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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Warts mal ab, da wird auch noch einiges kommen. Der Staat hat ja die Antragspflicht bei Insolvenz ausgesetzt, erstmal bis Ende des Jahres. Wenn das ausläuft, werden einige Meldungen kommen. Und die zur Verfügung gestellten Mittel müssen ja auch irgendwann zurückgezahlt werden.

-e-
ok, zu spät ;)
Ist mir klar, deswegen schrieb ich ja auch "augenscheinlich".
Sollte nur verdeutlichen, dass in der öffentlichen Wahrnehmung bei vielen der Eindruck entstehen könnte, es sei ja nichts passiert.
 
Ich gebe euch doch Recht, die Argumente von @Shellshock habe ich genau so auch angebracht. Mir ist alles sehr bewusst, aber Naivität kann man nicht heilen. Das ist sehr schwierig. Und es geht mir auch nicht direkt darum, ob es infizierte gibt oder die nicht daran gestorben sind. Es geht um den Lockdown und die folgen der Wirtschaft bei einem Lockdown.
Es ist einfach schwierig, weil man immer wieder an den kopf geworfen bekommt "Wer ist denn insolvenz gegangen? Ich kenne keine Firma die Insolvenz gegangen ist. Unsere Firma arbeitet wie blöd gerade und ohne Pause. Wenn ein Lockdown kommt, würde ich sogar Urlaub nehmen oder Minusstunden akzeptieren"
Es ist mittlerweile wie bei den Coronaleugnern. Es wird immer schwieriger mit Argumenten leute etwas aufzuklären. Es ist ja nichts passiert also glaub ich auch nicht das was passiert. Die Nachrichten sind sowieso Fake News die mit hiobsbotschaften Ängste schüren wollen (Thema Insolvenzpflicht).
Zudem kommt hinzu, dass bei mir in der Nähe eine Wohnung verkauft worden ist von Bekannten. Der Käufer ist ein Restaurantbesitzer bei uns in der Nähe. Dann wird sowas als Beispiel vorgezeigt. "Pah Restaurantbesitzern geht es ja soooo schlecht, dass sie sich heutzutage einfach eine Wohnung leisten können"
Dieser Planet ist einfach doomed. Ich kann es nicht mehr fassen. Woran liegt das? warum sind die Menchen so extrem Naiv geworden? Liegt es an der Social Media, indem man gleichgesinnte realtiv schnell findet? Ich kann es nicht erklären. Ich habe im Bekanntenkreis aufgegeben auf Logik und Argumente zu setzen, weil das einfach nicht mehr funktioniert. Du stehst da wie ein depp.
 
Einzelunterhaltungen mit Leuten, die selbst von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise bertroffen sind, können kein gutes Mittel sein um abzuschätzen, ob wir wirtschaftlich einen zweiten Lockdown überlegen können. Einzelgeschichten gibt es überall und jede Geschichte sieht etwas anders aus. Unser Unternehmen wird "dank" Corona einen Rekordumsatz dieses Jahr hinlegen und ich werde durch flexible Gehaltsbestandteile direkter Profiteuer der Coronakrise. Auch das ist eine Facette, die aber kaum auf alle übertragbar sein kann. Deswegen ist es wichtiger, was z.B. Branchenverbände sagen oder z.B. die IHK.

Wie dem auch sei, am Ende ist es ohnehin so, dass Menschleben vor Wirtschaft gehen (müssen) und wirtschaftliche Konsequenzen nicht über Menschenleben gestellt werden dürfen. Jetzt ist natürlich die Regierung gefragt und muss schlussendlich entscheiden, wann die Pandemie derart aus dem Ruder läuft, dass eine unangemessene Zahl an Menschen sterben. Bin froh, dass ich diese Entscheidung nicht fällen muss...
 
Du stehst da wie ein depp.
Das merke ich auch immer öfter.
Habt euch nicht so, stellt euch nicht so an, ist doch alles gar nicht so schlimm, den Virus gibts doch eh nicht, Grippe ist viel schlimmer blablablubbblubb....
Das bekommen wir auch immer öfter zu hören.

Ich sehs mittlerweile so: diese ganze Scheiss-Sache dient wenigstens dazu, den Bekannten- und Freundeskreis durchzusieben und den Kontakt mit den schlimmsten "Schwurbler" einschlafen zu lassen.
 
Solche Diskussionen mit Leuten, deren Horizont zu klein ist, breche ich sofort ab.
Dumm nur, dass dank Social Media und Co. diesen Leuten auch noch eine Stimme gegeben wird.

Ich freue mich für sie, dass sie keine negativen Auswirkungen der Pandemie spüren oder davon sogar profitieren.
Sie sollen halt nur keine unqualifizierten Aussagen treffen.
 
