Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

IMO sollte es schon eine medizinische Indikation geben. Die Labore haben nur begrenzte Kapazitäten und die sollten nicht vom Hypochonder um die Ecke belegt werden, der sich alle zwei Tage grundlos testen lassen will.
Häufige Tests für Personengruppen wie Ärzt*innen, Krankenpfleger*innen, Erzieher*innen und so weiter halte ich auch ohne direkte Indikation wie Kontakt mit Infizierten sinnvoll, einfach weil in diesen Berufen prinzipbedingt das übliche Prozedere mit Abstand, Maske etc. nicht oder nur teilweise eingehalten werden kann.
Aber für die generelle Bevölkerung? Ne, das ist imo komplett sinnbefreit.

ich kann in diesem Vorstoß daher auch nur den gewohnten CSU-Populismus erkennen. Nutzen für die Infektionslage sehe ich nicht. Im Gegenteil, wenn plötzlich wie bei Tönnies ein Hotspot auftritt, der schnellstmöglich durchgetestet werden MUSS, um die Lage zu verstehen, hat man u.U. komplett mit Blödsinn ausgelastete Labore.
 
Remdesivir USA kaufen weltweite Bestände von möglichem Corona-Medikament auf
Die Trump-Regierung hat sich im Kampf gegen Corona laut einem Medienbericht Hunderttausende Dosen des Medikaments Remdesivir gesichert. Für den Rest der Welt ist demnach bis Herbst kaum noch etwas übrig.

https://www.spiegel.de/wissenschaft...ekauft-a-39d8049f-a344-4722-b630-9c50af878d90

Ja gut bei bis zu 100.000 Neuinfektionen pro tag (https://www.spiegel.de/wissenschaft...ro-tag-a-cf637016-d0b8-48b2-b366-68039d0a6b0c)

Geht halt doch langsam der Arsch aufs Grundeis.

Bayern hat auch mal wieder was zu Melden:
Mindestens 45 Infizierte in bayerischem Cateringunternehmen
07:46 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch beim Cateringunternehmen apetito in Bayern versuchen die Behörden, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Helfen sollen weitere Tests und die Suche nach Kontaktpersonen der Infizierten in einem Betrieb des Caterers im oberbayerischen Gilching.

https://www.spiegel.de/wissenschaft...vid-19-a-2e538655-cf0c-48c0-9035-1a40f2552615
 
Ich zitiere einfach mal die SZ, die fasst es gut zusammen, dann brauch ich mich auch nicht zu wiederholen.
Im Blindflug voraus

Bayern spendiert Covid-19-Tests für alle. Das ist gut für's Gefühl, aber weder sinnvoll noch nötig zur Pandemie-Bekämpfung - und im schlimmsten Falle sogar schädlich.

Ob mit Kontaktbeschränkungen oder der Maskenpflicht - Bayern war in der Pandemie schon oft vorne mit dabei und hat es so geschafft, trotz anfänglicher Ignoranz bei Bierfesten und Skigetümmel Sars-CoV-2 recht gut zu beherrschen. Allerdings geht die Staatsregierung in ihrer Rolle als Musterpandemiebekämpferin leider nicht immer mit Sachverstand vor. Denn mehr als Fachleuten schaut sie dem Volk aufs derzeit maskenverdeckte Maul. So ist es auch jetzt wieder, bei der neuen Corona-Testoffensive nach dem Motto "schneller, kostenlos und für jedermann", die das bayerische Kabinett soeben beschlossen hat.

Um weiter gut durch die Pandemie zu kommen, ist es selbstverständlich wertvoll zu wissen, wie viele Menschen das Virus wirklich in sich tragen. Wer viel testet und dabei nicht nur auf die üblichen Verdächtigen abzielt, kann die tatsächliche Gefahrenlage besser einschätzen und herausfinden, ob sich das Virus unbemerkt an Orten ausbreitet, die nicht zu den bekannten Hotspots gehören. Im besten Fall lassen sich sogar neue Risikogruppen erkennen.

