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Argumentationshilfen gegen Impfgegner

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ja, was soll ich sagen, gestern hat sich eine Bekannte meiner Frau, die vor einigen Monaten ein Kind zur Welt gebracht hat, als Impfgegnerin entpuppt. Ich war echt baff, als sie seelenruhig erzählt hat, dass sie extra x Kilometer zu einer ganz bestimmten Kinderärztin fährt, weil die selber nichts vom Impfen hält und ihre Patienten daher damit in Ruhe lässt.

Nun lebe ich gewöhnlich nach dem Motto "Leben und leben lassen" aber im Falle von Impfgegnern kann ich einfach nicht widerstehen und musste meine Meinung kundtun. In meinen Augen nämlich schadet sie in erster Linie ihrem Kind und da will ich zumindest mal versuchen, sie vom Sinn des Impfens zu überzeugen.

Mir ist im Laufe der Diskussion aber recht schnell klar geworden, dass mir die Argumente fehlen - nicht weil ich selbst nichts ans Impfen "glauben" würde, nicht, weil es keine Pro-Argumente gibt, sondern einfach, weil ich in medizinischer Hinsicht ein Laie bin und gar nicht in der Materie drinstecke, dass ich da tiefergehende Argumente vorbringen könnte.

Tja, das Ganze ist dann auch recht schnell eskaliert, als ich Impfgegner mit Holocaustleugnern gleichgestellt habe (beide vertreten eine Sichtweise, die wissenschaftlich nicht haltbar ist). Das hat sie definitiv in den falschen Hals bekommen :ugly:

Jedenfalls würde mich interessieren, ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Was ihr vom Impfen haltet etc. Haut alles raus!
 
Argumente von Impfgegnern sind ja zB: Warum soll ich gegen Krankheiten impfen, die es nicht mehr gibt?

Der Grund warum es diese Krankheiten (Polio, Keuchhusten,...) nicht mehr gibt ist die hohe Durchimpfungsrate.
Aber manche Krankheiten sind auf Grund sinkender Durchimpfungsraten wieder auf dem Vormarsch.

Das traurige ist ja, dass sie nicht nur ihr eigenes Kind damit gefährden, sondern auch ihre Umgebung.

Impfgegner sind ja leider meist beratungsresistent, daher gibt es keine pauschale Argumentation welche da helfen könnte.

Vielleicht Bilder/Videos von sterbenden/kranken Kindern zeigen, welche gesund wären, wenn man sich nicht gegen millionenfach bewährte Impfstoffe geweigert hätte.

Ich verstehe dich, kann Impfgegner auch nicht verstehen und es bleibt schwer sachlich zu bleiben.

Weigert sie sich gegen ALLE Impfungen? Ist sie selbst geimpft?
 
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob sie geimpft ist. Und ja, sie verweigert ALLE Impfungen.

Das Argument mit der Durchimpfungsrate kenne ich auch, allerdings habe ich dazu eine Frage: Wieso gefährden Nicht-Geimpfte auch ihre Umgebung? Wenn du hundert Kinder hast, 90 sind gegen Kinderlähmung geimpft und 10 nicht, sind dann nicht nur diese 10 gefährdet? Wie genau bringen die die anderen 90 in Gefahr? Da ich mir in diesem Punkt nicht sicher bin, habe ich das Argument gestern auch nicht gebracht.
 
Hab gleich Prüfung und muss leider los, werde wenn ich Zeit habe etwas weiter ausholen.

Tetanusimpfung ist ja unnötig...
Wundstarrkrampf ist schon eine feine Sache. Vor allem immer noch nicht heilbar und oft tödlich. :nein:
 
Ob die Prüfung ein Erfolg wird bleibt abzuwarten. :ugly:

Google mal "Herdenimmunität".
Kurz gesagt, für verschiedene Krankheiten gibt es verschiedene Schwellenwerte für die benötigte Durchimpfungsrate um eine Krankheit auszurotten/einzudämmen. (Meist so um die 80-95%) Sprich, wenn jetzt zu viele Personen entscheiden sich nicht impfen zu lassen, wird diese Durchimpfrate nicht mehr erreicht und bereits eingedämmte Krankheiten können wieder ausbrechen. (Einschleppung aus Gebieten wo die Krankheit noch existiert (zB Afrika))

"Ist doch meine Sache, ob ich mich/mein Kind impfen lasse"
Nein ist es nicht, weil es eben auch Menschen gibt, die sich nicht impfen lassen können. Und diese Personengruppen (z.B. immunsupprimierte Patienten) können nur durch diese Herdenimmunität geschützt werden.

Das Problem ist halt, dass das Bewusstsein für Sachen die man nicht sieht eher gering ist.
Und der Begriff "Kinderkrankheit" hat ja bei vielen eine eher harmlose Bedeutung.
Das Gegenteil ist der Fall. Kinderkrankheiten können tödlich verlaufen und haben teilweise grauenhafte Krankheitsverläufe.

