Das stärkere Ruckeln von 30 FPS auf einem OLED-Bildschirm liegt an der extrem schnellen Reaktionszeit der Pixel.
Während ältere LCD- oder LED-Bildschirme die einzelnen Frames durch eine technologische Trägheit künstlich "verschmieren", zeigt ein OLED-Display jedes Bild sofort gestochen scharf an. Dies führt zu visuell harten Sprüngen, dem sogenannten
Stutter- oder Judder-Effekt.
- Pixel-Reaktionszeit: OLED-Pixel schalten in der Regel in unter 0,1 Millisekunden (ms) um. Herkömmliche LCDs benötigen dafür oft mehrere Millisekunden. [1]
- Der LCD-Vorteil beim Ruckeln: Bei LCD-Bildschirmen entsteht durch den langsameren Farbwechsel ein natürlicher Unschärfe-Effekt (Ghosting/Motion Blur). Diese Unschärfe fungiert als optischer Puffer. Sie blendet die Frames weich ineinander über.
- Das OLED-Problem: Da die OLED-Pixel das Bild ohne Verzögerung wechseln, bleibt ein Frame exakt so lange stehen, bis der nächste abrupt erscheint (Hold-Type-Display). Das menschliche Auge nimmt diese harten Wechsel bei niedrigen Bildraten von 24 oder 30 FPS als deutliches Stottern wahr. [1, 2]