Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Naja, grade Hebamme ist schon ein Beruf, den eher Frauen machen sollten. Erstens weil wir Männer uns in diese Situation nicht wirklich reinfühlen können, zweitens weil halt viele Frauen verständlicherweise ein Problem damit haben, wenn ihnen ein fremder Mann in die Muschi glotzt und fasst. Frauenärzte sind das selbe Thema.
Meine Freundin z.B. würde niemals zu einem männlichen Frauenarzt oder nem Entbindungspfleger gehen.

Ich geh seit meinem ersten mal Frauenarzt ausschließlich zu Männern. Keine Ahnung, woran das liegt, ich mach da überhaupt keinen Unterschied und kam mit den Männern immer gut klar. Mein Gyni ist der gechillteste, coolste Typ ever, da fühl ich mich immer total safe. :)
 
Es ist allerdings so, dass ich schon finde, dass man durchaus bei solchen intimen Momenten sagen dürfen muss, dass man keine männliche Hebamme möchte. Am Stadioneingang wird man ja schließlich nicht mal vom anderen Geschlecht abgetastet ;)

Aber es wird sicherlich genug geben, denen einfach wichtig ist, dass sie denjenigen für kompetent halten und nicht welches Geschlecht er hat. Und aus Erzählungen von vielen Müttern aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis weiß ich, das den meisten in dem Moment sowieso alles scheißegal ist ;)

Seh ich zwar nirgends - aber sei es drum. :D

Wenn du als gesunde Frau zu einem Frauenarzt gehst ist das wahrscheinlich "harmloser" als wenn du als gesunde Frau zu einer männlichen Hebamme gehst.

Wenn sie die Wahl haben, werden 99,9999% der Frauen bzw. deren Begleiter keine männliche Hebamme wollen. Deswegen lohnt es sich nicht für ein Krankenhaus eine einzustellen.
 
Ich geh seit meinem ersten mal Frauenarzt ausschließlich zu Männern. Keine Ahnung, woran das liegt, ich mach da überhaupt keinen Unterschied und kam mit den Männern immer gut klar. Mein Gyni ist der gechillteste, coolste Typ ever, da fühl ich mich immer total safe. :)
"Problem" ist halt: Er ist ein Mann. Wenn da n junges, hübsches Ding reinkommt, wird der innerlich grinsen und das alles nicht nur aus der distanzierten Medizinerperspektive sehen. Da kann er sagen was er will.
Wenn man damit zurechtkommt, ists ja wunderbar.

Und das sag ich nicht nur aus meiner Männerperspektive, das hab ich auch schon öfter von Frauen gehört.

Davon ab kommt imo die Problematik, dass ein Mann niemals frauenspezifische Probleme so nachvollziehen kann wie eine Frau, die damit eigene Erfahrungen hat.
Aus dem Grund würd ich auch bei geschlechtsspezifischen Problemen niemals zu nem weiblichen Arzt gehen.
 
Nicht unbedingt. Nur weil deine Freundin nicht zu männlichen Frauenärzten gegen würde, gibt es ja trotzdem genug davon und die nagen nicht unbedingt am Hungertuch weil niemand vorbeikommt.

Es ist allerdings so, dass ich schon finde, dass man durchaus bei solchen intimen Momenten sagen dürfen muss, dass man keine männliche Hebamme möchte. Am Stadioneingang wird man ja schließlich nicht mal vom anderen Geschlecht abgetastet ;)

Aber es wird sicherlich genug geben, denen einfach wichtig ist, dass sie denjenigen für kompetent halten und nicht welches Geschlecht er hat. Und aus Erzählungen von vielen Müttern aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis weiß ich, das den meisten in dem Moment sowieso alles scheißegal ist ;)

Hast ja komplett recht, aber das ist eben ein Thema, bei dem man nach Geschlecht unterscheiden und entscheiden dürfen sollte, ohne dass gleich wieder die Sexismus-Keule geschwungen werden muss.
 
Richtig, solang die Frau in dem Fall entscheiden darf ist es für mich auch nicht sexistisch. Man darf zwar a) keinem Mann diesen Job verbieten, aber b) auch keiner Frau einen Mann als Hebamme aufzwingen.

