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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Es wäre natürlich in gewisser Weise schon ein Instrument der sozialen Umverteilung, aber die Rechnung "halbe Arbeitszeit = halber Lohn" wäre so trotzdem zu kurz gegriffen.

Ich stecke da nicht so drin in der Materie, aber Umverteilung würde unterm Strich bedeuten, die Reichen sollen den Armen mehr geben, jetzt mal so ganz banal auf den Punkt gebracht?

Nur meine Meinung dazu, das wird nie passieren!
 
Ich stecke da nicht so drin in der Materie, aber Umverteilung würde unterm Strich bedeuten, die Reichen sollen den Armen mehr geben, jetzt mal so ganz banal auf den Punkt gebracht?
Ja, mehr oder weniger.
Nur meine Meinung dazu, das wird nie passieren!
Stimmt, ich sehe das gesellschaftliche Klima dafür auch nicht.

Aber ich wollte ja gerade darauf ein Stück weit hinweisen: wir haben hier jemanden, der von sich selbst sagt 50+ Stunden die Woche zu arbeiten und gleichzeitig beklagt, seine Freizeit wäre zu knapp um Erledigungen zu machen.
 
Bei der Diskussion um die Verkürzung der Arbeitszeit sehe ich oft immer nur den Bürozweig im Fokus. Da machen ja auch einige Unternehmen Pilotprojekte, die durchaus erfolgreich sind.

Aber es müsste ja auch konsequent in anderen Bereichen durchgesetzt werden. Pflege, Schulwesen, Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastro. Da Stelle ich mir das auf jeden Fall schwieriger vor, als wenn ein eine kleine Firma Mal eben sagt, wir machen nur noch 30 Stunden, aber dafür hauen wir richtig rein.
 
Ich hab mir gestern die PK von Merkel, Söder und Müller angeschaut. Auch danach noch Maischberger, obwohl das nicht so mein Fall ist.

Wenn man mal von der teilweisen Untergangs-Rhetorik von Söder absieht, hat man gemerkt, wie nervös man in Berlin ist. Davon ausgehend, dass da nicht 17 Volltrottel*innen sitzen, die unser Land absichtlich gegen die Wand fahren wollen, stimmt einen sowas schon nachdenklich.

Und es ist wie es dort auch wieder gesagt wurde. Man muss nur einmal kurz über die Grenzen schauen, dann sieht man mehr als deutlich, was passieren wird (nicht kann), wenn falsche Entscheidungen getroffen werden, wenn sie zu spät getroffen werden, wenn sich die Leute nicht an Regeln halten.

Bei der Maischberger kam dann auch wieder Streeck zu Wort. Der Mann macht es mir nicht leicht, ihn zu mögen. Mit Sätzen, dass man die Infiziertenzahlen nicht isoliert betrachten soll, hat er natürlich recht. Was mir aber immer wieder auffällt ist, dass er bei seiner Kritik über den politischen Umgang mit der Pandemie selbst politisch wird, er aber dann selbst nie Lösungsansätze bietet. Bei einem Nachlauf von mindestens 10 Tagen kann die Politik nicht mit Entscheidungen warten, bis die Intensivbetten im kritischen Bereich sind. Die Politik muss das vorher schon verhindern. Und getroffene Massnahmen haben einen Vorlauf von 10 Tagen. Wir reden also von knapp drei Wochen, in denen falsche Entscheidungen fatale Auswirkungen haben können. Man hat es im Frühjahr gesehen, was wenige Tage Versäumnis bewirken können.

Ich finde es auch moralisch bedenklich, gut gefüllte Intensivbetten als Indikator für praktikablen Umgang mit der Pandemie zu betrachten. Da liegen Menschen in diesen Betten.

Spät- und Langzeitfolgen, die auch bei asymptomatischen Verlauf zu befürchten sind, mal ganz ausgeklammert.

Vor allem, wenn mehr Corona-Patienten in den Krankenhäusern liegen, dann fehlen diese Kapazitäten wieder für andere Patienten. Dann heisst es wieder, dass OPs verschoben werden müssen, usw.

Und: wir haben zwar genügend Betten, aber will sich jemand wirklich vorstellen was passiert, wenn die mal nur ansatzweise wirklich belegt sind?

Und die Gesundheitsämter sind jetzt schon auf Anschlag. In Holland (oder war's Belgien?) musste die Kontaktverfolgung bereits abgebrochen werden.

Daher finde ich es immernoch richtig, dass die Politik den worst case im Vorfeld verhindern möchte. Je niedriger wir das Level halten, umso besser kommen wir alle durch. Umso besser kommt unsere Wirtschaft durch (gestern wurde mal darauf eingegangen, wieviel Leistung dem Land und den AGs durch jeden Tag Quarantäne fehlen). Umso besser kommt unser Bildungssystem durch.

Ich wurde gestern das Gefühl nicht los, dass die politischen Kompromisse die getroffen wurden, nicht das Ende der Fahnenstange waren, was eigentlich getan hätte werden müssen.

Leider sieht man das auch jetzt schon wieder ganz konkret an den steigenden Todeszahlen :/

In Frankreich gestern 104 Tote, in Spanien 209, in UK 137, in den Niederlanden 32, Belgien 33 etc. ...

