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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

BlaBlaBla. Da sollen sich die Leute in der Kirche 2 Wochen isolieren, dann haben sie Kontakte. Wir leben in einer Pandemie, es gilt die Krankenhäuser zu entlasten, da müssen Menschen Abstriche machen. Und wie man sieht, klappt das mit den Restaurants ja auch nur so mittel. Restaurantbesuch heißt Geselligkeit. Da wird mal umarmt, Hand gegeben, etc. Schon im Supermarkt hält sich keiner dran und im Restaurant sitze ich viel länger und das ohne Maske.

Dann soll der Gastronom, der zwar wieder mehr Kosten hat (wenn er zu hat, muss er wenigstens weniger Strom und Personal und kaum Lebemsmittel bezahlen), eine Datenspeicherung vornehmen, Abstände und Hygiene sicherstellen und wenn es dann schiefgeht, vielleicht weil dem Virus diese Maßnahmen scheißegal sind und er auch mal einen Abstand von 2,01 Metern überwunden hat, ist er auch noch der Dumme.

Also ich geh erst wieder ins Restaurant, wenn die offizielle Meldung kommt: Corona ist vorbei. Ein Schnitzel-Pommes ist mir dieses Risiko einfach nicht wert. Was würd ich geben für einen Teller Sushi vom mongolischen Buffet. Ist nicht und wird wohl auch lange nicht mehr sein.

Wir müssen uns alle massiv einschränken und das gilt dann für die Gläubigen auch.

Wer meint, Gottesdienste müssen jetzt sein, weil menschlicher Kontakt und so, der hat immer noch, nach einem halben Jahr, nicht kapiert, was abgeht.

Finde ich sehr von oben herab geurteilt. Kirche mag für dich keinen Wert haben (für mich auch nicht btw), aber vielen Menschen im Land bedeutet Kirche sehr viel.
 
Dann soll der Gastronom, der zwar wieder mehr Kosten hat (wenn er zu hat, muss er wenigstens weniger Strom und Personal und kaum Lebemsmittel bezahlen), eine Datenspeicherung vornehmen, Abstände und Hygiene sicherstellen und wenn es dann schiefgeht, vielleicht weil dem Virus diese Maßnahmen scheißegal sind und er auch mal einen Abstand von 2,01 Metern überwunden hat, ist er auch noch der Dumme.

Da hab ich ja gerade genau den richtigen. Wenn ich in einem Restaurant krank werde und sich rausstellt, dass vielleicht doch nicht alle vom Amt vorgeschriebenen Massnahmen eingehalten wurden, ist der Betreiber dann nicht sogar Schadenersatzpflichtig? Analog einer Lebensmittelvergiftung duch nicht eingehaltenene amtliche Gesundheitsbestimmungen?
 
Finde ich sehr von oben herab geurteilt. Kirche mag für dich keinen Wert haben (für mich auch nicht btw), aber vielen Menschen im Land bedeutet Kirche sehr viel.
Seh ich auch so, und das obwohl ich mit Glauben allgemein und der Kirche im Speziellen so gar keine Schnittmengen hab.

Aber auch die Religionsausübung ist ein grundgesetzlich verbrieftes Recht, und wie schon festgestellt wurde (auch von @Bart Wux ), darf eine Einschränkung der Grundrechte nur erfolgen, wenn sie verhältnismäßig und angemessen ist.
Und bei den momentan niedrigen Zahlen und der sehr abgeflauten Infektionsdynamik muss man das eben in Frage stellen, wenn diese Einschränkungen auch in anderen Lebensbereichen in Frage gestellt und gelockert werden.
 
Davon ausgehend, dass nur Dinge für Menschen wichtig sein können, bei denen es um Geld geht, mag das stimmen.

Aber was ist mit normalen sozialen Kontakten? Warum sind die wichtig? Weil sie eben wichtig sind! Das gilt aber auch für Kirchengemeinden. Einigen mag das total kirre vorkommen, aber das ist für diese Menschen so. Sonst würde niemand in eine Kirche gehen, auch nicht ohne Corona.

