Die wenigsten Ansteckungen kommen aber von einer Fahrt in einem Bus, sondern ...
Da hast du ein anderes Thema aufgemacht, weil eigentlich ging es nur darum, wie "schlimm" es wirklich ist nur für die Busfahrt/Zugfahrt zur Arbeit die Maske anzuziehen. Wenn du so heran gehst, dann könntest du alle Präventivmaßnahmen für alles mögliche einstellen, weil du woanders ebenfalls oder mehr gefährdet bist. Siehe unten. Die Chance sich bei den eigenen Kindern Erkältungsinfekte oder Magen/Darm zu holen ist ziemlich hoch. Das bedeutet aber nicht, dass man sich auswärts grundsätzlich nicht mehr die Hände wäscht, weil man sich zu Hause ja eh mit irgendetwas ansteckt.
Ich war bereits zwei Mal positiv, trotz dieser glorreichen Masken.
Nur weil eine Maßnahme nicht absolut hilft, ist sie noch nicht falsch oder zu verunglimpfen. Das wurde auch schon beim Impfstoff nie richtig erklärt. Leider hat man in den Medien das mit dem Reproduktionsfaktor auch nie richtig erklärt bzw. in Teilen selber nicht verstanden. Ich überlege gerade, ob ich das jetzt erkläre, war ja damals nicht im Forum. Daher nur das Prinzip, was in der Simplifizierung aber falsch ist, also jetzt bitte keine kleinteilige Kritik:
Sagen wir mal eine Coronavariante x hat den Reproduktionsfaktor y. Wenn man den Reproduktionsfaktor y senkt, dann verbreitet sich das Virus langsamer, was z.B. wegen der Nichtausfälle von Arbeitskräften ein Punkt sein kann. Jetzt kann man die totale Ausgangssperre machen und damit den y um 50% reduzieren, aber das möchte man nicht. Also schaut man weniger harten Maßnahmen, die den Reproduktionsfaktor vielleicht nur um 1%, 2% usw. reduzieren, aber dafür recht harmlos sind. Die Kombination der Maßnahmen sollen den Faktor immer noch senken. Andere Maßnahmen läßt man teilweise weg, ob wohl die vielleicht sogar 7% bis 10% senken würden, aber die möchte man wiederum keinem zumuten. Dann wiederum gibt es punktuelle Eingriffe, die weniger der Senkung der Reproduktionsfaktors dienen, sondern anfällige Menschen dort schützen sollen, wo sie hinmüssen, beispielsweise bei Arztbesuchen. Früher hat man das auch beim Einkaufen so gesehen. Oje, so kurz ist das gar nicht mehr, aber ich wollte darauf hinaus, dass man aus unterschiedlichen Gründen Maßnahmen getroffen hat und die im Vergleich vielleicht seltsam entscheiden, aber das auch mit der jeweils unterschiedlichen Intention zu tun und teilweise auch mit der Datengrundlage bzw. entsprechenden Hypothesen.
Wie lange das wohl noch so weitergehen wird
Vor allem, wo ist das Problem? Wer möchte, trägt weiterhin seine Maske, wo auch immer. Und wer nicht, eben nicht. Beides sollte in beide Richtungen respektiert werden und gut ist.
Von beiden Seiten sollte es nur eben eine entsprechende Toleranz geben - wie überall im Leben.
Leider habe ich es oft genug erlebt, dass ich Kommentare im Supermarkt kassiert habe, wenn ich meine Maske am Eingang anziehe. In der Familie haben das auch schon Leute erlebt. Mir macht das halt nichts und andere geben da auch ordentlich Konter. Andere Menschen wiederum ordnen sich da lieber unter und ziehen keine Maske an, obwohl sie es eigentlich zum Eigenschutz oder Schutz für Andere tun würden.