Tests nach dem Gießkannenprinzip können sogar schaden

Aber: Eine Testoffensive nach dem Gießkannenprinzip, wie sie Bayern jetzt anbietet, bringt wenig bis gar nichts - und kann sogar erheblich schaden. Wer Sicherheit haben wolle, dem müsse der Staat auch Sicherheit bieten, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu seinem neuesten Corona-Coup. Nur: Die vermeintliche Sicherheit, die der Test bietet, ist wortwörtlich von gestern. Ein negatives Testergebnis ist schon veraltet, wenn man es bekommt. Menschen könnten sich also in falscher Sicherheit wiegen und durch entsprechendes Verhalten zur Verbreitung des Virus beitragen.

Zudem ist es unwahrscheinlich, dass Testen nach dem Zufallsprinzip neue Erkenntnisse bringt. Es gehen eben nicht vornehmlich jene zum Test, bei denen ein solcher sinnvoll wäre, sondern vor allem jene, die neugierig sind, ängstlich oder auf der Suche nach Absolution. Auch angesichts der aktuell niedrigen Infektionszahlen wird man auf diese Weise daher kaum so viele Infizierte finden, dass man aus den Daten etwas schließen kann. Deshalb ist Testen im Blindflug schlichtweg eine Verschwendung von Ressourcen.

Testen, testen, testen - das gehört neben dem Tragen von Masken, dem Wahren von Abstand und möglichst großer Frischluftzufuhr zweifellos zu den Top-Prioritäten in der Pandemie. Aber Testen bringt nur etwas, wenn eine durchdachte Strategie dahintersteckt. Zuallererst ist wichtig, dass die richtigen Menschen getestet werden. Statt Corona-Checks auf Wunsch anzubieten, ist eine regelmäßige und umfassende Virus-Fahndung an sensiblen Orten wichtig: An Schulen wäre das engmaschige Testen aller Lehrer sinnvoll - und zwar nicht, wie derzeit in Bayern geplant, erst nach den großen Ferien; in Altenheimen, Kliniken und Kitas das Testen des Personals. Und dass die Fleischindustrie, Cateringfirmen und andere Betriebe, in denen Mitarbeiter oft zu engen Kontakt haben, ebenfalls in den Test-Fokus gehören, hat das Land gerade schmerzlich gelernt.

Schon solche Reihenuntersuchungen können die Testkapazitäten ausschöpfen. Sinnvoll ergänzen könnte man sie noch mit wissenschaftlich begleiteten Tests der Allgemeinbevölkerung, um am Ende mehr in der Hand zu haben als ein veraltetes Ergebnis. Es gibt also genügend zu tun. Tests aus Lust und Laune und fürs Gefühl gehören nicht dazu.
https://www.sueddeutsche.de/politik/coronatests-bayern-kommentar-1.4952271
 
Immer gleich diese Extrembeispiele und Übertreibungen.
Da wird wohl kaum jemand sich alle paar Tage testen lassen wollen.
So ist das nicht gedacht und wird es auch nicht gemacht werden.
Wenn genug Testkapazitäten da sind, finde ich es auch gut, wenn man umfangreich testet.

Ich weiß nicht wie es jetzt in Brandenburg ist, doch vor ein paar Wochen ist man hier selbst mit Symtomen nicht gestestet worden. Das ging nur wenn man nachweisen konnte, dass man Kontakt mit Infizierten hatte oder aus einem Risikogebiet kam. Das kann es ja auch nicht sein.
 
Immer gleich diese Extrembeispiele und Übertreibungen.
Da wird wohl kaum jemand sich alle paar Tage testen lassen wollen.
So ist das nicht gedacht und wird es auch nicht gemacht werden.
Wenn genug Testkapazitäten da sind, finde ich es auch gut, wenn man umfangreich testet.
Hä? Das steht doch nirgends in dem Artikel.

Die ganzen anderen Argumente lässt du ja einfach aus und sagst „naja umfangreich testen wird schon gut sein“ und widersprichst dem Artikel, ohne deine These mit Argumenten zu untermauern.

Wie gesagt, testen ist super, aber die richtigen.

Meine Freundin ist gerade im Referendariat hier in Bayern und seit Wochen auch wieder im Einsatz. Tests? Fehlanzeige.
DAS ist der Nonsens von Söder, der damit einfach Bauernfängerei betreibt.
 
Er bezieht sich auf meinen Beitrag.
Und klar, die Hypochonder werden nicht den Löwenanteil stellen. Aber es ist ähnlich blödsinnig, wenn sich Martin Müller aus nem Landkreis ohne nennenswerte Infektionszahlen halt "einfach mal so" testen lässt. Es ist schlicht nicht notwendig und die begrenzten Kapazitäten sind an etlichen Stellen besser aufgehoben.

