herthabsc.de: Was ist in Düsseldorf wirklich passiert?
Kobiashvilli: „Es war da - kurz vor und nach dem Abpfiff - ein absolutes Durcheinander. Für uns waren es traurige, sehr emotionale Momente. Chaotische Zustände auf dem Rasen. Menschenmassen auf dem Platz, wir Spieler wollten so schnell wie möglich in den Kabinengang. Der Raum vor der Treppe in die Katakomben, die Treppe selbst, war voller Menschen, es wurde gedrängelt, geschubst. Die Schiedsrichter waren vor uns. Ich bin am Anfang der Stufen hängen geblieben, gestolpert, vornüber fast die Treppe runtergeflogen. Von hinten wurde weiter geschoben, ich wollte mich mit den Armen abfangen. Ich kann nicht ausschließen, dass ich dabei vor mir laufende Leute berührt habe, einer davon war der Schiedsrichter. Aber es war eben keine Absicht – und das ist mir wichtig. So habe ich das auch ausgesagt.“
herthabsc.de: Das Urteil ist rechtskräftig, das Sportgericht hat dich bis zum 31. Dezember gesperrt. Du hast die Strafe akzeptiert - warum?
Kobiashvilli: „Ich habe lange überlegt, wir haben lange überlegt. Mein erster Gedanke war, zu kämpfen. Aber dann wurde mir bewusst, dass sie mich dann lange sperren werden. Ich wollte nicht, dass meine Karriere so zu Ende geht. Ich will noch weiter Fußball spielen: Hier in Berlin, für Hertha BSC. Ich musste abwägen, was am Besten für mich, für meine Familie, für den Klub und die Fans ist - und das war, das Urteil schweren Herzens zu akzeptieren.“