällt" keinesfalls legitim.
 
Aha, "rekontextualisieren", noch so ein kreatives Neusprech. Das könnte auch aus zu Guttenbergs Verteidugungsrede zu seiner Doktorarbeit stammen.
Tja, stammt aber aus meinem Forumsbeitrag in einem Konsolenforum...

Für mich ist das oben noch immer kein Zitat, meine Wissenschaftssprache ist allerdings auch Deutsch.
IMO handelt es sich um die Interpretation des Autors, in dem er in eigenen Worten die Ergebnisse einer Studie zusammenfasst.

Um beide Punkte zu verdeutlichen: wenn es einen Text von Hans Meier aus dem späten Mittelalter gibt, in dem dieser von einem güldnen Feuerball spricht, der vom Himmel fällt, ist es durchaus angebracht aus heutiger Sicht zu schreiben, dass ein bestimmter Meteoriteneinschlag im späten Mittelalter auch durch eine Beobachtung Meiers bestätigt werden kann.
 
Um beide Punkte zu verdeutlichen: wenn es einen Text von Hans Meier aus dem späten Mittelalter gibt, in dem dieser von einem güldnen Feuerball spricht, der vom Himmel fällt, ist es durchaus angebracht aus heutiger Sicht zu schreiben, dass ein bestimmter Meteoriteneinschlag im späten Mittelalter auch durch eine Beobachtung Meiers bestätigt werden kann.

Tja, in dem Fall würde man dann aber auch nicht "according to" bzw. "gemäß" schreiben, dann wäre das nämlich genauso falsch.

Zitate bleiben Zitate, egal, ob sie direkt oder indirekt verwendet werden. Verfälschte Zitate untergraben die Glaubwürdigkeit jeglicher Aussage, insbesondere wenn sie wie in diesem Fall so offensichtlich interessengesteuert sind, dass das sogar ein Laie wie ich auf den ersten Blick erkennen kann.
 
Du hast doch geschrieben, dass keine Rolle spielt, was man nicht begreifen kann.
Und dem würde ich widersprechen.
Ganz einfach.

(Nun könnte man noch fragen, keine Rolle wofür überhaupt?)

Edit: Ich habe im Übrigen nicht implizites Wissen und Unterbewusstes gleichgesetzt, wohlgleich ich behaupte, dass un(ter)bewusstes Handeln eine Form impliziten Wissens ist, da man logischerweise nicht explizieren kann, was außerhalb des eigenen Bewusstseins liegt.

Ich kann nur wiederholen... nicht ich habe das gesagt, sondern die Studien und es klingt in dem dortigen Zusammenhang korrekt.

Und ferner ist etwas das man nicht begreift nicht verfügbar... auch unterbewusst muss es irgendwo logisch und greifbar sein nur eben nicht ständig (gewollt) anwendbar... So wie ich das mal in der Uni mitbekommen hab, ist das Unterbewusstsein auf jeden Fall etwas, das nach der Geburt zunächst gebildet wird durch Erfahrungen. Und wenn Forscher davon ausgehen, dass ein Kind mit 9 Monaten gender nicht rafft, dann ist in diesem Zusammenhang auch im Unterbewusstsein nichts. So klingt es für mich jedenfalls logisch.
 
Und wenn Forscher davon ausgehen, dass ein Kind mit 9 Monaten gender nicht rafft, dann ist in diesem Zusammenhang auch im Unterbewusstsein nichts. So klingt es für mich jedenfalls logisch.
Es geht mir nicht darum ob 9 Monate alte Kinder das Konzept dahinter nicht raffen, sondern dass sie bestimmte Farben und bestimmtes Spielzeug aus dem Elternhaus und sonstigem Umfeld schon kennen und daher präferieren könnten.
 

Die seitenlange Diskussion über Farben, Feuerwehrautos und Barbiepuppen und welche Erfahrungen man damit in seinem persönlichen Umfeld gemacht. Das ist genau so eine Fake-Debatte, wie wenn es um schriftliche Geschlechtsbezeichnungen geht. Damit tut man der Emanzipation kaum einen Gefallen und diskutiert leider viel zu oft an den wichtigen Fragen vorbei.
 
Was sind denn “die wichtigen Fragen”, bitte, vielleicht kann ich mir ja 3-4 Semester sparen, wenn ich die “unwichtigen Fragen” gleich auslasse.

