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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Erst Covid, dann Atemprobleme - Corona erhöht Risiko für spätere Erkrankungen [n-tv.de]

Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, haben einer US-Studie zufolge ein doppelt so hohes Risiko, später eine Lungenembolie oder Atemprobleme zu entwickeln. Auch weitere Folgeschäden sind nach einer Infektion nicht selten, so die Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC. Von den 18- bis 64-Jährigen, die sich mit Covid-19 angesteckt hatten, litt demnach jeder Fünfte längerfristig an gesundheitlichen Problemen. Bei den über 65-Jährigen war es sogar jeder Vierte.

Dieses Verhältnis entspricht den Ergebnissen früherer Studien, die die Zahl der ehemaligen Covid-Patienten mit Langzeitsymptomen, allgemein als Long Covid bezeichnet, auf etwa 20 bis 30 Prozent schätzten.

[...]

"Die ehemaligen Covid-19-Patienten hatten ein signifikant höheres Risiko als die Kontrollgruppe, Erkrankungen zu entwickeln, die auf eine vorherige Infektion zurückgeführt werden können", schreiben die Forscher. Häufigste Beschwerden waren demnach Atemwegsprobleme sowie Muskel- und Skelettschmerzen. Bei den Über-65-Jährigen war das Risiko für alle 26 untersuchten Symptome erhöht, bei den jüngeren Erwachsenen blieb beispielsweise das Risiko für psychische Erkrankungen oder Probleme mit Blutgefäßen im Gehirn gleich.

In beiden Gruppen war das Risiko für Atemwegssymptome und Lungenembolien - Blutgerinnsel, die eine Lungenarterie blockieren und tödlich sein können - am stärksten erhöht. Die Forscher weisen darauf hin, dass ihre Daten die jüngste Omikron-Variante des Coronavirus noch nicht berücksichtigen.
 
@mushaaleste

dazu fand ich diesen Thread ganz interessant:
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30 Jahre jung + sportlich und nun bricht sie beim spazieren zusammen und muss von ihrem Freund nach Hause getragen werden, wtf, da muss dringend geforscht werden, das ist doch kein Leben.
 
Ähh, die Zahlen sind explodiert. Da es aber keine Testpflicht und keine PCR Testzentren mehr gibt aber nur PCR getesteten Falle zur Statistik beitragen, kennt keine Sau mehr die Zahlen.

So isses... ich hab gerade im privaten wie im beruflichen Umfeld alles voller positive. Die letzten 2 Jahre war ein positiver die krasse Ausnahme.

Aus meiner Perspektive sind die Zahlen hoch wie nie... wenn sie einer erfassen würde.
 
Naja, das stimmt zumindest aus objektiver Sicht nur bedingt denn seit einigen Wochen sinkt auch die Hospitalisierungsinzidenz konstant. Da sich nach wie vor JEDER testen lassen muss, der ins Krankenhaus muss, ob nun mit einem gebrochenen Arm, starkem Fieber oder einer geplanten OP, gab dieser Wert immer einen guten Anhaltspunkt für die aktuelle Verbreitung von Corona. Daraus ableiten wie viele Menschen WEGEN und nicht MIT Corona im Krankenhaus landen, konnte man freilich nicht. Aber trotzdem gibt der Wert nach wie vor die Verbreitung in der Bevölkerung an da so auch asymptomathische Fälle erkannt werden. Und der Wert sinkt wie gesagt seit Wochen konstant. Quelle: RKI

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Naja, das stimmt zumindest aus objektiver Sicht nur bedingt denn seit einigen Wochen sinkt auch die Hospitalisierungsinzidenz konstant. Da sich nach wie vor JEDER testen lassen muss, der ins Krankenhaus muss, ob nun mit einem gebrochenen Arm, starkem Fieber oder einer geplanten OP, gab dieser Wert immer einen guten Anhaltspunkt für die aktuelle Verbreitung von Corona. Daraus ableiten wie viele Menschen WEGEN und nicht MIT Corona im Krankenhaus landen, konnte man freilich nicht. Aber trotzdem gibt der Wert nach wie vor die Verbreitung in der Bevölkerung an da so auch asymptomathische Fälle erkannt werden. Und der Wert sinkt wie gesagt seit Wochen konstant. Quelle: RKI

