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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ja, „bis zu 15%“ für Long Covid, was eine Zeitspanne von bis zu (!) 12 Wochen nach Infektion bezeichnet. Danach ist es Post-Covid, was nur noch bei bis zu 2% registriert wurde, wenn ich das richtig verstanden habe.
Siehst du.

Das ist ein Schätzwert der ungefähr die Mitte betrifft. Beim rki sieht das so aus:

. So zeigt eine Bestandsaufnahme von 23 Übersichtsarbeiten und 102 Originalarbeiten, dass der Anteil von Erwachsenen mit gesundheitlichen Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion in Studien von Erwachsenen, die nicht wegen COVID-19 im Krankenhaus behandelt werden mussten, stark variierte und zwischen 7,5% und 41% lag. Bei Erwachsenen, die wegen einer COVID-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden mussten, wurden bei 37,6% gesundheitliche Langzeitfolgen berichtet.

. Basierend auf einer dreiwöchigen Online-Befragung in einer nicht repräsentativen Stichprobe von 338 medizinischen Rehabilitations-Einrichtungen (dies entspricht 31% aller Einrichtungen), welche von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) im September und Oktober 2021 durchgeführt wurde, hatten 7,1% der Reha-Patientinnen und Patienten eine Post-COVID-(Zusatz-)Diagnose. Darüber hinaus berichten einige Studien, dass Patientinnen und Patienten nach einer vorangegangenen COVID-19-Erkrankung z. T. über Wochen bis Monate arbeitsunfähig sind – unabhängig davon, ob ein Post-COVID-Zustand erkannt und diagnostiziert wurde. Analysen von ambulanten Versorgungsdaten in einer repräsentativen Stichprobe von Arztpraxen in Deutschland zeigten, dass 5,8% der Erwachsenen mit COVID-19-Diagnose mindestens 4 Wochen nach der Diagnosestellung noch krankgeschrieben waren. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) wurden bereits für 132.153 Menschen Berufskrankheiten in Zusammenhang mit COVID-19 anerkannt (Stand 28.02.2022). Nach einer SARS-CoV-2-Infektion wird zudem eine häufigere Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen wegen körperlicher und psychischer Neuerkrankungen berichtet, sowie ein vermehrter Medikationsbedarf und eine höhere Sterblichkeit (siehe hierzu auch systematisches Review).
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste_Gesundheitliche_Langzeitfolgen.html

15 % sind also eine durchschnittliche gut passende Annahme.

Die verfügbaren Reha Plätze sind voll, die Long COVID ambulanzen um Monate ausgebucht, scheint also dich ein dickes Problem zu sein.


Wir wissen nichts über Long COVID. Es gibt keinen Test dafür, es gibt keine Medikamente, es gibt immer noch keine vollständige Studie, es gibt nichts dazu ob das wieder kommen kann z.b. durch eine weitere Infektion.

Das ist ja der Wahnsinn dabei das wir so tun als sei nach einer durchseuchungs alles gut. Nein ist es nicht. Es gibt vermehrt Falle von Menschen die sich mehrfach infiziert haben.
https://www.swr.de/wissen/corona-genesene-reinfektion-100.html

https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/corona-reinfektion-105.html
Das Virus ist eben nicht nur ne grippe und die Langzeit Folgen kann derzeit keiner absehen.

Da bislang auch nicht klar ist warum es dazu kommt, kann es Potentiell jeden treffen. Es gibt nichts was du tun kannst, außer dich eben nicht zu infizieren.

Stell dir vor bei jeder Welle bleibt es bei, sagen wir Mal 10% die mit Long COVID und 2% mit Post COVID für Monate berufsunfähig sind. Die Kosten, von denen ja gerne immer gesprochen wird, sind dann sicherlich nicht unwesentlich.

Es gibt schon die ersten privaten Krankenkassen die vormals Long COVID erkrankten nicht mehr aufnehmen. Bin Mal gespannt wenn dann auch Berufsunfähigkeit Versicherung sich da verweigern usw. Das wird noch richtig spaßig.
 
die aktuelle müdigkeit bei mir kommt vom heuschnupfen, auch wenn der bei mir die letzten jahre besser wird.
aber ich schwitze beim sport seit corona und ich bin schneller ausgepowert. aber gut, mit 37 kann es mehrere gründe haben :D
 
was natürlich dann doppelt bitter ist.

was ich aber meinte ist, ob die Prozentzahlen sich auf Geboosterte beziehen, meistens sind solche Zahlen aus Zeiten in denen es noch keine Impfung gab.
Bei Geboosterten sollten die Prozentzahlen nochmal ein gutes Stück niedriger sein.
Wenn die boosterung zu lange her ist bringt dir diese auch wenig. Einfach nur zu sagen, man ist ja geboostert, also darauf kann man sich nicht verlassen.
 
sie bringt immer noch sehr viel gegen schwere Verläufe, nur nicht gegen die direkte Infektion.

