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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das ganze problem bei der Sache ist, das man nichts ändert wenn man nur dem Problem einen anderen Namen gibt.
Ich nehme da immer gerne meine Großeltern als Beispiel, meine Oma hat auch immer Negerin zu meiner Ex-Frau gesagt.
Sie waren aber auch die ersten hier vor Ort die in den 60ern Zimmer an Türkische Gastarbeiter vermietet haben.
Meine Eltern haben den Begriff schon nicht mehr übernomemn und ich erst recht nicht,ohne das es uns einer gesagt hätte.
Was wir aber von ihnen übernommen haben ist, das man andere Menschen nicht anders behandelt nur weil sie anders aussehen oder aus einem anderen Land kommen.
So gilt das auch für Sexismus, ein Holzkopf wird immer eine Frau schlagen wenn man ihm nicht vormacht das Frauen gleich behandelt werden können.
Da ändert es auch nicht wenn man aus Studentinnen Studierende macht, dieser Aktionismus stört die Menschen und das zu Recht.
 
Da ändert es auch nicht wenn man aus Studentinnen Studierende macht, dieser Aktionismus stört die Menschen und das zu Recht.
Welcher Aktionimus? Um bei dem Fall zu bleiben: soll man - wenn einem wirklich an Gleichstellung gelegen ist - Veranstaltungen tolerieren, die ganz offensichtlich diesem Grundsatz zuwider laufen?
Das kann ja jede*r für sich halten, wie er oder sie will, aber wenn man sich als Institution Gleichstellung auf die Fahnen schreibt, dann kann man das nur glaubhaft umsetzen, wenn man konsequent ist.
Dann kann man nicht sagen, das bisschen Sexismus tut doch niemandem weh. Erstens, doch das tut er! Und zweitens, wenn man bei sowas schon einknickt, wie will man überhaupt das Ziel Gleichstellung erreichen?

Das Problem ist nicht, dass ein solches Vorgehen in irgendeiner Weise "extrem" oder "idiotisch" ist, das Problem ist, dass es so wahrgenommen wird.
In anderen Bereichen sind wir da zum Glück weiter.
Man hätte auch sagen können: Leiterln ist eine Tradition, die von hellhäutigen Menschen durchgeführt wird. Deshalb richten wir unsere Einladung dazu ausschließlich an Menschen mit heller Haut.
Exakt die gleiche Argumentation, aber jeder würde es (zurecht!) unter stumpfen Rassismus einstufen.
Nun das gleiche mit Geschlechtern: Leiterln ist eine Tradition, die von Männern durchgeführt wird. Deshalb richten wir unsere Einladung dazu ausschließlich an Männer.
Ich wiederhole mich, exakt die gleiche Argumentation. Nur: für Rassismus gibt es keine gesellschaftliche Toleranz (mehr!), für Sexismus eben schon (noch!).
 
Wird heute noch gefensterlt ?
Nein, weil der Brauch aus der Mode gekommen ist und die Gesellschaft sich weiter entwickelt hat und offener geworden ist.
Da brauchte es auch keine Verbote für und da muss man es auch nicht verbieten wenn es auf einer Uni mal aus Spass gemacht werden soll.
Das meine ich mit Aktionismus
 
@Mingo

Um bei dem Fall zu bleiben, ja, die Uni Passau konnte nicht anders handeln. Aus den Gründen, die du nennst. Check.

Diese Vorfälle erlebt man ja aber täglich, und das in nicht-öffentlichen Einrichtungen. Im Alltag.

Dein zweites Beispiel passt nicht wirklich. In Bayern wird man als Dunkelhäutiger auf einer Leiter vor dem Fenster eines fremden Hauses eh direkt erschossen. :D
 
Wird heute noch gefensterlt ?
Nein, weil der Brauch aus der Mode gekommen ist und die Gesellschaft sich weiter entwickelt hat und offener geworden ist.
Da brauchte es auch keine Verbote für und da muss man es auch nicht verbieten wenn es auf einer Uni mal aus Spass gemacht werden soll.
Das meine ich mit Aktionismus
Es wurde nicht verboten.
 