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Noch Mal: erfasst werden nur PCR getestete. Bei uns sind alle offiziellen PCR Testzentren geschlossen. Deshalb gab es bei uns 4 keinen PCR test. Diesen sollen normal die Hausärzte machen und dann melden. Machen sie aber nicht da zu kompliziert und aufwendig für die. Unser Hausarzt hat uns 4 ergo nicht gemeldet und wir tauchen in keiner Statistik auf. Er hat gar keinen Fall gemeldet, sagt aber das rund 80% seiner derzeitigen Patienten COVID Fälle sind.

Keiner dieser Fälle taucht in einer Statistik auf.

Das gilt auch für alle Ärzte meines Landkreis da keiner den Mist mit macht.

Bei mir war der Verlauf Recht mild. Kein Fieber. Dennoch Long COVID und momentan keine Veränderung. Diese drecks fatique ist mega beschissen. Ich bin in online meetings teils kurz davor einfach einzuschlafen. Wenn ich über meine Grenzen gehe bekomme ich zusätzlich starke Kopfschmerzen bis hin zur Migräne.

Vorherige Woche war ich zweimal vor Ort in der Firma und hatte in derselben Woche 3(!) Migräne Anfälle jeweils am nächsten Tag. Das nennt sich Crash oder pem und nimmt dich Instant aus den Job.

Zum Glück trägt das Grade mein Chef mit und ich darf mir den Tag frei einteilen und nun rein von Zuhause aus arbeiten.

Zocken ist momentan auch eingeschränkt da l
mich das auch erschöpft, genauso Ausflüge oder irgendwas in Garten machen.

Selbst den Geschirrspüler ausräumen ermüdet mich (keine dummen Scherze bitte). Am schlimmsten ist (nebst den Kopfschmerzen) dieser brain fog. Fühlt sich an wie wenn du besoffen warst und nun Grade nüchtern wirst, Hangover style. Nur das es nicht weg geht, es sei du ruhst dich aus oder düselst ne Runde.

So teile ich mir auch den Tag ein. Immer ne Stunde arbeiten, dann ne Stunde ausruhen. So bleiben die Kopfschmerzen aus.

Das geht jetzt so seit knapp 6 Wochen (8 Wochen seit Infektion).

Machen kann man nix dagegen außer seine Kräfte einteilen und niemand kann sagen wann es besser wird. Bei den meisten gibt es sich nach 3 Monaten. Wenn es darüber Geht, bleibt es meist wesentlich länger.
Hab mich schon Kreuz und quer zu den Thema eingelesen. Drecks Virus elender.

Edit: meine Frau verweist auf die Positivquote (betreut das Thema als Journalistin) die ein ganz guter Indikator über die Dunkelziffer aufzeigt. Vor allem die blaue Kurve ist übel und stellt die Dunkelziffer dar. Omnikron Haut halt richtig rein.

https://www.hessenschau.de/panorama...a-infektionen-hessen-karte-100.html#PCR-Tests

Vielleicht hat der omnikron Durchbruch auch was mit dem Fallen der Maskenpflicht zu tun. Zeitlich passt das durchaus. Wissen werden wir es nicht weil die parallel halt auch die Teststrategie durch das schließen der Zentren verändert haben.

Edit2: und wie zur Bestätigung meiner Vermutung ein langer guter Text zu den Corona zahlen von Ende April.

https://www.hessenschau.de/gesellsc...na-dunkelziffer-,corona-dunkelziffer-100.html

Zitate daraus:

. Dazu kommt, dass auch die Zahl der Coronatests zurückgeht, seitdem die 3G-Regel - also der Nachweis eines negativen Coronatests, eines Impf- oder Genesenenzertifikats - in den meisten Bereichen aufgehoben ist.