Dann gehen wir einen Schritt weiter, um Menschenansammlungen sind Konzerte und alle sonstigen Events verboten aber nen Gottesdienst kann man abhalten?
 
Finde ich sehr von oben herab geurteilt. Kirche mag für dich keinen Wert haben (für mich auch nicht btw), aber vielen Menschen im Land bedeutet Kirche sehr viel.
Mir bedeutet Sushi sehr viel. Wir müssen alle verzichten, verdammig. Nach der Krise gönne ich jedem alles, da kann er auf den Knien Götzen anbeten, wie er lustig ist. Aber kann man nicht ausgerechnet darauf mal etwas verzichten, wenn es hilft?
 
Da hab ich ja gerade genau den richtigen. Wenn ich in einem Restaurant krank werde und sich rausstellt, dass vielleicht doch nicht alle vom Amt vorgeschriebenen Massnahmen eingehalten wurden, ist der Betreiber dann nicht sogar Schadenersatzpflichtig? Analog einer Lebensmittelvergiftung duch nicht eingehaltenene amtliche Gesundheitsbestimmungen?
Schwer zu beurteilen, aber das erste Wort, das mir einfällt, ist Mitverschulden.
 
BlaBlaBla. Da sollen sich die Leute in der Kirche 2 Wochen isolieren, dann haben sie Kontakte. Wir leben in einer Pandemie, es gilt die Krankenhäuser zu entlasten, da müssen Menschen Abstriche machen. Und wie man sieht, klappt das mit den Restaurants ja auch nur so mittel. Restaurantbesuch heißt Geselligkeit. Da wird mal umarmt, Hand gegeben, etc. Schon im Supermarkt hält sich keiner dran und im Restaurant sitze ich viel länger und das ohne Maske.

Dann soll der Gastronom, der zwar wieder mehr Kosten hat (wenn er zu hat, muss er wenigstens weniger Strom und Personal und kaum Lebemsmittel bezahlen), eine Datenspeicherung vornehmen, Abstände und Hygiene sicherstellen und wenn es dann schiefgeht, vielleicht weil dem Virus diese Maßnahmen scheißegal sind und er auch mal einen Abstand von 2,01 Metern überwunden hat, ist er auch noch der Dumme.

Also ich geh erst wieder ins Restaurant, wenn die offizielle Meldung kommt: Corona ist vorbei. Ein Schnitzel-Pommes ist mir dieses Risiko einfach nicht wert. Was würd ich geben für einen Teller Sushi vom mongolischen Buffet. Ist nicht und wird wohl auch lange nicht mehr sein.

Wir müssen uns alle massiv einschränken und das gilt dann für die Gläubigen auch.

Wer meint, Gottesdienste müssen jetzt sein, weil menschlicher Kontakt und so, der hat immer noch, nach einem halben Jahr, nicht kapiert, was abgeht.
Ich bin da ja bei dir.

Mit einem Unterschied. Wenn eh bei allem weiterhin ein Risiko besteht, es wird aber alles geöffnet, warum dann ausgerechnet Kirchen zu lassen?

Es ist von uns beiden ja legitim, auf den Restaurantbesuch in Eigenverantwortung zu verzichten. Aber wir dürften, wenn wir denn wollten.

Btw., im Laufe des Junis sind bei uns wieder Veranstaltungen bis 150 Menschen in Innenräumen erlaubt (Stand jetzt). Das wird noch richtig, richtig lustig.
 
Wenn jemand etwas mit "Punkt" beenden muß, dann scheint das schon vorher kontrovers gewesen zu sein.
Ich wollte eher das Gegenteil ausdrücken: dass genau darüber - über die Vermeidung von Superspreading Events - eigentlich keine Kontroverse herrschen sollte.
Viele. Und nur in einer ist bisher eine nachgewiesene Infektionskette gestartet.
Und auch nur aus einem Restaurant von den Abertausenden, die offen haben.
Für mich ein vertretbares Risiko...
Da muss man aber unterscheiden. In vielen Fällen mag der Regelbetrieb möglich sein, z.B. habe ich heute in Bezug auf die Eröffnung eines vereinsbetriebenen Fitnessstudios gelesen: Nur alle 10 Minuten ein neuer Kunde bzw. eine neue Kundin, das Training auf 60 Minuten begrenzt. D.h. es wird hier offensichtlich versucht zu vermeiden, dass größere Gruppen über längeren Zeitraum in einem geschlossenen Raum zusammen sind. Ok, finde ich sinnvoll und vermutlich vertretbar. Und das mag auch das Ziel bei den generellen Maßnahmen in der Gastronomie sein.
Aber ganz offensichtlich galt diese Devise bei dem Restaurant in Leer nicht:

