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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Gibt mehrere stellen, die darauf hinweisen und nicht nur in dieser Studie... aber sei es drum:

According to Kohlberg (1966), infants can categorize the gender of others at around 2 years of age and have an appreciation of their own gender at around 3 years of age. Explicit labelling of others by gender has been demonstrated in infants aged between 18 and 24 months

Allgemein geht man also schon davon aus, dass mit 9 Monaten (bzw. bis 18) für Kinder gender keine Rolle spielt und nach Interesse bzw. Neugier gegangen wird.
 
Trotzdem gibt es diverse Schlüsselreize, wo Jungs und Mädchen unterschiedlich ausgeprägt darauf reagieren.

Mit gut einem Jahr war mein Sohn bereits fasziniert von Traktoren und Mähdreschern. Je grösser die Maschine, je lauter die Arbeit, desto faszinierender. Und ich kann mit Fug und Recht sagen, dass er das weder von mir noch von seiner Mutter hat. :ugly:

Unsere Tochter liebt alles, was mit Katzen zu tun hat. Und "Puppas".

Unserem Sohn muss man alles hinterher räumen, während unsere Tochter mit 2 Jahren schon selbständig zum Mülleimer geht, und ihren Müll wegwirft.

Kindheit und Jugend sind ständige Lern-, Findungs- und Orientierungsprozesse. Und ich denke, so lange man Kinder in ihrem eigenen Willen unterstützt und ihnen nichts verbietet (Farben/Spielzeug(Orientierung), kann man nicht viel falsch machen.
 
Gibt mehrere stellen, die darauf hinweisen und nicht nur in dieser Studie... aber sei es drum:



Allgemein geht man also schon davon aus, dass mit 9 Monaten (bzw. bis 18) für Kinder gender keine Rolle spielt und nach Interesse bzw. Neugier gegangen wird.
Ich verstehe nicht, was du mit dem Zitat nun zeigen willst und mit deiner Zusammenfassung danach auch nicht?
Alles in allem widerspricht das doch einfach nicht der These, dass die (soziale) Umwelt einen Einfluss auf menschliche (und soziale) Entwicklung hat. In jedem Fall kann (und will!) diese Studie keinen Beweis dafür liefern, das bestimmte Präferenzen angeboren (!) sind.
Und all das delegitimiert auch in keinster Weise die Kritik an der Reproduktion von Geschlechterstereotypen, auch und gerade in der Werbung. Ganz im Gegenteil, würde ich sogar sagen.
 
Wenn meine Kinder Traktoren oder Mähdrescher cooler als Katzen finden, kommen sie zum Psychologen. Mir egal, was sie wollen. Das ist einfach falsch.

Auch wenn ich das nie vermittelt habe, wird er das von mir haben. Also die Abneigung gegen Katzen. Und ja, wir haben eine. :ugly:

Die klassische Win-Win-Situation wäre, wenn der Traktor die Katze überfahren würde. Allerdings nur, wenn beide Kinder gerade nicht dabei sind. :ugly: :lol:
 
Kindheit und Jugend sind ständige Lern-, Findungs- und Orientierungsprozesse. Und ich denke, so lange man Kinder in ihrem eigenen Willen unterstützt und ihnen nichts verbietet (Farben/Spielzeug(Orientierung), kann man nicht viel falsch machen.
Genau darum geht es, ja.
Ich verstehe auch nicht so Recht, zu was hier genau in Opposition gegangen wird? Es wird so getan, als solle eine Art Gleichschaltung der Geschlechter stattfinden, aber genau darum geht es ja eben nicht. Es soll eine viel größere Vielfalt erreicht werden als es jetzt der Fall ist, indem unseren Kindern weniger Stereotype vermittelt werden.
 
Jetzt bitte nicht auf einzelne Worte festnageln. Aber wenn man etwas noch nicht begreift, dann spielt es nun mal auch keine (oder eine vernachlässigbare) Rolle.
Kleiner Nachtrag: da würde ich dir vehement widersprechen wollen.
Ich arbeite z.B. mit Theoriekonzepten, die impliziten und scheinbar verborgenen Wissenskategorien sogar eine immense Bedeutung beimessen.
Auch in der (Verhaltens-)Psychologie weiß man um den enormen Einfluss des Un(ter)bewusstseins.
 
Gibt mehrere stellen, die darauf hinweisen und nicht nur in dieser Studie... aber sei es drum:

According to Kohlberg (1966), infants can categorize the gender of others at around 2 years of age and have an appreciation of their own gender at around 3 years of age. Explicit labelling of others by gender has been demonstrated in infants aged between 18 and 24 months

Ich habe das spasseshalber gerade mal innerhalb von fünf Minuten nachrecherchiert, die entsprechende Studie heißt "A cognitive-developmental analysis of children's sex-role concepts and attitudes", und darin ist von "Gendern" nicht die Rede. Wenn das die übliche Art ist, wie in den Genderstudies mit wissenschaftlichen Zitaten umgegangen wird, wundert es mich nicht, dass das von niemandem ernst genommen wird.
 