Man kann auch durch zuviel boostern sein Immunsystem desensibilisieren. Da muss man schon aufpassen dass man sich nicht eine Spritze nach der Anderen reinhaut.
 
Woher willst du das denn wissen was ein booster nach 6 oder 12 monate ausmacht? Mein vater Meint auch er braucht ja keinen weiteren booster mehr weil er ja schon geboostert ist. Bei vielen dürfte der booster 6 monate her sein, wird langsam eng. Und schaut man mal nach portugal und weiss was noch in diesem sommer hier passieren wird.
 
Und schaut man mal nach portugal und weiss was noch in diesem sommer hier passieren wird.
Jop, keine Einschränkungen, siehe u.a. Tagesspiegel:

Die Untervariante BA.5 sei vermutlich ansteckender als andere Virustypen, sagt der Epidemiologe João Paulo Gomes. „Aber BA.5 scheint nicht schwerere Krankheiten zu verursachen als andere Varianten.“

Vor allem deswegen schließt Gesundheitsministerin Marta Temido die Rückkehr von Corona-Restriktionen aus. Sie setzt auf die Eigenverantwortung der Portugiesen.

Wobei das bei uns natürlich wieder ein anderes Thema ist...
 
Ne aber du hast ja noch die gute möglichkeit durch keine restriktionen irgendwo dich überall ganz deines beliebens nach alle 3 Monate anzustecken.
Darfst dir halt aussuchen. Grundrechte und so.

Man kanns aber auch echt keinen recht machen.
Naja, inzwischen sollte doch bekannt sein dass die Impfung nicht vor Ansteckung, sondern (Gott sei Dank) nur vor schweren Verläufen schützt - das wird auch offen so kommuniziert.
 
Ich hab gar keinen Plan wann ich die vierte Impfung in Angriff nehmen soll.

Portugal sehe ich entspannt. Ansteckend, aber nicht wirklich bedrohlich. Damit müssen wir uns abfinden. Wer deswegen sofort wieder Panik schiebt, sollte allein in einen Bunker ziehen.
 
Hatte Mitte Februar meine Booster-Impfung und werde zum Jahresende
bei meinem Hausarzt wegen einer vierten Impfung nachfragen.
Vielleicht kann man das ja zusammen mit der jährlichen Grippeimpfung machen.
So werde ich das auch weiter handhaben, werde sicherlich mich nicht weiterhin
viermal innerhalb eines Jahres impfen lassen.
 
was natürlich dann doppelt bitter ist.

was ich aber meinte ist, ob die Prozentzahlen sich auf Geboosterte beziehen, meistens sind solche Zahlen aus Zeiten in denen es noch keine Impfung gab.
Bei Geboosterten sollten die Prozentzahlen nochmal ein gutes Stück niedriger sein.
Da gibt es einfach noch zu wenig Studien. Der Text ist von ende 2021 aber sehr detailliert

https://www.spektrum.de/news/long-covid-schuetzen-die-impfungen-vor-long-covid/1953937

. Impfstoffe verringern das Risiko einer Long-Covid-Erkrankung, indem sie die Wahrscheinlichkeit verringern, sich überhaupt mit Covid-19 zu infizieren. Studien deuten jedoch auch darauf hin, dass die Impfung das Risiko einer Long-Covid-Erkrankung bei denjenigen, bei denen es zu einer Durchbruchinfektion kommt, maximal halbiert oder überhaupt nicht beeinflusst.

Es gibt eine Studie aus Israel die sagt das es schon was bringt aber vor allem dadurch das die die COVID Infektion verhindert. Darüberhinaus wird wohl der schwere Verlauf von Long COVID abgemildert. Ohne Impfung haben Leute es auch immer noch, mit Impfung verkürzt sich der Zeitraum auf "nur" ein paar Monate.

Von daher passt das hier aus dem Text weiterhin ziemlich gut:

Gegenwärtig handeln Politiker im Blindflug, wenn es um Covid und Impfungen geht. Obwohl Impfstoffe schwere Erkrankungen und Todesfälle stark reduzieren, verhindern sie die Krankheit nicht immer, und Long Covid kann auch nach einer milden oder asymptomatischen Coronavirus-Infektion auftreten.
 
Gibts eigentlich irgendwelche News darüber ob und wann es einen Omikron angepassten Impfstoff geben könnte? Also wirklich auf dem Markt, nicht in Entwicklung.
 
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