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This! Haben uns jetzt am Samstag vorgenommen, dass wir erst schön auswärts frühstücken gehen, dann ins Kino und danach schön über den Münchner Weihnachtsmarkt schlendern
Sehr nah am Buch. Man ist sofort wieder mitten in Mittelerde. Teilweise merkt man die Grundlage des Kinderbuches, was mich persönlich aber nicht stört. Musikalisch, vom Schauspiel und der Umsetzung her sehr sehr genial. Wenn HdR insgesamt eine 10,0 war, ist der Hobbit für mich eine 9,8.
Meine "Gerade-mal-2-Minuten-aus-dem-Kino-schon-eine-" Kritik hat keine Spoiler!
Was soll ich sagen? Optisch eine absolute Augenweide, perfekte Schauspieler, Mittelerde pur, dem Buch trotz Einbindung neuer Elemente treu geblieben. Ich mag den Film so kurz nach Abspann noch nicht großartig mit Herr der Ringe bewerten, weil a) ich nicht einen Film mit Erinnerungen an eine Trilogie vergleichen will und b) ein Film, der auf eben jenem aufbaut und Vertrautes bietet, nicht den gleichen "Aha"-Effekt auslösen kann.
Stattdessen setzt Jackson (zum Glück) auf heimisches Comeback: Alte Schauspieler, bekannte Orte, die Landschaften - auch die Synchronsprecher sind bis auf die Neulinge und den verstorbenen Sprecher von Gandalf allesamt die Originalen. Überhaupt war ich von den Stimmen positiv überrascht: Gandalf klingt erstaunlich gleich, Bilbo funktioniert und auch der Rest passt. Schauspielerisch harmoniert auch alles wunderbar - gut, da ist jetzt nichts oscarreifes dabei, das boten die HdR Charaktere aber auch noch nie. Schade fand ich, dass von den vielen Zwergen nur 3-4 wirklich für den Zuschauer in den Vordergrund gerückt wurden. Eine Handvoll der Zwerge ist zwar "da", wird aber überhaupt nicht berücksichtigt (z.B. Gloin) - aber gut, alle großartig einzubinden ist handwerklich wohl auch kaum machbar.
Was allerdings nicht mehr der Fall ist, ist der doch sehr raue Stil, den HdR noch hatte. Wie die Trailer schon vermuten ließen, ist der Hobbit deutlich bunter und "harmonischer". Das liegt aber wohl zum einen an dem Kontext des Kinderbuches und zum anderen am Ausspielen der neuen Technik HFR, die immer dann am besten funktioniert, wenn möglichst knalliges CGI aufm Schirm ist. Was im Übrigen auch einer meiner wenigen Kritikpunkte wäre: Ich finde es schade, dass man sich vom raueren, handgemachten Stil entfernt und sich mehr in der bunten Effektmaschinerie verloren hat - es ist aber längst nicht so schlimm, als das es auf Dauer negativ auffallen würde; und das, was an CGI zu sehen ist, ist phänomenal.
Gelangweilt vom Anfang war ich keinesfalls, im Gegenteil. Ich finde es wunderbar, wie Jackson es schafft kleine Bezüge und eine flüssige Brücke zu HdR zu schlagen und dabei mit 'nem klasse Intro direkt die Leute nach Mittelerde zu ziehen. Auch die Kritik des Slapsticks kann ich nur bedingt nachvollziehen - ja, er ist hier und da durchaus vorhanden (insbesondere bei Martin Freeman) und ja, es ist teils ein bisschen "too much", aber für mich nie nervend oder falsch eingesetzt.
Die Story dürfte den meisten bekannt sein - und es ist erfreulich, dass sich Jackson sehr detailliert an die Buchvorlage hält (Stichwort: Gollum). Vor allem aber wirken die von ihm eingeführten Nebenhandlungen keinesfalls deplatziert, sondern fügen sich wunderbar in den Gesamtkontext ein.
"Problematisch" ist im Vergleich zu HdR einfach die Ausrichtung: Bei HdR wurde ein Universum und seine Charaktere mit all ihren eigenen Handlungen ausgebreitet. Im Hobbit sind die Locations meist schon bekannt und die Erzählung doch ziemlich "straight forward" gegliedert. Aber: Wer weiß, welche Stränge sich in den nächsten Teilen noch ausbreiten...auch Teil 1 von HdR war mit den Gefährten ähnlich aufgebaut.
