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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das kann alles sein, aber wir können am Ende den Fachleuten nur vertrauen. Genau wie unserer Justiz. Die Alternative wäre imo deutlich schlimmer. Und es ist ja nicht so, als würde es keinen Diskurs geben.

Man darf nicht vergessen: es gibt keinen vollen lockdown sie Anfang des Jahres. Man scheint schon zu lernen und zu versuchen, die Sache möglichst "sanft" zu regeln.

Wie "sanft" das war wird man schon sehr bald sehen. Allein die Anträge und Bedingungen der 75% Umsatzerstattung scheinen wieder genau der gleiche Albtraum zu sein wie bisher. Und die einzigen, die leicht wissen, wie viel Umsatz und Gewinn jemand die letzten 12 Monate gemacht hat, werden nicht eingebunden, nämlich die Finanzämter. Und jeder der seine Rechnungen letztes Jahr blöderweise nicht genau in dem Monat geschrieben hat, der jetzt als Betrachtungsgrundlage dient, ist am Arsch.
 
Wie "sanft" das war wird man schon sehr bald sehen. Allein die Anträge und Bedingungen der 75% Umsatzerstattung scheinen wieder genau der gleiche Albtraum zu sein wie bisher. Und die einzigen, die leicht wissen, wie viel Umsatz und Gewinn jemand die letzten 12 Monate gemacht hat, werden nicht eingebunden, nämlich die Finanzämter. Und jeder der seine Rechnungen letztes Jahr blöderweise nicht genau in dem Monat geschrieben hat, der jetzt als Betrachtungsgrundlage dient, ist am Arsch.
Das hat mit dem lockdown aber erstmal nix zu tun. Da bleiben im Gegensatz zum Frühjahr Schulen und Kitas auf. Mal als Beispiel.
 
Na Gott sei es gedankt, ich dachte schon es wären welche gewesen die einen Wert gehabt haben. *schweissvonstirnwisch*
Ui, leg mir doch sowas nicht in den Mund. Ging nur um Folgendes: Wenn man das Argument bemüht, tot ist tot, Wirtschaft erholt sich, dann muss einem klar, dass derjenige der von der Krankheit bedroht ist und derjenige, der von der Pleite bedroht ist, nicht dieselbe Gruppe ist. Es geht nicht um Pleite vs Tod. Sondern um die Frage, wie viele Existenzen wir ruinieren, um wie viele Leben zu retten. Und genau diese Messerspitze reiten wir seit einem Jahr.
 
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Triage bei Covid-19 heißt dann: Patienten ganz, ganz, ganz langsam an einer Flüssigkeitsansammlung ertrinken zu lassen. (das jetzt mal wirken lassen)

Aber auch für andere, all die anderen Notfälle die in einem Krankenhaus behandelt werden können, wird es dann kaum Personal oder Betten geben.
Wenn die Krankenhäuser voll sind, werden ja nicht nur Menschen mit Covid-19 der Triage zum Opfer fallen.
 
Wie "sanft" das war wird man schon sehr bald sehen. Allein die Anträge und Bedingungen der 75% Umsatzerstattung scheinen wieder genau der gleiche Albtraum zu sein wie bisher. Und die einzigen, die leicht wissen, wie viel Umsatz und Gewinn jemand die letzten 12 Monate gemacht hat, werden nicht eingebunden, nämlich die Finanzämter. Und jeder der seine Rechnungen letztes Jahr blöderweise nicht genau in dem Monat geschrieben hat, der jetzt als Betrachtungsgrundlage dient, ist am Arsch.
Ich tippe mal ganz stark, dass der Antrag wieder an uns Steuerberatern hängen bleibt, genau wie bei der Überbrückungshilfe I+II. Bei der Überbrückungshilfe haben wir bspw. von der DATEV ein Tool für das Rechnungswesen-Programm bekommen (etwas zu spät natürlich), mit dem der Umsatz aus der Buchhaltung schnell und zuverlässig für den Antrag mit Vorschlag der Fixkosten ermittelt wurde. Der formale Antrag auf der Plattform war dann aber immer noch schlicht die Hölle. Ich musste mich für die Antragsberechtigung von der Steuerberaterkammer verifizieren lassen und habe per Post dann eine PIN bekommen, damit ich per Handy-App den Login vornehmen kann. Also alles völlig unkompliziert.... :vogel: Aber wenigstens wurde unsere Leistung auch direkt bzuschusst. Ich hoffe trotzdem ganz stark, dass das einfacher wird.

Die Zusatzleistungen in allen Ehren, aber wir stehen kurz vor dem Jahresende und die Jahresabschlüsse der veröffentlichungspflichtigen Unternehmen müssen fertig werden. Die Mitarbeiter gehen jetzt schon auf dem Zahnfleisch, weil ich die bei jedem Anzeichen eines „Schnupfens“ nach Hause schicke. Da bleiben nicht viele Kapazitäten für die Anträge über und das bedeutet für mich jedes WE Arbeit mindestens bis zum Jahresende...alleine schon durch die Überbrückungshilfe II. Meine Frau meint schon, ich gehöre bald zum Kollateralschaden, wenn das mit mir so weitergeht. Ich bin viel Arbeit gewohnt, aber diese düstere Corona-Wolke über einem erhöht den Stress noch zusätzlich, aber wie sagte damals immer eine Chefin von mir „Das Leben ist kein Ponyhof“ und derzeit schon überhaupt nicht, wenn die Frau auch noch selbständig ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Gruselig finde ich die Zahlen die Dorsten fürs Charite vorlegt.

