Hab mich nie für Firewire interessiert und auch die angeblichen Vorteile nie verstanden. Soweit ich weiß, hab ich sogar eine Buchse an meinem Macbook aber da ich keine anderen Geräte mit Firewire besitze, hab ich die noch nie gebraucht.
Es folgt mein Eindruck des neuen late2008-Macbooks:
Hatte die Möglichkeit, etwa 10 Minuten drauf herumzudrücken, was eigentlich auch ausreicht.
Die "Brick"-Verarbeitung ist ja bereits seit dem Macbook Air bekannt, wurde damals aber noch nicht marketingtechnisch verwurstet. Das neue Macbook ist genauso wie das Air hervorragend verarbeitet, doch relativ deutlich besser als das alte bzw. das Pro. Die Steifheit der ganzen Konstruktion ist hervorragend, die Spaltmaße sind hervorragend, und die Festigkeit des Deckels ist noch ein Stückchen besser als beim Air (bilde ich mir zumindest ein) - das alte Pro lässt sich ja am Deckel vergleichsweise leicht eindrücken, ein Punkt, der mir immer etwas missfallen hat. Ein weiterer Negativpunkt an der Verarbeitung des alten Pros ist die Tatsache, dass der Deckel nicht 100% schließt. Es ist immer noch ein kleiner Spalt vorne, der bei Druck natürlich nachgibt. Wirkt ebenfalls nicht 100%ig perfekt. Beim neuen Macbook ist 1. ein halber Milimeter dicker Gummirahmen um den Bildschirm herum angebracht, der beim Zuklappen verhindert, dass das Glas des Displays ans Metall schlägt - dadurch, dass dieser Rahmen durchgängig ist, ist der Abstand überall gleich und nie unregelmäßig (theoretisch, siehe 2.) 2. das neue Macbook auch per Magnet schließt, d.h. an der Vorderseite liegt Deckel komplett auf und kann nicht weiter niedergedrückt werden. An den Seiten existiert zwar ein minimaler Spalt weil das Niveau bei den Scharnieren etwas höher ist, in der Praxis fühlt sich das ganze aber so an, als wäre das Ding luftdicht verschlossen.
Weiters sind die Spaltmaße wirklich, wirklich toll, überall gleich. Es gibt auch keine vorspringenden Kanten (gabs bei den alten Macbooks und MB Pros öfter) - zumindest bei meinem Modell.
Der Boden ist nun völlig eben, um an Akku, Festplatte und Ram zu kommen, muss eine Abdeckung gelöst werden. Das Lösen geht leicht von der Hand, die Abdeckung ansich fühlt sich dann jedoch relativ dünn und gebrechlich an. Auch das neuerliche Befestigen der Abdeckung ist etwas hakelig, vergleichbar mit dem Schließen der Seitentüren eines PCs. Die Scharniere müssen halt genau richtig platziert sein, sonst gehts nicht richtig zu (was mir auch prompt passierte). Ist die Abdeckung aber wieder montiert, fühlt sich alles wieder perfekt an, Spaltmaß zw. Abdeckung und restlichem Boden ist ebenfalls nahe an der Perfektion.
Das Innenleben ist eigentlich unspektakulärer: Der Bildschirm ist nun unter dünnem Glas, was aber weniger wertig klingt (beim Draufklopfen), als man es sich denken würde. Besser als die aktuellen Beschichtungen ist das aber allemal. Die Glossy-ness konnte ich nur schwer beurteilen, dürfte sich etwa im Rahmen der aktuellen Glossy-Panele aufhalten. Helligkeit dürfte in etwa gleich sein, bei voll aufgedrehter Helligkeit merkt man die Spiegelung nur noch wenig, aber doch. Matt wird es halt nicht. Die Tastatur ist gut/schlecht, wie eh und jeh. Wer die Macbook (Air) bzw. die normale bzw. Wireless-Tastatur kennt, weiß wie sich die Tastatur vom neuen Macbook anfühlt.
