Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ja und? dann "explodieren" halt die Zahlen.
Solange die Krankenhäuser und ICUs damit umgehen können, ist doch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene alles "in Butter", was den Blick auf Grundrechtseinschränkungen angeht.

Und wer sich mit Maske draußen sicherer fühlt, kann die ja jederzeit nutzen. FFP2/3 Masken sind ja für den Selbstschutz geeignet, nicht nur um andere zu schützen.
Hab Long COVID, für mich ist Grade gar nichts in Butter...
 
Nach wie vor muss sich JEDER, der ins Krankenhaus kommt, testen lassen. Es wird somit JEDER Fall erkannt, auch symptomlose. Und es wird weiterhin auch immer ein PCR-Test gemacht.
!

Das verstehe ich nicht, jeder ins Krankenhaus kommt bzw. besucht wird getestet. Damit wird doch aber nicht jeder Fall erkannt, da vielleicht 1% der Bevölkerung am Tag in irgendein Krankenhaus geht. Die Hospitalisierungsrate wird eher zu hoch sein weil ein Patient der wegen was anderem kommt zufällig auch Corona hat.
 
Hab Long COVID, für mich ist Grade gar nichts in Butter...
Und woher bist du sicher, dass deine Müdigkeit tatsächlich von Covid kommt?

Bitte nicht falsch verstehen, selbstverständlich sind das ernsthafte Beschwerden, aber Migräne und Erschöpfung kann so viele Ursachen haben. Ich finde inzwischen wird viel zu oft mit Long Covid um sich geworfen, obwohl die Symptome oft so unspezifisch sind und auf alles Mögliche zutreffen können.
 
Das verstehe ich nicht, jeder ins Krankenhaus kommt bzw. besucht wird getestet. Damit wird doch aber nicht jeder Fall erkannt, da vielleicht 1% der Bevölkerung am Tag in irgendein Krankenhaus geht. Die Hospitalisierungsrate wird eher zu hoch sein weil ein Patient der wegen was anderem kommt zufällig auch Corona hat.
Ganz einfach: So funktionieren auch Umfragen in der Bevölkerung. Es ist ein Querschnitt durch alle Schichten. Egal welches Alter, Geschlecht, Statur, Wohnort. Und dieser Wert an Krankenhauseinweisungen ist in der Regel immer konstant, natürlich mit Ausnahmen wie etwa an Silvester wenn es zur Feuerwerksunfällen kommt bzw. andere Sonderfälle. Und aufgrund dieser Konstanz an "ganz normalen" Krankenhauseinweisungen und geplanten Operationen ist ein Vergleich des Wertes mit Vorwochen und Vormonaten möglich.
 
Hab Long COVID, für mich ist Grade gar nichts in Butter...
Das ist natürlich sehr scheiße für dich. Ich beneide niemanden mit Long Covid.

UNd nimms mir nicht übel, aber:
Aber es ändert nix an meinen Punkten. Denn so scheiße wie Long Covid ist - es ist kein Grund, die Grundrechte einzuschränken, da es kein Problem ist, dass das System an den Rand des Kollaps bringt.
Die Regierung darf sich bei solchen einschneidenden Fragen nicht mit Einzelschicksalen befassen, sondern ganz nüchtern mit dem Großen Ganzen. Und das ist Stand jetzt sehr weit von der Leistungsgrenze entfernt und damit sollte es eigentlich keine Grundlage für die Beschneidung von Grundrechten geben.
 
Finde sie auch etwas zynisch. Aber ändern kann man an der Situation nichts mehr, der Drops mit der Durchseuchung ist gelutscht.
Maskenpflicht dauerhaft wäre mir auch lieber gewesen, aber so wie es aktuell ist, kann man das auch gleich in allen Bereichen weglassen. Es bringt halt nix, es in manchen Bereichen (Bus und Bahn) aufrecht zu erhalten und in anderen Bereichen wird sie komlett fallen gelassen (#überfüllte Supermärkte).
 
Grundrechte gelten aber für nunmal für jeden Einzelnen und nicht allein für eine leistungsfähige Mehrheitsgesellschaft. Von daher greift diese Betrachtung etwas kurz.
Ein Grundrecht auf Schutz hat aber auch seine Grenzen. Es gibt keinen vollständigen Schutz, Leben an sich hat eben Risiken. Nach der Logik müsste man sonst etwa auch das Autofahren verbieten, es könnte schließlich jemand angefahren werden.
 
Das ist natürlich sehr scheiße für dich. Ich beneide niemanden mit Long Covid.

UNd nimms mir nicht übel, aber:
Aber es ändert nix an meinen Punkten. Denn so scheiße wie Long Covid ist - es ist kein Grund, die Grundrechte einzuschränken, da es kein Problem ist, dass das System an den Rand des Kollaps bringt.
Die Regierung darf sich bei solchen einschneidenden Fragen nicht mit Einzelschicksalen befassen, sondern ganz nüchtern mit dem Großen Ganzen. Und das ist Stand jetzt sehr weit von der Leistungsgrenze entfernt und damit sollte es eigentlich keine Grundlage für die Beschneidung von Grundrechten geben.

So ne frage am Rande, ab wann ist es denn ein Einzelschicksalen und ab wann nicht mehr? Kannst du das anhand von Prozent fest machen?
Oder ist es solange ein Einzelschicksal bis die Wirtschaft nicht mehr laufen kann?
 
