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Der "gute Laune"-Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Eine Sache noch dazu, bei der ich mir bewusst bin, dass sie falsch verstanden werden kann- ich hoffe, das passiert nicht:
Warum starten denn Menschen in den Beruf, wenn man doch schon so lange weiß, dass sie nicht gut genug bezahlt werden und die Belastung zu hoch ist? Natürlich kann der Beruf der Traumberuf und Leidenschaft sein, aber wenn man doch weiß, dass es so hart ist, warum tut man sich das an?
Weil sie es erfüllt und spass macht Mitmenschen zu helfen, die sich nicht selber helfen können und die herrausforderung lieben mit dem wenigen was zur Verfügung steht das beste daraus zu machen und mit dem optimismus das man was ändern kann.
Realität sieht leider anders aus und im laufe der Zeit stumpft man dann leider langsam ab und steckt auch sein ganzes Herzblut nicht mehr rein.Dadurch wird man dann leider immer Gefühlskälter und ist nur noch genervt von dem ständigen einspringen kranker mitarbeiter oder das korigieren von Pflegefehlern anderer Mitarbeiter die leider wenig Pflegewissen haben oder auch schon ausgebrannt sind.Leider kann man die Mitarbeiter nicht immer helfen mit Schulungen und Co aber entlassen auch nicht da der Pflegemarkt leer ist.
 
Ich kann das schon verstehen, vllt weil man einfach nicht seelenlos seine Zeit verbringen will sondern wirklich etwas mit Sinn tun will. Brauch mir keiner erzählen dass er nen tieferen Sinn darin sieht Software, Waren zu verkaufen oder Autos zu bauen…..
Jep. Für mich ist der Beruf nur Mittel zum Zweck - Geld verdienen. das Geld hab ich dann, um es für das auszugeben, was dem Leben die Erfüllung bringt - Haus, Familie, Hobbies.
Find ich auch vollkommen OK so. Für mich muss der Job nicht Erfüllung sein. klar, ich will mich schon wohlfühlen und Wertschätzung erfahren, dann gebe ich ihm Gegenzug - für die vereinbarte Arbeitszeit - mein Engagement. Danach schaltet mein Hirn um und interessiert sich nicht mehr für den Kram auf der Arbeit.
Damit geht auch einher, dass ich mir bewusst bin, dass mein Job ein winziges Rädchen im kapitalistischen Bullshit ist, der eben Kern unserer Gesellschaft ist. Wichtig für die Gesellschaft oder für Menschen ist das, was ich tue absolut nicht. Aber in diesem System verdiene ich eben damit Geld, um die Dinge zu zahlen, die für mich schön und wichtig sind.

Wenn übermorgen der nukleare Winter ausbricht, nehme ich aus dem Beruf so ziemlich keine Skills mit, die mich oder meine Mitmenschen weiterbringen.
Und auch allgemein ist das so, dass (mit wenigen Ausnahmen wie Ärzten) mit steigendem Gehalt die tatsächliche Relevanz für die Gesellschaft auf dem Level des fundamental Funktionieren fällt.

IMO muss sich das auch ändern. Es gibt so viele Berufe, die dermaßen wichtig sind, um unser System aufrecht zu erhalten, in denen man aber viel zu wenig verdient. Zu Beginn der Pandemie hat man das dann "systemrelevant" genannt, kurz aufm Balkon geklatscht und dann wieder vergessen, dass es hier eine andere, dauerhafte Wertschätzung und keine hohlen Gesten braucht.
 
Bin ich froh, dass ich in so einer Sinnkrise nicht bin. Auch wenn ich keinen dem Gemeinwohl förderlichen Job habe, mache ich ihn total gerne. Das hat durch die Coronapandemie zwar einen Knacks bekommen weil es einfach keine schöne Zeit war, aber grundsätzlich arbeite ich gerne. Natürlich ist es nur ein Mittel um Geld zu verdienen. Würde ich im Lotto gewinnen, wäre es das direkt mit arbeiten gehen und ich würde mich mehr Hobbys und Gesundheit zuwenden. Da sehe ich es ähnlich pragmatisch wie Barto. Wobei das als Selbständiger natürlich nochmal ne Spur anders ist.

