Nach ziemlich genau 20 Stunden habe ich heute die Story durchgespielt. Ich habe mir oft Zeit gelassen und Passagen eher im Schleichen gelöst, die man auch durch Schießen hätte abschließen können, weniger Stunden sind also durchaus möglich.
Es war so eine Mischung aus Hitman und Uncharted. Schleichen, klettern, schießen. Die Schleichanteile sind geringer als es anfangs den Anschein machte. Auch funktionierte das Ablenken eigentlich immer gleich und war daher leider recht einfach, ein Hitman light sozusagen. Das Schießen war dafür oft ganz schön lange und dann störte auch, dass Bond kaum eigene Munition hat. Ich verstehe zwar, warum man das so gemacht hat, Bond ist eben Agent und kein Soldat. Aber dann hätte man auch die Schieß-Passagen weniger lang gestalten müssen. Gleichzeitig war es dann auch schwieriger, dass die Deckung nicht immer richtig durchschaubar war. Jetzt am Ende wurde das besser - entweder ich bin geübter geworden oder sie haben es mit einem Patch angepasst.
Insgesamt hat mir das Spiel gefallen und es hatte auch eine gute Länge. Für meinen Geschmack lag der Fokus aber ein wenig zu sehr auf den Action-Passagen und dem Schießen. Wäre das Bond-Thema nicht, war das Gameplay doch relativ austauschbar. Ich hätte mir noch ein wenig mehr Informationen einholen oder gesellschaftliche Anlässe gewünscht, dass man Gegner/Verbündete auch mal aushorchen und mit ihnen sprechen kann. Die wenigen Unterhaltungen waren doch immer sehr steif und unnatürlich. Da hat sich niemand gewundert, wenn ich ihn zum dritten Mal nach jemandem frage, der mich überhaupt nichts angeht, und die Gegner haben auch ständig die gleichen Selbstgespräche geführt.
Tolle Locations aber, außer die Frachter-Stadt in der Wüste, die war mir zu lang. Am besten gefallen hat mir das Resort in Vietnam, gleich nach dem Hotel vom Beginn.