Genauso sieht es in meinen Augen bei dem von papaalex vorgebrachten Beispiel mit dem Tür aufhalten. Einige finden das sicherlich "Gentleman-like", andere würden vllt. denken "Hält der mich für ein Kleinkind?". Wenn die Frau in dem Falle sagen würde "Lass sowas sein" und die Antwort wäre "Nein das muss ich, ich bin der Mann!" würde für mich Sexismus anfangen.

Vor Jahren hat sich meine damalige Freundin am Strand oben ohne gesonnt. Als n Kumpel das in ner Erzählung mitkriegte fragte er "Sowas erlaubst du?" ... Allein bei der Fragestellung rollten sich mir schon die Fußnägel...
 
Ich glaube worüber wir hier grade angeregt diskutieren ist in 1-2 Generationen kein Thema mehr, und das ganz sicher nicht wegen einem *innen oder wegen den Ultras unter den Feministinnen.
Ich glaube und hoffe auch, dass unsere Gesellschaft in 10,20 oder 30 Jahren diesbezüglich weiter und fortgeschrittener ist und darüber nicht mehr in der Form diskutiert wird.
Dennoch finde ich es anmaßend zu behaupten, dass dies kein Verdienst engagierter Feminist*innen gewesen sein wird (und damit meine ich nicht Alex oder mich). Denn natürlich spielen Vorreiter*innen, Opinion Leader, Early Adopters, etc. eine große Rolle, wenn es darum geht lange anerkanntes verkrustetes gesellschaftliches Denken zu durchbrechen. Genau so wie die Wissenschaft eine wichtige Rolle spielt, feministische Theorien, Gender Studies, etc.

Wir fotografieren grad nen Studentenkalender in dem Frauen sind, was sich die Feministen der Uni da letztes Mal aufgeregt haben dass der Kalender nicht Studentinnenkalender heißt :lol:
Wenn das an unserer Uni stattgefunden hätte, wäre ich einer der Feminist*innen gewesen, die sich darüber aufgeregt hätten. Einfach weil ich es unnötig finde, es gäbe doch bestimmt genügend elegante Wege den Kalender so zu benennen, dass aus dem Namen ersichtlich wird, dass beide anerkannten Geschlechter in dem Kalender vertreten sind.

na.... man muss da gar nicht in die Pfleger-Berufe gehen..... ein Bekannter von mir ist Erzieher in einer Kita.... was gab es da erst mal einen #Aufschrei wie es bekannt wurde das da ein Mann arbeiten soll....seltsamerweise waren mehr Frauen dagegen und haben sogar eine Unterschriften Aktion gestartet, das er da nicht arbeiten soll.... jaja.... die gute Toleranz :D
Ich weiß gar nicht, warum du mit diesem süffisanten Grinse-Smiley abschließen und damit suggerieren musst, dass mit zweierlei Maß gemessen würde.
Die Eltern, die gegen männliche Erzieher mit Fackeln und Mistgabeln auf die Straße gehen, sind mit Sicherheit nicht diejenigen, die begriffen haben um was es in der Geschlechterdebatte geht.
Und wie schon angemerkt wurde: der feministische Diskurs ist kein Kampf Männer gegen Frauen. Auch wenn es viele Männer so auffassen.

Naja, grade Hebamme ist schon ein Beruf, den eher Frauen machen sollten. Erstens weil wir Männer uns in diese Situation nicht wirklich reinfühlen können, zweitens weil halt viele Frauen verständlicherweise ein Problem damit haben, wenn ihnen ein fremder Mann in die Muschi glotzt und fasst. Frauenärzte sind das selbe Thema.
Meine Freundin z.B. würde niemals zu einem männlichen Frauenarzt oder nem Entbindungspfleger gehen.