Und dann noch zum Thema Auslastungen des Pflege- und Gesundheitssystems:

Fachkräftemangel: Erstmals arbeiten Pflegekräfte mit Corona-Infektion (pflegen-online.de)
In Bremen und Bayern ist es jetzt zu den ersten Ausnahmefällen gekommen: Infizierte Pflegekräfte dürfen unter bestimmten Voraussetzungen infizierte Bewohner versorgen

"Dürfen", hehehe.
Ein Schelm wer Böses dabei denkt, zum Beispiel dass damit der Arbeitsschutz in Bezug auf die Vermeidung möglicher Corona-Infektionen unterhöhlt werden könnte...
Es bringt eben nichts immer nur von freien Intensivbetten zu schwadronieren, wenn man sich nicht gleichzeitig um die Arbeitsbedingungen und auch Belastungsgrenzen der Pflegekräfte sorgt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das merke ich auch immer öfter.
Habt euch nicht so, stellt euch nicht so an, ist doch alles gar nicht so schlimm, den Virus gibts doch eh nicht, Grippe ist viel schlimmer blablablubbblubb....
Das bekommen wir auch immer öfter zu hören.

Ich sehs mittlerweile so: diese ganze Scheiss-Sache dient wenigstens dazu, den Bekannten- und Freundeskreis durchzusieben und den Kontakt mit den schlimmsten "Schwurbler" einschlafen zu lassen.

Ich glaube einfach, die Menschen in Deutschland sind viel zu gemütlich geworden. Ich bin eher pessimistisch eingestellt. Auch wenn ich von der Coronakrise wirtschaftlich absolut nichts gespürt habe und ich arbeitstechnisch voll ausgelastet (Bis Ende nächstes Jahr) bin, bin ich ganz heftig auf die bremse getreten. Restaurantbesuche wurden zurückgefahren und finden nicht so häufig statt. Nicht falsch verstehen, ich unterstütze gerne die Restaurants, ware mit meiner Frau auch mal wieder schön in der Stadt essen und habe 15% Trinkgeld gegeben, damit ich diese Branche unterstütze. Aber dennoch bin ich leider so eingestellt, dass ich eher vorsichtiger agiere.
 
In der Kita wird jetzt alles in kleine Gruppen aufgeteilt. Erzieher müssen Masken tragen (was auch immer das bringen soll) und sobald ein Kind krank ist, muss die ganze Gruppe nach Hause. Frag mich wie das funktionieren soll wenn beide Eltern arbeiten gehen. Im Herbst/Winter haben die ja ständig ne Rotznase.
 
In der Kita wird jetzt alles in kleine Gruppen aufgeteilt. Erzieher müssen Masken tragen (was auch immer das bringen soll) und sobald ein Kind krank ist, muss die ganze Gruppe nach Hause. Frag mich wie das funktionieren soll wenn beide Eltern arbeiten gehen. Im Herbst/Winter haben die ja ständig ne Rotznase.

Dann können Sie den KiTa, in der jetzigen Jahreszeit, gleich dicht machen! :fp:
 
„Spaßig“ wäre das auch bei uns: Ich im HO, meine Frau systemrelevant, Kita-Kind und ein Schulkind. Im März lag das schon alles bei mir. Jetzt dann auch noch Schul-/Hausaufgabenbetreuung, kann ich gleich einpacken.

Alle Unternehmen, die noch fasst unbeschadet weiterarbeiten, bekommen die Auswirkungen ja jetzt erst zu spüren (und wir reden noch gar nicht vom LockDown).
 
Nochmal etwas zu personellen Belastungen, die mit den steigenden Fallzahlen auch einhergehen:

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Ich weiß aufgrund des Infektionsgeschehens aus meinem persönlichen Umfeld (mitlerweile übrigens 6 positive Fälle im unmittelbaren Freundeskreis, ich selbst bin gestern nach meinem negativen Testergebnis wieder aus der selbstverordneten Quarantäne gegangen), dass der Mitarbeiter des Gundesheitsamtes seine gesamte 40-Stunden-Woche ausschließlich auf diesen einen Fall verwendet hat.
Und er hat unsere Kooperation ausdrücklich gelobt: sofort völlständige Kontaktlisten, Vorwarnung von eventuell betroffenen Kontakten die sich in Selbstquarantäne begeben haben etc.
Man kann sich also vorstellen, wie mühsam das ist, wenn man mit Menschen zu tun hat die weniger sorgsam und kooperativ sind.

Das sollte man auch auf dem Schirm haben: noch fahren wir nämlich eine Strategie, die genau darauf baut - also konkrete Infektionsgeschehen nachzuvollziehen und Infektionsketten durch Qurantäneverordnungen zu unterbrechen - und die einfach an ihre (personellen!) Belastungsgrenzen kommt im Moment.
 
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