Kann die "Kritik" verstehen. Ist wie in jeder Spieleserie. CoD ist CoD, Assassin's Creed ist Assassin's Creed, FIFA ist FIFA, Spider-Man ist Spider-Man und Forza Horizon ist Forza Horizon.
Da ändert sich nicht viel. Aber wieso auch, wenn die Fans es genau so wollen?
Ich spiele abseits von Forza Horizon beispielsweise 0,0 Rennspiele und freue mich deswegen immer sehr auf jeden neuen Ableger. Bin da ehrlich gesagt kein bisschen gesättigt, weil Playground den Open-World Arcaderacer hier nahezu perfektioniert hat und bei mir damit genau ins Schwarze trifft. Erscheint gefühlt auch lange nicht so häufig wie andere Fortsetzungen. Ich würde meine hippe, Krone-tragende Fahrerin jedenfalls vielen anderen Spielen vorziehen.
Eine gewisse (womöglich sogar bewusste, nach dem Motto: Schuster, bleib bei deinen Leisten) Stagnation kann man aber definitiv feststellen.
Ist bei einem Rennspiel meiner Meinung nach aber auch nicht einfach. Was sollen sie groß ändern? Vielleicht noch die Gebäude/Garagen begehbar machen? Alles andere, neben dem üblichen Grafik/Technik/Physik-Fortschritt, würde wahrscheinlich in einer Fast & Furious Situation gipfeln.

Sie würden Forza Horizon dann so umbauen, dass es eben kein Forza Horizon mehr ist. Dass sich eine Franchise so rundherum und erfolgreich neu erfindet wie beispielsweise God of War bleibt eben die Ausnahme.
Der Unterschied ist heute aber (wenn wir uns das Gesamtbild anschauen), dass Xbox damals NUR diese stagnierenden Franchises hatte. Halo/Gears/Forza. Alle Vorzeigetitel in dem, was sie tun, aber alle auch immer irgendwie gleich. Die gibt es heute ja sogar immer noch (ich sage: zum Glück!), aber dabei bleibt es eben nicht. Xbox liefert auch noch ein Hellblade (Third-Person Action), Starfield (RPG), Psychonauts (JnR), Flight Sim (Sim), Outer Worlds (RPG), Fable (ARPG), Redfall (Coop-Shooter), usw.
Genau das "entspannt" die Sache für mich ungemein. Früher musstest du Halo/Gears/Forza Fan sein, um der Xbox etwas abgewinnen zu können, heute sind es nur drei von vielen, abwechslungsreichen Genres und IPs, die bedient werden, weshalb ich der einleitenden und berechtigten "Kritik" deutlich gelassener gegenüber stehe.
Es ist, wie auch schon geschrieben, auch nicht wie bei Ubisoft, die gefühlt jedem ihrer Spiele, egal welchem Genre sie ursprünglich mal entsprangen, ihren Open-World Stempel aufdrücken. Bei Ubisoft merke ich es nämlich extrem. War ich in der späten 360- und frühen One-Ära noch großer Ubisoft-Fan, kann ich ihre Open-World Formel heute nicht mehr sehen. Das liegt aber wie gesagt nur daran, dass sie diese auf schlichtweg alle Spiele klatschen. Ein Forza Horizon, das in dieser Form tatsächlich einmalig ist, darf für mich auch gerne so bleiben wie es ist.