(die Zahlen bitte nicht alle auf die Goldwaage legen, da sie teilweise täglich sehr stark schwanken; in den Tagen zuvor hatte Spanien z.B. jeweils "nur" ca. 60-80 Tote)
 
Ja aber sind sie mit, durch, unter, über, umherum, ab oder an Covid-19 gestorben?

So Beherbergungsverbot wird zum Glück gerade gekappt (Baden Württemberg), Sachsen zieht gerade nach nach einem Gerichtsurteil, bin mal gespannt wie lange Söder das noch halten kann denn eigentlich wollt ich dieses Jahr noch nach Bayern um auf den Bergen Silvester zu verbringen.
 
Mal ganz naiv nachgefragt: gilt dieses Beherbergungsverbot auch im Privaten oder nur für Hotels etc.?

Für Bayern:

Für private Übernachtungen etwa bei Freunden oder Verwandten gibt es keine Beschränkungen. Und es gibt auch keine Einreiseverbote und auch keine Quarantänepflicht, wenn Menschen aus deutschen Corona-Hotspots nach Bayern reisen. Für Menschen aus möglichen innerbayerischen Hotspots gibt es keinerlei Einschränkungen.

https://www.rnd.de/politik/beherber...die-ubersicht-CKWBXZ2S2BFSBFQ2FQ7GLZ5AT4.html
 
@Gerri Sehe ich genauso. Sperrstunde ab 23 Uhr gut und schön, das beträfe Discotheken, Clubs sowie Kneipen.
Alles andere gestaltet sich im privaten, wo wohl kaum kontrolliert wird.
Ob bei größeren Menschenmengen nun jemand durchzählt bis die Masken aufgezogen werden müssen, bezweifle ich genauso.

Hätte man im Frühjahr (bei ähnlichen Zahlen) nicht die Wirtschaft dermaßen runtergefahren, wäre jetzt wahrscheinlich (in der schwierigeren Jahreszeit) wahrscheinlich ein wenig mehr Puffer übrig.
 
Das hätt ich mir gedacht. Sinn und Zweck war ja freilich auch nie, die Berherbung zu untersagen. Sondern man wollte halt einfach keine Berliner im Land. Da man das weder anordnen noch umsetzen kann, hat man so versucht, den Leuten den Anreiz zu nehmen, zu kommen. Ich würde es hier schon an der Geeignetheit der Maßnahme scheitern lassen, trotz Ermessensspielraums. Insgesamt toll, halbes Jahr später und wir sind bei Null.
 
war dieses treffen der ministerpräsident*innen gestern nicht auch deswegen am start, damit die maßnahmen vereinheitlicht werden? was so dinger wir maskenpflicht, sperrstunde und private feiern angeht? jetzt steht söder da und verhängt für bayern härtere maßnahmen, als gestern beschlossen.. sperrstunde ab 35 inzidenz..
 
Das wurde gestern in den Tagesthemen noch thematisiert. Bei der PK kam häufig "sollte" vor, was darauf schliessen liess, dass es keine Verbindlichkeit für alle Bundesländer gibt.

@Bart Wux

Die Manuela Schwesig hatte das gestern ähnlich gesagt. Die Politik kann Leuten aus Risikogebieten aus anderen Bundesländern nicht vorschreiben, dass sie mit ihrem Arsch gefälligst daheim bleiben sollen. Aber warum soll man sich diese Leute "einfach" ins eigene, noch sichere, Bundesland holen?

Ich kann den Grundgedanken verstehen, würde selbst im Moment nicht reisen wollen, aber die Umsetzung ist einfach kirre. Alleine die Unterscheidung zwischen Privatpersonen und Geschäftsleuten... als würde das Virus da unterscheiden. :ugly:
 
Das wurde gestern in den Tagesthemen noch thematisiert. Bei der PK kam häufig "sollte" vor, was darauf schliessen liess, dass es keine Verbindlichkeit für alle Bundesländer gibt.

@Bart Wux

Die Manuela Schwesig hatte das gestern ähnlich gesagt. Die Politik kann Leuten aus Risikogebieten aus anderen Bundesländern nicht vorschreiben, dass sie mit ihrem Arsch gefälligst daheim bleiben sollen. Aber warum soll man sich diese Leute "einfach" ins eigene, noch sichere, Bundesland holen?

Ich kann den Grundgedanken verstehen, würde selbst im Moment nicht reisen wollen, aber die Umsetzung ist einfach kirre. Alleine die Unterscheidung zwischen Privatpersonen und Geschäftsleuten... als würde das Virus da unterscheiden. :ugly:
Bei letzterem gehts ja um was anderes, du kannst dir ja ausmalen wie viele geschäftsreisen gemacht werden und diese oft schwer vermeidbar sind, andersrum sind private reise vergnügungsreisen welche verhinderbar sind und in relation zur masse gegenüber geschäftsreisen massiv mehr sind. Demnach kann das vernünftig sein, ich seh aber keinerlei verhältnismäßigkeit mehr dabei. Ich glaube gerade Söder möchte kein Ischgl werden aber das kann man ja anders lösen als generell alle unter generalverdacht zu stellen.
 
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