Kleiner Nachtrag: da würde ich dir vehement widersprechen wollen.
Ich arbeite z.B. mit Theoriekonzepten, die impliziten und scheinbar verborgenen Wissenskategorien sogar eine immense Bedeutung beimessen.
Auch in der (Verhaltens-)Psychologie weiß man um den enormen Einfluss des Un(ter)bewusstseins.

In wiefern widerspricht das meiner Aussage? Ich sage nur, was bestimmte Studien sagen. Und überhaupt macht deine Auslegung gerade nicht so viel Sinn für mich. Implizites Wissen ist nicht = Unterbewusstes (Wissen). Man weiß implizites Wissen genau und aktiv anzuwenden, nur kann man dieses Wissen nicht an andere weitergeben oder zusammenfassen. Während man bei Unterbewusstem Zeug sich gar nicht im klaren ist, was einen da noch zu etwas verleitet.
 
Ich habe das spasseshalber gerade mal innerhalb von fünf Minuten nachrecherchiert, die entsprechende Studie heißt "A cognitive-developmental analysis of children's sex-role concepts and attitudes", und darin ist von "Gendern" nicht die Rede. Wenn das die übliche Art ist, wie in den Genderstudies mit wissenschaftlichen Zitaten umgegangen wird, wundert es mich nicht, dass das von niemandem ernst genommen wird.

Also entweder du weißt besser was der Autor selbst geschrieben hat oder du liegst falsch... Der Autor dieser Studie sagt selbst...

This study is a stage and sequence investigation of the hierarchy of operational structures involved in the child's acquisition of gender identity.

siehe: https://open.uct.ac.za/bitstream/item/12765/thesis_hum_1975_1975_ventress_k.pdf?sequence=1
 
Zuletzt bearbeitet:
Am Ende ist das doch wieder das übliche Herumdoktorn an oberflächlichen Symptomen. Lerzlich auch der etwas alberne Rattenschwanz der ideologisch aufgeladenen Gender-Bewegung. Entscheidend für die Gleichberechtigung wäre eine konsequentere Erziehung der Mädchen, sich nicht ständig freiwillig unterzuordnen und von sich aus „Das will ich“ zu rufen, wo sie sonst den Mund halten. Darum geht es und nicht um Farben und so ein Zeug.
 
Also entweder du weißt besser was der Autor selbst geschrieben hat oder du liegst falsch... Der Autor dieser Studie sagt selbst...

siehe: https://open.uct.ac.za/bitstream/item/12765/thesis_hum_1975_1975_ventress_k.pdf?sequence=1

Tja, dumm nur, dass das nicht die zitierte Studie ist. Das Original von 1966 stammt von Lawrence Kohlberg, heißt wie schon geschrieben ""A cognitive-developmental analysis of children's sex-role concepts and attitudes", dein Link verweist aber auf "A cognitive developmental study of children's sex-role development" von einem Keith Ventress und stammt ausserdem von 1975, als der Gender-Begriff gerade populär wurde.

Das war im übrigen auch der Grund, weshalb mir auf den ersten Blick klar war, dass dein erstes Zitat nicht stimmen konnte :kaffee:
 
Ich habe das spasseshalber gerade mal innerhalb von fünf Minuten nachrecherchiert, die entsprechende Studie heißt "A cognitive-developmental analysis of children's sex-role concepts and attitudes", und darin ist von "Gendern" nicht die Rede. Wenn das die übliche Art ist, wie in den Genderstudies mit wissenschaftlichen Zitaten umgegangen wird, wundert es mich nicht, dass das von niemandem ernst genommen wird.
Wenn das die übliche Art ist, wie du deine Beiträge schreibst, muss ich diese wohl auch nicht (weiter) ernst nehmen.
Ich glaube wohl kaum, dass die hier diskutierte Studie den Genderstudies zugeordnet werden kann bzw. will.

Aber hauptsache haten. Zeigt wir unvoreingenommenen du an diese wissenschaftliche Disziplin herangehst.
 
In wiefern widerspricht das meiner Aussage? Ich sage nur, was bestimmte Studien sagen. Und überhaupt macht deine Auslegung gerade nicht so viel Sinn für mich. Implizites Wissen ist nicht = Unterbewusstes (Wissen). Man weiß implizites Wissen genau und aktiv anzuwenden, nur kann man dieses Wissen nicht an andere weitergeben oder zusammenfassen. Während man bei Unterbewusstem Zeug sich gar nicht im klaren ist, was einen da noch zu etwas verleitet.
Du hast doch geschrieben, dass keine Rolle spielt, was man nicht begreifen kann.
Und dem würde ich widersprechen.
Ganz einfach.

(Nun könnte man noch fragen, keine Rolle wofür überhaupt?)

Edit: Ich habe im Übrigen nicht implizites Wissen und Unterbewusstes gleichgesetzt, wohlgleich ich behaupte, dass un(ter)bewusstes Handeln eine Form impliziten Wissens ist, da man logischerweise nicht explizieren kann, was außerhalb des eigenen Bewusstseins liegt.
 
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