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KT Bart Wux denkt: Spiele für Erwachsene?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Schöner Artikel Bart Wux :dhoch:
Ich find schon das es auch Spiele für Erwachsene gibt, die nicht nur blutig oder nackig sind. Games wie silent hill 2 oder Half-Life 2 sind für mich erwachsen genug, leider sind solche Games sehr selten.
Das Problem ist nur das Menschen die mit Videogames nichts zu tun haben, immernoch denken das die Videogamewelt nur aus Mario besteht.
 
Auch von Mir ein :dhoch: für diesen Beitrag.
Mir selber macht das Zocken kaum noch richtig Spass.
Ich brauche eine Story die relativ gut im Spiel verpackt wurde.
Siehe Uncharted.Mir ist da egal ob es eher Hollywoodlike abgeht.
Was mich nervt sind die immer mehr geforderten Gewaltdarstellungen.
Muss das sein?
Etwas weniger wäre manchmal viel mehr.
Gruselige Spiele wie Fatal Frame z.B. vermisse ich sehr.

Ein COD4 MW2 hat mir zwar kurzzeitig Spass gemacht,aber mehr auch nicht.
Seitdem liegt es im Regal.
Bestes Beispiel ist momentan bei mir FORZA 3
Eine geile Rennsimulation,keine Frage.
Aber nach 2-3 Rennen habe ich keinen Bock mehr drauf.
Da fehlt mir das drumherum.
Ich hoffe ja das die Industrie sich wieder mehr auch Singleplayer mit toller Story konzentriert.
Wenn ich kurze storyfreie Games spielen will,dann kauf ich mir ein Arcadegame auch LIVE.
Und denkt mal drüber nach,wenn es um Gewalt in Videogames geht. Muss es denn immer so extrem sein?
Den Sexkram brauch ich schon garnicht.

P.S. und was Multiplayer angeht.
Ich würde so gerne wieder mal öfter XBOX LIVE zocken.Doch wenn ich sehe wie die Leute heute so zocken,da traut man sich garnicht mehr mitzumachen.Ich bin ja eher der Durchschnittszocker. ;)
 
Schön geschrieben. :dhoch:

Dass mir die Story in 95% aller Spiele auf den Keks geht, hab ich auch schon geschrieben. Ich begreife nicht, warum das so gut wie keiner hinbekommt. Auch dass auf fast alle Arten der Emotionen in Spielen komplett verzichtet wird, ist sehr schade. Spiele degradieren sich eigentlich immernoch selbst als pubertierendes Medium.
 
Schade, oder?

Man stelle sich nur mal vor, was man aus einem banalen Kriegs-Shooter wie MW2 hätte machen können.

Ich gucke in mein DVD-Regal und sehe dutzende Filme, die geschickt und gekonnt mit den Emotionen des Zusehers spielen, ohne dabei plump oder belanglos zu sein. Das könnte man quasi 1:1 auf das Medium Spiele übertragen, wenn man es denn wollte. Das Problem ist eher, dass dann viel "crash boom bang" fehlen würde.

Und mir ist übrigens auch relativ schnuppe, wieviel Arbeit hinter einem Spiel wie MW2 steckt. Es ist von der Story her dumm und belanglos. Da wurde definitiv Arbeit gespart.
 
Ich bin da zwiegespalten, einerseits mag ich diese aufwendigen CGI Videosequenzen, anderseits kommt es mir zum Teil so vor, als ob ich ein halbes Spiel spiele und dabei einen halben Film sehe.

Die Story von MW2 ist nicht schlecht, sie ist nur super schlecht erzählt, weshalb es ja niemand richtig versteht.

Es gibt ja auch spiele die eine anspruchsvollere Geschichte erzählen z.B. Mass Effect, Dragon Age Final Fantasy oder MGS, aber da muss man eben auch ewig nur zugucken und zuhören, was man ja eigentlich gar nicht will. Dann hab ich meistens doch lieber ne schlechte Story.
 
Die Story von MW2 IST schlecht. Mal abgesehen, dass es die Story auf eine halbe Din A 4-Seite passen würde.

Und wie man eine Story toll in ein Spiel einbinden kann, zeigt Uncharted. Die Cut-Scenes dauern meist nur eine Minute, sie fliessen sauber in das Spielgeschehen ein.
 
