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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Darf ich fragen wie viel Zeit zwischen 1. und 2. Impfung lag? Stiko sieht nämlich möglicher Zusammenhänge, das der Abstand zwischen den Impfungen entscheidend für das Auftreten der Impfreaktionen ist. Je mehr Zeit zwischen den Impfungen liegt, umso weniger Nebenwirkungen.

Gute Besserung!
9 wochen abstand. Ich hätte einfach 2 tage frei haben sollen und nicht den immensen stress auf arbeit. Zu viel alles ohne zeit zum erholen. Bin leider in einer schwierigen Situation gerade, kündigen ist aber nicht so einfach.
 
Tja, wieviel Euro ist ein Menschenleben wert...
Dir anscheinend nicht allzuviel.
Das ist mitnichten so und ich kann es nicht mehr lesen !!! Eigentlich will ich ja auf diesen Unsinn bzgl. der Menschenleben, die mir angeblich egal sein sollen, nicht mehr antworten, da Weitsicht in diesem Thread zugunsten der Angst bisher professionell von den meisten ausgeblendet wurde, aber behalte in den nächsten Jahren mal im Auge, was Dir die Zukunft der Kinder wert ist bzw. wert war… Ich hoffe, es wird das einzige Problem sein - wird es aber voraussichtlich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ja, jeder zweite ist hier virologe. :D
Aber wenn man seinen senf, sei es auch noch so an den haaren herbeigezogen, nicht dazu gibt, entsteht auch selten eine diskussion.

Richtig allerdings dreht sich die Diskussion eh nur mehr im Kreis weil jeder recht hat.
Is aber nicht nur hier so, gefühlt ist die halbe Welt auf einmal zum Pandemie und Impfstoff Experten mutiert,früher waren halt alle Bundestrainer.
 
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Richtig allerdings dreht sich die Diskussion eh nur mehr im Kreis weil jeder recht hat.
Is aber nicht nur hier so, gefühlt ist die halbe Welt auf einmal zum Pandemie und Impfstoff Experten mutiert,früher waren halt alle Bundestrainer.

Ist halt auch ein uns alle beherrschendes Thema. Insofern ist es ja auch normal und wichtig, dass sich jeder damit beschäftigt und sich eine Meinung bildet. Alle Meinungen und Fakten helfen ja auch bei der Bildung des eigenen Meinungsbildes.
 
Absolut Richtig allerdings (und ich beziehe das jetzt nicht explizit auf das Forum sondern auf die Gesellschaft allgemein) glaubt jeder das seine Meinung die einzige Wahrheit ist und andere Meinungen werden schnell verteufelt, und das kotzt mich mittlerweile so dermaßen an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist halt viel Meinung und wenig Fakten, und selbst die wenigen Fakten helfen ohne den Kontext kaum etwas.
Lustig wird es immer dann, wenn sich die Amateuere (und das sind wir hier Alle, ohne Ausnahme) in einem komplexen Themengebiet ohne Erfahrungen, schlauer gebährden, als die Leute, die damit viel mehr Erfahrung haben. Und selbst die stochern oft im Nebel….
 
Ist halt viel Meinung und wenig Fakten, und selbst die wenigen Fakten helfen ohne den Kontext kaum etwas.
Lustig wird es immer dann, wenn sich die Amateuere (und das sind wir hier Alle, ohne Ausnahme) in einem komplexen Themengebiet ohne Erfahrungen, schlauer gebährden, als die Leute, die damit viel mehr Erfahrung haben. Und selbst die stochern oft im Nebel….

Ehrlich gesagt ist das dann auch immer der Punkt, bei dem ich raus bin. Wenn hier irgendwelche User meinen, sie seien ja ach so viel Schlauer als Lauterbach, Spahn, Wiehler und Co, da muss ich schon heftigst den Kopf schütteln. Egal was dort für Entscheidungen getroffen werden, Dummköpfe sind das sicher allesamt nicht. Viele Beweggründe kennt die Öffentlichkeit gar nicht, aber am Ende weiss es jeder besser. Ziemlich armseliges Verhalten.
 
Naja, ob es armseelig ist, wenn man mitreden möchte wenn es um das eigene Leben oder das der Familie geht, halte ich jetzt auch für fraglich.

Und wenn man halt auch nicht alle Beweggründe kennt, wie soll man es dann verstehen? Oder warum soll man anderen dann eine falsche Meinungsbildung vorwerfen. Wir sind doch alle geprägt von den Informationen die wir bekommen. Sei es aus Medien, entsprechenden Instituten, Menschen oder eben der Politik. Daraus entsteht halt auch ein Meinungsbild.

So sehr die eine Seite manchmal mit ihrer Argumentation gegen die Wand rennt, so extrem ist es aber auch auf der anderen Seite. Und nur dass Sahn ganz sicher kein Dummkopf ist, macht es ihn als Bankkaufmann halt auch noch nicht zu einem Gesundheitsexperten. Das ist dann wieder das Thema blinde Obrigkeitshörigkeit. Ist doch klar, dass jeder Schwerpunkte setzt für seine Argumente und Denkweisen. Ein Virologe wird immer an erster Stelle Mahner bleiben. Die verstummen wahrscheinlich erst wenn wirklich kein Covidkranker mehr auf der Erde ist. Ein kühler Wirtschaftsrechner wird irgendwann eine gewisse Anzahl Toter und Kranker hinnehmen bevor eben alles wirtschaftlich den Bach runter geht. Da gibt es eben ne unterschiedliche Gemengenlage.