Und das wird hier _genau_wo_ gemacht?
Wie hier schon gesagt wurde, ist es bei Menschen der Normalfall dass der Mann die Frau umwirbt. Ebenso wie bei nichtmenschlichen Primaten und vielen anderen Tierarten. Daher ist es höchstwahrscheinlich, dass das Balzverhalten in genau der Form biologische Gründe hat. Daher ist es lebensfremd zu verlangen, dass Frauen auch "Fensterln" dürfen um hier "Gleichstellung" zu erreichen. Es ist doch offensichtlich, dass es hier nicht um den sportlichen Wettbewerb geht, sondern darum eine Tradition aufleben zu lassen, um die "Show".
Wenn man diese "Gleichstellung" konsequent durchzieht, könnte man z.B. auch verlangen dass es bei staatlich (teil)subventionierten Filmen verboten wird die Rollen für ein bestimmtes Geschlecht auszuschreiben, sondern ohne Rücksicht auf den Charakter sowohl Männer als Frauen berücksichtigt werden müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
die diskussion ist einfach schwierig und ähnelt einem glaubenskrieg. da auf einen nenner zu kommen ist nahezu unmöglich. aber: ich denke, dass sie (so nervig es auch sein mag) richtig ist, weil sich nur so auf dauer etwas ändern wird.

ich für meinen teil sehe als erfolgreiche gleichberechtigung in erster linie die gleichbehandlung in grundsätzlichen dingen wie wahlrecht, bezahlung, etc an.

gefühlt wird für mich aber oft entweder eine diskriminierung des mannes befürwortet (oder gar erwartet) um frauenrechte zu fördern (quote) oder auf eine "entweiblichung" der frauen hingearbeitet. natürlich kommt dabei oft das argument: durch jahrtausende der sexuellen diskrimierung haben sich die rollenbilder aber entwickelt und dagegen müsse man was tun. dieses argument sachlich zu entkräften ist extrem schwer. unter dieses argument fällt auch die geschichte mit dem fensterln, dem werben des mannes um eine frau (wobei es das im tierreich ja auch gibt) usw.

ich selber sehe erhebliche unterschiede zwischen männern und frauen. einfach anatomischer art. männer können keine kinder kriegen, haben es auf grund dessen möglicherweise einfacher im job. das mag diskriminierend sein, ist aber schlicht nicht zu ändern (also das kinder kriegen). ich kann (vor allem kleine) unternehmen verstehen, die sich das risiko nicht unbedingt erlauben können, dass eine arbeitnehmerin schwanger wird und sie ihr monate- oder gar jahrelang den job freihalten müssen.

auch im sport ergibt eine trennung anatomisch gesehen sinn. es gibt vermutlich einen ganzen haufen ähnlicher beispiele.

brauche ich genderneutrale sprache? sicher nicht. ich halte dieses thema für völlig überzogenen quatsch. aber ich bin auch keine frau.
ich habe auch kein problem mit den klassischen unterschieden von frau und mann. was nicht bedeutet, dass ich will oder erwarte, dass meine frau/freundin einen auf hausfrau und mutter macht (im gegenteil bin es z.b. eher ich, der kocht).
ich empfinde es auch nicht als problematisch, wenn der mann einen auf gentleman macht, die tür aufhält oder die schweren sachen trägt. (meine freundin findet grade das mit dem tür aufhalten übrigens albern, es sei denn, sie hat die hände voll ;) )

ich glaube, dass wir (zumindest in deutschland) auf einem ganz guten weg sind. auch wenn wir noch nicht am ende angelangt sind. und vielleicht ist es ja doch so, dass manche dinge frauen besser machen und andere wiederum männer. egal worin das begründet ist. ist das so eine schlimme vorstellung?
 
gleichberechtigung und gleichstellung sind nicht das gleiche.
das erste ist gegen diskriminierung, das andere für diskriminierung in form von sonderbehandlung.

