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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Welches Grundrecht wird denn durch die Aufhebung der Maskenpflicht und anderer Maßnahmen eingeschränkt?

"Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden."

Gegenfrage: Welches Grundrecht wird denn durch eine restriktivere Maskenpflicht eingeschränkt?
Du wirst mir dazu eine Antwort liefern können, vielleicht sogar in Form des gleichen Paragraphen. Schlicht weil es sich dabei um Abwägungsfragen handelt, um Interpretationen, um je unterschiedliche subjektive Positionen zu einem Thema.
Aber was da nicht steht: Solange das Gesamtsystem (?) unbeeinträchtigt ist darf es keine Maskenpflicht geben.
 
es gibt doch noch eine Maskenpflicht in Bus&Bahn? das sind essentielle Dinge bei denen man keinen Abstand einhalten kann. Jeder kann sich ansonsten ausreichend schützen durch FFP2 Masken.
 
Das Recht auf körperliche Unversehrtheit bedeutet, dass niemand - egal ob Person oder Staatsorgan - dich oder mich zu irgendetwas zwingen kann, was die körperliche INtegrität beeinflusst.
Man könnte argumentieren, dass genau diese körperliche Integrität (wie du sie nennst) untergraben wird, indem man sich in Gefahrensituationen begeben muss, die durch relativ harmlose und einfache Maßnahmen vermeidbar wären.
Aber das bedeutet nicht, dass mittels EInschränkung von Grundrechten ein Schutz vor Infektionskrankheiten hergestellt wird...
Man könnte genauso argumentieren, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes weit entfernt davon ist ein unverhältnismäßiger Grundrechtseingriff zu sein.

Wie gesagt, das gilt es diskursiv auszuhandeln - und zwar mit einem besonderen Blick darauf, dass es nicht einfach ein Mehrheitswille ist, der verfolgt ist sondern im Sinne eines universellen Anspruchs auf Grundrechte.

Und die Corona-Pandemie ist nach wie vor nicht mit jeder x-beliebigen sonstigen Infektionskrankheit zu vergleichen weil wir nach wie vor nicht wissen, welche Folgen - gesamtgesellschaftlich aber auch je individuell - eine Infektion haben kann und wird. In Bezug auf Risikogruppen, in Bezug auf Long Covid etc.
 
Ich finde auch dass jetzt einfach der Punkt gekommen ist, in dem man jedem wieder die Eigenverantwortung für seine Gesundheit übertragen kann. Da benötigt es imho keine Maskenpflicht mehr, sondern jeder kann für sich selbst ja weiterhin ne FFP2 Maske tragen oder von entsprechenden Großveranstaltungen weg bleiben.
 
"Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden."

Gegenfrage: Welches Grundrecht wird denn durch eine restriktivere Maskenpflicht eingeschränkt?
Du wirst mir dazu eine Antwort liefern können, vielleicht sogar in Form des gleichen Paragraphen. Schlicht weil es sich dabei um Abwägungsfragen handelt, um Interpretationen, um je unterschiedliche subjektive Positionen zu einem Thema.
Aber was da nicht steht: Solange das Gesamtsystem (?) unbeeinträchtigt ist darf es keine Maskenpflicht geben.
Siehe mein Post oben. Erkrankungen gibt es schon immer. Auch welche, die für dich und mich harmlos sind, für andere aber potenziell gravierend.
Und ja - wortwörtlich bedeutet ein bedingungslóser Schutz der körperlichen UNversehrtheit auch ein bedingungsloser Schutz vor INfektionskrankheiten. Aber das kann doch kein Zustand sein, den man herbeiführen will... Weil dann MUSS man von Corona abstrahieren und auch vergleichbar schwere Erkrankungen (oder gleich alle) mit einbeziehen.


Meine Aussage mit dem "System" ziehst du aus dem Kontext. Die Einführung der grundrechtseinschränkenden Maßnahmen wurde mit dem drohenden Kollaps des Gesundheitswesens - und damit einer wichtigen Säule unserer Gesellschaft, deren Einbruch katastrophale Folgen hätte - begründet und NICHT mit Art. 2 des GG.
Das sollte auch weiterhin der Maßstab sein.


