Da ist er also, der neuste Film von McG. McG? Wer war denn das noch? Genau, der Kerl, dem wir Action-Albernheiten wie
Drei Engel für Charlie oder
Terminator 4 zu verdanken haben. Die meisten werden sich nun wahrscheinlich die Haare raufen und auf der Stelle kehrtmachen. Mir geht es da - wer hätte es gedacht

- anders. Ich finde McG's filmische Arbeiten nahezu alle absolut gelungen. Er steht meiner Meinung nach nämlich für wenig anspruchsvolle, dafür aber unheimlich unterhaltsame No-Brainer.
Drei Engel für Charlie (1) gehört in meinen Augen zu den besten Weiber-Action-Comedies der letzten Jahre,
Termintor 4 ist vielleicht ein wenig seelenlos, dafür kracht es aber gewaltig und man darf auch nicht vergessen, dass er hinter grandiosen Serien wie
Nikita,
Supernatural oder
Chuck steht.
Das gibt Ärger reiht sich nun nahtlos in die McG'sche Hirn-aus-Filmriege ein und kann durchaus als Symbiose seiner anderen Werke gesehen werden. Man nehme den überdrehten, bunten Stil von
Drei Engel für Charlie, tausche die Weiber gegen zwei
Nikita-würdige CIA Agenten aus und versetze das Ganze mit trashigem Witz und überzeichneter Agenten-Action, die genau so gut aus
Chuck stammen könnte - Fertig ist
Das gibt Ärger.
Ja, das Endprodukt ist zeitweise doch unheimlich platt und geizt nicht mit pubertärem Humor (
"Männer stehen draf, wenn sich Schamlippen an der Hose abdrücken!"). Dazu kommt eine unbeschreiblich konstruierte Handlung, deren an den Haaren herbeigezogene Romanze von einer beschämenden Agenten-Story eingerahmt wird, in der unser Herr Schweiger, der Til, doch tatsächlich die böse Nebenrolle spielt (Glücklicherweise darf er im gesamten Film nur drei Sätze sprechen). Was man dem Film jedoch zu gute halten muss, ist die Tatsache, dass er sich zu keiner Zeit ernst nimmt und tatsächlich den ein oder anderen netten Gag zu bieten hat. So ist die gegenseitige Sabotage der Dates zwar absoluter Story-Unsinn, macht, dank einiger guter Einfälle (beispielsweise die Paintball Schlacht gegen die Kinder oder aber das "Familientreffen"

) und zwei bzw. drei grandios aufgelegter Hauptdarsteller, aber mächtig Spaß. Dass ich hier nicht gut unterhalten wurde, kann ich jedenfalls nicht behaupten - Und das ist doch das Wichtigste bei einer Action-Komödie.
Dass die Story dabei total banane ist, einige Witze übelst vorhersehbar sind und die stark überzeichnete bzw. ungaubwürdige Aufmachung sicherlich nicht jedem Geschmack entspricht, fällt da nicht weiter ins Gewicht. Ich habe mich, wie bei fast jedem McG Film, kurzzeitig hervorragend amüsiert. Einfach Kopf abschalten, Chips auspacken und 100 Minuten Albernheiten genießen.