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Hurra! Wir bekommen ein Baby!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Naja, er ist in Leichtathletik. Anfangs Bock und jetzt auch da nicht mehr. Die Alternative sähe bei ihm so aus, zu spielen oder rumzulümmeln. Gründe sind vielfältig, ist ja kein richtiges KungFu, Aufdruck auf den Shirts (…). Sag ihm auch immer, dass er nur mal anfangen muss, haben die anderen auch mal gemacht. Er schafft halt den ersten Schritt nicht.
Wir hatten auch das Thema, dass unser Sohn jetzt 7, auch recht introvertiert wie der Papa, etwas für Selbstvertrauen macht. Damals haben wir ihn auch in so Kampfzentrum für Kindet angemeldet. Alles nix gebracht, bis er es beim Fußball versucht hat. Und er spielt es seit einem Jahr und es tut ihm richtig gut, auch wenn er Tor schiesst und die Jungs ihn dafür applaudieren.
 
Eine Schnupperstunde Fußball hatten wir schon, hat auch nur zugeguckt. Vielleicht ist er auch noch nicht so weit/reif für sowas, fürchte nur, wenn ich ihm keine Optionen zeige, wird das nix. Naja, weiß auch nicht.
 
Oder evtl. Karate - ist gut für's Selbstvertrauen und macht (zumindest meinem 10-jährigen) auch echt Spaß. Und sich schön durch die Gürtelfarben durchzusteigern ist sicher auch sehr motivierend.
 
@Frystil
Warum genau möchtest du denn, dass er sowas macht?
Du schreibst:
"dass er einmal für seine körperliche, psychische als auch soziale Entwicklung etwas neben sportlich macht."
Die Entwicklung geschieht doch automatisch, durch Kita, Schule und soziale Kontakte. Vielleicht kommt das auch nur falsch rüber, aber bei mir schrillen da irgendwie alle Alarmglocken. Lass das Kind einfach Kind sein. Interessen kommen von ganz alleine. Auf mich wirkt es so fordernd. Würdest du wollen, dass dein Kind in 30 Jahren deswegen beim Therapeuten sitzt, weil dadurch vielleicht irgendein Denken oder Verhalten geprägt worden ist, dass sich evtl in psychischen Problemen wie einer Depression, Angst oder Panik Störung, Versagensangst etc manifestiert?
Weiter schreibst du
"Er müsste es einfach mal nur probieren, aber das macht er nicht. Und einfach nur versauern und dazu Hause rumhängen, neee."
Wo ist das Problem? Vielleicht fühlt er sich zu Hause wohl. Vielleicht ist er introvertiert und wird sich später lieber in Bücher vertiefen als in einem Sportverein. Jeder Mensch ist anders. Eltern neigen oft dazu anzunehmen, dass die Kinder in die eigenen Fußstapfen treten. Aber das muss nicht der Fall sein.
Ich habe zwei Jungs, 7 und 9 Jahre alt. Beide sind so unterschiedlich wie es nur geht, trotz gleicher Erziehung und Sozialisation.

Das waren jetzt nur meine zwei Cents zu dem Thema, weil in meiner Kindheit auch bestimmte Verhaltensmuster geprägt wurden und ich mich aktuell deswegen in Therapie befinde.

Ich glaube einfach, dass du ihm damit keinen Gefallen tust.
 
@Frystil
Warum genau möchtest du denn, dass er sowas macht?
Du schreibst:
"dass er einmal für seine körperliche, psychische als auch soziale Entwicklung etwas neben sportlich macht."
Die Entwicklung geschieht doch automatisch, durch Kita, Schule und soziale Kontakte. Vielleicht kommt das auch nur falsch rüber, aber bei mir schrillen da irgendwie alle Alarmglocken. Lass das Kind einfach Kind sein. Interessen kommen von ganz alleine. Auf mich wirkt es so fordernd. Würdest du wollen, dass dein Kind in 30 Jahren deswegen beim Therapeuten sitzt, weil dadurch vielleicht irgendein Denken oder Verhalten geprägt worden ist, dass sich evtl in psychischen Problemen wie einer Depression, Angst oder Panik Störung, Versagensangst etc manifestiert?
Weiter schreibst du
"Er müsste es einfach mal nur probieren, aber das macht er nicht. Und einfach nur versauern und dazu Hause rumhängen, neee."
Wo ist das Problem? Vielleicht fühlt er sich zu Hause wohl. Vielleicht ist er introvertiert und wird sich später lieber in Bücher vertiefen als in einem Sportverein. Jeder Mensch ist anders. Eltern neigen oft dazu anzunehmen, dass die Kinder in die eigenen Fußstapfen treten. Aber das muss nicht der Fall sein.
Ich habe zwei Jungs, 7 und 9 Jahre alt. Beide sind so unterschiedlich wie es nur geht, trotz gleicher Erziehung und Sozialisation.