Kapazität 400 Intensiv Betten, davon aktuell 160 mit Covid-19 belegt (letzte Woche waren es 80, die Woche davor 40).
"Nächste Woche, wenn das alles so weiter geht, werden wir im Bereich 300 solcher Patienten sein. Und auch das rechnet sich zwangläufig so durch. In dieser Härte."

Wenn man jetzt überlegt:
... dass diese Intensivfälle meist 2 Wochen verspätet (nach der Erstinfektion) auftreten.
... diese Intensivfälle im Schnitt 2-3 Wochen (teilweise bedeutend länger) ans Beatmungsgerät müssen.
... und wir noch eine ganze Reihe an Fälle zu erwarten haben.
 
Wenn ich heute noch mal höre: "abc (z.B. Friseure) haben offen, aber xyz (z.B. Tatoo-Studios) haben zu, so ein Schwachsinn", mit einem implizierten "dann brauch ich mich ja auch nicht dran halten", dann krieg ich einen Schreikrampf.
Dann geh halt die nächsten 4 Wochen auch nicht zum Friseur, herrgott nochmal!

Ja, teilweise ist es schwer nachzuvollziehen, aber so wurden die Grenzen nunmal gezogen. Aber nur weils einem unlogisch erscheint, bedeutet das doch nicht, dass man sich gar nicht an die Maßnahmen halten sollte.
Ich versteh viele Menschen nicht mehr. Ein bißchen Nachdenken würde vielen gut zu Gesicht stehen.
 
Wenn ich heute noch mal höre: "abc (z.B. Friseure) haben offen, aber xyz (z.B. Tatoo-Studios) haben zu, so ein Schwachsinn", mit einem implizierten "dann brauch ich mich ja auch nicht dran halten", dann krieg ich einen Schreikrampf.
Dann geh halt die nächsten 4 Wochen auch nicht zum Friseur, herrgott nochmal!

Ja, teilweise ist es schwer nachzuvollziehen, aber so wurden die Grenzen nunmal gezogen. Aber nur weils einem unlogisch erscheint, bedeutet das doch nicht, dass man sich gar nicht an die Maßnahmen halten sollte.
Ich versteh viele Menschen nicht mehr. Ein bißchen Nachdenken würde vielen gut zu Gesicht stehen.
Aber womit?
 
Ja, ich war gestern dann doch auch einigermaßen überrascht, wie wenig vor allem die Botschaft bei vielen Leuten angekommen zu sein scheint, die mit dem "Lockdown" ja in erster Linie gesendet werden sollte:
Wir alle müssen gemeinsam irgendwie unsere Kontakte reduzieren.
Als ich gestern am späten Nachmittag durch die Stadt bin hab ich dann gut gefüllte Cafes und Kneipen gesehen, auch im Außenbereich.
Es gibt tatsächlich viele Leute, die es am letzten möglichen Tag nochmal ordentlich ausreizen, das gerade noch erlaubte zu tun und sich bei nasskaltem Nieselregenwetter lieber nochmal in ein Cafe setzen anstatt zu denken "Dann fange ich mit dem Reduzieren der Kontakte lieber heute als morgen an".
Ich denke auch nicht, dass ausgerechnet diese Leute ab Montag alles daran setzen werden, vermeidbare Kontakte bewusst zu vermeiden. Da wird weiter das getan, was mindestens noch erlaubt ist.
Ich bin gespannt, ob es trotzdem reicht um die Zahlen runter zu kriegen. Ich bin skeptisch.

Beste Geschichte, die ich dazu heute in der Zeitung gelesen habe: Die Dax Bierbörse in Hannover hat am Wochenende nochmal mit Freibier und nicht-geltender Sperrstunde geworben; da haben dann 400-500 Gäste teilweise auf den Tischen getanzt :O_o:
Kannst du dir nicht ausdenken sowas.
 
Wenn ich heute noch mal höre: "abc (z.B. Friseure) haben offen, aber xyz (z.B. Tatoo-Studios) haben zu, so ein Schwachsinn", mit einem implizierten "dann brauch ich mich ja auch nicht dran halten", dann krieg ich einen Schreikrampf.
Dann geh halt die nächsten 4 Wochen auch nicht zum Friseur, herrgott nochmal!
Darum geht es nicht. Geht darum, warum mache Pleite gehen sollen und andere nicht und nach welchen Kriterien das beschlossen wurde.
 
Wenn man die Vernunft zu Grunde legt müssten eigentlich die Tattoo-Studios überleben und die Friseursalons pleite gehen.
Weil die einen bekommen wenigstens 75% ihres Vorjahresumsatzes, den anderen ist aus epidemiologischer Perspektive eigentlich ausbleibende Kundschaft zu wünschen.
 
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