Genauso traurig und beschämend (sinnbildlich für den Zusammenhalt einer Gesellschaft) finde ich eigentlich nur noch das Gejammere "WiE lAnGe DeNn NoCh???" wegen dieser simplen Stoffmaske, die zugegeben unangenehm und auch mal auf Dauer nervig sein kann, aber nachweislich so viel bewirken kann. Und gerade als Brillenträger (auch etwas was ich wohl einfach mein ganzes Leben tragen werden muss um etwas zu sehen) kann diese Maske die Sicht doch schon mal für ein paar Minuten stark einschränken, wenn die Temperaturen (draußen/drinnen) stark variieren.
Wie gesagt, ich trage sie nicht für mich. Mir ist es eigentlich mittlerweile scheiß egal wann/wo ich mir diese Seuche mal einfangen werde und das Risiko dürfte für jemanden wie mich (das Risiko Long-Covid mal ausgeklammert) wohl vernachlässigbar sein. Ich brauch diese Maske nicht und sie nervt mich auch manchmal hart. Ich trag sie aber trotzdem, weil ich im Supermarkt auf Menschen treffe für die eine Infektion eben halt mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit (das 100-1.000 fache Risiko!!!) kein Zuckerschlecken wird.
Wenn wir doch mal ganz ehrlich sind, tragen doch genau deswegen die meisten keine Maske, weil sie halt nicht zu dieser vulnerablen Gruppe (mit deutlich höherem Risiko) gehören und für sich (individuelles Risiko) über andere hinweg entscheiden, bzw. weil die meisten (pandemiemüde) keine Gedanken mehr an jene Gruppe verschwenden (und ihr handeln auf die individuelle Unannehmlichkeit [Maske stört] reduzieren).
Edit: Aber dieses Thema (wieviel bin ich bereit zurückzustecken um es Dritten angenehmer und sicherer zu machen VS meine Individuelle Freiheit) hatten wir hier in den 2+ Jahren Pandemie jetzt schon ausreichend geführt. Die Standpunkte/Haltung sind da wohl bei jedem mittlerweile festgesetzt.