Apropos eingesetzt: Die HFR Technik ist und wird für die nächste Zeit Streitthema sein, das zwangsläufig mit dem Film einhergeht. Man muss sich selbstverständlich daran gewöhnen und der Mensch, wie wir Gewohnheitstiere nunmal sind, empfindet es zunächst sicher störend. Vor allem der "Soap"-Effekt ist nicht abzustreiten, es wirkt in der Tat sehr glatt. Ich habe mich allerdings nach wenigen Minuten daran gewöhnt - nur in schnellen Szenen, die durch die Technik NOCH schneller wirken, sehe ich Probleme. Es gibt aber auch einen entscheidenden Vorteil: Die Schärfe des Bildes sowie das schon angesprochene CGI sehen verdammt "geil" aus - und kommt mit 3D voll zur Geltung.
Howard Shore bietet gewohnt erstklassige Musik - allerdings, ohne jetzt schon ein Urteil fällen zu wollen, beim ersten Mal doch generischer als zu HdR-Zeiten. Leitmotiv ist ganz klar das Zwergenlied, doch das war's auch schon an Neuem - auffallen tut die Musik nämlich sonst nur dann, wenn gewohnte Themen aus HdR einfließen. Aber wie gesagt, nach mehrmaligem Schauen des Films sowie intensivem Soundtrack-Input kann sich die Auffassung durchaus noch ändern.
Man darf einfach nicht vergessen, dass der Hobbit a) EIN bzw. vor allem der erste Film der Trilogie ist und b) eine andere Ausrichtung hat, als HdR. Denn so gleich man zu glauben meint, der Hobbit sei HdR 2, so unterschiedlich sind beide Reihen letztlich doch.
Aus dem Gefühl heraus würde ich sagen: Der Hobbit ist schwächer als die Herr der Ringe Filme. Das Problem ist: Bei HdR denkt man automatisch an alle drei Filme. Und dass es der Hobbit Teil 1 nicht mit dem Giganten eines HdR 3 aufnehmen kann, dürfte wenig überraschen. Ein wirklicher Vergleich mit HdR kann imo erst angestrebt werden, wenn auch der Hobbit als Trilogie vollendet ist.
Stattdessen sollte man den ersten Hobbit Teil als den sehen, der er ist: Eine gelungene Rückkehr nach Mittelerde, die so in dem Stil nur Jackson sowie das bewährte Team selbst schaffen konnte und neben Vertrautem mit den neuen Schauspielern, der neuen Ausrichtung und überhaupt dem Gezeigten einen (fast) perfekten Einstand feiert. Kulissen, Kamera, Action, Musik und und und - alles aus einem Guss. Auch die Exposition und den Humor (wenn auch hier und da etwas zu viel Slapstick) sehe ich nicht - wie viele Kritiker - als Negativpunkte an. Solch ein Punkt ist für mich persönlich dann doch eher der eingeschlagene Weg in Richtung mehr CGI, weniger Handarbeit. Auch die Musik hat mich noch nicht vollends ergriffen.
Sagen wir's mal so: Ich war in 170 Minuten nie gelangweilt und die Minuten vergingen wie im Flug. Ich war sofort in Mittelerde, was so auch erstmal geschafft werden muss. Ich habe, bis auf Kleinigkeiten, nichts auszusetzen. Und ich könnte heulen ob des Faktums, dass ich jetzt wieder ein Jahr warten muss. Noch Fragen?
Ok, noch Zahlen, weil alles 'ne Zahl braucht:
HdR-Trilogie 10/10
Der Hobbit Teil Eins 9/10 (-Trilogie noch ausstehend, 10/10 wahrscheinlich!)
Komme auch eben aus dem Kino und kann fast allem was hier steht zustimmen, aber ich finde schon, dass der Film teilweise deutlich vom Buch abweicht, empfinde es aber nicht als störend oder unpassend.
@ xJayFox
Freu mich schon auf heute, hoffentlich spielt das Wetter mit.
Bei uns soll es heute Abend Eisregen geben!
Zur Not muss ich dann die 30 km mit Schlittschuhen fahren, aber ich werde diesen Film heute sehen, auch wenn es das letzte ist, was ich mache
Puha, die ersten "Nichtkritikerstimmen" sind ja im Gegensatz zu den vielen schlechten Kritiken wirklich mehr als gut, und wirklich kaum einer beschwert sich über einen zu langen oder langatmigen Start des Films
@xJayFox: vielen Dank!!! du hast mir viel schreibarbeit abgenommen
ich war ja auch gestern drin und ich muss sagen: ich bin zu 99% xjayfox' meinung!
aber von vorne: Fuckin' EPIC Masterpiece!!!
erstmal zum HFR 3D: ich hatte ja ein wenig angst, dass die sache vom optischen her in die hose gehen könnte, aber nö!!! schon in den ersten szenen (isch sach nur: intro... zwerge ) ist der 3D effekt im zusammenhang mit der bildschärfe und der "flüssigkeit" der bilder atemberaubend... ich hab echt die luft angehalten, so geil sieht das aus. ich muss allerdings dazu sagen, dass dies mein erster 3D film im kino war.