Aber ne schlimme Vorstellung wenn man da sitzt und sich fragt was man überhaupt macht. Natürlich beschwert man sich typisch deutsch immer mal über das was man macht. Aber in Frage stellen würde ich das nie. Dafür gibt mir der Beruf zu viel bzw. hat er mir und meiner Familien finanziell tolle Möglichkeiten verschafft. Und das wo ich als Steuerberater eigentlich den Inbegriff des sinnlosen Berufs habe. Wie hat ein Dozent mal gesagt - der Steuerberater alter Schule war: Ich liebe Silvester. Da stoße ich mit meiner Frau an, denn in der Sekunde werden alle Bilanzen und Steuererklärungen die wir gemacht haben wertlos und es stehen zig neue Steuererklärungen und Bilanzen für das neue Jahr an.
 
Das ist bei mir auch erst seit Corona so "schlimm" geworden mit der ganzen Kurzarbeit, das war nämlich die beste Zeit überhaupt und man merkt erstmal wie geil das Leben ohne Arbeit sein kann und wieviel man in allen Belangen auf die Reihe bekommt.
 
Jep. Für mich ist der Beruf nur Mittel zum Zweck - Geld verdienen. das Geld hab ich dann, um es für das auszugeben, was dem Leben die Erfüllung bringt - Haus, Familie, Hobbies.
Find ich auch vollkommen OK so. Für mich muss der Job nicht Erfüllung sein. klar, ich will mich schon wohlfühlen und Wertschätzung erfahren, dann gebe ich ihm Gegenzug - für die vereinbarte Arbeitszeit - mein Engagement. Danach schaltet mein Hirn um und interessiert sich nicht mehr für den Kram auf der Arbeit.
Damit geht auch einher, dass ich mir bewusst bin, dass mein Job ein winziges Rädchen im kapitalistischen Bullshit ist, der eben Kern unserer Gesellschaft ist. Wichtig für die Gesellschaft oder für Menschen ist das, was ich tue absolut nicht. Aber in diesem System verdiene ich eben damit Geld, um die Dinge zu zahlen, die für mich schön und wichtig sind.

Wenn übermorgen der nukleare Winter ausbricht, nehme ich aus dem Beruf so ziemlich keine Skills mit, die mich oder meine Mitmenschen weiterbringen.
Und auch allgemein ist das so, dass (mit wenigen Ausnahmen wie Ärzten) mit steigendem Gehalt die tatsächliche Relevanz für die Gesellschaft auf dem Level des fundamental Funktionieren fällt.

IMO muss sich das auch ändern. Es gibt so viele Berufe, die dermaßen wichtig sind, um unser System aufrecht zu erhalten, in denen man aber viel zu wenig verdient. Zu Beginn der Pandemie hat man das dann "systemrelevant" genannt, kurz aufm Balkon geklatscht und dann wieder vergessen, dass es hier eine andere, dauerhafte Wertschätzung und keine hohlen Gesten braucht.

Mein "Beileid". Ich habe immer nur gearbeitet was mir auch Spaß und Erfüllung gebracht hat.
Geld kam nie an erster Stelle.
Hätte ich das nicht gemacht wäre ich jetzt nicht im 52. Lebensjahr auf Mauritius in "Rente"...;)
 
Mein "Beileid". Ich habe immer nur gearbeitet was mir auch Spaß und Erfüllung gebracht hat.
Geld kam nie an erster Stelle.
Hätte ich das nicht gemacht wäre ich jetzt nicht im 52. Lebensjahr auf Mauritius in "Rente"...;)
Brauch kein Beileid, ich find das so gut.
Für Spaß und Erfüllung hab ich meine Freizeit.

Ich WILL auch persönliche Distanz zu meinem Job und den Fragen dort haben. Wenn ich jetzt z.B. im Games-Bereich arbeiten würde, wäre das nicht möglich, da mich das Themengebiet persönlich interessiert.
Was auch passieren kann ist, dass man die Leidenschaft verliert, weil das ehemalige Vergnügen zur Pflicht wird und dadurch verdorben.
Meine Frau hat z.B. jahrelang in ihrer Freizeit keine Bücher mehr gelesen, als sie als Lektorin angefangen hat, weil sie den ganzen Arbeitstag schon über Bücher nachdenken und diese analyiseren, projektieren etc. musste.
und das, obwohl sie keine Belletristik lektoriert und sie vorher eigentlich immer viel gelesen hat.
 
Siehe mein editierter Zusatz.
für mich ist persönliche und emotionale Distanz zum Job wichtig und ich brauche keine persönliche Erfüllung dadurch.

ich mache meinen job gerne und das reicht mir. und ich mache ihn sehr gut.
Aber wenn ich morgen so viel Geld hätte, dass ich nicht mehr arbeiten muss, würde ich keine Sekunde zögern und mich aus dem Berufsleben verabschieden.

jetzt könnte man sagen, dass du das auch so gemacht hast. Also scheint ja der Beruf auch nicht so wichtig gewesen zu sein und Freizeit sowie Selbstbestimmung wichtiger als die Erfüllung durch den Job.
 
