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KT Bart Wux denkt: Spiele für Erwachsene?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Glod schrieb:
So wird man wohl auch dieses Jahr, die Spiele, die ich zum Release kaufe, an den Fingern einer Hand eines blinden Sägewerkarbeiters abzählen können. Dazu werde ich mir noch ein paar Budget-Versionen von Spielen schießen und das war's dann.
:lachweg:

Bei mir wird es aber ganz genauso sein :deal: :tip:
 
Nasreddin schrieb:
Das Ergebnis sind eine anspruchsvolle, intelligente Handlung, historische Treue und eine Spielwelt, die bis heute technologisch unerreicht ist, was das Verhalten der Charaktere angeht. Da gab es einen Entwickler, der sich nicht mit dem State of the Art zufrieden gegeben hat, sondern das Medium Videospiel gepusht hat.

The Last Express mag nicht jedem gefallen, aber es zeigt, dass wir Spieler uns heutzutage mit viel zu wenig zufrieden geben. Das Spiel ist 1997 erschienen und kommerziell gescheitert. Die genialen Ideen hat seitdem niemand mehr aufgegriffen.

Das Ergebnis ist ein schnarchlangweiliges Spiel dem zu Recht der Erfolg verwehrt blieb. So einen drögen Mist will kaum einer zocken, den bei Spielen geht es noch vorrangig um Spass und nicht um kulturell wertvolle Freizeitgestaltung.
 
@ Dow: Auf Deine (agressiven) Äußerungen gehe ich nicht ein. Nur so viel: Frag mal Bart, ob er sich persönlich angegriffen gefühlt hat. Wohl eher nicht..... Desweiteren schätze ich Ihn sicherlich mehr und nehme Ihn auch ernster als viele andere hier im Forum.

Btt: Ich spiele derzeit übrigens Sherlock Holmes (ist zwar kein Actionspiel) und bin verblüfft, wie gut die Ereignisse aus 1888 in das Spiel gepackt wurden. Historisch hab ich das ganze mal per Wikipedia geprüft - das läßt sich alles nachvollziehen inkl. Todeszeitpunkte und -orte etc. Interessante Geschichtsstunde für Erwachsene (ich glaube nicht, dass Kids damit etwas anfangen können) mit sehr schönen Rätseln und origineller Technik, Schlußfolgerungen in einen Spiel zu ziehen und für den Fortgang der Story umzusetzen. Kein Actionspiel aber eine echte Empfehlung....

In einem Actionspiel will ich eine klare Schwarz-Weiß-Abgrenzung, ich will eine gute Grafik, ich will Surround-Sound, ich will einen relativ einfach gestrickten Protagonisten und eine ebensolche Story, ich will Popcorn-Spiele ala Uncharted, bei denen mein Geschick auf die Probe gestellt wird und die von einer leicht zu verarbeitenden Story vorangetrieben werden. Wie es scheint, prallen hier vor allem unterschiedliche Auffassungen über das Medium "Videospiel" aufeinander. Für mich sind die Spiele Teil der Kultur, aber bei weitem keine Kunst. Kurzweiligkeit und Abwechslung stehen für mich im Vordergrund, da mein Leben mich zu sehr beansprucht, als dass ich mich im Spiel auch noch mit komplexen Charakteren und Geschichten auseinandersetzen möchte. Nach 12 Stunden Arbeit will ich abschalten und da kommen mir die Spiele der laufenden Generation gerade recht. Wenn mir mal mehr meiner sonst spärlichen Zeit zur Verfügung steht, beschäftige ich mich auch gerne mit "anspruchsvolleren" Spielen, auch wenn dieses Adjektiv in dem Zusammenhang kaum gebraucht werden kann und m. E. eher einen Widerspruch darstellt. "Action mit Niveau", so wie es hier vereinzelt dargestellt wird kommt und geht und kommt und geht und ist zu sehr auf den einzelnen Geschmack bezogen. Einen Trend kann ich da ebenso wie bei Filmen überhaupt nicht sehen. Im Gegenteil, wenn überhaupt, dann nehme ich war, dass ich zunehmend besser bedient werde, sowohl was Niveau als auch Action angeht. Dieses vereinzelte Rosinenpicken wie "Oh ja, das war ein tolles Spiel, oh ja das auch - leider gibts sowas derzeit nicht mehr" kann ich nur schwer nachvollziehen. Mein Geschmack hat sich mit dem Erwachsenwerden erheblich geändert, mein Anspruch ebenfalls. Mit einem Spiel von 1997 kann ich persönlich heute nicht mehr viel anfangen. Und sind wir mal ehrlich: War die Story wirklich so gut oder ist das eher nostalgisches Schwelgen, weil mans miterlebt und gespielt hat ? Die Story war vielleicht sogar besser....aber nur für seine Zeit. Die Spielegeschichten haben doch mittlerweile sogar eine solche "Qualität" erreicht, dass Filme nach Ihnen gedreht werden (müssen). Und die meisten beschweren sich nur über die Qualität der Filmumsetzung, fanden das Spiel aber "super toll". Wir sind wahrscheinlich schlichtweg im medialen Zeitalter übersättigt, dass es uns nach der "Über"geschichte im Spiel dürstet. Gute sind immer da....man muss sich nur umschauen und zugreifen. Und über einen angeblichen Trend der zunehmenden Verdummung mach ich mir keine Sorgen. Dann rede ich ja schon wie meine Mutter....
 