Dazu noch die Argumente aus dem SZ-Artikel.
 
Da gibt es doch weitaus mehr als dieses Schwarz und Weiß was ihr hier zeichnet. Niemand dürfte Interesse daran haben die Labore wieder über ihr Maximum zu belasten aber aufgebaute Kapazitäten sollte man schon nutzen und zu einem gewissen Prozentsatz auslasten. Es ist auch bei weitem keine unlösbare Aufgabe zwischen Tests zu priorisieren. Auch sind an den Tests immer konkreten Personen zugewiesen in Datenbanken und schwarze Hypochonderschafe sollten da leicht zu identifizieren sein, sollten sie denn überhaupt ein nennenswertes Problem darstellen, was erstmal zu bezweifeln ist.
 
Wobei ich auch gerne mal einen anderen Blick auf Hypochonder*innen anbieten möchte.
Ich bin ja in einer gewissen Form auch davon betroffen und hatte zu Beginn der Pandemie (März/April) stark mit der psychischen bzw. psychosomatischen Belastung zu kämpfen.
Mir hätte es in dieser Phase möglicherweise immens geholfen einfach Gewissheit zu haben, ob ich infiziert bin oder nicht.
Hypochondrie ist eine reale psychische Störung. Die Betroffenen "übertreiben" ja nicht freiwillig, sondern empfinden eine tatsächliche Angst.
 
Hä? Das steht doch nirgends in dem Artikel.

Hä? Hat jemand mit dir geredet? :p


Er bezieht sich auf meinen Beitrag.
Und klar, die Hypochonder werden nicht den Löwenanteil stellen. Aber es ist ähnlich blödsinnig, wenn sich Martin Müller aus nem Landkreis ohne nennenswerte Infektionszahlen halt "einfach mal so" testen lässt. Es ist schlicht nicht notwendig und die begrenzten Kapazitäten sind an etlichen Stellen besser aufgehoben.

Dazu noch die Argumente aus dem SZ-Artikel.

Ich denke das wird die Ausnahme sein.
Ich merke doch, dass in meiner Region, Corona immer weniger ernst genommen wird.
In den Supermärkten sieht man immer mehr ohne Maske, die Abstandsregeln werden nicht mehr eingehalten.
Am Wochenende am See war es knüppelvoll, da hat sich keiner Sorgen um Ansteckung gemacht.
Auch bei Gesprächen hört man oft, dass man sich da keine Sorgen macht und das auch von alten Menschen.
Die Infektionszahlen sind in unserer Region auch niedrig, da kann man das schon verstehen.
Man kann ja auch nicht über Wochen oder Monate im Angstmodus leben.

Würde man in Land Brandenburg auch für jeden der will Tests machen, glaube ich nicht,
dass sich da viele "einfach mal so" aus Langeweile testen lassen. Wie ich schon erwähnte,
wenn die Testkapazizäten da sind, sollte ruhig großräumig getestet werden.
Bei uns wäre es schon ein Fortschritt, wenn man mit Symptome getestet wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
die leute bekommen es teilweise nichtmal hin ne maske zu tragen, den abstand zu wahren oder mit hunderten leuten in berlin vor nem krankenhaus paddeln zu gehen und es gibt ernsthaft menschen die glauben, es würde sich gedanken um die auslastung von laboren gemacht, wenn man mal eben schnell für lau nen coronatest machen kann. euren optimismus hätte ich gerne.
 
Zumal, das je nach Testmethode, das auch sehr schmerzhaft ist. Ein Abstrich aus der Nase ist nicht gerade angenehm...

Ja, das ist auch ein Problem mit Abstrichen für PCR Tests. Wenn man die falsche Stelle erwischt, bekommt man ein negatives Testergebnis, obwohl man infiziert ist.

Bei uns im KH konnte man sich vor ein paar Wochen testen lassen. Da hatte ich das Vergnügen mir das Hirn mit einem Wattestäbchen kitzeln lassen zu dürfen.

Für einen Abstrich muss man das Stäbchen schon ordentlich weit rauf schieben. Da kann es leicht passieren dass man aus Angst einer Verletzung nicht tief genug geht.
 
Zurück
Oben