Dass deine Freundin zu einer weiblichen Frauenärztin und zu einer weiblichen Entbindungspflegerin gehen will, bleibt ihr unbenommen. Ihre und deine persönliche Sichtweise zu dem Thema will ich gar nicht in Frage stellen.
Ein Problem habe ich mit der Formulierung, dass Männer den Beruf nicht ausüben sollen und sich per se nicht in "weibliche Situationen" hineinfühlen können.
Wie bereits bemerkt wurde, gibt es etliche Frauen, die kein Problem damit haben, zu einem männlichen Frauenarzt zu gehen sowie ihr Baby von einem männlichen Entbindungspfleger entbinden zu lassen. Warum also sollen Männer diese Berufe nicht ausüben dürfen/wollen/können?
Und so super "verständlich" ist es imo nicht, dass die Vagina per se ein sexualisiertes Körperteil ist, das auch bei durch und durch medizinischen Vorgängen wie Abstrich, Entbindung, etc. automatisch einen sexuellen Reiz verströmt.
Das schlägt in die selbe Kerbe:
Glaub mir, das was Hebammen sehen ist noch 100x intimer als das, was Frauenärzte sehen. ;)
Klar ist es nach wie vor der sogenannte "Intimbereich", aber das letzte, an das ich bei einer Geburt denke, ist die sexuelle Anziehungskraft, die von der Vagina ausgeht, aus der gerade ein Baby gepresst wird.

Wenn sie die Wahl haben, werden 99,9999% der Frauen bzw. deren Begleiter keine männliche Hebamme wollen.
Die Quote ist natürlich reinster Humbug und Übertreibung pur.

"Problem" ist halt: Er ist ein Mann. Wenn da n junges, hübsches Ding reinkommt, wird der innerlich grinsen und das alles nicht nur aus der distanzierten Medizinerperspektive sehen. Da kann er sagen was er will.
Halte ich für Blödsinn. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass es Männer gibt, die es so sehen würden wie du es beschreibst. Aber ebenso halte ich es für ausgemachten Blödsinn, dass es keine Männer geben soll, die nicht automatisch von einer unten rum entblößten Frau, die sie im nächsten Moment ärztlich untersuchen sollen, sexuell erregt werden.
Ihr füttert die Mär und das Geschlechterklische vom omnipotenten Mann, der immer kann und will. Das ist ja auch der Grund, warum dem männlichen Kindergärtner sofort Pädophilie angedichtet wird, denn der Mann trägt ja immer seinen Sexualtrieb mit sich.
Eine Frau muss erst verführt und erobert werden, bis sie Lust auf Sex bekommt. Aber im Penis des Mannes wird ja gemeinhin sogar dessen Gehirn vermutet.

Davon ab kommt imo die Problematik, dass ein Mann niemals frauenspezifische Probleme so nachvollziehen kann wie eine Frau, die damit eigene Erfahrungen hat.
Aus dem Grund würd ich auch bei geschlechtsspezifischen Problemen niemals zu nem weiblichen Arzt gehen.

In Paderborn bin ich immer auf dem Weg zur Uni an der Hebammenschule vorbeigefahren. Ich würde schätzen, dass 98% der Hebamenschülerinnen noch keine eigenen Kinder geboren haben, sobald sie in den Beruf einsteigen.
Wo also ist das Mehr an Erfahrung gegenüber einem männlichen Hebamenschüler?
Genau das gleiche beim Frauenarzt oder Frauenärztin bzw. beim Urologen oder Urlologin.
Was mache ich, wenn ich eine Nebenhodenentzündung mit unglaublichen Schmerzen habe, mein männlicher Urlologe diese Erkrankung aber nie hatte und sich gar nicht vorstellen kann, wie sich das anfühlt? In einem solchen Fall würde ich doch meinen, dass eine weibliche Ärztin das gleiche Vorstellungsvermögen aufbringen kann und mich genauso gut ärztlich versorgen kann, wie es ein Mann könnte.

Im übrigen war ich einmal beim Urologen, weil mir das Vorhautbändchen gerissen ist und ein medizinischer Eingriff von Nöten war.
Der Doktor war ein Mann und er hat auch das Skalpell bedient.
Aber was meint ihr, wer ihm assistiert hat, meinen Penis desinfiziert hat, etc. ? Das waren natürlich zwei Frauen, Arzthelferinnen. Und das letzte, was ich in diesem Moment gedacht habe ist, ob die beiden wohl von meinem Gemächt beeindruckt sein würden oder nicht.

Und wie würdet ihr in folgendem Fall entscheiden: ihr oder eure Frau/Freundin hat die Wahl zwischen einem schwulen Frauenarzt und einer lesbischen Frauenärztin.
Und im nächsten Schritt: ihr oder eure Frau/Freundin hat die Wahl zwischen einem Frauenarzt und einer Frauenärztin, über deren sexuelle Ausrichtung ihr nichts wisst.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Problem" ist halt: Er ist ein Mann. Wenn da n junges, hübsches Ding reinkommt, wird der innerlich grinsen und das alles nicht nur aus der distanzierten Medizinerperspektive sehen. Da kann er sagen was er will.
Wenn man damit zurechtkommt, ists ja wunderbar.

