Die Xbox One ist der PS4 augenscheinlich unterlegen. Die Leistungsunterschiede könnten jedoch vollends verschwinden, wenn erste Videospiele basierend auf Microsofts kürzlich enthüllter Grafik-API DirectX 12 erscheinen. Stardock-Chef Brad Wardell bezeichnete DX 12 jüngst in einem längeren Beitrag als "Game Changer". Demnach wird durch den vollständigen Gebrauch aller Rechenprozessoren der Xbox One die Performance quasi verdoppelt. Games, die derzeit in 720p Probleme bereiten, würden in Zukunft in 1080p reibungslos laufen. Einige Branchenvertreter haben jedoch so ihre Bedenken, was die These von Wardell betrifft.
Rich Forster von Sony schreibt etwa, dass ihn der Bericht zum Schmunzeln gebracht hat. Und zwar insbesondere die Passage, in der Wardell behauptet, dass die Xbox One durch DirectX 12 quasi eine doppelt so schnelle GPU erhält. Dies würde laut Forster aber zu einer Überhitzung führen. Auch Cort Stratton, der im PlayStation 4 ICE-Team ist, betrachtet das Ganze skeptisch. Jede Annahme, in der von einem Leistungszuwachs die Rede, wäre laut Stratton zunächst verdächtig. er fragt sich, welche Performance sich genau verdoppelt und bittet um eine konkrete Antwort. Treyarch-Entwickler Dan Olson vertritt eine radikalere Haltung, er versteht nicht, warum man der Wardell-Geschichte überhaupt Aufmerksamkeit schenkt.
Das Online-Magazin Gamingbolt hat weitere Aussagen von Entwicklern zum angeblichen
Performance-Gewinn der Xbox One durch DirectX 12 zusammengetragen. Wardell hat sich mittlerweile über seinen Twitter-Kanal zur anhaltenden Debatte geäußert und seine Aussagen konkretisiert. Dass jeder Käufer einer Xbox One quasi eine bessere GPU erhält, sollte man nicht wortwörtlich nehmen. Der Leistungsgewinn kommt eher durch die Software. "(...) Aber ja, DirectX 12-Spiele werden höchstwahrscheinlich doppelt so schnell laufen", ist er überzeugt.