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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

oder handelt es sich hier nur um eine Ausrede?
Weil es nicht ständig am kleinen Bürger hängen bleiben darf. Ich soll verzichten, reduzieren, verzichten. Warum hat sich der kleine Mann um alles zu kümmern?
Statt die da oben mal ordentlich durchgreifen, Standards setzen für Mensch & Tier, mehr kontrollieren und mit Strafzahlungen und Schließungen agieren. Ich soll gefälligst kaum Plastik verbrauchen, wenig Fleisch konsumieren, CO2 Ausstoß beachten, Klamotten undweißdergeier von richtigem Fairtrade beziehen ... Wocheneinkauf beim Biowochenmarkt via ÖPNV.

Ich hab dieses Jahr zwei Wochen auf Fleisch testweise verzichtet und nur schlechte Laune geschoben, weil ich durchgehend Knast hatte. Das hat wirklich gar nicht mit meinem eh schon sehr eigenen Metabolismus funktioniert.

Auf Zucker kann ich tatsächlich besser verzichten.
Davon ab empfinde ich solche offene Märkte als Einkaufsstress - ok, ich kenne sie auch nur aus Japan. Hier sehe ich höchstens diese günstigen Klamottenmärkte.

Aber würden mehr offene Biofleischmärkte nicht auch à la China mehr Übertragungsrisikobereiche darstelllen?
 
Mehr als 1000 Tönnies-Mitarbeiter positiv auf Corona getestet
Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies steigt die Zahl der positiv getesteten Mitarbeiter weiter an. Dies gab die Kreisverwaltung Gütersloh bekannt. Die Bundeswehr schickte zuletzt noch mehr Soldaten zu dem Werk.

spiegel.de

Viele Berliner haben genug von den Corona-Vorschriften

Corona-Regeln? Jucken die Berliner scheinbar immer weniger. Die Maskenpflicht ist vielen lästig. In Bussen und Bahnen wird häufig auf Mund-Nasen-Schutz verzichtet, in Läden oft nicht mehr aufgesetzt. Die Zahl der Neu-Infektionen steigt derweil wieder an ...

Linda Kowalski (20) aus Mitte: „Ich weigere mich, in der Bahn eine Maske zu tragen. Das kann mir ja wohl niemand vorschreiben. Dann werde ich eben oft angeschaut oder dumm angesprochen, aber das ist mir egal. Ich kenne meine Rechte“
...

bz-berlin.de
 
Verstehen kann ich es nicht. No mask- no entry. Wo ist das Problem? Da muss man dann bitte auch die Läden und Bahnbetreiber in die Pflicht nehmen. Im MediaMarkt hat das eine Security geregelt. Nix Maske - du nix kaufen. Lade voll - du kommst hier net rein. Wenn sie die Dame ohne Maske fahren lassen, ganz ehrlich, dann hat die Dumpfbacke recht.
 
Ich hab dieses Jahr zwei Wochen auf Fleisch testweise verzichtet und nur schlechte Laune geschoben, weil ich durchgehend Knast hatte.

Wat? :ugly:

Weil es nicht ständig am kleinen Bürger hängen bleiben darf. Ich soll verzichten, reduzieren, verzichten.

Ja... verzichten, reduzieren und verzichten. Stimmt... aber das auch nur weil wir seit zig Jahren immer MEHR, MEHR und nochmal MEHR brauchen. Wir sind alle schon weit über das normale hinausgeschossen und merken es nichtmal.
Ich hab mich letztens mit meinen Eltern darüber unterhalten wie sie aufgewachsen sind, was es da gab und was nicht... es ist krass, schlicht für die heutigen Generationen kaum vorstellbar. Und dabei liegt das erst 50 Jahre zurück... Fleisch? Luxus... eigenes Zimmer? Luxus... TV-Apperat? Luxus... Auto? Luxus... usw. usw.
Und heute heißt es es ist schlimm dass man soviel verzichten muss nur weil man nicht 3x im Jahr ins Flugzeug steigen soll, täglich ein Schwein essen, alle Jahre nen neuen TV, ein neues Auto usw. usw.

Das hat alles mit Verzicht nicht viel zu tun... sondern einfach mal den viel zu hohen Mehrkonsum zu reduzieren. Das ist eben ein System das auf Dauer so nicht funktioniert... das System wird auf den Rücken von Natur, Tier und den kleinen Untermenschen ausgetragen. Und das kann so nicht weitergehen.
Aber ja, du hast Recht... da muss von oben durchgegriffen werden... gesetzlich geregelt weil es der kleine Typ nicht hinbekommt. Mitarbeiter fair bezahlen, die Tiere tiergerecht behandeln. Jep... dann kostet das Stück Fleisch eben mal 30-50€ oder mehr. Und das wäre gut so.
 
MEHR, MEHR und nochmal MEHR brauchen
Naja, brauchen oder kriegen können? Früher hatten wir im Osten leere Regale, heute stehen so viele volle Regale, dass du automatisch beeinflusst wirst, mehr zu kaufen.
Ich kann das Fleisch nicht kaufen wollen, es liegt aber im Überfluss bereits da. Wird es nicht gekauft, wirft der Supermarkt es weg - das Tier würde also vollends verschwendet.

Je weniger Angebot, desto weniger Konsummöglichkeit. Meine Selbstdisziplin hält vllt. eine Woche, dann überzeugt mich mein Hirn doch, mich nicht zu quälen.
Dasselbe gilt für Heimsport, Zuhause Sprachen lernen etc.