Ich schwelge ja auch gerne in Erinnerungen an alte Games und werde da zum Teil wehmütig. Das täuscht mich dennoch nicht darüber hinweg, dass ich noch nie soviel Spass an Games hatte wie in dieser Generation. Titel wie Fallout 3, Bioshock und Dead Space waren einschneidene Erlebnisse an die kaum eines der alten Games rankommt ( ausser Fallout 1+2 :D ). Wahrscheinlich werde ich mich in 10 Jahren genauso wehmütig an Fallout 3 erinnern. :P
 
Zerfikka schrieb:
Das Ergebnis ist ein schnarchlangweiliges Spiel dem imo zu Recht der Erfolg verwehrt blieb. So einen drögen Mist will ich nicht zocken, den bei Spielen geht es imo noch vorrangig um Spass und nicht um kulturell wertvolle Freizeitgestaltung.

fixed

Ich kann mich nur widerholen: Anspuchsvollere Videospiele schließen nicht aus, dass es auch in Zukunft traditionelle Spiele gibt. Es ist Platz für verschiedene Arten von Spielen da. Momentan gibt es aber neben Sommer-Blockbustern und Wiimote-Minispielchen/ Popcap nicht viel. Und ich denke sehr wohl, dass das Potential für anspruchsvollere Spiele auch ökonomisch da ist. Fahrenheit hat sich knapp 1 Millionen mal verkauft, obwohl eigentlich fast alle das Spiel hassen (mich eingeschlossen). Das zeigt, dass es grundsätzlich eine Nachfrage gibt. Man muss nur die Leute (v.a. Nichtspieler und Exspieler) erreichen, so wie Nintendo auch neue Zielgruppen angesprochen hat.

Ich habe The Last Express übrigens das erste mal im letzten Jahr gespielt. Genau wie Killer 7 und Psychonauts. Und ich bleibe dabei: Keine größere Spieleproduktion dieser Konsolengeneration ist im Anspruch an einen der drei Titel heran gekommen.
 
Zerfikka schrieb:
Mach dich nicht lächerlich, das dies meine subjektive Meinung ist, liegt doch auf der Hand.
Warum stellst du dann solche Behauptungen wie oben auf?

Dass du die Spiele, die wir in diesem Thread diskutieren, nicht spielen willst, hast du mittlerweile wiederholt deutlich gemacht. Damit ist das Thema doch gegessen.
 
Nasreddin schrieb:
Zerfikka schrieb:
Mach dich nicht lächerlich, das dies meine subjektive Meinung ist, liegt doch auf der Hand.
Warum stellst du dann solche Behauptungen wie oben auf?

Dass du die Spiele, die wir in diesem Thread diskutieren, nicht spielen willst, hast du mittlerweile wiederholt deutlich gemacht. Damit ist das Thema doch gegessen.