Geht ja jetzt auch nicht nur primär um gute gegen schlechte Stories. Mir ging es vor allem um diesen neuen Trend der Effekthascherei, einfach irgendwas einbauen, um auf sich aufmerksam zu machen, sei es eine zweifelhafte (und schlecht inszenierte) Flughafenmission, Blut oder nackte Brüste. Oder darum, sich als Inspiration bei Künstlern oder Helden vorheriger Jahrhunderte zu bedienen und sie dann auf billige Weise in Actionspiele einzubauen.
Zu Mad World: Sicher ist Mad World kein Spiel, das sich selbst ernst nehmen will, aber es wurde im Vorfeld als Paradebeispiel für erwachsene Software auf der Wii angepriesen.
 
Iro schrieb:
Und warum soll die Story schlecht sein?

Es beginnt schon mit den Namen der Figuren. James Ramirez. Roach Sanderson. Vladimir Makarov. Vladimir wie in "Ich bin Russe" und Makarov wie die Pistole. In Pitje Puck hieß der Notar Kugelkopf, weil er einen kugelrunden Kopf hatte und der Wachtmeister Knurrhahn, weil er immer so mürrisch war. Der Dorfdieb hieß Dauerklau und der Metzger hieß Fleischkloß. Das gleiche Prinzip findet in Modern Warfare 2 Anwendung. Der Name ist Programm. Allerdings ist Pitje Puck ein Kinderbuch mit kaum 60 Seiten.

Zur eigentlichen Story und haltet euch fest: Besagter Makarov betritt mit seinen Kumpanen und einem undercover eingeschleusten Spieler den Moskauer Flughafen. Der Fahrstuhl hält an und Makarov, weltbekannter Terrorist, tritt heraus, ohne Maske, dafür aber mit schusssicherer Weste und einem MG der Größe eines kleines Motorrades. Wie die Männer in der Aufmachung auch nur in den Umkreis einer Meile des Flughafens gelangen konnte, wird nie erwähnt. Die Männer fahren nun fort, den Flughafen in eine Leichenhalle zu verwandeln, bevor sie zu fünft das Moskauer Swat Team nieder ballern. Denn wir wissen ja alle, wie leicht ein paar Dutzend bis an die Zähne bewaffnete, gut ausgebildete Spezialeinheiten von fünf Terrorfuzzis mit MGen erledigt werden können. Anschließend flüchtet die Gruppe in einem Krankenwagen unbehelligt von der Szene und hinterlässt den Amerikaner, den Spieler also, tot als Sündenbock zurück, damit die Welt denkt, ein Ami hätte den Flughafen attackiert. Wie die Gruppe um Makarov nun den Flughafen verlassen kann und wieso offenbar keine Sicherheitskamera mal einen der anderen Männer gezeigt hat, bleibt erneut unklar.

Soweit es die Welt betrifft, hat also ein Amerikaner einen russischen Flughafen angegriffen. Das nimmt die russische Regierung doch mal glatt zum Anlass, in Washington DC einzumarschieren. Während des Spiels verteidigt ihr so BurgerKing und befreit das zerstörte Weiße Haus von russischen Besetzern.

Währenddessen hat Captain Price den glorreichen Plan, den Frieden wieder herzustellen, indem er einfach eine Atombombe ins All schießt und damit sämtliche Satelliten und ein paar vereinzelte Flugzeuge vom Himmel jagt.

Nun wieder friedlich vereint oder auch nicht ist Makarov erneut Priorität Nr. 1 für die Mächte der Welt, doch während einer halb erfolgreichen Suche nach dem Mann erschießt der von Lance Henriksen gesprochene Kommandeur den Hauptcharakter des Spiels, Roach Sanderson aus Gründen, die ich immer noch nicht kapiert habe. Price und Soap jagen den Mann namens Shepherd also, töten ihn mit Müh und Not und während Nikolai aus dem ersten Teil die beiden schwer verwundeten Männern in den Helikopter lädt endet das Spiel und die End Credits laufen. Zu diesem Zeitpunkt hat ein geübter Spieler auf dem normalen Schwierigkeitsgrad viereinhalb Stunden am Spiel gesessen. Dazwischen gibt es eine (geile) Mission auf einer Ölplattform, deren Sinn und Zweck ebenso unklar bleibt wie die Frage, warum die Amis ein russisches Gulag in Schutt und Asche legen müssen während die Briten gerade dort drin eine CovertMission durch führen.

