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Der Link dürfte für dich als Vielgriller interessant sein!
Holzkohle-Import aus Schwellen- und Entwicklungsländern
In der Grillsaison verbrauchen die Deutschen fast 180.000 Tonnen Holzkohle, wovon nur zwei Prozent aus heimischen Wäldern stammen. Hauptlieferanten sind Paraguay und Argentinien, aber auch aus afrikanischen Ländern wie Nigeria und asiatischen Ländern wird Holzkohle importiert, mit zweifelhafter Herkunft.
Ein Blick auf das Etikett hilft dem am Waldschutz interessierten Verbraucher beim Holzkohlen-Kauf weiter. Er sollte nach dem so genannten FSC-Siegel oder anderen nachhaltigen Zertifikaten wie PEFC Ausschau halten. Das Forest Stewardship Council (FSC) ist ein weltweit operierende, unabhängige, gemeinnützige Nicht-Regierungs-Organisation. Das FSC-Siegel garantiert, dass für die Produkte keine Tropenwälder gerodet wurden und aus verantwortlicher Waldwirtschaft stammen. FSC-Kohle gibt es auch in Baumärkten, Supermärkten und Tankstellen.
Heimisches Buchenholz für optimales Grillvergnügen
Die Buche ist Deutschlands häufigster Laubbaum. Die Herstellung von Holzkohle aus Buchenholz hat eine Jahrtausend lange Tradition. Köhler stellten dieses Brenngut mit hohem Heizwert, guter Glutentwicklung und geringer Funkenbildung vor allem für industrielle Zwecke her – zur Gewinnung und Nutzung von Metallen. Seit vermehrter Verwendung von Steinkohle ist der Köhlerberuf als Handwerk in Deutschland nahezu ausgestorben.
Holzkohle in größerem industriellen Rahmen produziert die Firma ProFagus in Bodenfelde bei Göttingen. Wie der Name (Buche = lateinisch Fagus) schon sagt,
wird hier vorwiegend aus Sägewerken stammendes Buchen-Restholz verarbeitet. In einem technisch aufwändigen Retorten-Verfahren werden jährlich bis zu 30.000 t Grill-Holzkohle und -Holzkohlebriketts aus unbehandeltes Buchenholz hergestellt. Dieses Verfahren ist umweltfreundlicher und führt zu einem höheren Kohlenstoffgehalt. Nebenprodukte wie Säuren und Teere sind nicht mehr im Produkt enthalten.
Holzkohlen-Puristen sollten aufpassen: Nicht jede Grillkohle besteht aus Holz! Oft verbirgt sich hinter dem Begriff „Grillkohle“ ein Braunkohle-haltiges Produkt. Braunkohle wird meist in Briketts gepresst angeboten. Schon der Name „Grillbriketts“ sollte hellhörig machen: Diese heißen meist so, weil sie kein Holz enthalten. Sie brennen schwerer an und während des Grillens erkennt man sie am Geruch und danach an der gelben Asche