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Besitzt Ihr einen Organspendeausweis?

Besitzt Ihr einen Organspendeausweis

  • Ja

    Stimmen: 27 25,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 74,8%

  • Umfrageteilnehmer
    107

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Aber natürlich habe ich Einen, schon seit über 10 Jahren. Sollte eigentlich in einer aufgeklärten Gesellschaft selbstverständlich sein :kaffee:

Edit: wieso sind in letzter Zeit eigentlich alle Umfagen anonym? Wer nicht zu seiner Antwort steht, sollte auch nicht abstimmen.
 
Tja, im Moment haben 71% noch was dagegen. Aber die bringen wahrscheinlich gerade die Demokratie in den nahen Osten und sind entschuldigt.

Man, bin gut drauf heute.
 
tim_buktu schrieb:
el_barto schrieb:
Dow Jones schrieb:
Jo, aber du siehst doch selber, dass das bescheuert ist. Man ist tot. Einen besseren Zustand, in dem einem alles egal sein kann, gibt es nicht.

Hm, vllt ist es ein Stück weit wegen den Hinterbliebenen.
Ich fänd es seltsam, wenn meine Eltern sterben und ich weiß, jetzt liegen sie irgendwo rum und werden ausgehöhlt...

Ach, andererseits ists auch seltsam, zu wissen dass tote Angehörige verbrannt werden oder von Würmern zerfressen werden...

Ist einfach so ein innerer Widerwillen, den ich nicht wirklich erklären kann. Dass ich rational weiß, dass es eigentlich egal wäre, merkt man ja schon daran, dass mir keine Argumente einfallen wollen.

Aber es wäre auch sicherlich ein tolles Gefühl den Menschen zu treffen in dem die Organe deiner Eltern weiterarbeiten. :huldig:

das stimmt

Dow Jones schrieb:
Genau. Und das wäre dann sicher son Assi, bei dem ich dann denke: wärst du mal lieber verreckt, du Arsch..

das stimmt :D
 
ja, aber so etwas wäre mir sehr unangenehm, auch wenn man vorher darüber spricht. Ich würde mich fühlen, also hätte ich eine schwere Entscheidung auf jemand anderen abgewälzt.
 
AlephAlpha schrieb:
ja, aber so etwas wäre mir sehr unangenehm, auch wenn man vorher darüber spricht. Ich würde mich fühlen, also hätte ich eine schwere Entscheidung auf jemand anderen abgewälzt.

Jo. Ich meine, man darf auch was entscheiden, ohne das meine Frau da Mitspracherecht hat. Das würde ich bei meiner Freundin auch nich machen.
 
Dow Jones schrieb:
Ja, du bist dann tot. Was soll das für eine Verantwortung sein? Ist ja nicht so, dass du ins Koma fällst, die Heilung ungewiss und dir klauen dir deine Organe...

Ich mag meinen Körper einfach und möchte ihm theoretisch den Gefallen tun, ihn in einem Stück zu lassen, das meine ich mit Verantwortung, ich bin für das Teil verantwortlich, ich wohn da schliesslich drin.
Das musst du jetzt nicht zwingend nachvollziehen können, das hat wenig mit dem praktischen Nutzen zu tun.
 
Ich hab keinen, sollte mir aber bei Gelegenheit u.U. mal einen zulegen. Finde das schon wichtig und richtig. Unter Umständen kommt man ja mal selber in die Verlegenheit, dass man einen neuen Schwanz braucht.

@ Oxblood
Ja, aber du willst dich doch dann 'eh abfackeln lassen. Macht es da was aus, wenn was fehlt? So ein Rundum-glücklich-Buffet für die Würmer würde ich ja noch einsehen. Aber so...? :?
 
Dein Körper hat kein Bewusstsein. Er ist nach deinem Tod nur biologisches Material. Und in einer rein biologischen Perspektive gibt es kein gut und kein böse. Alle anderen Ansichten sind nach deinem Abnippeln sinnlos.

Es hat keinen praktischen Nutzen, richtig. Du musst dich aber fragen, ob dein Sachverhalt Sinn macht. Was soll es heißen mit etwas verantwortlich umzugehen, wenn niemand, nicht mal du selbst eine Anforderung an deinen Körper stellt.

Oder ist dein Körper dann böse auf dich und spricht nicht mehr mit dir? Du tust den Atomen, die einen Fußball bilden ja auch kein Ärgerniss an, wenn du ihn trittst. Oder einen gefallen.

Ich will dich gar nicht dumm aussehen lasseb, ich versteh nur nicht, was man eigentlich zum Ausdruck bringen will. Es ist rein sprachlich schon ein sinnloses unterfangen.
 
Dow Jones schrieb:
Dein Körper hat kein Bewusstsein. Er ist nach deinem Tod nur biologisches Material. Und in einer rein biologischen Perspektive gibt es kein gut und kein böse. Alle anderen Ansichten sind nach deinem Abnippeln sinnlos.

Ich hab ja auch nicht von dir verlangt, daß du es verstehst und werd da auch nicht weiter drauf eingehen ;)

Jedenfalls denke ich, es ist besser, wenn ich keinen habe.
 
Nein, ich unterstelle dir auch, dass du es nicht verstehst. Die Worte machen in dem Kontext genau genommen keinen Sinn. Es ist so als würde ich sagen, meinem Termometer will ich den Gefallen tun es neben die Heizung zu stellen, damit es im Winter etwas zu tun hat.

Das ist als Metapher vielleicht sinnvoll, aber wenn jemand behauptet, er meine das ernst, würden wir wohl die Stirn runzeln.
 
AlephAlpha schrieb:
ja, aber so etwas wäre mir sehr unangenehm, auch wenn man vorher darüber spricht. Ich würde mich fühlen, also hätte ich eine schwere Entscheidung auf jemand anderen abgewälzt.

Es ist eine schwere Entscheidung, ja. Mein persönlicher "Wunsch" wäre es, so zu gehen, wie ich auf die Welt gekommen bin. Meine Frau weiss das auch. Sie hätte aber zumindest in der Theorie die ultimative Entscheidung, mit meinen Organen vielleicht doch noch Leben zu retten.

Schweres Thema, für mich jedenfalls.
 
:kaffee: Interessante Diskussion.

Ich habe schon seit Jahren eine Patientenverfügung komplett mit
Werte und Normen im Anhang. Da wird niemandem eine Verantwortung
auferlegt. Der Organspende-Ausweis ist gleich neben dem Blutspende-Dingens
und einmal im Jahr kommt Post aus der Knochenmark-Spenderdatei.
Nur bei Gunter von Hagen hab ich mich noch nicht gemeldet.... :D


Sollte man Organe nachzüchten? Dürfen?
http://weltderwunder.de.msn.com/mensch-und-natur-article.aspx?cp-documentid=155256852
 
Also eigentlich willst du von deiner Frau, dass sie noch einmal deutlich macht deine Entscheidung zu respektieren. Auch wenn sie die möglichkeit hätte einzugreifen?
 
ich hab keinen und werd mir wohl so schnell auch keinen anschaffen. die vorstellung nach dem tod ausgeschlachtet zu werden, gefällt mir auch nicht soooo super. aber der gedanke, dass einige teile noch nen paar monate weiterleben ist auch net soooo schlecht.

ich verschieb das problem einfach auf meine angehörigen. sollen doch die in zeiten tiefer trauer entscheiden was mit dem zeug passier.t
 
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