Und die Maskenpflicht ist eine (kleine) Einschränkung der freien Persönlichkeitsentfaltung. Ähnliches Beispiel wäre, wenn der Staat plötzlich aus Grund X vorschreibt, dass wir jederzeit eine einheitliche, gelbe Uniform zu tragen hätten, wenn wir Einkaufen, Bahn fahren oder irgendwas anderes machen wollen.
Ich schrieb ja schon, dass die Maskenpflicht natürlich ein kleines Übel ist. Was aber der Prüfung auf Notwendigkeit keinen Abbruch tun darf.
 
Ich finde auch dass jetzt einfach der Punkt gekommen ist, in dem man jedem wieder die Eigenverantwortung für seine Gesundheit übertragen kann. Da benötigt es imho keine Maskenpflicht mehr, sondern jeder kann für sich selbst ja weiterhin ne FFP2 Maske tragen oder von entsprechenden Großveranstaltungen weg bleiben.
Man sollte es weniger als eine Frage des Könnens als eine des Müssens verstehen. So wie Menschen mit Behinderungen sich damit abfinden müssen (und zwar de facto und nicht de jure), dass sie an vielen Dingen nicht teilnehmen können, weil unsere Gesellschaft weit davon entfernt ist barrierefrei zu sein, so verhindert der Umgang mit der pandemischen Lage ganz konkret Teilhabe.

Und die Maskenpflicht ist eine (kleine) Einschränkung der freien Persönlichkeitsentfaltung. Ähnliches Beispiel wäre, wenn der Staat plötzlich aus Grund X vorschreibt, dass wir jederzeit eine einheitliche, gelbe Uniform zu tragen hätten, wenn wir Einkaufen, Bahn fahren oder irgendwas anderes machen wollen.
Das wäre kein ähnliches Beispiel sondern ein bloßes Nonsens-Gesetz, das nicht auf die inklusive Teilhabe von Menschen am sozialen Leben abzielt.
 
Klar ist doch: Wollen wir den kleinen vulnerablen Teil der Bevölkerung wirklich konsequent schützen, so müssen wir Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren, Maskenpflicht und harte Lockdowns so lange beibehalten bis ein Impfstoff mit 100%iger Wirkung existiert da das lockern dieser eine Verbreitung und damit Gefährdung begünstigt. Und selbst wenn dies noch Jahrzehnte dauern würden. Will man das?
Nur sollte man diese Frage doch nicht erst mit Corona, bzw. der nun milderen, mit einer Grippe vergleichbaren Ominkron-Variante stellen, denn Krankheiten, die für eine Minderheit der Bevölkerung gefährlich sind, gab es schon immer und wird es immer geben. Warum dann erst jetzt?

Ich gehöre selber durch einige Operationen an Herz und Lunge und eine lebensbedrohliche Erbkrankheit zur sogenannten "vulberablen Gruppe" - ich würde aber niemals vom Rest der Bevölkerung verlangen, sich für mich weiter einzuschränken. Zumindest nicht bei einer Krankheit, die NICHT jeden Menschen, der sich infiziert, umbringt - auch nicht in dieser Gruppe. Und die so verbreitet und ansteckbar ist, dass ich mich theoretisch wirklich überall anstecken könnte. Egal wie hart oder nicht hart die Maßnahmen sind.
 
Ich schrieb ja schon, dass die Maskenpflicht natürlich ein kleines Übel ist. Was aber der Prüfung auf Notwendigkeit keinen Abbruch tun darf.
Aber das ist ja genau der Kasus Knaxus: Du suggerierst, dass diese Prüfung bei einer Befürwortung bestimmter Schutzmaßnahmen weniger sorgfältig durchgeführt worden wäre als von der Partei, die das Gegenteil fordert.

@Donald Auch dich und mich kann Long Covid und damit eine noch weitestgehend unerforschte Krankheit treffen, es geht also nicht allein um einen "kleinen vulnerablen Teil der Bevölkerung". Das darf man an dieser Stelle nicht vergessen.
 
Man sollte es weniger als eine Frage des Könnens als eine des Müssens verstehen. So wie Menschen mit Behinderungen sich damit abfinden müssen (und zwar de facto und nicht de jure), dass sie an vielen Dingen nicht teilnehmen können, weil unsere Gesellschaft weit davon entfernt ist barrierefrei zu sein, so verhindert der Umgang mit der pandemischen Lage ganz konkret Teilhabe.