Der Berufsverband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) bestätigt die abnehmende Zahl von PCR-Tests. Der ALM-Vorsitzende Michael Müller sieht dafür mehrere Gründe. Einerseits ließen Corona-Infizierte immer häufiger einen positiven Schnelltest nicht mehr durch einen PCR-Test bestätigen. In der RKI-Statistik werden aber nur diese Infektionsfälle erfasst.

Seit dem 1. April erhielten Ärztinnen und Ärzte außerdem keinen Zuschlag mehr für PCR-Abstriche. Die Kosten dafür seien nun - wie bei anderen Krankheiten auch - in einer Behandlungspauschale abgegolten. Es könne sein, dass sie deshalb weniger Tests anweisen, so Müller.

Virologe Stürmer warnt deswegen davor, sich von der Aufhebung der Maßnahmen oder den niedrig erscheinenden Fallzahlen blenden zu lassen. "Ich habe die Befürchtung, dass sich das als Bumerang erweist", sagte er dem hr.

Solange noch nicht erforscht sei, welche Rolle Long Covid nach einer Omikron-Infektion spiele, "wäre ich sehr vorsichtig, hier einen Haken dran zu machen und das Infektionsgeschehen locker durchlaufen zu lassen wie bei einem normalen viralen Schnupfen."

Die letzte Aussage unterschreib ich...
 
Zuletzt bearbeitet:
Vernünftig ist da schon lange nichts mehr.

Gerade wurden ja noch ein paar weitere Einschränkungen beim Reisen aufgehoben. Aber nur bis zum Ende der Sommerferien. So ein Zufall. :D
 
Jugendliche in der Pandemie - Bildungswissenschaftler Hurrelmann fordert Einbeziehung von Jugendlichen in Corona-Beratungen

Der Bildungswissenschaftler Klaus Hurrelmann fordert mit Blick auf eine mögliche Verschärfung der Corona-Maßnahmen im Herbst, Jugendliche in die Gespräche einzubeziehen. Hurrelmann sagte im Deutschlandfunk, viele Jugendliche litten unter dem Kontrollverlust während der Pandemie und seien bereit mitzureden. Die Politik solle zum Beispiel Schülersprecherinnen und -sprecher in den Beraterkreis aufnehmen.


https://www.deutschlandfunk.de/bild...on-jugendlichen-in-corona-beratungen-102.html
 
Vernünftig wäre es, das Pflegepersonal zu erhöhen, die Bedingungen für Berufseinsteiger attraktiver zu machen, die Intensivstationen zu verbessern, Konzepte für Altenheime und Pflegeheime zu verbessern. Und da passiert nichts!!!
Hat lauterbach ja abgelehnt. Eigentlich hat er ja für die schließung von krankenhäuser votiert und gegen eine prämie abgestimmt. Aber wir haben auf den balkonen geklatscht, das muss doch reichen!
 
Vernünftig wäre es, das Pflegepersonal zu erhöhen, die Bedingungen für Berufseinsteiger attraktiver zu machen, die Intensivstationen zu verbessern, Konzepte für Altenheime und Pflegeheime zu verbessern. Und da passiert nichts!!!

Stimmt, dann am besten gleich auch anschnallpflicht abschaffen und stattdessen paar Krankenhäuser mehr errichten, die die Unfallopfer behandeln. Und Bestatter würden sich bestimmt auch über mehr Aufträge freuen. Ich halte es eher mit Prävention..
 
Ich hasse diese Anschnallvergleiche!
So kann man alles Argumentieren wenn man es sich leicht machen will. Sorry.