Habe ja viel mit Ärzten zu tun und da quatscht man natürlich mit denen die man schon länger und besser kennt immer mal wieder gerne etwas ungezwungen über seinen beruflichen Alltag. Kann ich voll und ganz bestätigen, was du hier schreibst.

Ärzte sind auch nur Menschen, und selbst wenn sie sich nach außen hin völlig professionell geben, was dahinter abläuft, ist oft eine ganz andere Geschichte. :D
 
Ja, aber sie verhalten sich ja auch professionell, wenn sie nicht auf Omas stehen und sie trotzdem behandeln müssen. Ich bin zwar kein Arzt, aber ich kenn das ja selbst. Es gibt nunmal keinen Paragraphen, der Frauen, die man attraktiv findet mehr Geld bewilligt :D

Und an nichts anderes habe ich mich zu halten, daher bringt ihnen das auch keinen Vorteil.
 
Ich glaube und hoffe auch, dass unsere Gesellschaft in 10,20 oder 30 Jahren diesbezüglich weiter und fortgeschrittener ist und darüber nicht mehr in der Form diskutiert wird.
Dennoch finde ich es anmaßend zu behaupten, dass dies kein Verdienst engagierter Feminist*innen gewesen sein wird (und damit meine ich nicht Alex oder mich). Denn natürlich spielen Vorreiter*innen, Opinion Leader, Early Adopters, etc. eine große Rolle, wenn es darum geht lange anerkanntes verkrustetes gesellschaftliches Denken zu durchbrechen. Genau so wie die Wissenschaft eine wichtige Rolle spielt, feministische Theorien, Gender Studies, etc.


Wenn das an unserer Uni stattgefunden hätte, wäre ich einer der Feminist*innen gewesen, die sich darüber aufgeregt hätten. Einfach weil ich es unnötig finde, es gäbe doch bestimmt genügend elegante Wege den Kalender so zu benennen, dass aus dem Namen ersichtlich wird, dass beide anerkannten Geschlechter in dem Kalender vertreten sind.


Ich weiß gar nicht, warum du mit diesem süffisanten Grinse-Smiley abschließen und damit suggerieren musst, dass mit zweierlei Maß gemessen würde.
Die Eltern, die gegen männliche Erzieher mit Fackeln und Mistgabeln auf die Straße gehen, sind mit Sicherheit nicht diejenigen, die begriffen haben um was es in der Geschlechterdebatte geht.
Und wie schon angemerkt wurde: der feministische Diskurs ist kein Kampf Männer gegen Frauen. Auch wenn es viele Männer so auffassen.



Dass deine Freundin zu einer weiblichen Frauenärztin und zu einer weiblichen Entbindungspflegerin gehen will, bleibt ihr unbenommen. Ihre und deine persönliche Sichtweise zu dem Thema will ich gar nicht in Frage stellen.
Ein Problem habe ich mit der Formulierung, dass Männer den Beruf nicht ausüben sollen und sich per se nicht in "weibliche Situationen" hineinfühlen können.
Wie bereits bemerkt wurde, gibt es etliche Frauen, die kein Problem damit haben, zu einem männlichen Frauenarzt zu gehen sowie ihr Baby von einem männlichen Entbindungspfleger entbinden zu lassen. Warum also sollen Männer diese Berufe nicht ausüben dürfen/wollen/können?
Und so super "verständlich" ist es imo nicht, dass die Vagina per se ein sexualisiertes Körperteil ist, das auch bei durch und durch medizinischen Vorgängen wie Abstrich, Entbindung, etc. automatisch einen sexuellen Reiz verströmt.
Das schlägt in die selbe Kerbe:

Klar ist es nach wie vor der sogenannte "Intimbereich", aber das letzte, an das ich bei einer Geburt denke, ist die sexuelle Anziehungskraft, die von der Vagina ausgeht, aus der gerade ein Baby gepresst wird.


Die Quote ist natürlich reinster Humbug und Übertreibung pur.