Was soll das denn ? Es ging doch um Anspruch und der ist nunmal subjektiv belegt.
 
Ich frag mich wirklich, warum bei dem Thema so emotional und tendenziell beleidigend diskutiert werden muß? Kann ich echt nicht verstehen ...
 
Ganz einfach - in ca. 4 bis 5 Seiten sind wir so weit dass die durch die Wii angestoßene Vercasualisierung der Games die hier uns gewünscht ernsten, komplexen, anspruchsvollen Games - die man wiederum nur auf der 360/PS3 (da HD und so) geniesen kann - zerstört hat. Und dann passt es wieder mit Emotionen und Beleidigungen und so :grins:
 
Mandos schrieb:
Ganz einfach - in ca. 4 bis 5 Seiten sind wir so weit dass die durch die Wii angestoßene Vercasualisierung der Games die hier uns gewünscht ernsten, komplexen, anspruchsvollen Games - die man wiederum nur auf der 360/PS3 (da HD und so) geniesen kann - zerstört hat. Und dann passt es wieder mit Emotionen und Beleidigungen und so :grins:

Ja...genau !! Warum bin ich da nicht früher drauf gekommen !! Die verdammte Wii ist an allem schuld .....
 
Nasreddin schrieb:
Zerfikka schrieb:
Mach dich nicht lächerlich, das dies meine subjektive Meinung ist, liegt doch auf der Hand.
Warum stellst du dann solche Behauptungen wie oben auf?

Dass du die Spiele, die wir in diesem Thread diskutieren, nicht spielen willst, hast du mittlerweile wiederholt deutlich gemacht. Damit ist das Thema doch gegessen.

Weil du genauso eigene Behauptungen aufstellst und sie als Weisheit letzter Schluss verkaufst.

Nasreddin schrieb:
Das Ergebnis sind eine anspruchsvolle, intelligente Handlung, historische Treue und eine Spielwelt, die bis heute technologisch unerreicht ist, was das Verhalten der Charaktere angeht.

Darüber hinaus hab ich nix gegen anspruchsvollere Spiele jedoch nicht auf Kosten des Spielspasses. Und genau hier liegt das Problem, wie vermittel ich eine tolle Story mit geschichtlich korrektem Hintergrund ohne das dabei das Spiel zu kurz kommt. Bei Adventures z.b. fühle ich mich total unterfordert und beinahe zum Zuschauer degradiert. Früher mag solch eine Spielmechanik ausgereicht haben, heutzutage will ich aber mehr als mit 50 Klicks das Spiel zu meistern.
 
Für mich ist eine solche Spielmechanik wie in den von mir genannten Spielen auch heute noch interessanter als jedes GTA oder jedes Assassins Creed.

Es gibt solche und solche Geschmäcker. Aber es gibt nicht für alle Geschmäcker Spiele. Und wenn hier im Thread eine nicht geringe Zahl an Usern eine andere Art von Spielen wünscht als sie der aktuelle Trend hergibt, dann hat ein solcher Thread wie dieser hier doch eine Berechtigung.

Zumindest ich störe mich nicht an den Spielen, die es gibt. So lange der Publisher ein puristisches Actionspiel auch als solches vermarktet und mich nicht in die irre führt habe ich damit kein Problem. Im Gegenteil, ich spiele auch gerne Halo, Max Payne, Left4Dead und bald wieder Serious Sam HD. Ich liebe diese Spiele, aber hätte gerne mehr. Ich bin enttäuscht über die potentiellen Spiele, die es nicht (mehr) gibt.

Muss ich mich dafür rechtfertigen?
 
Musst du keinesfalls, hab ich auch nicht verlangt. Du wolltest mir halt Glauben machen, dass Last Express der Messiahs ist und ich habe daraufhin das Gegenteil behauptet. Soweit nicht problematisch aber man muss doch nicht hingehen und die Quotes mit imo versehen. Das liegt auf der Hand und muss nicht bei jeder Kleinigkeit aufs neue erwähnt werden.
 
