Unsere Kiga Situation in der Zusammenfassung:
Ab dieser Woche werden 50% der Kinder nach einem Auswahlverfahren ausgewählt
Auswahlverfahren im Detail: Große Teile der Vorschulkinder jedoch nicht alle. Auch müssen mitunter Vorschulkinder, deren Eltern beide berufstätig sind, zuhause bleiben.
Auf die Gruppe meines Sohnes bezogen sieht das wie folgt aus.
Eine geringe Anzahl an Vorschulkinder sowie alle Mädchen, also wirklich alle Mädchen dieser Gruppe und das ausnahmslos. Die Geschwisterkinder der Auswerwählten dürfen auch mit in die Gruppe.
Prios sollten wie folgt aussehen: Vorschulkind, Kind mit Förderbedarf (meist sprachlich bedingt), Kind mit Eltern im Systemrelavanten Beruf, u.s.w.
Unser Sohn steht da an zweiter Stelle. Wird vom Kindergarten auch als förderbedürftig geführt, auch wenn wir da nur von nem latenten sprachlichen Defizit reden. Er hat keinen Platz bekommen. Okay. Dafür wurden große Teile seiner Gruppe mit Kindern ohne jeglichen Förderbedarf aus anderen Gruppen aufgefüllt.
Auf die Frage, warum bei uns als einzige Kommune in der dieser Gegend nicht das rollierende System angewendet hat, postet die Kindergartenleitung postwendend den Brief von der Kultusministerin Eisenmann. Darin würde stehen, dass das rollierende System (Alle Kinder dürfen abwechselnd in Gruppen aufgeteilt kommen) nicht angewendet werden dürfe. Entschuldigung das ist eine Ausbildung inzwischen auf Bachelor Niveau und in dem Brief steht eine klare Empfehlung für das rollierende System. Das ist die Führung eines Kindergartens und nicht in der Lage einen einfachen deutschen Brief zu verstehen.
Jetzt hat sich herauskristallisiert, dass man sich das wohl zusammengesetzt hat und einfach für jede Gruppe,
die bequemsten Kinder ausgewählt hat. Ganz gleich welcher Hintergrund dahintersteckt. So kommt es, dass jeder Junge in der Gruppe unseres Sohne Zuhause bleiben muss. Förderbedarf, Alleinerziehend, Eltern mit Systemrelevanten Beruf etc. spielt alles keine Rolle. Zuhause bleiben, weil die Gruppe mit Mädchen aus anderen Gruppen bereits belegt ist.
Ja klar, wenn da Jungs kommen, die seit drei Monaten nicht ausgelastet sind, dann ist wird das durchaus anstrengend, das ist mir klar. Augen auf bei der Berufswahl, sag ich da nur
Man hat das jetzt wohl zähneknirschend eingesehen, zumindest liest sich das zwischen den Zeilen und für die zuhausegebliebenen Kids ein Video mit nem Kasperletheater gepostet. Passender geht es nicht
Änderung dieses Systems ? Nein Fehlanzeige. Man beruft sich jetzt auf das Vorhaben, dass ab Ende Juni die Kitas wieder ganz öffnen sollen. Es ist ja nur ein weitere Monat. Nur ein klitzekleiner Monat mehr. Was soll der Geiz ? Mein Fratz ist jetzt in diesem Jahr vier Monate ohne Kigaplatz und da kommt es doch wirklich auch nicht mehr darauf und auf keinen Fall, auf keinen Fall will man der Leitung aufbürden, diese mehr als zweifelhafte Auswahl noch mal neu anzusetzen. Das wäre auch zu viel verlangt
Was soll es, haben ihn jetzt auch mit Hausaufgaben ausgestattet. Rätselbücher für Vierjährige.
Sind halt jetzt drei Leute im Team Home Office und eines ist Fakt, von den Vögeln lassen wir uns nicht unterkriegen. Ich mach jetzt spätestens 16.30 Feierabend und dann geht es raus mit viel Bewegung.
Wir bekommen das schon hin aber bei anderen Familien geht das wirklich über das Limit hinaus.