Wir leben in einer digitalen Welt, hier hört sich das echt so an, als sind nur die Leute, welche direkt mit den Patienten / alten Menschen in Kontakt stehen, wichtig im Bezug auf das Allgemeinwohl :)

Wenn wir mal beim Software-Vertrieb bleiben, der hier als so wenig Sinn stiftend bezeichnet wird: Ihr glaube gar nicht, wie man öffentliche Einrichtungen, Krankenhäuser, mit Software absichern muss. Das hat doch nichts mit einem Vertreter zu tun, hier ist Beratung nötig, dass die Leute überhaupt ihren Dienst machen können. Viele der bösen Vertriebler sorgen dafür, dass ein Krankenhaus eben nicht mit einer Hacker Attacke lahmgelegt werden kann. Also ICH ziehe auch aus sowas einen Sinn :D
 
Siehe mein editierter Zusatz.
für mich ist persönliche und emotionale Distanz zum Job wichtig und ich brauche keine persönliche Erfüllung dadurch.

ich mache meinen job gerne und das reicht mir. und ich mache ihn sehr gut.
Aber wenn ich morgen so viel Geld hätte, dass ich nicht mehr arbeiten muss, würde ich keine Sekunde zögern und mich aus dem Berufsleben verabschieden.

jetzt könnte man sagen, dass du das auch so gemacht hast. Also scheint ja der Beruf auch nicht so wichtig gewesen zu sein und Freizeit sowie Selbstbestimmung wichtiger als die Erfüllung durch den Job.
Nö,das ist schon komplexer.
Führe ich jetzt aber hier nicht aus. Wird aber alles ausführlich im Buch zu lesen sein...:D
 
Telekom regelt bei mir grad ziemlich fett.

Haben ja vor ein paar Monaten VDSL gebucht. Obwohl nur 180 mbit verfügbar, haben wir uns für XL entschieden in der Hoffnung,
dass das noch schneller wird.
Es wurde immer schneller und seit dieser Woche knacken wir die 250mbit und das per Wlan.

Smartphonetarif hab ich mich bewusst für einen alten entschieden und da entsprechen gehandelt.
Kein 5G und nur 10GB aber halt Stream On.
Schau eben ins Kundencenter.
Sie haben jetzt auf 24GB erhöht ohne ein Wort darüber zu verlieren.

Freut mich denn ich hab schon andere Erfahrungen gemacht.
 
Dafür komm ich locker mit 40 Stunden zurecht, muss keine Angst um den Job haben, wenns mal nicht gut läuft, hab keine Konkurrenz zu meinem Kolleg*innen, sondern Teamgeist.
Und auch sonst hat das wenig Eigenschaften eines typischen Vertriebsjobs, auch die Gewichtung des Gehalts liegt mehr auf dem Festanteil (das heißt mit Absicht auch nicht Provision, sondern Bonus)

Und klar, ich bekomm Headhunter Angebote, bei denen mit nem sechsstelligen Gehalt gelockt wird (bin ich auch inkl Bonus weit von entfernt). Aber ich lehne dankend ab, weil ich weiß mit welchem Hit auf die Work Life Balance, die momentan ausgezeichnet ist, das kommen würde.
Das seh ich bei einigen Ex Kollegen, die sich vom Geld und dem Audi A6 als Dienstwagen haben locken lassen.
Das ist mir mehr Gehalt nicht wert, nicht mal im Ansatz.

Prinzipiell fahr ich auch zu Vorort Terminen, aber das war schon vor Corona wenig (vllt 10mal pro Jahr) und seit über 2 Jahren war ich nicht mehr vor Ort.
Geht alles per Teams und das gedenke ich auch weitgehend so zu halten.

okay überzeugt, wie komm ich da jetzt ran?
 
ne ich hatte bisher quasi keine aber jetzt haben wir wieder so nen großen Zeitraum zu dass es auch (teilweise) auf uns fällt. Hab leider schon diverse KA Tage "verpasst", auch die 2 die ich noch gehen muss fallen für den Großteil weg....

Ich hab noch keine Ahnung wie das reinknallt, hab die Steuererklärung von 2020 noch nicht vom Finanzamt zurück... Mir ists aber ehrlich gesagt auch egal wie das reinhaut, die freie Zeit ist durch nichts zu ersetzen.
 
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