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KT Bart Wux denkt: Spiele für Erwachsene?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich sehe das ganz ähnlich wie Bart.

Die Zielgruppe ist das 14 jährige Teenager. Für den ist alles neu, der hört diese Geschichte zum ersten Mal und finde es prima. Das will ich ihm auch nicht verübeln. Jemand der 19 Jahre lang Spiele spielt oder Filme sieht, kann man auch nicht mehr überraschen. Jedenfalls nicht mit der sogenannten "Blockbuster" Aufmachung. Es war alles schon einmal da. Nur nicht, für die immer neu angeschwemmte Generation der Teenager. Wird sind Hardcore-Gamer, wir zocken bis wir tot sind. Und das wird immer wieder nur für Kinder gemacht sein, genauer gesagt für den 14. Testosteron- gesteuerten Kevin aus Marzahn-Hellersdorf.

Ich würde auch gerne Spiele spielen, die mal ein Detail des "Lebens" verdeutlichen wollen, oder zumindest Charatere erschaffen, die nicht stereotyp sind. Wo es nicht einfach wird, den Verlauf des Spiels vorherzusehen.
Jetzt ist es klar. Rette die Erde oder stirb. Auf der Basis baut man keine Häuser.
 
Wirklich interessantes Thema. Sind die Spiele zu Jugendlich getrimmt oder ich zu alt? Ich denke es ist wirklich eine Frage der Zielgruppe. Ob wir hier es wollen oder nicht, aber wir Ü30er sind wohl einfach nicht mehr die Zielgruppe für Spieleproduktionen. Es ist einfach der Lauf der Zeit, dass viele die Lust am Zocken verlieren und nur wenige wie wir daran kleben bleiben. "Damals" zu Schulzeiten hat jeder meiner Freunde gezockt. Heute kann ich die ernsthaften Zocker an einer Klasse abzählen. Die anderen zocken höchstens mal ne Runde Fifa oder spielen Wii Sports. Gerade auf komplexe, tiefgehende Spiele haben die Meisten keine Lust. Da geht es mehr um den schnellen, leichten Zeitvertreib.

Einen jüngeren Gamer spricht dagegen häufig aber wieder mehr möglichst derbe Action an. Daran hat sich wohl kaum was geändert. Haben wir früher aufm Schulhof von Conan für den C64 geschwärmt wo man jeamand köpfen konnte, freut man sich eben heute wenn man jemand bei Gears zersägen kann. Splatter übt eben häufig eine unheimliche Faszination auf Jugendliche aus.

Jedoch finde ich für mich noch genügend Spiele die mir zusagen. Allerdings merke ich gerade im letzten Jahr wie mein Intersse sich da verschiebt. Shooter kann ich ähnlich wie Urgs zur Zeit kaum mehr sehen. COD MW2 liegt so schon ewig unberührt im Schrank und ich kann mich einfach nicht aufraffen es zu spielen. UC2 hat mir dagegen sehr gut gefallen und mich einfach an einen Kinofilm in Spieleform erinnert. Das Spiel hatte die richtigen Vibes. Auch wenn die Story - wie bei den meisten Actionfilmen - nicht besonders war, hat sie und die durch tolle Grafik in Szene gesetzte Action es aber perfekt geschafft mich zu unterhalten. Und das wünsche ich mir letztlich von Spielen.

Für mich das perfekte Spiel ist eines dem es gelingt mich Gefühlsmässig zu berühren. Das ist leider sehr begrenzt. Spiele wie Condemned und Dead Space haben das in Schreckform geschafft. Aber dass ich echt zu Tränen gerührt bin würde ich mir z.B. öfters wünschen. Ein Siel das mich Emotional echt berühren kann wäre so ein Erwachsenen Spiel. So etwas, wie auch Spiele die eine wirklich spannende Geschichte erzählen verdienen für mich den Ausdruck Kunst. Alles andere sind "nur" Spiele.