Grundrechte gelten aber für nunmal für jeden Einzelnen und nicht allein für eine leistungsfähige Mehrheitsgesellschaft. Von daher greift diese Betrachtung etwas kurz.
Aber es gibt nun mal kein Grundrecht, das allen Personen den unbedingten Schutz vor INfektionskrankheiten zusichert.
Dass man sich mit allerhand Erkrankungen - von der leichtesten Erkrankung bis hin zu vielerlei potenziell tödlichen - infizieren kann und das auch im Alltag passieren kann ist schon immer Konsens in jeder Gesellschaft und IMO auch nicht abänderbar.

Ansonsten müsste man diese neue Prämisse, alle Bürger auch unter Einschränkung der Grundrechte vor Infektionen zu schützen, auf ähnlich gefährliche Erkrankungen wie COVID ausweiten. Und das wäre quasi das Ende vieler Aspekte der freiheitlichen Gesellschaft und IMO nicht akzeptabel.
Krank werden ist ein Risiko des Lebens. Das umfasst auch Krankheiten mit potenziell chronischem Verlauf und sogar tödlichem Ausgang. Das ist alles kein Grund für die Einschränkung von Rechten, die laut Grundgesetz eigentlich unveräußerlich sind.

Der Grund war gegeben, als die Gefahr bestand, dass die COVID-Infektionen akut das Gesundheitssystem überlasten. Da sind wir aber nicht mehr.
 
nach der Logik dürfte man sich (überspitzt) nur noch mit Raumanzügen sehen weil es 5 extrem immunsuprimierte Menschen treffen könnte.
Welche Logik? Ich habe mich überhaupt nicht zu irgendwelchen Maßnahmen oder dergleichen geäußert. Fakt ist aber, dass die Grundrechte sich eben nicht an einer diffusen großen Mehrheit orientieren, die als Maßstab gilt, sondern sie müssen ganz konkret für jedes einzelne Individuum gelten. Das macht es ja auch so schwierig diesem Anspruch gerecht zu werden - nichtsdestoweniger macht man sie ab dem Moment obsolet, wo man diesen Anspruch nicht mehr verfolgt.
Und von deinem Beispiel sind wir bei der angenommenen Long-Covid-Quote übrigens weit entfernt, um es mal auf das konkrete Thema zu beziehen.
 
So ne frage am Rande, ab wann ist es denn ein Einzelschicksalen und ab wann nicht mehr? Kannst du das anhand von Prozent fest machen?
Oder ist es solange ein Einzelschicksal bis die Wirtschaft nicht mehr laufen kann?
Wie ich schon geschrieben hab: Solange das Gesamtsystem unbeeinträchtigt ist, MÜSSEN Grundrechte universal gelten.
Das kann man ziemlich gut an der Versorgungsstabilität des Gesundheitssystems festmachen in diesem Fall.

Wenn die ICUs im Herbst wieder knarzen und überbelegt sind, dann muss gehandelt werden. UNd wenn das dann NUR über Grundrechtseingriffe zu machen sein sollte - dann kann man handeln.
Wobei ich immer noch der ANsicht bin, dass hier als erste Option eine Impfpflicht her müsste.
 
Ein Grundrecht auf Schutz hat aber auch seine Grenzen. Es gibt keinen vollständigen Schutz, Leben an sich hat eben Risiken. Nach der Logik müsste man sonst etwa auch das Autofahren verbieten, es könnte schließlich jemand angefahren werden.
Es geht nicht um einen vollständigen Schutz, es geht um einen angemessenen Schutz.
Das ist Frage eines gesellschaftlichen Diskurses, logischerweise. Aber damit ist es eben kein Naturgesetz. Was angemessen ist und was nicht ist schlicht diskutabel.

Auch das Autofahren ist im Übrigen reglementiert und auch da gibt es einen breiten Diskurs, in dem btw eine Mehrheit für mehr Reglementierung in Form eines Tempolimits ist.
Wie ich schon geschrieben hab: Solange das Gesamtsystem unbeeinträchtigt ist, MÜSSEN Grundrechte universal gelten.
Nein, Grundrechte müssen universal gelten. Punkt.
Ich weiß nicht was das nebulöse "Gesamtsystem" sein soll, dass nur als Feigenblatt zu dienen scheint um dann doch wieder die Grundrechte einiger weniger in Abrede zu stellen - sie also gerade nicht universell zu garantieren.
 
Recht auf körperliche Unversehrtheit.
Wenn das so sein sollte: Mir wäre neu, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit den Schutz vor Infektionen mit Krankheiten per se umfasst.
Wenn dem so wäre, müssten Kontakte zwischen Personen generell untersagt sein. Denn jegliche Interaktion mit Menschen birgt schon immer das Risiko, sich mit irgendwas zu infizieren, das dann - auch bedingt durch individuelle Umstände - schwerwiegende oder tödliche FOlgen haben kann.

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit bedeutet, dass niemand - egal ob Person oder Staatsorgan - dich oder mich zu irgendetwas zwingen kann, was die körperliche INtegrität beeinflusst. Daher darf es z.B. keine Zwangskastration von Sexualstraftäter*innen geben. Und deswegen muss man vor einer OP einen Wisch unterschreiben, der den Vorgang erlaubt.
Aber das bedeutet nicht, dass mittels EInschränkung von Grundrechten ein Schutz vor Infektionskrankheiten hergestellt wird...
 
Zurück
Oben