Naja, zumindest das Maskentragen setze ich nicht ab, aber Mindestabstand auf Arbeit ist auch schon fast nichtexistent.
 
Ich bin da auch eher Hardliner, von mir aus sollte und müsste Fleisch so teuer sein, dass es sich kaum jemand leisten kann bzw. Fleisch nicht mehr als das Billigprodukt angesehen wird, das immer und überall verfügbar sein muss.

Das kann ja wohl auch nicht die Lösung sein. So könnten Familien, die eh schon kaum über die Runden kommen, sich nicht mal mehr Fleisch leisten. Die, die genug verdienen, wird dagegen der höhere Preis egal sein. Dadurch wird sich ihr Konsumverhalten nicht ändern.

Also ist mal wieder nur der Geringverdiener oder Hartz IV Empfänger angeschissen.
 
Das kann ja wohl auch nicht die Lösung sein. So könnten Familien, die eh schon kaum über die Runden kommen, sich nicht mal mehr Fleisch leisten. Die, die genug verdienen, wird dagegen der höhere Preis egal sein. Dadurch wird sich ihr Konsumverhalten nicht ändern.

Also ist mal wieder nur der Geringverdiener oder Hartz IV Empfänger angeschissen.
Das sehe ich eben komplett anders. In unserem System geht es, um Fleisch günstig für Jedermann anbieten zu können, eben nicht anders, als Tiere und Menschen auszubeuten.

Von mir aus könnte man auch sämtliche tierischen Produkte verbieten, hoch besteuern, was auch immer.

Also, was wäre denn die Lösung?
Das System ändern und gleichzeitig günstiges Fleisch für Jedermann anbieten? Geht nicht.

Aus meiner Sicht kann ich den Satz, dass „Familien, die eh schon kaum über die Runden kommen, sich nicht mal mehr Fleisch leisten“ auch nicht unterstützen. Seit wann gibt es ein Recht auf (billiges) Fleisch? Da hängt ein Tier dran, welches ernährt und großgezogen werden muss. Menschen, die das Tier zerlegen müssen. Warum sollte das günstig sein? Warum sollte sich das jeder leisten können? Wir haben mittlerweile einfach eine völlig konfuse Sicht darauf.

Dass sich reiche Menschen immer alles leisten können, gut, so funktioniert das System einfach nunmal und ist ein nicht zu lösendes Dilemma.

Gewisse Produkte gehen (oder sollten zumindest) eben mit einem gewissen Preis einher.
Mir ist schon bewusst, dass sich die alleinerziehende Mutter, die sich den Arsch aufrackert im Niedriglohnsektor nicht das Bio-Huhn von der Bullerbü-Farm kaufen kann.
Ich werfe den „falschen“ Konsum auch nur den Leuten vor, die es sich leisten könnten, es aber nicht tun. Man muss sich ja nur anschauen, was der Deutsche durchschnittlich für Lebensmittel ausgibt von seinem Einkommen, das ist schon erschreckend niedrig.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich werfe den „falschen“ Konsum auch nur den Leuten vor, die es sich leisten könnten, es aber nicht tun. Man muss sich ja nur anschauen, was der Deutsche durchschnittlich für Lebensmittel ausgibt von seinem Einkommen, das ist schon erschreckend niedrig.
Muss ich die Hand heben und mich schuldig bekennen. Ich geb teilweise keine 100 Euro im Monat für essen aus. Bin aber (weil meine Freundin mich zwingt) teils dazu übergegangen, hier und da mal ein höherwertiges Essen zu kaufen. Also nicht die 4 Euro Billigschnitzel von Lidl, sondern die teureren von Tilmann (was ja immer noch Industrie-Massenware ist) oder McCain statt die 90 Cent Pommestüte. Der Qualitätsunterschied ist sofort spürbar und daran muss man merken, dass man diese Massen an Essen so billig nur herstellen kann, wenn man sowohl Mensch als auch Tier ausbeutet und dann zusätzlich das Essen mit Dreck und Müll streckt.

Und tatsächlich: Es gibt kein Grundrecht auf Fleisch oder Luxus. Wir haben nicht alle den gleichen Stand und was sich mein Nachbar leisten kann, muss ich nicht zwingend auch haben. Im Studium habe ich in einem Aufsatz zu ALG II ein Schlusswort gelesen, an das ich mich bis heute erinnere und ich immer wieder gern zitiere:

Ein gutes Leben wird nicht garantiert.
 
An sich würde ich das auch gerne, sobald anständige Fleischalternativen auf dem Markt sind, werd ich die auch definitiv vorziehen, aber aktuell siehts da eher mau aus.

Gerade im Sommer, Gasgrill auf der Terrasse. Da kommste imo! ohne Fleisch garnicht aus.

Oder man nimmt wie jeder normale veganer unbrarbeitetes Obst und Gemüse, verbringt 30min in der Küche und setzt sich dann erst an den Grill.

Dafür braucht es keinerlei Ersatzprodukte. Sich selbst belügen und ausreden suchen ist so Banane.
 
Das kann ja wohl auch nicht die Lösung sein. So könnten Familien, die eh schon kaum über die Runden kommen, sich nicht mal mehr Fleisch leisten. Die, die genug verdienen, wird dagegen der höhere Preis egal sein. Dadurch wird sich ihr Konsumverhalten nicht ändern.

Also ist mal wieder nur der Geringverdiener oder Hartz IV Empfänger angeschissen.
Ja dann am besten kein Fleisch mehr. Das wäre das Beste.
 
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