Der Film fängt ja ganz gut an. Nicht näher benannte Außerirdische fallen vom Himmel, steigen dann aus dem Meer und fangen an, gezielt Menschen zu töten und Städte plattzumachen. Dieser sympathische Wesenszug wird vorerst nicht näher erläutert, stattdessen schalten wir zu unserer Klischee-Einheit der Marines, wo sie dieses Mal nicht nur den Quotennigger sondern sogar den Quotennigger aus dem Ausland haben, der mit Müh und Not die Sprache beherrscht. Respekt! Dazu gibt es den altgedienten knallharten Sergeant, den jungen Lieutenant (Spitze seines Jahrgangs OF COURSE!) ohne Erfahrung und die üblichen Sprücheklopfer, Jungspunde (17 und Jungfrau OF COURSE!) und demnächst Verheirateten.
Ist aber alles erstmal nicht schlimm, denn die ersten Minuten zeigen ziemlich gut, wie die Einheit sich als kleines Rädchen durch eine Schlacht schlägt, die ziemlich aussichtslos erscheint. Dabei wird auch mehr auf Spannung und ganz vereinzeltes Geballer gesetzt, während der große Budenzauber im Hintergrund stattfindet.
Natürlich ist der Auftrag bescheuert. Zivilisten aus einer Polizeistation retten, bevor Santa Monica von der Airforce plattgemacht wird (egal, ob ihr wieder da seid oder nicht - das Leben der Zivilisten und Soldaten scheint echt wichtig zu sein). Aber eine gewisse Zeit geht das alles gut und macht Spaß.
Aber irgendwann (so nach 45 Minuten?) kommt im TV ein Wissenschaftler ins Bild. Der erklärt, dass die Aliens unsere Wasservorräte wollen, weil sie das Zeug als Treibstoff verwenden (Kudos an E.T. für die ökologische Ausrichtung). Und mittlerweile ist unser Meeresspiegel bereits gesunken (öhm...Meister...die Typen sind erst seit ein paar Stunden da und ballern bislang nur um sich. Also entweder haben ihre paar Kampfläufer einen Spritverbrauch jenseits von Gut und Böse, oder die Aliens haben mit der Brühe was gemacht? Wegteleportiert? Sollte das nicht auffallen, wenn Maschinen eingesetzt werden, die innerhalb von Stunden den Meeresspiegel sinken lassen? Und wieso interessiert sich angesichts einer Alieninvasion überhaupt einer für die aktuelle Wasserstandsmessung WELTWEIT (!) ?
Egal...das nachfolgende Statement ist noch geiler: Sie wollen unser Wasser, weil wir der einzige (!!) Ort im Universum sind, wo es H2O gibt....und alle so:
Meisterchen...wenn WIR der einzige verdammte Planet mit Wasser sind, wieso ist dann die Maschinerie der Aliens darauf aufgebaut, dass Zeug als Treibstoff zu benutzen? Und wie sind die dann eigentlich zu uns gekommen? DU! DÄMLICHER! TROTTEL! VON! EINEM! DREHBUCHAUTOR!
Ungefähr diese Einlage markiert den Wendepunkt im Film. Von da an geht es im freien Fall bergab und das Teil verkommt zu einer behinderten Hurra-Marines-Ballerorgie, in der A.B.S.O.L.U.T. jedes Klischee bedient wird und sich schlussendlich sogar der ach so junge Lieutenant als Selbstmordattentä....ähm....HELD meine ich natürlich - betätigen darf. Zum Schluss wird noch eine übel behinderte Kommandozentrale der Aliens aus dem Hut gezaubert (die haben die da aber ziemlich flott eingebuddelt und alle Spuren verwischt, das muss man sagen) und NATÜRLICH hat unser arg dezimierter Marines-Haufen die Eier in der Hose und die Skills im Triggerfinger, um es mit dieser Zentrale und ihren Wachmannschaften aufzunehmen. Die Jungs haben zwar vorher nur einen Militärstützpunkt mit hunderten Marines im Vorbeigehen ausgelöscht, aber hey - gegen 6-7 stahlharte Kerle (ja, die Rodriguez zähle ich zu den Kerlen dazu, da sie ja mittlerweile nur noch Kerle mit Titten spielt) sehen die kein Land.
Absoluter Zucker ist dann das Ende: Jawoll Marine! Sie haben die Zivilisten gerettet (zwei Kinder und 'ne Frau - juhu) und im Alleingang die Kommandozentrale zerstört. Duschen Sie und dann ab zum Frühstück! Das haben Sie sich VERDIENT! (wat 'ne Bezahlung...).
Und was ist in so einem Fall für eine echte Kampfsau die einzig gültige Antwort? Richtig: "Wir haben schon gefrühstückt, Sir". Also gleich wieder aufmunitionieren und dann zurück ins Gefecht. Mit einem Grinsen in der Fresse.