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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Nein , ist sie nicht.

Wenn deinem Gastronom die Frau,Mutter oder Vater an,mit oder wegen Corona gestorben wäre,würde er sicher
die Prioritäten anders sehen...
Doch, ist sie. Es gibt viele Menschen im Land, die durch die -monatelangen- Berufsverbote wesentlich stärker belastet sind als durch einen Virus. Nein, keiner will, dass seine Lieben krank werden. Aber wenn ich sie nicht mehr ernähren kann und das Haus verkaufen muss, ist das eben Pest vs. Cholera.
 
Das sehe ich nicht so und ist leider schon per heute viel zu kurz gedacht. Auch da hängen indirekt nicht wenige Leben bzw. die Senkung der Lebenserwartung dran. Wie willst Du das aufwiegen ? Und kaum jemand will das verstehen, weil wir nur direkt vor unsere Füße schauen. Es geht schon lange nicht mehr um "Wirtschaft oder Tote" - Das muss langsam in den Köpfen ankommen. In 5 Jahren fragen sich alle, warum wir so dämlich waren und den Lockdown so lange durchgezogen haben. Und die Terminkalender der Kinder- und Jugendpsychologen werden dann immer noch voll sein.

@saw
Hier ist übrigens Deine gewünschte Statistik zu den Todesfällen mit Corona:
https://de.statista.com/statistik/d...s-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/

Wie Du der Tabelle entnehmen kannst sind 60.675 Menschen von 68.108 Ü70 = 89% mit Corona zu einem großen Teil erheblich vorerkrankt (da kann man nach den letzten Untersuchungen wohl von ausgehen) gestorben - verbleiben 7.443 Menschen unter 70 Jahren, ebenfalls teilweise vorerkrankt. 2.400.000 Menschen haben sich lt. offizieller Statistik infiziert. Ich gehe davon aus, dass Du die 6fache Dunkelziffer nicht in Frage stellst - würde also ca. 14.400.000 Infektionen ergeben.

Wenn die Menschen Ü70 geschützt sind, verbleibt unter Berücksichtigung der Dunkelziffer eine Sterberate von 0,05% ohne Schutz der jüngeren Menschen bei sich stetig verbessernden Behandlungsmethoden. Das klingt für mich ernsthaft nach einem Deal um alles zu öffnen, wenn uns nicht eine gefährlichere (nicht zu verwechseln mit infektiösere) Mutante in die Suppe spuckt.

Wenn jemand aus deiner Familie an Corona versterben würde , würdest du das sicher anders sehen.
Dann interessiert dich keine Statistik weil eben DU betroffen bist...

In 5 Jahren sollten wir uns eher fragen warum der 1. Lockdown nicht strikter und länger war - dann wären wir heute besser dran und hätten uns weitere "Lockdowns" vielleicht sparen können...
 
Immer dieses "Wenn jemand, dann würdest du..." Vielleicht gibt es einfach Menschen, die über ihre eigene Betroffenheit hinweg sehen und Sachverhalte objektiv beurteilen können. Es geht nicht immer nur um mich. Mir sind Restaurants und mittlerweile auch Friseure egal. Ich hab meine Kohle und meine Kontakte. Trotzdem fühle ich mit den Betroffenen des Lockdowns, den Menschen, die krank sind UND denen, die jetzt nach und nach pleite gehen, Imbisse, die ich seit 20 Jahren kenne und die jetzt schließen müssen, Friseure, die seit 10 Jahren in der Stadt sind und dicht machen. Ich kann das alles bewerten, auch wenn ich von nichts davon irgendwie betroffen bin. Und nein, ich werde meine Meinung nicht ändern und brüllen, dass jetzt 2 Jahre lang keiner mehr das Haus verlassen darf, wenn meine Oma sich was eingefangen hat.
 
Doch, ist sie. Es gibt viele Menschen im Land, die durch die -monatelangen- Berufsverbote wesentlich stärker belastet sind als durch einen Virus. Nein, keiner will, dass seine Lieben krank werden. Aber wenn ich sie nicht mehr ernähren kann und das Haus verkaufen muss, ist das eben Pest vs. Cholera.

Nein,ist sie nicht.
Du darfst (besser kannst) bei einer globalen Pandemie nicht einzelne Schicksale nehmen sondern muss
an die komplette Bevölkerung denken.

Mehr Infizierte in der Bevölkerung resultiert dann eben aber auch wieder in mehr Einzel-Schicksale...
 
Immer dieses "Wenn jemand, dann würdest du..." Vielleicht gibt es einfach Menschen, die über ihre eigene Betroffenheit hinweg sehen und Sachverhalte objektiv beurteilen können. Es geht nicht immer nur um mich. Mir sind Restaurants und mittlerweile auch Friseure egal. Ich hab meine Kohle und meine Kontakte. Trotzdem fühle ich mit den Betroffenen des Lockdowns, den Menschen, die krank sind UND denen, die jetzt nach und nach pleite gehen, Imbisse, die ich seit 20 Jahren kenne und die jetzt schließen müssen, Friseure, die seit 10 Jahren in der Stadt sind und dicht machen. Ich kann das alles bewerten, auch wenn ich von nichts davon irgendwie betroffen bin. Und nein, ich werde meine Meinung nicht ändern und brüllen, dass jetzt 2 Jahre lang keiner mehr das Haus verlassen darf, wenn meine Oma sich was eingefangen hat.

Mir tun die Leute auch leid...

Aber wem ist damit wirklich geholfen wenn sie öffnen und arbeiten dürfen,sich und andere dann evt. anstecken und dann selbst daran erkranken und daran sterben...

Bzw. evt. auch noch Schuld sind am Tod anderer Menschen...