Das wäre kein ähnliches Beispiel sondern ein bloßes Nonsens-Gesetz, das nicht auf die inklusive Teilhabe von Menschen am sozialen Leben abzielt.
Ne, das sehe ich anders.
Praktisch jeder Mensch kann sich impfen lassen. Das senkt das Risiko eines schweren Verlaufs so weit, dass man da nicht mehr von einer Verhinderung der Teilnahme am sozialen Leben sprechen kann.

Und klar, es gibt eine kleine MInderheit, die sich aus wirklich stichhaltigen Gründen nicht impfen lassen kann. DIese haben ein erhöhtes Risiko, Komplikationen zu entwickeln. Aber selbst für die gefährdedsten Personengruppen ist das Risiko eines schweren Verlaufs immer noch recht gering.
Hier bringe ich als Gegenbeispiel mal immunsupprimierte Menschen (sei es durch Infektionen oder Behandlungen) an. Diese sind tatsächlich von der Teilhabe ausgeschlossen - deswegen schränkt man auch nicht die Grundrechte Aller ein...

EDIT: UNd Long Covid als einen hypothetischen Vielleicht-Fall für eine künftige Gefährdung nehmen... Ne, auch das seh ich nicht als Grund für Einschränkungen der Grundrechte. Und wie gesagt ist für mich die Maskenpflicht genau wie jede andere EInschränkung, in welchem OUtfit ich nach draußen gehe eine Grundrechtseinschränkung.

Und ja, ich weiß, dass Long Covid mich auch treffen kann. Dann hätte ich eben Pech gehabt. Aber niemals würde ich wollen, dass sich die Gesellschaft für die Vermeidung dieses Risikos einschränken muss.
Ist halt ein Lebensrisiko und kommt als Neuerung zu der ganzen Litanei der eh schon da gewesenen Risiken dazu

Und zu meinem Nonsens-Beispiel kannst du dir ja einen Grund X ausdenken, der für eine MInderheit ein erhöhtes Risiko darstellt (ich weigere mich weiterhin, unter COVID mit den existenten Impfungen eine Verhinderung an der inklusiven Teilhabe zu sehen)
 
Ich finde es schon krass dass es Leute gibt die für eine dauerhafte Maskenpflicht sind. Und so wie ich das verstehe, geht es da nicht um 1-2 weitere Jahre, sondern für immer. Ich möchte es mir überhaupt nicht vorstellen, Menschen mit Masken überall. Keine Gesichter mehr, nur noch Masken, Masken, und Masken. Und das für immer.

Horror, und in meinen Augen eine bedeutend größere Freiheitsberaubung wie es sich mancher hier einreden mag.

Und es sind ja eben nicht nur die 15 Minuten pro Woche im Supermarkt. Egal was man in seiner Freizeit macht, bei einer übergreifenden Maskenpflicht müsste man sie immer tragen. In einem Freizeitpark an den Schlangen, in allen Inneneinrichtungen wie Theater, Kino, Museum, und und und. Konzerte nur mit Maske, Sportveranstaltungen nur mit Maske. Und das ein Leben lang. Womöglich dann auch auf der Arbeit.

Ich verstehe nicht man wirklich dafür sein kann.

Aber wie immer gilt, jeder darf seine Meinung haben.

Die Tatsache dass die Pflicht nun erstmal abgeschafft wurde, stimmt mich fröhlich und sehr zuversichtlich, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis die Masken aus unserem Leben wieder komplett verschwinden werden. Wenn auch nicht 2022.
 
Sehe ich auch so. Wir mussten bis gestern bei einer zweier-Nutzung auch in den Büros am Arbeitsplatz durchgängig FFP2-Masken tragen. 8-10 Stunden pro Tag. In den Fluren usw. sowieso - soziale Interaktion kaum noch vorhanden.
Und das war nur eine Büro-Tätigkeit im sitzen, andere machen körperlich wesentlich anstrengendere Arbeit.
Und das soll dann nach den Wünschen mancher der Dauerzustand bis ans Lebensende sein da Corona nie mehr verschwinden wird? Klar gibt's schlimmeres als eine Maske, aber in den beschriebenen Situationen hat mir das Ganze nun mal vor Corona besser gefallen. Und seit dem Wegfall merkt man wieder wie entspannt das war. Es trägt sie nun tatsächlich auf der Arbeit praktisch keiner mehr.
 