Ich merke an mir selber schon, wie die ständige Debatte um das Thema die Sensibilität schärft. Wie oft ich mittlerweile denke "Oha die Aussage könnte man aber in den falschen Hals bekommen" ist schon erstaunlich.
am ende läufts ab wie bei den amerikanischen unis. trigger warnings überall und "safe spaces" mit spielzeug, kuscheltieren und katzenvideos für den fall, dass man auf jemanden mit anderer meinung/weltbild trifft. :ugly:
 
Es wurde nicht verboten.
Das Sportfest wurde mittlerweile wegen der schlechten Wetterprognose abgesagt. "Der Fensterlkönig-Wettbewerb ist ja nicht verboten", betonte Uni-Sprecherin Katrina Jordan am Dienstag. Es müssten aber die Gleichstellungsauflagen beachtet werden. Entweder in einer geschlechteroffenen Form, bei der auch Frauen auf die Leiter steigen oder aber in der traditionellen Form, bei der nur Männer fensterln dürfen.

"Aber dann muss der Wettbewerb privat organisiert werden."
Heisst im Endeffekt das er in der ursprünglichen Form (nur Männer auf Leitern) nicht von der Uni organisiert werden darf
Es geht auch ohne zwanghafte Geschlechtergleichstelllung, siehe ESC
Brauchte es da gestern eine Frauenquote ?
Nein der einzigste Mann in der Moderation ist ein Bärtiger Typ in Frauenkleidern.
Ein Schlag ins Gesicht für alle Homophobe und besonders für Russland die eine Menge Geld da reinstecken um den Wettbewerb zu gewinnen.
 
ich kann nur sagen, dass wir aufpassen müssen, uns nicht zu sehr vom Menschen zu entferden. Irgendwann ist die Grenze erreicht und wir können nicht noch mehr Gleichheit erlangen. Dazu müssten wir uns schon Genetisch arg verändern. Es gibt Gebiete, wo dieser Kampf definitiv Sinn macht aber ich befürchte fast, dass das Ziel ist, nur noch ein Geschlecht zu entwickeln oder sonstwas. Intersexuelle Menschen warscheinlich. Gegen die Natur kann man sich sowieso nur bis zu einem gewissen Grad auflehnen. Am Ende des Tages sind selbst die Sexismusschreier am sexistischten.
 
Das sieht dann so aus wie in Thailand
url

Toiletten für Ladyboys :D
 
Da ändert es auch nicht wenn man aus Studentinnen Studierende macht, dieser Aktionismus stört die Menschen und das zu Recht.

Seh ich ähnlich.
Die sog. Movierung gibt es schon seit dem Althochdeutschen (ca. 500), vgl. ahd. Weber - Weberinna, wobei das Suffix -in an das geschlechtspezifische Substantiv gehängt wird.
Dieser Sprachwandel ist also nichts neues und offensichtlich stört es die Sprache nicht.
 
Wusste nicht, ob es hier rein gehört oder in den "Scheiß Liebe"-Thread, aber mit letzterem hat es eher weniger zutun. Ist es eigentlich Trend geworden, das sich Frauen heutzutage, dank den Sozialen Netzwerken, wie Top Models oder High Society Gören aufführen, obwohl sie bei C&A einkaufen gehen, nichts in der Birne haben und von Gott mit Arsch und Brüsten ausgestattet wurden?

Ich bin nicht verbittert oder sonst etwas in diese Richtung. Nur fällt es mir immer öfters auf, das nur noch sogenannte "Sechser im Lotto" herumlaufen. Egal, wo man sich befindet. Sei es in der Uni, in der Bar, Diskothek usw. Liegt das etwa an der "Emanzipation", welche diesen Frauen eintrichtert, etwas Besonderes zu sein und sich aufzuführen, als hätten sie ein Heilmittel gegen Krebs erfunden?

:kaffee:
 
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