"Nach dem Corona-Ausbruch prüft der Landkreis Leer Hinweise auf Regelverstöße in einem Restaurant in der Gemeinde Moormerland. „Aus den Hinweisen, die uns vorliegen, ergeben sich Indizien, dass am Abend des 15. Mai möglicherweise gegen Corona-Regeln verstoßen worden ist“, sagte Landrat Matthias Groote (SPD).
Bis Sonntag wurden elf Menschen, die bei der Wiedereröffnung des Lokals in Moormerland in geschlossener Gesellschaft dabei waren, positiv auf Corona getestet. Eine weitere Person aus einem anderen Landkreis habe sich in der Folge angesteckt, teilte der Landkreis mit. Demnach wurde bis Sonntag für 106 Frauen und Männer häusliche Quarantäne angeordnet.
Beim Gesundheitsamt haben sich inzwischen weitere Menschen gemeldet, die eigenen Angaben zufolge nach dem 15. Mai in dem Restaurant waren, aber nicht auf den Gästelisten standen. „Diese Dokumentation ist laut den Corona-Auflagen Pflicht“, teilte der Landkreis mit. Zudem seien Personen zu Vorstellungsgesprächen im Lokal gewesen.
Der Betreiber der Gaststätte „Alte Scheune“ in der Gemeinde Moormerland hatte am 15. Mai nach eigenen Angaben rund 40 ausgewählte Gäste eingeladen – darunter Vertreter von Firmen, die ihn unterstützt hatten. Er habe zunächst als Koch in der Küche gestanden und sich später zu den Gästen gesellt, um mit ihnen anzustoßen."
(Zitiert aus Nordwest-Zeitung)

Und das darf halt nicht passieren. Und das ist durchaus ein Superspreading Event bzw. hat das Potential dafür:
"Superspreader oder Superverbreiter sind im Kontext der Epidemiologie Infizierte, die eine ungewöhnlich hohe Zahl anderer Menschen (bzw. Organismen) infizieren, bei denen also die Zahl der direkt Infizierten sehr deutlich über der Basisreproduktionszahl R0 liegt, der Zahl der im Mittel von einem Infizierten angesteckten Personen." (wikipedia)

Und wie gesagt: Superspreading Events gilt es zu verhindern. Punkt. Ausrufezeichen. Ich glaube da sind wir uns eigentlich alle einig.
 
Wir wissen ja nichtmals gesichert, ob nicht jeder Restaurantbesuch zum Superspreading-Event mutieren kann. Viele Restaurants haben innen nur einen Bruchteil ihrer momentanen Kapazitäten belegt, viel spielt sich in der Aussengastronomie ab.

Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich auch zukünftig diverse Menschen nicht an die Hygiene-Konzepte halten. Ich würde mal tippen, dass das in vier Wochen eher zum Normalzustand wird.
 
Ich bin da ja bei dir.

Mit einem Unterschied. Wenn eh bei allem weiterhin ein Risiko besteht, es wird aber alles geöffnet, warum dann ausgerechnet Kirchen zu lassen?
Ich würd höchstens gelten lassen, dass bei Kirchen keine Existenzen bedroht sind. Aber auch das Argument greift nicht unendlich. In einer Pandemie kommen leider nicht alle unversehrt raus. :traurig:
 
Wir wissen ja nichtmals gesichert, ob nicht jeder Restaurantbesuch zum Superspreading-Event mutieren kann. Viele Restaurants haben innen nur einen Bruchteil ihrer momentanen Kapazitäten belegt, viel spielt sich in der Aussengastronomie ab.

Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich auch zukünftig diverse Menschen nicht an die Hygiene-Konzepte halten. Ich würde mal tippen, dass das in vier Wochen eher zum Normalzustand wird.

Der Unterschied ist aber dass es da ganz klare Regeln gibt, nur die Kirche hier die Ausnahme bildet.
 
Man muss schon akzeptieren und verstehen das Religion für manche Menschen einen anderen Stellenwert hat als ein Konzert oder Sushi.

Muss man gar nicht. Es wird ja auch nicht verstanden, dass ein Arbeitsplatz für viele Menschen die einzige Chance auf soziale Kontakte ist oder dass Kinder ein Zusammenleben in einer Einrichtung brauchen. Auch dort werden überall Abstriche gemacht. Warum man ausgerechnet für die Kirche eine Sonderlösung backen muss ist bei mir weitab von jedem Verständnis.
 
Muss man gar nicht. Es wird ja auch nicht verstanden, dass ein Arbeitsplatz für viele Menschen die einzige Chance auf soziale Kontakte ist oder dass Kinder ein Zusammenleben in einer Einrichtung brauchen. Auch dort werden überall Abstriche gemacht. Warum man ausgerechnet für die Kirche eine Sonderlösung backen muss ist bei mir weitab von jedem Verständnis.

Welche Sonderlösung denn?

Es gibt für Kirchen begrenzte Plätze, die Abstands-und Hygieneregeln gelten auch für Messen. Ich weiss jetzt nicht, ob die Maskenpflicht nur in Hessen nicht gilt, aber das ist ja dann auch fahrlässig und kann korrigiert werden.

Hier wird ja nicht von Abstrichen gesprochen, sondern dass Kirchen komplett geschlossen bleiben sollten. Und DAS ist mMn unverhältnismässig, wenn alles wieder geöffnet ist.
 
Rund 570 Tests nach Ausbruch in Thüringer Krankenhaus
11.30 Uhr: Sechs Mitarbeiter eines Krankenhaus im thüringischen Hildburghausen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte Landrat Thomas Müller (CDU) dem MDR. Demnach gehe man davon aus, dass sich die Pflegerinnen und Pfleger bei einer Patientin angesteckt haben.


Um den Ausbruch einzudämmen, sollen rund 570 Menschen getestet werden, dazu gehören neben den Krankenhausmitarbeitern auch Beschäftigte des medizinischen Versorgungszentrums und des Rettungsdienstes. Auch 70 Patienten zählen dazu.

Die Nachricht kommt wenige Tage nachdem Thüringen als erstes Bundesland angekündigt hatte, die Maßnahmen in der Coronakrise aufzuheben. Ministerpräsident Bodo Ramelow meldete sich auf Twitter zu Wort und stellte die Umsetzung des Hygienekonzeptes in den Krankenhäusern des privaten Trägers infrage.

Eine infizierte Patientin, nachgewiesen schon sechs weitere Infizierte dadurch, 570 Tests.
 
Muss man gar nicht. Es wird ja auch nicht verstanden, dass ein Arbeitsplatz für viele Menschen die einzige Chance auf soziale Kontakte ist oder dass Kinder ein Zusammenleben in einer Einrichtung brauchen. Auch dort werden überall Abstriche gemacht. Warum man ausgerechnet für die Kirche eine Sonderlösung backen muss ist bei mir weitab von jedem Verständnis.
Two wrongs dont make a right. Die Frage ist nicht "Warum dürfen die aber wir nicht" sondern "was können wir tun damit wir auch dürfen". Es geht um vernünftige und sinnhafte Konzepte um allen Menschen die Situation zu erleichtern. Dabei wird es immer Probleme und Fehler geben. Wenn in Deutschland gut 10.000 Restaurants öffnen, dann steht natürlich das eine mit dem Ausbruch in den Schlagzeilen. Aber es müssen halt auch Fehler passieren aus denen man lernen kann. Daraus zu Schlussfolgern:
P0Nu.gif


Alles klar, wieder shutdown und von 0 anfangen bitte, ist da die falsche Reaktion. Warum andere Bereiche so rum pimmeln und man sagt "Wirtschaft vor Gesellschaft", dass ist eine Diskussion für sich.
 
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