"Ich hasse" ist natürlich ein starkes Argument. Damit macht man es sich auch überhaupt nicht einfach... Es wird keine Maskenpflicht eingeführt, sondern nur die rechtlichen Rahmenbedingungen, wenn diese aufgrund der pandemischen Lage im Herbst wieder notwendig wäre. Wir sind jetzt zwei Mal unvorbereitet in einen Herbst rein geschlittert und das nochmal zu haben muss nicht sein. Der Vergleich hinkt übrigens nicht. Wer auf vergleichsweise einfach umsetzbare Präventionsmaßnahmen, zu denen Maske tragen gehört, verzichten und stattdessen mehr Krankenhäuser bauen möchte, zeugt nicht von einer rationalen Denkweise, sondern hat "einfach was gegen die Maske!!1!". Übrigens bin ich nicht gegen einen Ausbau des Gesundheitswesens, aber das sollte eine zusätzliche Maßnahme sein.
 
Wenn es pandemisch wieder nötig sein sollte Masken zu tragen werden glaub ich die wenigsten hier wirklich ein Problem damit haben. Es nervt einfach nur das sie für genug Leute das Allheilmittel ist, und sie die Maskenpflicht am liebsten dauerhaft für alle hätten.

Desweiteren sollte man sich halt schon auch Fragen wie soll es weitergehen,mittlerweile kann man sich seit über einen Jahr impfen lassen das Gesundheitssystem ist (zumindest meines Wissens ) nicht mehr überlastet sollte man dann nicht schon langsam wieder zum Normalzustand übergehen?
 
Noch Mal: erfasst werden nur PCR getestete. Bei uns sind alle offiziellen PCR Testzentren geschlossen. Deshalb gab es bei uns 4 keinen PCR test. Diesen sollen normal die Hausärzte machen und dann melden. Machen sie aber nicht da zu kompliziert und aufwendig für die. Unser Hausarzt hat uns 4 ergo nicht gemeldet und wir tauchen in keiner Statistik auf. Er hat gar keinen Fall gemeldet, sagt aber das rund 80% seiner derzeitigen Patienten COVID Fälle sind.

Keiner dieser Fälle taucht in einer Statistik auf.
Klar, das ist mir und allen ja bekannt :) Ich meinte aber wie geschrieben ja gar nicht die "normale Bevölkerungsinzidenz", sondern die Hospitalisierungsinzidenz. Und da hat sich wie gesagt nichts geändert und man kann aus ihr wie gehabt die aktuelle Verbreitung in der Bevölkerung ableiten. Nach wie vor muss sich JEDER, der ins Krankenhaus kommt, testen lassen. Es wird somit JEDER Fall erkannt, auch symptomlose. Und es wird weiterhin auch immer ein PCR-Test gemacht.
Ich will hier ja auch gar nichts verharmlosen oder klein reden, aber in meinem obigen Beitrag steht im Grunde alles drin inkl. RKI-Quelle. Die "normale" Inzidenz sagt nichts mehr aus, ja - das tut sie aber schon sehr lange nicht. Aber das spielt für die getrennt davon zu betrachtende Hospitalisierungsinzidenz keine Rolle da sich die Testsystematik dort nicht geändert hat. Und es kommen immer konstant Menschen ins Krankenhaus, aus welchen Gründen auch immer. Die Zahl der Einweisungen ist also konstant (warum sollte sie auch runter gehen? Unfälle, Krankheiten, usw. gibt es immer), nur die Zahl der daran positiven (ob nun symptomlos oder nicht), nimmt seit Wochen konstant ab.

Das deckt sich auch mit Beobachtungen in meinem Freundes- Familien- und Bekanntenkreis, sowie auf der Arbeit (um die 150 Leute) sowie bei mir selbst. Im März und April waren wirklich sehr viele erkrankt, gab kaum jemanden, der es insbesondere im Freundeskreis und in der Familie nicht hatte. Ab Mai gab es dann einen starken Rückgang, sicher auch aufgrund einer Grundimmunisierung. Wobei auch ein paar sich 2 und 3 mal angesteckt hatten. Aber da macht eben jeder seine eigenen Erfahrungen, daher ist es gut, dass man mit der Hospitalisierungs-Inzidenz noch ein halbwegs objektives Instrument hat :) Wobei der Nutzen natürlich auch fragwürdig ist. Letztendlich zählt bekanntlich wie in allen anderen Ländern weltweit (ein paar asiatische mal außen vor) nur noch eines: Ist das Gesundheitssystem überlastet oder nicht.