In der letzten Games TM ist auch ein schöner Artikel zum Thema erwachsene Spiele. Darum geht es darum dass sich die gesamte Gamesbranche davor Scheut Themen wie Vergewaltigung, Inzest etc. anzugehen. Solche Themen berühren in Filmen und Theater, sind aber in Spielen undenkbar. Und da ertappe ich mich in der Tat dabei, dass ich so etwas nicht in nem Spiel bräuchte. Auf der anderen Seite sind es diese Themen die in einem sicher starke Emotionen auslösen würden. Für mich wäre so etwas sicherlich in gewisser Form ein Katalysator. Jeder erinnert sich an die emotionalle Szene in The Darkness. Wenn ich mir vorstelle das meine Freundin vor dem Mord noch vor meinen Augen vergewaltigt worden wäre hätte das mit Sicherheit noch mehr Wut und Emotionalität in mir ausgelöst als so schon. Aber will man so etwas? Will man das Spiele so weit gehen? Ich für meinen Teil bin da wohl doch zu empfindlich und spüre bei so etwas einen inneren Unmut und hätte das Gefühl dass da eine Grenze überschritten ist.

Was ich mir wünschen würde wäre ein Spiel wie oben weiter beschrieben ohne Kämpfe! Hätte mir so z.B. gewünscht dass Alan Wake ein solches wird. Ein echtes Adventure mit spannender Story, das einen fürchten lässt und ohne große Kämpfe auskommt. Ganz ohne würde es wohl nicht gehen. Aber gerade ein Gruseladventure kann ich mir als solches gut vorstellen. Aber würde so etwas bei der Masse an Käufern funktionieren? Oder ist nicht etwas gerade der Actionanteil der Teil der die meisten Käufer zu nem Spiel greifen lässt?
 
Mandos schrieb:
Ein echtes Adventure mit spannender Story, das einen fürchten lässt und ohne große Kämpfe auskommt. Ganz ohne würde es wohl nicht gehen.
Silent Hill Shattered Memories macht ja im Grunde genau das und Gx4play haben darin einen guten Kritikpunkt gefunden. Keine Kämpfe bedeutet, dass man immer weiß, dass einem nichts und niemand gefährlich werden. Wo soll also da Angst aufkommen? Bei Dead Space konnte hinter jeder Ecke einer lauern, der mich zerfleddert.
Die Szene bei The Darkness war so genial, weil die Entwickler verstanden haben, dass man Charaktere erstmal einführen muss bevor man sie töten kann. Richtig aufgewühlt war ich auch, als Elena am Ende von U2 so schwer verletzt war.
Das Problem ist wirklich den Konsens zu finden zwischen actionreichen Spaß und ernsten Themen. Ein Spiel, in dem das Abknallen von Menschen Spaß machen soll, kann nicht die Hässlichkeit des Krieges anprangern.
 
Resident Evil 5 ist auch so ein Beispiel. Kaum zu glauben dass das von dem gleichen Entwickler kommt.
Wie geil war damals noch RE1 auf der Playstation. Ein unvergessenes Intro. Eine Atmospähre die einzig wahr. Eine Story wie ein Puzzle das sich immer weiter zusammenbaute je länger das Spiel ging.
Ok die Resident Evil Spiele wurde meiner Meinung nach immer schlechter.
Aber der 5.Teil ist ja wohl eine Frechheit. Nur noch ödes rumgeballer und dann stellt man dem Spieler noch so eine Schlampe hin. Hauptsache geile Figur, viel geballer, viel Blut, und online abschlachten. Aber auf sowas stehen eben leider viel zu viele.
Ein Resident Evil 1 würde sich wohl heute nicht mehr so gut verkaufen.
 
Jau, Resident Evil 5 ist ein trauriges Beispiel dafür, wie man ein Franchise selbstentfremdet, in dem man es an die Bedürfnisse das Marktes anpasst, um möglichst kein Risiko einzugehen. Die größte Enttäuschung 2009.
 
Naja... sie haben es lediglich heller gemacht und man rennt zu zweit durch die Gegend, mehr haben sie dran nicht geändert.