Das waren jetzt nur meine zwei Cents zu dem Thema, weil in meiner Kindheit auch bestimmte Verhaltensmuster geprägt wurden und ich mich aktuell deswegen in Therapie befinde.

Ich glaube einfach, dass du ihm damit keinen Gefallen tust.
Absolut.
Unser großer ist noch fünf und geht ins Kinderturnen und in die Musikschule (musikalisches Orientierungsjahr). Der Kleine (wird im Juli vier) macht nur Kinderturnen (freut sich aber schon auf die musikalische Früherziehung, wenn er vier wird).

Wenn sie Lust drauf bekommen, ist so mit sechs Jahren auch der Moment gekommen, an dem einen "richtigen" Sport beginnen kann. Das würden wir aber immer ohne Druck machen und mir ist klar, dass sich da Kinder auch ausprobieren müssen und ein paar Sportarten fallen lassen, bevor sie an einer Aktivität ankommen, die dauerhaft intrinsisch motiviert.
Letzteres ist uns aber das wichtigste: Das Kind muss intrinsisch motiviert sein, wir als Eltern wollen da keinen Druck ausüben.

Ein Kind, das in den Kindergarten geht und soziale Kontakte zu Freunden hat, auf dem Spielplatz tobt etc, braucht keinen Sportverein für die Entwicklung. Das passiert wie Nimble schreibt von alleine.
Wenn natürlich ne Sportart passt - super. Wenn nicht - auch vollkommen OK. Entweder es kommt später (z.B. über Freunde oder andere Gründe) oder auch nicht. Geht auch keine Welt unter.
Ich war z.B. auch in einigen Sportvereinen. Leichtathletik, Schwimmen, Handball, Fussball, Karate. Training fand ich immer toll. Wettkämpfe aber nicht. Sobald es also "ernst" wurde, ist meine Motivation auf Null gesunken und ich war raus. Ich bin kein kompetitiver Mensch, war ich noch nie. Wenn das bei meinen Kids so ist, dann werd ich das akzeptieren.
Im Endeffekt war meine längste sportliche Betätigung Basket- und Streetball mit Kumpels. Das haben wir über Jahre quasi jeden Tag gemacht. Ganz ohne Verein oder dass mich meine Eltern dazu gebracht hätten.


Genauso machen wir das mit Musikinstrumenten. Ich fände es toll, wenn sie ein Instrument lernen. Ich sehe es an mir, wie ausgeprägt mein INteresse für Musik und meine Musikalität und Rhythmusgefühl sind, weil ich 10 Jahre Klavierunterricht hatte.
Aber auch da werde ich keinen Druck ausüben. Natürlich ist es die elterliche Aufgabe, intrinsische Motivation zu erzeugen - aber nicht erzwingen.
Momentan will der Große Gitarre lernen - wird er aber mit sechs Jahren noch nicht können (der Gitarrenlehrer an der Musikschule ist ein guter Schulfreund von mir, mit dem hab ich mich schon unterhalten). Ich versuche ihm also, Klavier schmackhaft zu machen - haben wir daheim, ich kann ihm daheim helfen und es ist für sechsjährige geeignet.
Wenn er aber die Motivation verliert oder auf die Gitarre warten will oder gar kein Instrument lernen mag - dann werde ich auch das akzeptieren. Und nicht wie meine Eltern damals unter Strafandrohung dafür sorgen, dass ich min. ne halbe Stunde pro Tag Klavier übe... Das bringt nix.


Und sonst war ich auch oft daheim. Alleine, mit Büchern oder Videospielen. Weil mir das Spaß gemacht hat und ich mich schon immer daheim am wohlsten fühle.

Mit Druck erreicht man mittel- und langfristig nur das Gegenteil von dem, was man will. Und im schlimmsten Fall entfremdet man sein Kind von sich, wenn man es in Schablonen pressen will, in denen man das Kind sieht aber das Kind selbst sich eben nicht.
 
Das härteste am Eltern sein ist, dass man seine Kinder nicht vor Enttäuschungen und Verletzungen schützen kann.
Mir wurde heute auf dem Spielplatz das Herz gebrochen. Mein Sohn hat relativ lang mit einem vermeintlichen Brüderpaar (einer etwa 5 der andere etwa 7) gespielt. Die sind zu dritt auf einem Dach rum geklettert, dass eigentlich gar nicht dafür gedacht war.
Später als wir gehen mussten sagte mein Sohn, "warte Papa ich muss den Jungen noch was fragen" und rannte los zu dem jüngeren der beiden und sprach ihn an: "Sind wir Freunde? Wollen wir Freunde sein für heute?"

Und dieser Junge ignorierte ihn völlig und ließ ihn einfach stehen.

Ich bin dann zu meinem Sohn der sichtlich Pipi in den Augen hatte und hab ihn auf den Arm genommen. Dort fing er dann richtig an zu weinen.