Ähnlich wie Vetulus habe ich mich inzwischen auch mit einigen Mandanten aus allen medizinischen Bereichen ausgetauscht. Von Intensivmediziner der direkt erlebt was Sache ist bis hin zum einfachen Hausarzt. Auch da gibt es kein einheitliches Bild. Wobei hier schon viele Richtung Einstufung von Covid als massive Gefahr gehen, da sie eben selbst schon genug schwere Fälle in den letzten 12 Monaten erlebt haben. Und hier nahezu jeder ohne wenn und aber für Impfungen ist. Aber es gibt selbst in der Ärzteschaft stellenweise andere Meinungen. Und ich behaupte, dass die durch ihren Beruf schon noch etwas näher dran sind wie wir hier. Erstaunlicherweise scheinen wir hier ja keinen Arzt im Forum zu haben, obwohl ansonsten fast alles hier vertreten ist.

Bei der ganzen Sache ist einfach schwer den Beginn des Mittelweges zu finden. Ich mag mich eigentlich auch nicht mehr mit der Thematik beschäftigen, aber man macht es zwangsläufig jeden Tag immer wieder aufs Neue. Ob man möchte oder nicht.
 
Natürlich darf man mitreden. Aber man bekommt immer wieder dein Eindruck, dass man sehr herablassend auf die Leute blickt, die versuchen das Land auf Kurs zu halten. Es entsteht der Eindruck, dass man es selbst ja sehr viel besser könnte. Und das ist eben der Unterschied. Man darf kritisieren und mitreden, aber ständig die Grundprämisse vor sich herzutragen, dass man selbst so viel schlauer ist, ich weiss nicht.
 
Erstaunlicherweise scheinen wir hier ja keinen Arzt im Forum zu haben, obwohl ansonsten fast alles hier vertreten ist.

Schon. Der hat nur nach der Anmeldung vor einigen Monaten nicht mehr ausreichend Zeit gehabt hier aktiv zu sein. :nein:
Und was ist jetzt? Jetzt schaue ich gerade hier rein und sehe die gleichen Diskussionen, die ich täglich hundertfach führen muss. Ich bin Facharzt für Innere und im Moment niedergelassen als Hausarzt tätig. Viele meiner Bekannten und Studien-Freunde sind noch im Krankenhaus tätig. Einige davon auf Intensivstationen. In meiner Nähe kenne ich von früher einen leitenden Oberarzt einer Abteilung für Lungenheilkunde, das ist ein der Größe nach recht übersichtliches Haus, die hatten im Verlauf des letzten Jahres 800 intensivpflichtige Corona-Patienten. Einige meiner Kollegen haben trotz leichtem Verlauf, genau wie im Moment sehr viele Patienten, schon seit Monaten mit massiven Nachwirkungen zu kämpfen.
Mir ist die Dramatik der Pandemie jeden Tag vor Augen.
Seit wir mitimpfen dürfen, was wir neben den normalen Sprechzeiten machen müssen weil unser Patient mir auch irgendwie versorgt sein wollen, hat der Tag eh nicht genug Stunden.
Daher ein dickes sorry dafür, dass ich nach Anmeldung hier so inaktiv war. Aber ich hab nebenbei auch noch 2 Kinder…

Ich kann hier Verständnis für alle Seiten aufbringen. Außer für Pandemie-leugner. Und was mich wirklich auf die Palme bringt, sind die Unfreundlichkeit und der Egoismus aktuell bei vielen Mitbürgern, beides greift gefühlt immer stärker um sich.
IMHO führt vor allem eines zu Wut und Frustration und spielt damit der “blauen Fraktion” und den „Querdenkern“ und anderen politisch rechtsgerichteten in die Hände: der teils sehr träge, teils willkürlich anmutende und manchmal von Kopflosigkeit und blindem Aktionismus geprägte Umgang der Bundespolitik mit der Situation. Letzten Sommer wusste doch jeder was im Herbst kommt. Und was ist über den Sommer passiert? Nichts. Man hätte die Schulen systematisch darauf vorbereiten können. Stattdessen hat man sie dann einfach dicht gemacht. Seit fast einem dreiviertel Jahr diskutieren wir über Luftreinigungsgeräte. Stattdessen frieren die Kinder im Winter - wenn die Schule mal offen war - bei offenem Fenster. Und genau so sieht es in vielen anderen Bereichen aus.
Zur Stiko: Die Stiko wertet Daten aus und gibt Empfehlungen. Dass diese nicht immer auf Linie mit der Politik ist, sieht man zum Beispiel an der aktuellen Diskussion über die Impfung der unter zwölfjährigen.
Das ist aber ja auch genau der Sinn der Sache. Wissenschaft und Politik müssen sich nicht immer einig sein. Und vor allem dürfen sie nicht zu abhängig voneinander sein.

Und bei aller Wut und Unverständnis welches mir jeden Tag begegnet muss ich trotzdem eine Sache loswerden, und das ist meiner Meinung nach das wichtigste:
Ja, es läuft nicht alles wie es laufen könnte. Aber wir werden die Pandemie überstehen, auch wenn wir uns danach ein wenig einschränken müssen. Aber wir haben weder mit Hungersnöten noch mit Krieg zu kämpfen und können uns relativ sicher sein dass unsere Kinder morgen früh noch leben und nicht an Tetanus, Gelbfieber, Malaria oder sonstwas verstorben sind.
Alleine das ist manchmal ein bisschen Dankbarkeit und Demut wert. Deswegen: alle etwas weniger aufregen.
:headbang:
Und jetzt dürft ihr mich gerne steinigen, aber das musste raus.
 
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