Und woher bist du sicher, dass deine Müdigkeit tatsächlich von Covid kommt?

Bitte nicht falsch verstehen, selbstverständlich sind das ernsthafte Beschwerden, aber Migräne und Erschöpfung kann so viele Ursachen haben. Ich finde inzwischen wird viel zu oft mit Long Covid um sich geworfen, obwohl die Symptome oft so unspezifisch sind und auf alles Mögliche zutreffen können.
Ja, fatique hat nichts, gar nichts mit normaler Erschöpfung nach z.b. einen anstrengenden Arbeitstag zu tun. Ebenso "brain fog". Das ist ein deutlicher Unterschied. Ich hatte schon burn out, das war was anderes.

Du bist nicht einfach klassisch müde, du kollabierst regelrecht. Du sitzt in einem Meeting, alles ist gut und plötzlich baust du binnen Minuten ab, als hätte dir jemand ein Betäubungsmittel gespritzt. Dazu gesellt sich "brain fog" das ich am ehesten mit dem Gefühl beschreiben würde wie wenn du besoffen bist und nun langsam nüchtern wirst. Dieser Zustand dazwischen, der Hangover. Alles ist gedämpft, konzentrieren fällt schwer, eben wie ein Nebel im Kopf.

Das ganze passiert innerhalb weniger Minuten. Um das weg zu bekommen hilft nur Ruhe.

Die fatique ist ja nicht unbekannt. Die kennen oftmals autoimmun erkrankte. Genau hier geht ja die Long COVID Forschung hin.

Betrifft auch nicht nur klassische Arbeitsanstrengung, sondern alles. Egal ob du nur den Geschirrspüler ausräumst oder ne Runde zockst. Das geht momentan nur in Wellen. Eine Stunde arbeiten, zocken, aufräumen, dann eine Stunde ausruhen (so in etwa).

Momentan tut sich bei mir gar nichts verändern, geht mir Grade richtig auf den Sack. Geholt hab ich mir die pest über die Grundschule, pünktlich als alle Maßnahmen aufgehört haben, kam unsere kleine mit dem Geschenk nach Hause aber wie der hessische Kultus Minister sagte " die Schulen sind ja keine Pandemie Treiber"...

Komisch, meine Nachbarn, Eltern und Schwiegereltern haben kein covid und oh Wunder auch keine Schulkinder.
 
So ne frage am Rande, ab wann ist es denn ein Einzelschicksalen und ab wann nicht mehr? Kannst du das anhand von Prozent fest machen?
Oder ist es solange ein Einzelschicksal bis die Wirtschaft nicht mehr laufen kann?
Naja, 15 % der COVID erkrankten leiden unter Long COVID. Wenn wir also alles durchseuchen sind das knapp 12 Mio Menschen die es am Ende treffen könnte. Da das momentan die Strategie ist, ist das die gesuchte Akzeptanz Zahl.

Hoffen wir Mal das das alles so unwichtige dödel wie ich sind (und keine Pflegekräfte, Rettungskräfte, Polizisten, Feuerwehr, Atomkraft Techniker, Ärzte, Lehrer) damit das Land nicht ins Stocken Gerät.
 
Ich finde auch dass jetzt einfach der Punkt gekommen ist, in dem man jedem wieder die Eigenverantwortung für seine Gesundheit übertragen kann. Da benötigt es imho keine Maskenpflicht mehr, sondern jeder kann für sich selbst ja weiterhin ne FFP2 Maske tragen oder von entsprechenden Großveranstaltungen weg bleiben.
Naja, Schulpflicht! Ich muss mein Kind in die Schule schicken und dort hatte sie keine Wahl sich zu separieren oder eine Maske zu tragen.

Sie hat sich als letztes Kind der Klasse infiziert und zwar genau dann als die Maßnahmen für beendet erklärt wurden.

D.h. mehr als zwei Jahre haben wir es geschafft das Virus nicht zu fangen, durch Vorsicht und Umsicht das auch unsere Kinder gut umgesetzt hatten. Aber ohne Maßnahmen hatte sie keine Chance und wir auch nicht. Nun hab ich dadurch Long COVID, kosten noch unbekannt. Hab ich Jetzt also irgendeine Wahl gehabt?
 
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