Ich betrachte das ganze Thema mit großer Spannung. Seitdem ich Kinder habe, merke ich, wie sehr diese Gesellschaft uns doch noch in vordefinierte Rollenbilder drängt. Meine Tochter z.B. liebt Prinzessinnen und alles was pink ist. Die Frage, die ich mir da manchmal stelle ist, ob sie das tut, weil sie wirklich so empfindet, oder weil sie "gelernt" hat, dass es das sozial erwünschte Verhalten ist. Beides kann ja auch Hand in Hand gehen, bzw. wird sie auf "Jungenspielzeug" vielleicht gar nicht aufmerksam, weil es klar als solches gekennzeichnet ist.
Ich merke auch, dass Sie selbst bereits sehr stark im klassischen Jungen/Mädchen-Schema denkt: Das Geschlecht eines Menschen z.B. macht sie derzeit an der Länge der Haare fest, und wenn sie mit meiner Frau Kekse dekoriert und diese pink einfärbt, heißt es gleich: Die dürfen nur Mädchen essen!

Ich bin daher sehr gespannt, wie sich dein Fachbereich entwickeln und in der Gesellschaft verankern wird.
 
Was sind denn “die wichtigen Fragen”, bitte, vielleicht kann ich mir ja 3-4 Semester sparen, wenn ich die “unwichtigen Fragen” gleich auslasse.

Das sagte ich bereits. Das Mädchen so erzogen werden, dass sie ihre Bedürfnisse und Interessen kennen und sich auch dafür einsetzen und nicht in den entscheidenden Momenten zurückstecken. Wenn das konsequent passiert, dann hat sich die ganze Farben und Feuerwehrautogeschichte ganz von allein erledigt.
Mit diesen ganzen pseudointellektuellen Gender-Debatten, oft über irgendwelche Randgruppen, ist Frauen noch nicht ein Stück geholfen. Der Frau an der Supermarktkasse schon gar nicht.
 
Entscheidend für die Gleichberechtigung wäre eine konsequentere Erziehung der Mädchen, sich nicht ständig freiwillig unterzuordnen und von sich aus „Das will ich“ zu rufen, wo sie sonst den Mund halten.

Wenn ich sowas lese denke ich ans Mittelalter oder Länder wie Saudi Arabien. Also ich kann diese Erziehung der freiwilligen Unterordnung von Mädels hier in Deutschland nicht erkennen.
Das Mädchen so erzogen werden, dass sie ihre Bedürfnisse und Interessen kennen und sich auch dafür einsetzen
Ist ja vollkommen richtig aber passiert das denn nicht schon längst?
 
Nein, eigentlich hat sich da nicht sehr viel verändert. Es sind Frauen, die prinzipiell zurückstecken wenn es um berufliche Dinge geht und später dann in der Kindererziehung. Oft geht beides Hand in Hand. Wer weniger verdient, bleibt mit dem Kind länger zuhause und reduziert über Jahre seine Stunden.
 
@Urgs Das wirkt so ein wenig wie das Pferd von hinten aufzuzäumen. Du wünschst dir starke, selbstbewusste Frauen, aber willst nicht dass man die Thematik grundlegend angeht?
Du denkst nicht, dass es Teil des Problems sein kann, dass Mädchen gerne Prinzessin und Jungs gerne Pirat sein wollen? Dass mit diesen Rollenbildern bestimmte Verhaltensweisen verknüpft sind, die sich Kinder in ihrem Heranwachsen zu eigen machen?
Du findest nicht, dass es im Zuge des oben formulierten Ziels erstrebenswert sein könnte, solche tradierten Rollenbilder und Geschlechterstereotype zu hinterfragen und ggf abzubauen?
Ich meine, es geht doch genau darum: neue Entfaltungshorizonte zu eröffnen, indem sowohl Jungs als auch Mädchen mehr Vielfalt vorgelebt wird und sie sich im Zuge dessen entfalten können.
Ich finde es toll, dass es im Jahre 2017 z.B. einen Star Wars Film gibt, in dem es eine weibliche Jedi-Anwärterin gibt und in dem sich Leia dagegen verwehrt Prinzessin genannt zu werden, sondern Generälin. Nur mal als Beispiel. Für mich ist das etwas Positives.

Für mich wirkt es oftmals so, als würde jemand sagen, sie sei natürlich gegen Rassismus, aber sie verstehe nicht warum man nun nicht mehr Neger sagen solle weil das ja mit Rassismus nichts zu tun hätte.

Und das Wort "pseudointellektuell" bitte ganz tief in den Giftschrank der deutschen Sprache eingeschließen, danke.
 
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