Halte ich für Blödsinn. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass es Männer gibt, die es so sehen würden wie du es beschreibst. Aber ebenso halte ich es für ausgemachten Blödsinn, dass es keine Männer geben soll, die nicht automatisch von einer unten rum entblößten Frau, die sie im nächsten Moment ärztlich untersuchen sollen, sexuell erregt werden.
Ihr füttert die Mär und das Geschlechterklische vom omnipotenten Mann, der immer kann und will. Das ist ja auch der Grund, warum dem männlichen Kindergärtner sofort Pädophilie angedichtet wird, denn der Mann trägt ja immer seinen Sexualtrieb mit sich.
Eine Frau muss erst verführt und erobert werden, bis sie Lust auf Sex bekommt. Aber im Penis des Mannes wird ja gemeinhin sogar dessen Gehirn vermutet.



In Paderborn bin ich immer auf dem Weg zur Uni an der Hebammenschule vorbeigefahren. Ich würde schätzen, dass 98% der Hebamenschülerinnen noch keine eigenen Kinder geboren haben, sobald sie in den Beruf einsteigen.
Wo also ist das Mehr an Erfahrung gegenüber einem männlichen Hebamenschüler?
Genau das gleiche beim Frauenarzt oder Frauenärztin bzw. beim Urologen oder Urlologin.
Was mache ich, wenn ich eine Nebenhodenentzündung mit unglaublichen Schmerzen habe, mein männlicher Urlologe diese Erkrankung aber nie hatte und sich gar nicht vorstellen kann, wie sich das anfühlt? In einem solchen Fall würde ich doch meinen, dass eine weibliche Ärztin das gleiche Vorstellungsvermögen aufbringen kann und mich genauso gut ärztlich versorgen kann, wie es ein Mann könnte.

Im übrigen war ich einmal beim Urologen, weil mir das Vorhautbändchen gerissen ist und ein medizinischer Eingriff von Nöten war.
Der Doktor war ein Mann und er hat auch das Skalpell bedient.
Aber was meint ihr, wer ihm assistiert hat, meinen Penis desinfiziert hat, etc. ? Das waren natürlich zwei Frauen, Arzthelferinnen. Und das letzte, was ich in diesem Moment gedacht habe ist, ob die beiden wohl von meinem Gemächt beeindruckt sein würden oder nicht.

Und wie würdet ihr in folgendem Fall entscheiden: ihr oder eure Frau/Freundin hat die Wahl zwischen einem schwulen Frauenarzt und einer lesbischen Frauenärztin.
Und im nächsten Schritt: ihr oder eure Frau/Freundin hat die Wahl zwischen einem Frauenarzt und einer Frauenärztin, über deren sexuelle Ausrichtung ihr nichts wisst.

Mingo, gibt es eigentlich eine Frau, deren Gefühle und Schamgrenze du nicht in- und auswendig kennst?

Es geht nicht um die Angst eine männliche Hebamme geil zu machen, sondern die natürliche Schamgrenze, die bei einem gleichgeschlechtlichen Gegenüber niedriger ist.

Du kannst ein gerissenes Vorhautbändchen auch außerdem nicht mit den Körperausscheidungen vergleichen, die dir bei einer Geburt um die Ohren fliegen.

Nimm es doch einfach hin, dass nicht alles was ein Mensch fühlt oder was ihm unangenehm ist, logisch ist.
 
Vielleicht gelingt es einem Mann wirklich nicht, sich in Frauen hinein zu versetzen. So wie ich mir wenig unter der Periode vorstellen kann, wird eine Dame wohl kaum einen beherzten Schlag in die Klöten nachempfinden können.
 
@tim_buktu Vielleicht wäre es einfacher, wenn du nur die Aussagen von mir zitieren würdest, auf die du dich beziehst. Du schmeißt einfach alles in einen Topf; mitunter Sachen, die nicht in in den selben Topf gehören.

Mingo, gibt es eigentlich eine Frau, deren Gefühle und Schamgrenze du nicht in- und auswendig kennst?
Wo bitte habe ich das behauptet oder auch nur den Eindruck vermittelt, als würde ich das von mir denken? Ich bitte dich wirklich inständig darum, mir diese Stellen zu zeigen.
Und es wäre mir sehr viel daran gelegen, wenn du dieses mal nicht wieder andere User*innen zitieren würdest, um mir Standpunkte vorzuhalten, die ich angeblich in dieser Diskussion vertrete.

