Sorry, aber das ist zu kurz gedacht. Die Jugendlichen müssen auf wesentliche und positive Ereignisse in ihrem Leben verzichten, die sich nicht nachholen lassen (Abschlussfeiern, Abschlussfahrten...). Dazu diese unglaublich kräftezerrenden Lehrbedingungen, die sich auf das ganze restliche Leben auswirken können, wenn die Prüfungsergebnisse deutlich schlechter ausfallen. Somit können gewünschte Ausbildungen oder Studiengänge nicht erreicht werden. Den Studierenden geht es auch so. Das interessiert später niemanden mehr, warum der Abschluss "schlecht" war und vielleicht gar nicht die wirkliche Leistung der Schul- bzw. Studienzeit darstellt. Es gibt keinen Corona-Bonus.
Ich verstehe die Jugendlichen auch, dass sie keine Lust mehr haben und die Solidarität ihnen egal ist, weil man auch auf sie scheißt, um es mal ganz klar zu sagen. Und Depressionen haben besonders in dieser Altersgruppe Hochkonjunktur, wo leider meine Tochter inzwischen auch von betroffen ist.
Hier im Landkreis war am Wochenende Testmarathon. Oh Wunder, die Inzidenz ist gestiegen und die Schulen müssen schließen, obwohl der Trend jetzt zur Wochenmitte wieder nach unten zeigt. Schule ja, Schule nein, Schule vielleicht. Da sollen Kinder, Jugendliche und Eltern nicht durchdrehen?
Das zeigt einfach, dass allein der Inzidenzwert nicht für solche Entscheidungen herangezogen werden darf. Versagen der Entscheider im Monat 13 der Pandemie...