Kuba hadert mit Bank-Dasein
LONDON: Am Dienstag zählte er immerhin wieder zur Reisegruppe von Borussia Dortmund, die sich am Mittag auf den Weg nach London machte.
Zwei der 20 Spieler allerdings, die an Bord der Air-Berlin-Maschine gingen, muss Trainer Jürgen Klopp (44) am Mittwoch noch aus dem Kader für das Champions-League-Spiel beim FC Arsenal streichen. Gut möglich, dass es dann Jakub Blaszczykowski (26) erneut trifft.
Häufig in der Zuschauerrolle
So wie am Samstag in München, als Klopp auf den Flügelflitzer gänzlich verzichtet hatte. Bezeichnend für die schwierige Situation, in der „Kuba“ seit dem Sommer steckt. Weil Klopp auf seiner Position auf der rechten Außenbahn vornehmlich auf Mario Götze (19) setzt, bleibt dem Kapitän der polnischen Nationalmannschaft in dieser Saison häufig die Zuschauerrolle.
Blaszczykowski, der 121 Bundesliga-Spiele (acht Tore) absolviert hat, muss sich mit wenigen Einsatzminuten zufrieden geben. Nur neun Einsätze kann er zurzeit in der Liga vorweisen, sechs Mal brachte ihn Klopp erst im Laufe des Spiels. Zwei Mal (gegen Hertha und in Hannover) vertrat Blaszczykowski den gesperrten Götze, gegen Augsburg durfte Kuba von Beginn an ran, weil Klopp in der Mitte Shinji Kagawa schonte und Götze zentral spielte.
In der Zwickmühle
Jakub Blaszczykowski steckt in der Zwickmühle. Immerhin bekommt er Rückendeckung von Nationaltrainer Franciszek Smuda (63), der seinen Kapitän stützt und ihm kürzlich auch geraten hat, mindestens bis zur Europameisterschaft beim BVB zu bleiben. „Er hätte“, sagte Smuda, „keine Garantie, dass es besser läuft, wenn er es im Winter woanders versucht.“ Es ist fraglich, ob Kuba dem Rat seines Nationaltrainers folgt.
ruhrnachrichten.de