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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Stoffmasken waren extrem lange auch nicht gestattet.

Diese Livinguard eigentlich schon ... aber wussten die Busfahrer halt nicht. Gibt sogar extra ein Zertifikat, dass die wie ne ffp2 Maske schützt.

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"Eine unzumutbare Gefahr" - Jeder zehnte Corona-Kranke geht weiter zur Arbeit [n-tv.de]

Mediziner raten dringend dazu, im Krankheitsfall zu Hause zu bleiben. Viele Deutsche gehen trotzdem weiter zur Arbeit, wie eine Studie zeigt. Damit gefährden sie sich und andere. Doch selbst bei einer Corona-Infektion halten sich demnach manche nicht an die Isolationspflicht.

Die Mehrheit aller Berufstätigen geht trotz Krankheit zur Arbeit. Sogar jeder zehnte Corona-Erkrankte erscheint bei einem milden Verlauf und trotz positiven Tests im Büro oder im Betrieb. Weitere gut 20 Prozent kommen mit ansteckenden Infekten in den Job. Nur 28 Prozent der Deutschen bleiben bei Krankheit konsequent zu Hause und arbeiten nicht

[...]

Arbeiten trotz Krankheit ist aus Sicht von Medizinern insbesondere bei ansteckenden Infektionen fragwürdig. "Wer sich nicht in Ruhe auskuriert, riskiert, dass Viruserkrankungen auch Herz oder andere Organe angreifen oder sich durch Medikamente unterdrückte Symptome verschlimmern", sagt Gerd Herold, Beratungsarzt bei der Pronova BKK. "Noch dazu können Mitarbeitende angesteckt werden." So sei die Präsenz im Büro trotz positivem Corona-Test "eine unzumutbare Gefahr".

Bei Corona-Erkrankungen erscheinen laut Umfrage neun Prozent der Erkrankten im Betrieb.

[...]

Die Erfahrungen mit dem Infektionsschutz während der Corona-Pandemie hätten nichts an der Gewohnheit geändert, auch krank im Job zu erscheinen, sagt Herold: "Manche haben Sorge, als faul zu gelten oder den Kolleginnen und Kollegen die Vertretung zuzumuten".


Wir sollten also wirklich auf die Eigenverantwortung der Menschen setzen. :dhoch:
 
Hinzu kommt die Tatsache dass das Krankmelden bei vielen eher nicht so tollen Jobs auch gerne mal bedeutet das man danach nie wieder auf Arbeit erscheinen muss. Ich hatte auch schon mal einen solchen Arbeitgeber.
Im Bekanntenkreis hat mir auch schon jemand erzählt das denen klar gesagt wurde das jeder der mehr als 2 Wochen in einem Jahr Krank ist die Kündigung bekommt.
So offen habe ich das noch nie erlebt, dass das so ähnlich gehandhabt wird (nur halt ohne das so offen zu kommunizieren) ist aber zumindest in meiner kleinen Bubble eher die Regel und nicht die Ausnahme.
 
Der Aufwand, sich krank zu melden, ist so groß, dass die Leute lieber arbeiten gehen. Und solange Arztbesuche unter 3 Stunden nicht realistisch sind, wird sich das auch nicht ändern.
Mein Prozess sieht so aus:
Mail-Client öffnen. Mail an HR und Chef "kann nicht kommen, bin heute erst mal krank"

Fertig

Bekomm dann ne Mail von HR mit der Ticketnummer, in der ich meine ABwesenheit verlängern kann oder halt ab dem 4. Tag ne AU hochladen kann.

Gibt nie ein Problem oder Nachfragen.

Und wenn ich ne AU brauche, dann geht das seit Corona ja sogar telefonisch beim Arzt...
 
Mir droht bei einer Krankschreibung zwar keine Kündigung aber viele unnötige dumme Kommentare. Da überlegt man sich 2 mal ob man sich krankschreiben lässt.
Wenn es vom Arbeitgeber bevorzugt wird, dass man bei der Arbeit mehr Kollegen ansteckt, so sei es!
 