Die interessanteste Neuerung, das Trackpad, ist vielleicht die unspektakulärste, wider Erwarten. Tatsächlich ist das ganze Trackpad der Button, d.h. man kann das gesamte Trackpad eindrücken. Der Klick, der darauf folgt, entspricht mehr oder weniger genau dem aktuellen Klick der Trackpad-Taste, sowohl von Härte, Klang, Gefühl, etc.
Interessant zu bemerken ist vielleicht noch, dass das Klicken desto einfacher (leichter, weniger Widerstand) ist, je weiter man unten (also näher beim Nutzer) klickt. Auf mittlerer Höhe geht das ganze schon strenger und im letzten Viertel muss man schon richtig bemüht fest drücken. Der Klick am unteren Rand (dort, wo man also eigentlich klicken soll) ist aber keineswegs zu weich und billig sondern sehr gut, besser als so manche Trackpad-Taste der alten Generation. Wieder: Bei MEINEM Modell, keine Ahnung ob die Qualitäts-Schwankungen zw. den einzelnen Modellen ähnlich stark ausfallen wie bei der alten Generation.
Dadurch, dass es wohl vorgesehen ist, das Trackpad am unteren Rand zu drücken, ändert sich an der Handhabung und der Fingerhaltung eigentlich gar nichts. Dass die Taste fehlt, ist also absolut kein Nachteil, Vorteil ist es aber auch kein so richtiger (okay, die Trackpad-Fläche ist nun NOCH größer - wers braucht).
Achja, die Tatsache, dass das Trackpad aus Glas ist, merkt man auch nicht. Ich hatte mir ja das gleiche Gefühl, die gleiche Haptik wie die des iPhone-Screens gewünscht, kühl, äußerst leichtgängig. In der Praxis ist das Trackpad genauso grau wie der Rest des Körpers, der Reibungswiderstand ist minimal geringer als der des Trackpads vom alten Pro - im Endeffekt spürt sich das neue Trackpad also genauso an wie das des alten Pros.
Die neuen 4-Finger-Mausgesten sind nett, bei weitem aber nicht so revolutionär wie die alten es damals waren. 4-Finger-Swipe links/rechts lässt das Programmwechsel-Pop-Up erscheinen (normalerweise cmd+tab). Dieses bleibt, bis man einen Mausklick (entweder einen Programmwechsel oder einfach irgendwohin) durchgeführt hat (im Vergleich zur cmd+tab-Methode: Hier muss man cmd permanent halten, damit die Leiste nicht wieder verschwindet). Da ich diese Leiste fast nie verwende, kann ich mit dieser neuen Geste nur wenig anfangen. Sinnvoller ist da schon 4-Finger-Swipe rauf/runter.
Wischt man das erste mal runter, verschwinden alle Fenster vom Screen und man hat freien Blick auf den Schreibtisch. Wischt man anschließend hoch, werden die Fenster wieder geholt.
Wischt man das erste mal rauf, "startet" Exposé. Nun wählt man entweder das gewünschte Programm per Trackpadklick oder aber man wischt wieder runter, um Exposé wieder zu verlassen, also die Fenster wieder so anzuordnen, wie sie waren.
Diese beiden Funktionen sind relativ sinnvoll, wobei wohl jeder Mac-User momentan Exposé und Minimieren (wie heißt das am Mac?) in einer aktiven Ecke haben dürfte (immerhin eins der besten Features von OSX) und zw. der Fingergeste und dem Fahren in die Ecke kaum ein praktischer Vorteil sein dürfte (zumindest bei mir, da ich den Zeiger auf maximaler Geschwindigkeit habe - ich bin genauso schnell in der Ecke wie ich umgegriffen und ge"swipe"d habe).
Ja ... das wars im Großen und Ganzen von meiner Seite aus, die altbekannten Nachteile können wir gern noch zusätzlich diskutieren, die haben aber eigentlich nur wenig mit dem Ersteindruck zu tun, weswegen ich sie jetzt nicht noch einmal alle aufzähle.
Achja, vielleicht noch ein Wort zum Design: Wer es auf den Bildern schon gut findet, wirds in echt noch besser finden. Wer es nicht mag, findet es in echt wohl auch geringfügig besser, das alte Macbook Pro Design ist meiner Meinung nach aber immer noch das Maß der Dinge.