Naked Fear
Mal ehrlich - das Cover und dann noch eine Handlung "Frau wird von einem Irren nackt in der Wildnis ausgesetzt und gejagt" klingt doch echt nach einem Drehbuchautor, der minimum eine mittelschwere Beziehungskrise verarbeitet hat. Ganz sicher ein glühender Verfechter der Emanzipation.

Also ausgeliehen und in der relativen Sicherheit zumindest reichlich nackte Haut zu sehen, in den Player geworfen.
Aber oh Überraschung - heraus kam ein gar nicht mal so schlechter Survival-Thriller. Natürlich ist das ein B-Movie. Und die erste halbe Stunde ist Klischee pur (Details spare ich mir). Aber sobald es dann ans Eingemachte geht, weiß der Streifen durchaus zu unterhalten und mitunter sogar zu fesseln. Die Schauspieler sind natürlich nicht gerade überragend, machen ihre Sache aber im Rahmen des Drehbuches gut.
Und witzigerweise hat der Streifen auch fast nix von dem zu befürchtenden Exploitation-Kram zu bieten. Ja, die Frau ist relativ lang wirklich vollkommen nackt unterwegs. Sie sieht echt gut aus und ist sogar rasiert.

Aber die Nacktheit ist zu keinem Zeitpunkt irgendwie sexuell. Die Kamera vermeidet zu persönliche Ansichten und es gibt auch keine dümmlichen Einlagen der Marke "Duschen und Räkeln unterm Wasserfall". Sie ist einfach nur nackt und kämpft ums Überleben. Dabei wird das Ganze auch zunehmend rabiater und am Ende steht noch eine nette Überraschung.
Fazit: Meilenweit von dem Thrash entfernt, den ich erwartet (und teilweise auch erhofft

) hatte. Nicht wirklich einprägsam, aber sehr solide und unterhaltsam.
6/10
Doomsday
What the fuck? Der Regisseur von "The Descent" und sein neuestes Baby. Irgendein irres Virus bricht in Schottland aus, woraufhin selbiges komplett isoliert und seine Bewohner zum Sterben zurückgelassen werden. Jahre säter tauchen Satellitenaufnahmen von Überlebenden auf. Just in dem Moment bricht die Seuche in London aus. Eine leicht durchgeknallte Soldatin wird mit einem Team nach Schottland geschickt, um bei den Überlebenden ein Gegenmittel zu beschaffen.
Also da hat sich die Crew mal richtig schön ausgetobt. 28 Days later meets Mad Max und noch so einige Sachen mehr. Ist auch recht heftig, aber eben viel zu skurril, um wirklich ernstgenommen zu werden. Aber Ernsthaftigkeit war anscheinend 'eh nie die Idee. Insofern einfach nur einschalten und abfeiern.
Handwerklich ist der Film sehr kompetent inszeniert. Die Schauspieler machen ihre Sache gut. Insbesondere Rhona Mitra weiß als knallharte Kampfamazone zu gefallen und empfiehlt sich damit durchaus für den kommenden Underworld-Streifen.
7/10