Die gesamte Story ist ein Rotz sondersgleichen. Das Reviewembargo ist mehr als verständlich, denn so ein Scheiß wäre mir auch peinlich gewesen. Die viel diskutiere Schockszene auf dem Flughafen ist so dermaßen lachhaft, dass sich jeder halbwegs denkende Mensch in Grund und Boden schämen müsste, hier auch nur einen ernsten Gedanken dran zu verschwenden. Noch mal zusammen gefasst: Wie kommen die Männer mit ihren Waffen soweit in den Flughafen? Wieso tragen sie keine Masken, wenn sie die Attacke den Amis anhängen wollen? Wieso können sie ohne Probleme das Swat Team besiegen? Wie können sie entkommen? Wieso reagiert die russische Regierung in einer Art und Weise, die nicht einmal George Bush jr. verantworten könnte?
 
@ Bart

Es geht nicht primär um die Story, nein. Wenn die Story aber gut ist, dann kann man zwangsläufig oftmals auf Gore oder nackte Brüste verzichten, weil es garnichtmehr passen würde.
 
Aber es ist doch total unrealistisch, wenn die nicht bluten...

@Bart
Ich hab die Geschichte auch nicht ganz verstanden, aber der russiche Angriff alleine rührt nicht aus dem Terroranschlag am Flughafen (Kameras haben die wohl vorher deaktivert, rein gekommen sind sie mit Koffern, Mänteln etc. wo die Waffen nicht zu sehen waren und das ist kein Problem, weil sie ja ihre Waffen in einem Raum auspacken wo niemand ist und erst da wo sie aussteigen sind die Metallüberwachungsgeräte, wenn man in Hamburg in den Flughafen geht, dann gucken die auch erst kurz vorm Flug nach, ich hab noch nie einen Flughafen gesehen, wo sie bereits am Eingang nach Waffen gucken), zeitgleich greifen die Amerikaner schließlich auch deren Stützpunkt in Kasachstan an und in Waschington findet man einen Typen (irgendein hohes Tier) tot in seinem Panic Raum der von einem unbekannten erschossen wurde (wohl von Shephards Männern) und diese haben dann das Verteidigungsnetz deaktiviert, am Ende soll es für die Amis aussehen als ob Marakov schuld ist und General Shepert tötet Richtung Ende Ghost und Roach weil diese alle Beweise haben und will auch Marakov töten (was übrigens auch ein gebräuchlicher Nachname in Russland ist), um alle Beweise zu beseitigen. Aufgrund der Vorfälle wird General Sheppert ja auch ein "Blankocheck" gegeben und er bekommt das volle Kommando über die Streitmächte und irgendwann sagt er ja auch das er die 30.000 toten US Soldaten rächen will (die im Vorgänger, bei der Atomexplosion umkamen).

Das die Story so wie sie erzählt ist schlecht ist, dass bestreite ich nicht, schließlich macht alles so nicht groß Sinn.

Und das man eine Einmannarmee spielt, liegt einfach am Genre. Hat man in jedem Actionspiel auch deinem erwachsenen Max Payne
 
@ Iro

Die Story ist einfach dumm.

Vor allem: da ist Krieg. Brutaler Krieg. Aber keine toten Zivilisten weit und breit? Keine Blutspritzer an Häuserfassaden? Keine schreienden Zivilisten, die nach Schutz suchen? Kriegs-Spiele zeigen Krieg gerne so, wie man ihn uns zeigen will. Aber nicht, wie er wirklich ist. DAS ist einer der schlimmsten Gründe, warum MW2 so unglaubwürdig wirkt.
 
Wie soll man tote Zivilisten in den Straßen zeigen, wenn die Leute schon bei dem Terroranschlag durchdrehen? Ich meine würde ich ein Kriegsspiel machen, dann würde man permanent das sehen, was man da am Flughafen sah... aber das ist ja gar nciht möglich, dank Moralaposteln und Jugendschutz.

Ansonsten gebe ich dir ja Recht, hab ich ja auch alles beim Vorgänger (als einziger) kritisiert, ich verteidige die Story auch nicht, ich wollte lediglich sagen, dass sie an der Erzählung scheitert.
 
Zimtzicke schrieb:
Wenn die Story aber gut ist, dann kann man zwangsläufig oftmals auf Gore oder nackte Brüste verzichten, weil es garnichtmehr passen würde.
Ich hab ja nichts gegen Titten oder Blut... oder blutige Titten. Nur was ich nicht will, dass so Entwickler wie die von Dante's Inferno sich hinstellen und sagen:

"Wir haben nix. Hier, habta 'n paar Titten. Kauft unser Spiel!"
 