Natürlich könnte man diesen Personen jetzt wünschen, dass ihr Kind an Kinderlähmung oder Masern stirbt, das geschieht ihnen nur recht, aber sowas wünsche ich wirklich NIEMANDEN.

Es ist traurig genug wenn Kinder qualvoll an etwas sterben, was ohne Probleme durch eine einfache Impfung verhindert hätte werden können.
 
Viele Impfungen sind einfach unnötig und wird nur von der Pharmaindustrie gepushed um Kohle zu scheffeln.
Früher gabs auch keine Impfungen und die Menschheit hat's überlebt.
Und ja es sind auch viele gestorben. Aber so ist das Leben halt.
Geimpft bin ich trotzdem, aber als Kind damals. Da konnt ich mich noch nicht wehren.
Vieles hält ja auch ewig. Ok Tetanus hab ich erst vor 2 Jahren neu machen lassen.
Aber so Sachen wo nicht wirklich gefährlich sind, lass ich nicht impfen.
Grippe, niemals!
Gibt jetzt sogar Impfung gegen Windpocken. Hallo? Eig. bekommt man das als Kind einmal und dann nie wieder.
 
Gibt jetzt sogar Impfung gegen Windpocken. Hallo? Eig. bekommt man das als Kind einmal und dann nie wieder.
Gut, von den vielen Leuten abgesehen, bei denen die Viren im Nervensystem überdauern und n paar Jahrzehnte als äußerst nervige Gürtelrose wieder aktiv werden...

Zumal die Windpocken eine der grässlichsten Erinnerungen meiner Kindheit sind. Von daher bin ich froh, mein Kind heute davor schützen zu können, auch wenn die WIndpocken an sich nicht wirklich gefährlich sind.
 
Viele Impfungen sind einfach unnötig und wird nur von der Pharmaindustrie gepushed um Kohle zu scheffeln.

Wenn du dich nicht gegen die jährliche Grippe impfen lassen möchtest, hat da sicherlich niemand ein Problem mit. Aber wenn Eltern ihren Kindern Impfungen gegen Krankheiten verwehren, die dann für das Kind tödlich enden können, ist das eben ein anderer Fall.

Früher gabs auch keine Impfungen und die Menschheit hat's überlebt.
Und ja es sind auch viele gestorben. Aber so ist das Leben halt.

Es ist doch heutzutage völlig unnötig, dass Menschen an Krankheiten sterben, gegen die nachweislich etwas unternommen werden kann. Und das alleine nur deshalb, weil man zum Arzt geht und sich eine Spritze geben lässt. Wie blöd ist die Aussage: "Menschen sterben halt, das ist Pech", eigentlich? Du kannst doch auch nur locker vorm Rechner sitzen und deine Grütze absondern, weil viele Krankheiten aufgrund des medizinischen Fortschrittes in Europa für dich gar keine Bedrohung mehr sind.
 
Immer diese "früher ging es doch auch" Argumentation. Früher ging es auch ohne Airbag, ohne Internet, ohne Flugzeuge, ja sogar ohne Zahnbürsten und moderne medizinische Instrumente.
 
Zumal die Windpocken eine der grässlichsten Erinnerungen meiner Kindheit sind. Von daher bin ich froh, mein Kind heute davor schützen zu können, auch wenn die WIndpocken an sich nicht wirklich gefährlich sind.


Ich sah als hätte ich Lepra, wenns dafür einen kleinen Pieks gibt. Call me in.

Es gibt einfach sachen die kann man sich ersparen. Wir leben ja nicht mehr Anfang 1900.

Wenn sich jemand mit Diabetes Insulin spritzen muss fällt das auch unter die Kategorie "So ist das Leben", nur weil es so ist muss man es ja nicht unangenehm hinnehmen.
 
Ach die Welt ist eh überbevölkert!
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Zuletzt bearbeitet:
Bei knapp sechs Prozent aller Windpockenerkrankungen kommt es zu mehr oder weniger schweren Komplikationen. Es können auftreten:

  • bakterielle Superinfektion
  • Lungenentzündung
  • kleinhirnbedingten Koordinationsstörung
  • Sepsis
  • Reye-Syndrom (seltene und lebensbedrohliche Erkrankung von Gehirn und Leber – hepatische Enzephalopathie)
  • Entzündungen des Gehirns, der Hirnhaut oder der Leber
  • Veränderungen der Blutgefäße
Bei Masern ist das Risiko von SSPE gegeben, wenn auch hier sehr gering.

Keine Ahnung, wie man sich und vor allem seine Kinder nicht zumindest gegen die üblichen Krankheiten impfen lassen kann.
 
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