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Aktien & andere Anlagen

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Brauche nochmal ein wenig Beratung bzw ein paar Tipps.

Ich habe 2007 bei der Sparkasse eine "Deka BonusRente", also quasi deren Riester-Rente, abgeschlossen. Hab damals gerade angefangen Vollzeit zu arbeiten und mich wenig um Finanzen geschert.

Nun fang ich langsam an mich mit den Sachen zu Beschäftigen und die ganzen Sachen zu hinterfragen.

Prinzipiell hat sich das Depot gut entwickelt. Da ich monatlich eingezahlt habe, habe ich in der Krise günstig Anteile gekauft, was sich später ausgezahlt hat. Das Depot steht monentan bei knapp 15.000 Euro, wovon ich knapp 7965 Euro selbst eingezahlt und 1274,44 Euro Zulage erhalten habe.

Problem ist allerdings, dass die Produkt- und Dienstleistungskosten relativ hoch sind.

Auszahlungsphase wäre ab 2046. Sollte ich es nun verkaufen, müsste ich die bisher bezahlte Zulage, die bisherigen steuerlichen Begünstigungen und einen Betrag zum vorzeitigen Vertragsabbruch (ca. 50 Euro) zurückbezahlen. Dies hat mir zumindest die Frau von der Sparkasse erzählt, konnte es aber auch nicht 100% versichern.

Hat das einer von euch schonmal gemacht bzw. so etwas ähnliches? Macht es überhaupt Sinn es vorzeitig abzubrechen? Wie gesagt, es hat sich eigentlich prima entwickelt. Fondbezeichnung ist Deka-BR 100, WKN 542451
 
Ich kenne das Produkt jetzt nicht und deine persönliche Situation auch nicht, deswegen kann ich hier keine konkreten Tipps geben. Bevor Du es abbrichst, solltest Du Dir aber auf jeden Fall die Infos verbindlich holen, was dann an Zulagen etc. zurückzuzahlen ist, bzw. was sonst noch für Kosten auf Dich zukommen. Ggf. kann es besser sein, den Vertrag einfach ruhen zu lassen, anstatt ihn zu kündigen. Hohe Nebenkosten per sé sind auch nicht schlimm, wenn Du über die Performance und die Zulagen entsprechend viel mitnehmen kannst.
 
Ich benötige das Geld nicht dringend. Dann werde ich entweder den Vertrag stoppen und die monatlichen Zahlungen in einen ETF-Sparplan stecken oder in einen anderen Riester-Vertrag mit besseren Konditionen übertragen. Dies scheint ja auch möglich zu sein ohne die Zulage zu verlieren.
 
Brauche nochmal ein wenig Beratung bzw ein paar Tipps.

Ich habe 2007 bei der Sparkasse eine "Deka BonusRente", also quasi deren Riester-Rente, abgeschlossen. Hab damals gerade angefangen Vollzeit zu arbeiten und mich wenig um Finanzen geschert.

Nun fang ich langsam an mich mit den Sachen zu Beschäftigen und die ganzen Sachen zu hinterfragen.

Prinzipiell hat sich das Depot gut entwickelt. Da ich monatlich eingezahlt habe, habe ich in der Krise günstig Anteile gekauft, was sich später ausgezahlt hat. Das Depot steht monentan bei knapp 15.000 Euro, wovon ich knapp 7965 Euro selbst eingezahlt und 1274,44 Euro Zulage erhalten habe.

Problem ist allerdings, dass die Produkt- und Dienstleistungskosten relativ hoch sind.

Auszahlungsphase wäre ab 2046. Sollte ich es nun verkaufen, müsste ich die bisher bezahlte Zulage, die bisherigen steuerlichen Begünstigungen und einen Betrag zum vorzeitigen Vertragsabbruch (ca. 50 Euro) zurückbezahlen. Dies hat mir zumindest die Frau von der Sparkasse erzählt, konnte es aber auch nicht 100% versichern.

Hat das einer von euch schonmal gemacht bzw. so etwas ähnliches? Macht es überhaupt Sinn es vorzeitig abzubrechen? Wie gesagt, es hat sich eigentlich prima entwickelt. Fondbezeichnung ist Deka-BR 100, WKN 542451

Ich habe im November einige Podcasts von Madam Moneypenny gehört und stand dann vor derselben Frage, nachdem ich mal hinterfragt habe, ob ein Riestervertrag überhaupt das richtige Produkt für mich ist. Hab mich dann für die Kündigung entschieden. Hatte den Vertrag seit 2016 und knapp 5k oder 6k reingezahlt. Unterm Strich habe ich glaube ich ca. 1000 verloren. Müsste noch mal den Brief lesen, will aber auch nicht mehr so drüber nachdenken. Auch wenn meine Summe wesentlich geringer ist, tut sie ebenfalls weh :D Dass der Staat die Zulagen und Steuerbegünstigungen wieder einkassiert ist eigentlich nur eine logische Konsequenz. Zumindest in meinen Augen.

Da deine Summe wesentlich höher ist, ist es vielleicht wirklich geschickt den Vertrag ruhen zu lassen. Ich wollte über mein Geld letzten Endes verfügen. Laufzeit wäre bei mir bis 2057 gewesen und ganz ehrlich, keiner kann mir sagen was dann ist. Ich spare jetzt ganz klassisch wieder auf mein Sparkonto ein, hab noch ein paar Aktien und binde mich langfristig an nichts. Das ist zumindest der perfekte Weg für mich.
 