Und ich denke, dass wir nach 2 Jahren Pandemie inzwischen dank harmloserer Variante (soll KEINE Verharmlosung von schweren Verläufen oder Long Covid Fällen darstellen!), Impfungen, Grundimmunisierung usw. optimistischer in die Zukunft blicken können als noch 2020 und 2021. Da wird mir vermutlich auch jeder zustimmen.

Und ich drücke dir natürlich die Daumen dass deine alte Fitness schnell wieder zurückkehrt, kann mir gut vorstellen wie einschränkend das ist!
 
Wenn es pandemisch wieder nötig sein sollte Masken zu tragen werden glaub ich die wenigsten hier wirklich ein Problem damit haben. Es nervt einfach nur das sie für genug Leute das Allheilmittel ist, und sie die Maskenpflicht am liebsten dauerhaft für alle hätten.

Desweiteren sollte man sich halt schon auch Fragen wie soll es weitergehen,mittlerweile kann man sich seit über einen Jahr impfen lassen das Gesundheitssystem ist (zumindest meines Wissens ) nicht mehr überlastet sollte man dann nicht schon langsam wieder zum Normalzustand übergehen?
Jep, das ist auch mein Standpunkt.

Wenn es aus pandemischer Sicht notwendig (!!) wird, Maßnahmen zu ergreifen, dann passt das.
Aber notwendig darf imo nicht heißen, dass man mit aller Macht Infektionen so gering wie möglich halten will, sondern dass man einschreiten muss, weil ansonsten das Gesundheitssystem überlastet wird. Und wenn das gemacht werden muss, dann mit dosierten, begründeten Maßnahmen und nicht nach der "viel hilft viel" Regel schauen, was kleben bleibt.
Das MUSS im Herbst wieder der Maßstab sein. Genau wie es bei jeder anderen Erkrankung sein würde.

Ich hätte auch bei noch so infektiösen Grippewellen nie die Forderung nach Grundrechtseinschränkungen gehört. Hätte es aber einen Influenza-Stamm gegeben, der die Intensivstationen an den Rand des Kollaps gebracht hätte, wäre das auch da passiert.

Aber irgendwo in der Pandemie ist leider ein zu großer Teil der öffentlichen Meinung (und Handlungsprämisse für Entscheidungsträger) von diesem Maßstab "wir müssen das Syetem schützen und dafür sind auch Grundrechtseingriffe legitim" zu "wir müssen die Infektionszahlen so gering wie möglich halten und schrauben dafür auch mal gerne ohne valide Datengrundlage an Grundrechten herum".


Und ja, auch das verpflichtende Tragen einer Maske ist ein Grundrechtseingriff. Kein schwerwiegender im Vergleich zu Schulschließungen oder Ausgangsbeschränkungen, klar. Aber wir sollten dringend damit aufhören. Grundrechte gegeneinander aufzuwiegen. Im normalen Verständnis sollten ALLE Grundrechte unantastbar sein.

Einschränkungen vieler Art mögen auch in der ersten Phase OK gewesen sein, aber aus der sind wir raus.
Die Pandemie hat die Sensibilität gegenüber Einschränkungen eigentlich unveräußerlicher Rechte sehr abgestumpft. Das muss im Hinblick auf einen gesunden Rechtsstaat wieder rückgängig gemacht werden und nicht durch weitere Tropfen den Stein aushöhlen lassen.
So abgedroschen der Spruch ist, aber "Wehret den Anfängen" MUSS ein Grundsatz für einen Rechtsstaat sein.
Heute sind es diese Einschränkungen mit diesem Grund (der nicht mehr der selbe Grund ist wie vor zwei Jahren). Wenn aber das Volk abstumpft und wir in 20 Jahren eine Regierung mit bösen Absichten haben... Wer weiß wohin das führen könnte.
 