Auch total unverständlich warum so viele schreiben das es enttäuschend ist. Ich meine bei dem vierten Teil waren alle begeistert ohne Ende, es verkaufte sich gut etc. und jetzt auf einmal ist das alles doof.
 
Iro schrieb:
Naja... sie haben es lediglich heller gemacht und man rennt zu zweit durch die Gegend, mehr haben sie dran nicht geändert.

Richtig!

Sie haben es heller gemacht. Dadurch haben sie über weite Strecken die Athmosphäre gekillt, die Resident Evil 4 ausgemacht hat.

Sie haben es komplett auf Coop ausgerichtet. Damit haben sie auch jede erzählerische Tiefe abgeschrieben, denn Coop-Games haben keine Story.

Und sie haben nichts mehr dran geändert, an einem Lastgen-Spielprinzip, das bereits fast fünf Jahre auf dem Buckel hatte. Bisschen mickrig, für den Nachfolger des wahrscheinlich besten Games der letzten Generation.

Ach ja, und den Gore-Faktor haben sie deutlich runtergeschraubt.
 
Iro schrieb:
Naja... sie haben es lediglich heller gemacht und man rennt zu zweit durch die Gegend, mehr haben sie dran nicht geändert.

Auch total unverständlich warum so viele schreiben das es enttäuschend ist. Ich meine bei dem vierten Teil waren alle begeistert ohne Ende, es verkaufte sich gut etc. und jetzt auf einmal ist das alles doof.

Wie Urgs das schon gesagt hat: bei Resident Evil 5 hatte ich immer das Gefühl vom Spiel und Entwickler beleidigt zu werden. Dabei gings eigentlich nur um die Story, die Zwischensequenzen und das Voicacting. Als Actionspiel fand ich es eigentlich gut.

Entwickler sollten aufhören zu denken, der Spieler könne selbst keine eigenden Schlüsse und Gedanken beim zocken fassen.
 
Iro schrieb:
Auch total unverständlich warum so viele schreiben das es enttäuschend ist. Ich meine bei dem vierten Teil waren alle begeistert ohne Ende, es verkaufte sich gut etc. und jetzt auf einmal ist das alles doof.
Ja, logo, die haben einem das gleiche Spiel in hell mit aufgezwungenem Coop nochmal vorgesetzt, ist doch klar, dass die Leute sich da fragen, was das soll.
 
Iro schrieb:
Also ich finde nicht das die wenigen Faktoren aus RE5 irgendwie ein schlechtes Spiel machen.

Das nicht. Aber sie hätten einfach ein neues Franchise draus machen sollen und nicht die Frechheit besitzen, es Resident Evil zu nennen. :D
Oder wenn sie den Scheiß nach 2 Jahren veröffentlicht hätten, dann hätte ich auch nix gesagt. Das haben sie früher auch gemacht. Aber nach der langen Wartezeit wars ne Frechheit. Finanziell aber sicherlich die richtige Entscheidung. Gerade die Xbox-Klientel hat das Spiel ja recht positiv aufgenommen.
 
Ich fand schon Teil 4 beschissen, gemessen am Horror-Anspruch. War nurmehr ein reinrassiger Actiontitel mit Massen an Gegnern. Sowas wie Onimusha oder DMC, nur eben mit anderem Namen.

Aber im Grunde genommen hat der Niedergang der Reihe bereits mit Nemesis und den Rennzombies im Remake begonnen. Das waren schon die ersten Vorzeichen der Neu-Ausrichtung zur schnellen Action.
 
Wie kann man denn die Story von Resident Evil loben, also echt mal jetzt...Atmosphäre kann ich ja noch verstehen, aber die Handlung? Die war doch schon beim ersten Teil so bescheuert wie ein trashiger Horrorfilm und hat sich nichtmal selber großartig ernst genommen...
 
Ich hab es alleine gespielt, also mich stört nicht das da jemand mitläuft, es war endlich mal logisch, weil sonst kamen die auch immer im Team und trennten sich sofort, obwohl sie recht schnell merkten das da Gegner lauern die übernatürlich stark sind.
 
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