Eben, Theorie und Praxis. Bei mir ist das auch alles so vorbildlich geregelt und wie es sein soll, man meldet sich in einer Minute krank und es gibt auch nie einen Nachteil. Ich habe hier in der Region aber auch generell einen der besten und "menschlichsten" Arbeitgeber in allen Bereichen.

Nur sieht das eben leider nicht immer so aus. Und wenn jemand, der symptomlos positiv ist und einen Job verrichtet, der nicht im Homeoffice ausgeführt werden kann (nicht alle Jobs sind Büroarbeit.) und bei dem jeder Krankheitstag dazu führen kann, dass er einem Rausschmiss näher ist und ruckzuck durch eine billigere Arbeitskraft ersetzt werden kann und er dann zusehen muss, wie er die Miete bezahlt, seine Familie ernährt, usw, ..., dann nach einigem Abwägen trotzdem auf der Arbeit erscheint, ist das zwar sicher nicht richtig, aber aus seiner persönlichen Perspektive auch nicht komplett unnachvollziehbar. Und ich glaube nicht, dass nur "der Deutsche" so "unvernünftig" ist und trotz Abschaffung der Isolationsregel bei positivem Test in nahezu allen anderen Ländern die Menschen dort niemals mit Krankheitssymptomen zur Arbeit gehen. Oftmals sind mangels ausgearbeiteter Arbeitsschutzgesetze die Rausschmisse dort sogar nochmal leichter. Leider...
 
Krankmeldung erfolgt bei mir per WhatsApp, am vierten Tag brauch ich erst ne AU vom Arzt und bei dummen Kommentaren gäbs rhetorisch so perfektes Backfire, dass es alle sprachlos macht :ugly:
Ungefähr so ist es hier auch bei mir :lachweg:

Wenn ich das hier so lese alles, bin ich echt froh, wie einfach doch bei meiner Firma alles ist. Klar halten sie sich an gewisse Regeln, müssen sie ja auch.

Aber ich habe nahezu keinen Aufwand wenn ich krank bin, mache mir keine Sorgen über meinen Job oder die Themen die liegen bleiben.

Das trägt ja auch sehr zur Genesung bei, umso schlimmer wenn man krank ist und noch an die Arbeit denken "muss".​
 
Das trägt ja auch sehr zur Genesung bei, umso schlimmer wenn man krank ist und noch an die Arbeit denken "muss".

Joar... so gehts mir gerade. Meine Klienten laufen nicht weg, die übernimmt auch kein anderer. Die bleiben bis ich wieder komme... und werden dabei sogar noch mehr. Ich bin die Woche noch krank geschrieben und ich konnte gestern schon schlecht schlafen weil der Gedanke kam "In ner Woche gehts wieder los... was erwartet mich?". Es kam die Tage auch ne Nachricht von meiner Kollegin die mir nahelegt doch weiter krank zu sein... mein AG dreht wohl gerade wieder wegen Corona durch. Testpflich 3x die Woche, durchgehend FFP2 Masken und das ganze durch diverse Listen und Kontrollinstanzen abgesichert. Ahja... blöde Kommentare hinsichtlich meines Krankenstandes gabs es seitens der Leitung auch schon.

Da kommt Freude auf und sorgt natürlich für eine optimale Genesung und Erholung... :fp:
 
Hinzu kommt die Tatsache dass das Krankmelden bei vielen eher nicht so tollen Jobs auch gerne mal bedeutet das man danach nie wieder auf Arbeit erscheinen muss. Ich hatte auch schon mal einen solchen Arbeitgeber.
Im Bekanntenkreis hat mir auch schon jemand erzählt das denen klar gesagt wurde das jeder der mehr als 2 Wochen in einem Jahr Krank ist die Kündigung bekommt.
So offen habe ich das noch nie erlebt, dass das so ähnlich gehandhabt wird (nur halt ohne das so offen zu kommunizieren) ist aber zumindest in meiner kleinen Bubble eher die Regel und nicht die Ausnahme.

Das schaffen bei uns viele pro Quartal. :ugly:

Ich denke die Art von Kündigung würde jeder ordentliche Anwalt in der Luft zerreißen.
 
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