Es geht nicht um die Angst eine männliche Hebamme geil zu machen, sondern die natürliche Schamgrenze, die bei einem gleichgeschlechtlichen Gegenüber niedriger ist.
A) Ich bezweifle, dass es so etwas wie eine natürliche Schamgrenze gibt.
B) Ich will niemandem seine oder ihre persönliche Schamgrenze in Abrede stellen.
C) Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass es sehr wohl Menschen gibt, die eben nicht eine gesteigerte Scham empfinden, wenn der oder die Gegenüber nicht dem eigenen Geschlecht entsprechen. Auch bei so einem intimen Akt wie der Geburt.

Du kannst ein gerissenes Vorhautbändchen auch außerdem nicht mit den Körperausscheidungen vergleichen, die dir bei einer Geburt um die Ohren fliegen.
Wie gesagt, wirf nicht alles was ich schreibe in den selben Topf. Ich habe das eine nicht mit dem anderen verglichen. Lies bitte genauer.
 
Vielleicht gelingt es einem Mann wirklich nicht, sich in Frauen hinein zu versetzen. So wie ich mir wenig unter der Periode vorstellen kann, wird eine Dame wohl kaum einen beherzten Schlag in die Klöten nachempfinden können.
Vielleicht ja, vielleicht nein.
Für mich persönlich ist es egal, ob sich Ärzt*innen in mich hineinversetzen können oder meinen Schmerz nachempfinden können, solange sie mich gut behandeln.
Aber das muss jede*r für sich selbst entscheiden und dementsprechend zu Arzt oder Ärztin gehen.
 
Ich kann mir allerdings nicht vorstellen das es aus rein Psychologischer Sicht Gesund ist wenn Mann und Frau irgendwann in einem Gender Einheitsbrei verschwimmen und sich für die jeweiligen Geschlechter kaum noch ein eigenes Bewusstsein entwickelt. Das halte ich für durchaus wichtig. Es schließt sich meiner Meinung nach nicht aus klar zu sagen ich bin Frau/Mann und möchte sogar in gewissen Punkten ein Rollenverhalten an den Tag legen und trotzdem klare Wege in Sachen Gleichberechtigung zu gehen.

Ich möchte die Feministen Antwort schon mal vorweg nehmen weil ich es inzwischen fast schon etwas penetrant finde, ja ich weiss. Warum sollte das verwerflich sein? Warum muss man sich als Mann fühlen? Alle Menschen sind gleich, peace and Happiness, wer wollte als nächstes am Joint ziehen etc. pp.
 
Über den letzten Absatz lese ich mal gekonnt hinweg. :)

Aber ja, ich muss tatasächlich die Frage nach der Notwendigkeit eines sozial vorgegebenen Geschlechterbewusstsein stellen.
Ich finde es genau dort unnötig, wo die Dimension Geschlecht ins Spiel gebracht wird, wo sie absolut nicht notwendig wäre. Und da wären wir wieder beim Ausgangspunkt dieses Gesprächs. "Weinen wie ein kleines Kind" vs. "Weinen wie ein kleines Mädchen". Das eine ohne geschlechtliche Dimension, der andere Satz ohne ersichtliche Notwendigkeit vergeschlechtlicht.

Neulich habe ich einen Termin in einer zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis gemacht, bei der ich vorher noch nie war.
Ich wurde am Telefon gefragt, ob ich lieber von einer Frau oder von einem Mann behandelt werden will. Ich kann mich noch so sehr anstrengen, aber mir fallen einfach keine Gründe ein, warum bei einer Zahnbehandlung die Dimension Geschlecht ins Spiel gebracht werden muss.
 
vielleicht wollte er dir einfach nur auf den Zahn fühlen
Ba_dum_tss.gif
 
Ich kann mich noch so sehr anstrengen, aber mir fallen einfach keine Gründe ein, warum bei einer Zahnbehandlung die Dimension Geschlecht ins Spiel gebracht werden muss.

Dir vielleicht nicht. Aber ich kann mir vorstellen, dass die Praxis auch einige muslimische Patienten hat, für die es sehr wohl eine Rolle spielen kann. Das ist allerdings auch der einzige Grund der mir einfällt, obwohl er nicht in mein liberales Weltbild passt.
 
Zurück
Oben