Die Riesteridee basierte oder basiert ja wirklich auf dem Zulagenanreiz. Richtig Sinn machen die Zulagen ja dann aber auch erst wenn man auch Kinder hat. Dann kommt Zulagen auch etwas zusammen. Da die meisten aber ohnehin nur einen Mitnahmeeffekt der Zulage wollen - also relativ übersichtliche Eigenbeiträge zahlen, ist der echte Altersvorsorge Gedanke natürlich auch nicht wirklich erreicht. Finde die ganze Sache auch relativ intransparent. Aus dem Mitnahmeeffekt heraus haben wir überhaupt auch nur einen Vertrag abgeschlossen. Jetzt mit zwei Kids kommt da jährlich bei meiner Frau einiges an Zulage zusammen. Im Endeffekt bedeutet dass dann später mit den Eigeneinzahlungen aber ne Zusatzrente von schätzungsweise 200-250 Euro. Das ist dann auch nicht die Welt, aber immerhin noch etwas zusätzlich für das man später dankbar ist denke ich.
 
...also relativ übersichtliche Eigenbeiträge zahlen, ist der echte Altersvorsorge Gedanke natürlich auch nicht wirklich erreicht.

Erste Lektion: Wenn man nichts einzahlt, kann man halt auch nichts rausbekommen :D

Aber zumindest ist mit Riester der Gedanke der privaten Altersvorsorge initiiert. Eigentlich kann sich keiner mehr damit rausreden, daß er nicht gewußt hat, daß er auch privat vorsorgen muß. Die Meisten sträuben sich trotzdem davor, sich näher damit zu befassen, obwohl sie es eigentlich besser wissen müßten. Ist wie mit den Leuten, die nicht zum Arzt gehen, obwohl sie wissen, daß sie krank sind. Wenn sie es dann müssen, ist der Schaden idR unnötig groß.
 
Kann jemand einen guten Anbieter für ein Depot für meine Kinder empfehlen? Derzeit bin ich bei der Targobank mit denen, aber da ist kein Online Banking für die Kids möglich, weshalb ich für jede Order anrufen muss. Welche Alternativen gibt es ohne monatliche Grundgebühr?
 
Hat meine Freundin ja den perfekten Zeitpunkt für den Wertpapiereinstieg erwischt. Ein Jahr dabei und dann wird sie direkt mit dem schnellsten Kursrutsch seit 2008 für die Zukunft abgehärtet :lol:. Zum Glück gehört sie aber zur entspannten Sorte. Hat nur meine körperliche Unversertheit bedroht, falls es sich nicht irgendwann wieder erholt :D.
 
Ich wollte ja unbedingt schnell in ETFs investieren und während ich mich darüber informiert habe, wurde Corona immer schlimmer. Da dachte ich mir, warte Mal lieber ein paar Wochen ab.

Ich warte noch bis Ende April und steige dann ein, wenn Corona hoffentlich ein Ende nimmt.
 
Aktuell besteht mein Depot eigentlich nur noch aus Gold-Invests. Bis Ende letzter Woche hatte ich noch AMD-Aktien, bei denen dann allerdings der gesetzte StopLoss gegriffen hat.

In der aktuellen Situation würde ich einfach abwarten. Das geht defintiv noch weiter runter. Der Aktienmarkt war nicht zuletzt aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB eh heißgelaufen. Geduld haben, Cash vorhalten und den richtigen Moment zum Einstieg abwarten :)
 
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Rein statistisch ist die Einmalanlage langfristig besser, getreu dem Motto "Time in the market beats timing the market". Aber das eine ist die Statistik und das andere die Psychologie. Ich persönlich würde keinem Anfänger empfehlen, sofort all in zu gehen, sondern immer mit Sparplan oder wenigstens drei zeitlich auseinanderliegenden Tranchen, wenn man mehr Kapital investieren will. Sonst kann es passieren, dass man zu nem sehr ungünstigen Zeitpunkt kauft und dann Monate oder im schlimmsten Fall gar Jahre im Minus verbingt. Das halten viele Neuanleger dann nicht durch.
 
Rein statistisch ist die Einmalanlage langfristig besser, getreu dem Motto "Time in the market beats timing the market". Aber das eine ist die Statistik und das andere die Psychologie. Ich persönlich würde keinem Anfänger empfehlen, sofort all in zu gehen, sondern immer mit Sparplan oder wenigstens drei zeitlich auseinanderliegenden Tranchen, wenn man mehr Kapital investieren will. Sonst kann es passieren, dass man zu nem sehr ungünstigen Zeitpunkt kauft und dann Monate oder im schlimmsten Fall gar Jahre im Minus verbingt. Das halten viele Neuanleger dann nicht durch.

Korrekt. Grundsätzlich ist es eh immer gut, parallel einen Sparplan auf z.B. den MSCI laufen zu haben. Und hier darf man dann auch nicht der Versuchung erliegen, irgendwas zu pausieren oder zu verkaufen. Einfach stur weiterlaufen lassen, mit der Zeit gleicht sich das dann alles wieder aus.
 
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