Wenn wir mal in einem Gedankenspiel annehmen, dass die Gesamtbevölkerung immunisiert ist, dann ist es im Prinzip auch nicht mehr wichtig, zu testen, da es dann schlichtweg "egal" ist, ob man infiziert ist - bzw. ähnlich egal wie bei anderen Infektionskrankheiten, die potenziell gefährlich sind, aber für den Löwenanteil höchstens unangenehm.
bei der Influeza testet man ja auch nicht proaktiv und die meisten Grippe-Fälle, die dem Arzt präsentiert werden, werden nur anhand Anamnses und nicht definitivem PCR-Test gestellt - zumindest bei Nicht-Risikogruppen.
Wir sind aber noch nicht dort. Momentan ist es sehr wichtig, über den Gesamtverlauf der Pandemie möglichst gut bescheid zu wissen.
Das dumme ist halt nur, dass Corona (bzw COVID19 und die abstammenden Mutanten) nur unter der Voraussetzung des Impfschutzes so ungefährlich wie eine Grippe ist - gegen die nur ein deutlich kleinerer Anteil der Bevölkerung immunisiert ist (und das aufgrund der vielen Mutationen immer nur ein Teilschutz ist).
Kommen wir nicht mit Impfungen in die Nähe eines kompletten Impfschutzes, können wir nur auf eine Sackgassen-Mutation hoffen, die die Bevölkerung schnell durchseucht und gleichzeitig höchstens so gefährlich wie eine Grippe bei Ungeimpften ist...
Der einzige übrige Weg zur endemischen Situation ist der Unangenehme, der eventuell nur über eine komplette Überlastung des Gesundheitssektors und einer Durchseuchung führt.