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Klar, das ist mir und allen ja bekannt :) Ich meinte aber wie geschrieben ja gar nicht die "normale Bevölkerungsinzidenz", sondern die Hospitalisierungsinzidenz. Und da hat sich wie gesagt nichts geändert und man kann aus ihr wie gehabt die aktuelle Verbreitung in der Bevölkerung ableiten. Nach wie vor muss sich JEDER, der ins Krankenhaus kommt, testen lassen. Es wird somit JEDER Fall erkannt, auch symptomlose. Und es wird weiterhin auch immer ein PCR-Test gemacht.
Ich will hier ja auch gar nichts verharmlosen oder klein reden, aber in meinem obigen Beitrag steht im Grunde alles drin inkl. RKI-Quelle. Die "normale" Inzidenz sagt nichts mehr aus, ja - das tut sie aber schon sehr lange nicht. Aber das spielt für die getrennt davon zu betrachtende Hospitalisierungsinzidenz keine Rolle da sich die Testsystematik dort nicht geändert hat. Und es kommen immer konstant Menschen ins Krankenhaus, aus welchen Gründen auch immer. Die Zahl der Einweisungen ist also konstant (warum sollte sie auch runter gehen? Unfälle, Krankheiten, usw. gibt es immer), nur die Zahl der daran positiven (ob nun symptomlos oder nicht), nimmt seit Wochen konstant ab.

Das deckt sich auch mit Beobachtungen in meinem Freundes- Familien- und Bekanntenkreis, sowie auf der Arbeit (um die 150 Leute) sowie bei mir selbst. Im März und April waren wirklich sehr viele erkrankt, gab kaum jemanden, der es insbesondere im Freundeskreis und in der Familie nicht hatte. Ab Mai gab es dann einen starken Rückgang, sicher auch aufgrund einer Grundimmunisierung. Wobei auch ein paar sich 2 und 3 mal angesteckt hatten. Aber da macht eben jeder seine eigenen Erfahrungen, daher ist es gut, dass man mit der Hospitalisierungs-Inzidenz noch ein halbwegs objektives Instrument hat :) Wobei der Nutzen natürlich auch fragwürdig ist. Letztendlich zählt bekanntlich wie in allen anderen Ländern weltweit (ein paar asiatische mal außen vor) nur noch eines: Ist das Gesundheitssystem überlastet oder nicht.

Und ich denke, dass wir nach 2 Jahren Pandemie inzwischen dank harmloserer Variante (soll KEINE Verharmlosung von schweren Verläufen oder Long Covid Fällen darstellen!), Impfungen, Grundimmunisierung usw. optimistischer in die Zukunft blicken können als noch 2020 und 2021. Da wird mir vermutlich auch jeder zustimmen.

Und ich drücke dir natürlich die Daumen dass deine alte Fitness schnell wieder zurückkehrt, kann mir gut vorstellen wie einschränkend das ist!
Nee, darum ging es nicht.

Hier die Kurzform: Masken sind doof, braucht keiner und seitdem die Maskenpflicht vorbei ist sind die Zahlen nicht gestiegen.

Dem hab ich initial mit "die Zahlen explodieren" wiedersprochen.

Du bestätigst das jetzt sogar mit deinem eigenen Hinweis das im April die Zahlen extrem hoch waren und das passt hervorragend mit dem Fallen der ganzen Maßnahmen (bundesweite Vorgaben mitte/ ende März geendet) super zusammen.
 
Ja und? dann "explodieren" halt die Zahlen.
Solange die Krankenhäuser und ICUs damit umgehen können, ist doch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene alles "in Butter", was den Blick auf Grundrechtseinschränkungen angeht.

Und wer sich mit Maske draußen sicherer fühlt, kann die ja jederzeit nutzen. FFP2/3 Masken sind ja für den Selbstschutz geeignet, nicht nur um andere zu schützen.
 
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