Ich bin anschließend noch mit ihm zu den beiden hin und sagte "Hey Jungs, Maxi hatte heute viel zu Spaß mit euch, sagt wenigstens noch Tschüß zu ihm"
Der jüngere brachte nur ein "nää" hervor und wandte sich ab. Der ältere sagte zumindest halbherzig tschüss.

Ich bin dann mit meinem Sohn (immer noch auf dem Arm) Richtung Auto und hab ihm erklärt dass er heute ganz toll geklettert und gespielt hat und dass es nette und nicht so nette Kinder gibt. Wie bei den Erwachsenen auch.

Noch einmal Nase hoch gezogen und dann gings wieder....

Man man man, sowas trifft mich ganz hart in meinem Papa Herz und ich trink grade ein Bier mehr als sonst.

6uMj4IV.jpg


Vorne, oben auf dem Dach mein Sohn, rechts daneben die zwei anderen Kinder.
 
Kleine Kinder, kleine Sorgen. Große Kinder, große Sorgen.
Ist leider so.

Unser Tochter ist 10 und hat jetzt das erste mal von nem Problem berichtet, was auch meine Frau so nicht kannte aus der Pubertät. Sie hat es mir letze Woche erzählt, dass sie sich Sorgen mache, weil ihr unsere Tochter von einer Auffälligkeit erzählt habe. Ich hab erst mal feuchte Augen bekommen und musste echt kämpfen weil das so von jetzt auf gleich war und mich eiskalt erwischt hat. Dazu bin ich eh ein Teilzeit-Hypochonder. Nicht ausgeprägt aber spätestens bei den Kids ist halt fertig.

Also hat unsere Tochter ihren ersten Frauenarzttermin jetzt halt mit 10 gehabt und nach gründlicher Untersuchung ist alles okay.

Wir sind so happy und erleichtert. Es sind diese kleinen Dinge die mal wieder die Augen öffnen.
Die klar machen, dass eben nichts von dem selbstverständlich ist, was wir genießen dürfen.
 
Mal ne Frage: Wie ist das bei euren Kindern und Musikinstrumenten?
Unser Großer hat vergangenes Jahr das musikalischer Orientierungsjahr an der Musikschule gemacht und will jetzt mit Klavierunterricht beginnen. Da haben wir heute eine Schnupperstunde.

Ich bin gespannt, ob er das "Sitzfleisch" hat, das es für das Erlernen eines Instruments braucht. Ich hab damals zwar auch mit sechs Jahren den Klavierunterricht begonnen (er wird in einem Monat 6), aber ich war schon in der Schule, er noch nicht, Einschulung ist erst 2023.
Freut mich natürlich auch, dass er Klavier gewählt hat - Instrument ist vorhanden, ich spiel ja seit 9 Monaten auch wieder und kann ihm entsprechend auch daheim helfen. Sorgt eventuell auch für Motivation.

Gibt's hier auch Lütten, die ein Instrument lernen? Wann habt ihr angefangen und wie läufts?
 
Mein Sohn hat die ersten Schnupperstunden rum und heute die zweite kostenpflichtige Schlagzeug. Der Vertrag hat eine dreimonatige Testphase, wenn er da es gut macht wird er ein Drumset brauchen (mir gratis schon :D). Lange Rede, kein Sinn: Am Anfang schauen wir auch, ob er dabei bleibt. Er ist auch noch 6.
 
Aber dann E-Drums, oder? :D
Bei uns gibts auch "nur" ein E-Piano. Würd auch nicht anders gehen, das Ding steht im Wohnzimmer und ich übe oft abends mit Kopfhörern, wenn die Kinder im Bett sind und die Frau Netflix schaut. Und sonst kann man halt leise machen, wenn mein Sohn dann hoffentlich bald auch übt.
Da würd ein akustisches Piano nicht funktionieren. Die Dinger sind laut, auch wenn man den Resonanzraum dämmt.

Außer ihr habt nen Kellerraum übrig, den man schallisolieren kann.
 
Klar, E-Drums. Wobei der Lehrer meinte, 2h in der Wohnung spielen sind ok (auch mit den normalen Drums). Und da hat er recht, sogar richterlich Urteile gibts dazu.
 
Klar, E-Drums. Wobei der Lehrer meinte, 2h in der Wohnung spielen sind ok (auch mit den normalen Drums). Und da hat er recht, sogar richterlich Urteile gibts dazu.
Klar, rein gesetzlich sollte das klappen, aber es geht ja auch um eure Nerven :D

Ich wollte keine akustischen Drums daheim haben, da könnten die Nachbarn noch so verständnisvoll sein :D
 
Klar, rein gesetzlich sollte das klappen, aber es geht ja auch um eure Nerven :D

Ich wollte keine akustischen Drums daheim haben, da könnten die Nachbarn noch so verständnisvoll sein :D
Der Nachbar über mir ist eh ein Penner, der uns beim Vorbeigehen schubst. Das Schlagzeug wäre direkt unter seinem Schlafzimmer, daher ist das schon ok in dem Fall :)
 
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