Du hast behauptet, dass sich kaum jemand für Spiele dieser Art interessiert. Das möchte ich so nicht stehen lassen.

Ich halte The Last Express nicht für den Messiahs, das Spiel war meine Antwort auf diejenigen, die behauptet haben mehr Anspruch in Spielen als diese Generation sei unmöglich. Und eine Antwort auf die Leute, die meinten ich solle doch gefälligst Call of Juarez oder sonstwas spielen, dann hätte ich die Art von Spiel, die ich möchte.
 
Ich hingegen glaube,dass es nicht viele Leute gibt, die Interesse an solchen Spielen wie "Last Express" haben selbst wenn sie in neuem grafischen Gewand daherkommen. Die paar User, die sich dafür ausgesprochen haben machen nur einen marginalen Teil des Marktes aus.
 
Ich will auch nicht The Last Express HD, sondern dass die Spielebranche wieder solchen Ideen eine Chance gibt. Ideen wie Uedas Ico. Visionen wie Deus Ex. Ideen wie Will Wrights Sims, ein Spiel, das trotz Abermillionen verkaufter Exemplare und einem Geldregen für EA überhaupt nicht andere Hersteller inspiriert hat. Null. Da kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass die Branche faul und engstirnig geworden ist. Und da brauch ich mich nicht wundern, dass die Mehrheit der Menschen in diesem Land immer noch keine Videospiele spielt, die über Farmville hinaus gehen.
 
um dem ende der Diskussion mal vorzugreifen.
Entwickler und Publisher machen in der Regel keine Games, weil sie irgendwie spielerischen Anspruch haben oder Trends setzen wollen.

In ALLERerster Linie wollen die Geld verdienen.
Da gibts jetzt mehrere Möglichkeiten.

a) Mitbewerber X hat erfolgreiches Produkt. Wir machen Clon.
b) Vorgängerprodukt Y war kommerziel erfolgreich. Wir machen einen Nachfolger
b2) Vorgängerprodukt Y war kommerlziel erfolgreich. Wir würden gerne einen Nachfolger machen, aber die Story ist ausgelutscht. Wir machen ein Prequel.
c) Wir haben da dieses total geile game ausgedacht, das muss aber noch entwickelt und ausgearbeitet werden.
d) ..


Eins davon wirds werden.

Dann werden viele viele Ideen gesammelt, wie man das Spiel macht.
Dann überlegt man - hey wie lange brauchen wir denn dafür.
Und dann - was kostet uns der Spass eigentlich? Und dann wird eine Idee nach der anderen rausgestrichen.

Dann fällt irgendwann auf, das das Produkt nicht konkurrenzfähig ist, also nimmt man einige Features wieder rein oder setzt auf neue Technologie-Gimmicks....(JETZT NOCH BUNTER - NOCH MEHR BLUT UND NOCH MEHR xyz)

Dann holt man sich noch ein paar große Namen mit ins Bot (UNREAL3tm) und fertig ist die Laube.

Ein Videospiel ist NICHTS, das irgendwas mit Anspruch, Leidenschaft oder Liebe gemacht wurde, sondern ist das Produkt einer genauesten betriebswirtschaftlichen Kalkulation.

Am ende des Tages, schaut ein ach so geiler, total grooviger Brosinsky Chef-Producer-Guru oder wie der heisst auf nen Haufen EXCEL-Tabellen und nicht, wie er 3 fps mehr daraus holt.
 
Nasreddin schrieb:
Und ich denke sehr wohl, dass das Potential für anspruchsvollere Spiele auch ökonomisch da ist. Fahrenheit hat sich knapp 1 Millionen mal verkauft, obwohl eigentlich fast alle das Spiel hassen (mich eingeschlossen). Das zeigt, dass es grundsätzlich eine Nachfrage gibt.

Mich würde jetzt nur mal interessieren, was an Fahrenheit so anspruchsvol gewesen sein soll? Das Ding bestand aus Quicktime Events und einer billigen
Alien
-Story. Da ist doch jedes stinknormale Pc Point & Click Adventure anspruchsvoller.
 
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