einzig in der hobbithöhle hatte ich am anfang meine schwierigkeiten weil das bild so "sauber" war. glattgebügelt möchte ich dazu nicht unbedingt sagen, aber ich denke sauber trifft es ganz gut.
der 3D effekt an sich ist GIGANTISCH ... niemals wirkt der aufgesetzt oder nach dem motto: möglichst viele pop outs. es wirkt einfach "natürlich". ich kann es nicht anders beschreiben aber der ganze film war wirklich so plastisch und real dass gerade kleinigkeiten (in bruchtal ist eine szene wo durch die arkaden gefilmt wurde, im vordergrund ein bächlein und im hintergrund der wald und noch weitere häuser) so dermaßen geil aussahen, dass ich dachte meine augen schmelzen gleich weg
zum film an sich:
ich lese hier immer wieder: "der hobbit ist ja nur ein jugendbuch und gibt aufgrund dessen, dass es ja nur ein dünnes büchlein ist nicht so viel stoff her, dass es für 3 filme reichen könnte"
totaler quatsch!!! der hobbit beinhaltet tatsächlich jede menge sachen die im buch nur kurz angeschnitten werden, im ausmaß auf die geschichte jedoch bedeutenden wert haben, bzw. von der fantasie des lesers ausgeschmückt werden können. DAS hat peter jackson getan... und wie
klar wird nicht jeder hardcore tolkien fan (zu denen ich mich zähle) damit einverstanden sein... ich bin es im großen und ganzen. ein-zwei sachen haben mich mal kurz schlucken lassen, weil die änderungen unnötig waren, aber im großen und ganzen ist der hobbit ähnlich nah am buch wie "die gefährten". allein der erste autritt von gandalf
"ich wünsche einen guten tag" plus die darauf folgende erörterung was ein guter tag ist
ist an epicness für fans kaum zu überbieten...
im nachhinein betrachtet sind die änderungen aus erzählerischer sicht sogar sinnvoll, auch wenn ich bei einer szene echt ein wenig angepisst war. der spoiler ist eher ein minor spoiler, aber ich pack es mal weg.
die szene mit den trollen hätte ich lieber exakt wie im buch gehabt, aber P.J. hat da noch echt gut die kurve bekommen
bei einer szene allerdings kam ich mir vor wie in star wars oder indiana jones
goblinkönig der dem kleinen im korb nen befehl gibt hat mich an jabba mit dem kleinen krähvogel erinnert, bzw. die "fahrt" auf dem brückentrümmer hätte auch indy sein können
wobei die so kurz war, dass das wohl nur mir auffiel.
was die längen betrifft, kann ich nix sagen... ich war von der ersten sekunde an wieder daheim in mittelerde... der film fängt ahnlich der gefährten, gemächlich an und steigert sich stetig wobei auch die musik mal wieder absolut perfekt ist...
für mich das absolute highlight: GOLLUM!!!!!!!!!!!!! mein gott, was ist die komplette szene perfekt... ich sage kein wort dazu... aber das ist DER moment des ersten hobbits....
Fazit: ich kann es nicht erwarten den nochmal zu sehen! peter jackson hat sich selbst auferlegt nach dem herrn der ringe die vorgeschichte zu verfilmen und ein epos einzuleiten, das geschichte schrieb (für mich zumindest)... es ist gelungen... mein gott ... und wie!!!!! ohne die wurzeln der vorlage zu verlassen, aber mit der optischen angleichung an die trilogie schafft er es den jugendbuchcharakter (mit witz und kindlichkeiten) in ein erwachsenes und bildgewaltiges epos zu übertragen. ich bin überwältigt und habe fertisch...
was ich noch sagen muss: wir waren im cinedome köln mit ca. 600 weiteren im saal... und es war mucksmäuschenstill bis auf ein paar lacher zwischen drin. so wünsche ich mir kino... ganz große klasse!!! nicht ein handy hat geklingelt, nicht einer hat sich unterhalten...
Du hast mich gerade überzeugt, den Film auch wirklich in 3D HFR zu schauen. Ich bin genau wie du auch totaler 3D-Neuling und wenn es dir so einen Spaß gemacht hat, wirds bei mir nicht anders sein!
Danke für die zwei Reviews. Muss ja zugeben dass die ganzen leicht negativ angehauchten Rezis etwas meine Vorfreude gesenkt haben. Aber nach euren Berichten - aus den Augen von HdR Fans gesehen, zu denen ich mich auch zähle - freue ich mich riesig auf heute Abend!