Das The Last Express interessiert mich. Der Stil ist zeitlos schön und die Story wirkt klassisch und vielversprechend. Gibts das irgendwo zum Download?
 
Warum Videospiele immer noch als Kinderkram abgetan und nicht als vollwertiges Hobby anerkannt sind. Warum sich niemand schämen muss, lesen, Skifahren oder Badminton als Hobbies anzugeben, warum man aber bei Videospielen zwei Mal überlegt, wie das Gegenüber reagieren könnte.

Man wird als erwachsener Spieler ja nicht unbedingt aufgrund der Art der Spiele schief angeguckt. Die meisten Nicht-Videospieler kennen die Games und deren Inhalt garnicht. Der eigentliche Aufreger ist, dass der Erwachsenenspieler überhaupt Zeit für soeinen "Kindergram" hat, denn mit dieser Argumentation können die Leute auch sehr gut überspielen, dass sie von der Materie null Ahnung haben. In vielen Fällen haben diese Leute auch von Computern keine/wenig Ahnung. Haben also nichtmal einen richtigen Zugang zur Thematik.

Das ist zumindestens die Erfahrung, die ich mit dieser Sorte Spießbürger gemacht habe. Davon gibt's in meinem Umfeld leider eine Menge. Ein Freund von mir z.B. ist sehr stolz darauf, seine Kinder "videospielfrei" zu erziehen und selber geht er lieber wochentags in die Kneipe und stellt sich x Biere rein, als zu zocken. Internet gibt's zuhause auch keines. Brauch ma ned - aber selber surft er in der Firma stundenlang durch's Netz, wie er mir selber erzählt. Ich glaube, soein Verhalten nennt man Scheinmoral.

Was die Spiele betrifft, gibt es ja zum Glück das Internet und nicht zuletzt dieses Forum, wo man sich seine Meinung bilden kann. Aus diesem Grund habe ich bis auf MW 2 keines der im ersten Posting genannten Spiele gespielt. Und MW 2 auch nur, weil ich wissen wollte, was dran ist.

Dabei fällt mir gerade ein, dass ich mal in einer Bar eine Diskussion mit einem (freiwilligen) Feuerwehrmann hatte. Der hat natürlich auch über die Idiotie der Videospiele hergezogen und gemeint, er rettet lieber Leben, während andere vor der Glotze rumhängen. Dass er u.a. bei der Feuerwehr ist um gesellschaftliche Anerkennung zu erlagen (die ihm beruflich weiterhilft) und weil er ein wichtigtuerischer Vereinsmeier ist, dem es nicht zuletzt um die Sensation geht, hab ich ihm nicht gesagt.

Man kann überall das Negative hervorheben, auch in diesem Fall. In einer freien Gesellschaft sollte jeder selber wählen dürfen, womit er seine (oft karge) Freizeit verbringt.
 
@Bart :dhoch:
Ich denke dabei immer wieder an einen Satz, der auf einer Konferenz zum Thema Videospiele (habe ich im Forum irgendwann mal verlinkt) gesagt wurde:
"Videospiele sind immer noch so primitiv wie Pornos"

Das drückt einfach alles aus. So gut wie alle Spiele sind so dumm, dass ich mich wie Urgs einfach beim Spielen beleidigt fühle. Wenn Christian schreibt, dass dabei ja so viel Arbeit dahintersteckt, dann verzweifel ich nur noch mehr! Wie kann denn trotz sooo viel Arbeit nur so ein belangloser Müll rauskommen? Im Falle von MW2 war sicher nur ganz wenig Arbeit nötig, da das Spiel ja quasi fertig war aus MW1 :nein:

Ein positives Beispiel für mich wurde hier überraschenderweise noch nicht gepostet: Bioshock!
Das Spiel ist für mich einfach toll erzählt, ich habe noch kein Spiel erlebt das das besser gemacht hat (Uncharted habe ich noch nicht gespielt wegen mangelnder PS3). Das Setting ist toll, dazu liebevoll umgesetzt, dazu diese komische und unwirkliche Gewalt die auftritt wenn Menschen zusammen eingepfercht sind. Einfach super :dhoch:
Leider wird der zweite Teil wohl wieder ein banalerer Shooter :I
 
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