Aber hey - sie sind wenigstens dann nicht Pleite gestorben...
 
Nein,ist sie nicht.
Du darfst (besser kannst) bei einer globalen Pandemie nicht einzelne Schicksale nehmen sondern muss
an die komplette Bevölkerung denken.
Verdammt noch mal, das tu ich doch, indem ich eben auch an die Folgen des Lockdowns decken. Das sind auch keine einzelne Schicksale. Oder andersrum: Jedes Schicksal ist ein Einzelschicksal. Jeder Coronatote ist auch ein Einzelschicksal, wenn man es so sehen will.
 
Ich hoffe jedenfalls, dass uns das alles bis zur Wahl noch dermaßen um die Ohren fliegt, dass CDU/CSU und SPD politische Todesangst bekommen. Vielleicht ringt man sich dann im Nachgang endlich endlich mal dazu durch, in diesem Land tatsächlich etwas zu reformieren. Das erste Mal seit 15 Jahren.
 
Ich bin ja grds wirklich interessiert, gerade bei politischen Entscheidungen, die nicht einfach sind.

Aber mit Corona bin ich langsam echt durch. Man kann sich auf eine Seite schlagen, hat dann auf jeden Fall 60+%* gegen sich und kann hoffen, dass das irgendwie gut geht.


30% wollen NoCovid, keinCovid, ZeroCovid dessen Idee für mich wie das Leben nach dem Tod erst mal ganz cool klingt, ich aber nicht so richtig dran glauben kann, so dass ich mich auch nicht weiter damit befasst habe.

30% wollen mit Maßnahmen und Kompromissen gewisse Verluste auf beiden Seiten in Kauf nehmen und irgendwie durchkommen, bis wohl die Impfungen die Wende gebracht haben. Was in D leider noch weeeit weg ist.

30% sehen fast jede Maßnahme als überzogen an, wollen das Leben einfach ohne Rücksicht auf Verluste wie gehabt fortsetzen und denken sich wohl "Augen zu und durch".

und die letzten 10% haben ihr Hirn an der Garderobe abgegeben und glauben, dass es das alles gar nicht gibt und nur vorgeschoben wird, damit Billy uns endlich Windows Vista installieren kann.


Ja, macht halt. Sagt mir Bescheid, bevor ihr mir ins Bein schießt, weil ich die Wohnung nicht mehr verlassen durfte oder wenn es vorbei ist oder ich gepiekst werden darf. Am liebsten würde ich einfach vorspulen oder mich so lange einfrieren lassen, bis die Nintendo Wii erscheint Scheiße rum ist.

Und auch nochmal Kudos an @rancid



* = sämtliche Zahlen dieses Beitrags sind Schätzungen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hoffe jedenfalls, dass uns das alles bis zur Wahl noch dermaßen um die Ohren fliegt, dass CDU/CSU und SPD politische Todesangst bekommen. Vielleicht ringt man sich dann im Nachgang endlich endlich mal dazu durch, in diesem Land tatsächlich etwas zu reformieren. Das erste Mal seit 15 Jahren.
Musst mal lanz von gestern anschauen was lauterbach sagt, hab ich so noch nie gehört dass jemand so deutlich Lobbyismus zu dem thema anspricht und der cdu den schwarzen peter zuschiebt. Wahlkampf hat begonnen.

csu jetzt auch angezählt durch die sache heute mit imunitätsaufhebung, gott ist das peinlichst, bin auf söder jetzt gespannt, ich denke das wird ein reinstes schmierentheater auf kosten der allgemeinheit.
 
So eine absurde Diskussion. Kann es Leben ohne Wirtschaft geben? Kann es Wirtschaft ohne Leben geben? Wer weiss das schon, hier im Thread wird man die Lösung nicht finden. Die Balance machts, und da kann man sich über die Feinheiten unterhalten, aber diese alles klärende Frage, wird man nicht beantworten können.
 
Inwieweit die Gesundheit längerfristig noch gut ist, wenn das eigene Leben in Scherben vor einem liegt sei mal dahingestellt.

Nur was ist die "bessere" Alternative...???

Ich bin auch gegen Corona - ich glaube keiner findet Corona gut!
Ich finde den Lockdown auch nicht toll...!

Und was jetzt...


Wenn irgendwo ein Tornado wütet oder ein Tsunami eine halbe Insel zerstört stehen die Leute auch vor einem
Scherbenhaufen und haben alles Materielle (erst mal) verloren...

Wenn sie ihr Leben verloren haben brauchen sie sich natürlich darum keine Gedanken mehr zu machen...

Finde den Unterschied...
 
Nur was ist die "bessere" Alternative...???

Ich bin auch gegen Corona - ich glaube keiner findet Corona gut!
Ich finde den Lockdown auch nicht toll...!

Und was jetzt...


Wenn irgendwo ein Tornado wütet oder ein Tsunami eine halbe Insel zerstört stehen die Leute auch vor einem
Scherbenhaufen und haben alles Materielle (erst mal) verloren...

Wenn sie ihr Leben verloren haben brauchen sie sich natürlich darum keine Gedanken mehr zu machen...

Finde den Unterschied...
Es gibt kaum einen Unterschied, weil der Lockdown eben auch Menschen töten wird bzw. deren Leben teilweise erheblich (gerade in Bezug auf die unterlassenen Vorsorgeuntersuchungen etc.) verkürzen wird. Wir retten heute mit dem Lockdown die einen und töten morgen die anderen. Vielleicht kommt das so mal klarer rüber. Nur weil Du das heute ungern in Deine Überlegungen miteinbeziehen willst, heißt das nicht, dass es nicht so kommen wird. Die Weichen sind schon lange gestellt...
 
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