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Der Politikthread

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Die SPD mit dem Kanzlerkandidaten 2021, den sie verdient.

Ich sehe es schon: 2021 heißt es dann Friedrich "Obere Mittelschicht" Merz gegen Olaf "Nichtmal Obere Mitteschicht" Scholz. Und da soll man dann nicht politikverdrossen werden und keinen
Elitenhass entwickeln...
 
übel....sowas gerade aus der SPD

ich glaube, das liegt daran, dass solche Leute nur noch in gewissen Kreisen verkehren und dort gehört er mit dem, was er auf der hohen Kante hat, wahrscheinlich sogar tatsächlich nicht zu den besonders Vermögenden. Glaub ich ihm sogar.

Realitätsverlust und nach so einer Aussage damit auch keine Glaubwürdigkeit mehr. Bei der "Arbeiter-Partei". So schade.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei uns hat 2014 auch ein Quereinsteiger (ehemaliger Zeit im Bild Moderator) auf die Frage was denn das Durchschnittsgehalt eines Arbeiters sei auch mit "3000 Brutto?" geantwortet. Richtig waren um die 2000 Brutto.

Ich weiß auch nicht was ich peinlicher finde: dieser völlig Realitätsverlust oder der Unwille das zumindest zu recherchieren um es dann nicht so unverblümt rauszuhauen.
 
Unglücklich formuliert, ja (ist auch seine Art des Humors), aber ich empfinde es auch als Seitenhieb auf Merks Aussage hin, er gehöre mit seinem Millionenvermögen zur gehobenen Mittelschicht.

Und ob jemand reich ist, dürfte wirklich mehr im persönlichen Ermessen liegen.

Bei aller Kritik an Scholz, aber da kann ich jetzt nichts verwerfliches finden.
 
Die Spitze kommt ja erst auf die Nachfrage. Wenn es die Nachfrage nicht gegeben hätte, dann wäre seine Aussage einfach nur gewesen, dass er sich nicht als reich empfindet.

Wenn ihr diese Selbsteinschätzung von einem Sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten nicht als problematisch erachtet ist das eure Sache.
Ich finde gerade das unverschämt; also nicht, dass er so viel verdient, sondern dass er das nicht als Reichtum empfindet.
Abgehobener von der Basis geht für mich kaum.

edit: Er verdient nicht "ganz gut", er verdient sehr gut. Punkt. Plus aller sozialer Absicherung für die Zukunft, plus aller Privilegien, die sein Amt mit sich bringt.
Wenn er nicht reich ist, wer ist es dann?
Wenn er mich als Wähler nicht für komplett dumm verkaufen will dann steht er dazu und vermittelt mir glaubhaft, dass damit eine gewisse Demut bei ihm einhergeht. Aber wer mir so einen Scheiß erzählen möchte, der kann mich Mal.
"Ich verdiene ganz gut"... das kann ich vielleicht sagen mit meinem 1.4k Nettogehalt bei 25 Stunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kommt vielleicht auch darauf an, wie man reich definiert.

Im Gegensatz zu mir ganz sicher. Im Gegensatz zu den wirklich reichen Leuten im Land ist er ein kleines Licht.

Ich möchte das jetzt nichtmals von Scholz behaupten, aber auch mit viel eigenem Vermögen kann man Politik für "kleine" Leute machen. Nach der Logik dürfte ja ein SPD-Politiker mit maximal 3k brutto heim gehen.
 
Ich hab aufgrund der Einschätzung von Mingo mal geschaut, ab wann man reich ist.
Mit seinem Monatseinkommen müsste er ja noch nicht mal den Höchststeuersatz zahlen, wenn er denn zahlen müsste. Die Wissenschaft bewertet Menschen als reich, wenn sie ein monatliches Nettoeinkommen von mehr als 3.600 € überschreiten. Demnach ist Herr Scholz also wirklich als reich einzustufen.

https://www.deutschlandfunkkultur.d...e-wahrheit.976.de.html?dram:article_id=452441
 
Ich möchte das jetzt nichtmals von Scholz behaupten, aber auch mit viel eigenem Vermögen kann man Politik für "kleine" Leute machen.
Sicher kann man das.
Aber erstens war das nicht der Vorwurf und zweitens ist Scholz diesen Beweis in seiner politischen Karriere größtenteils schuldig geblieben.
 
Finde es dennoch schwierig, in diesen Halbsatz so viel hinein zu interpretieren.

Ist Scholz im Gegensatz zum Durchschnittsbürger reich? Absolut.
Muss er es so empfinden? Gewiss nicht.

Um mal ganz unpopulär zu sein, finde ich, dass absolute Spitzenpolitiker (wie Scholz) zu wenig verdienen.
Gemessen an der Arbeitszeit. An der Höhe, die der Unbestechlichkeit vorbeugen soll. Und an der freien Wirtschaft, in dem Spitzenpersonal nochmal ein Vielfaches verdient bzw. das dieses Personal nicht komplett zur freien Wirtschaft sich orientiert, sondern auch für den Staat arbeitet.
 
Ist richtig aber dafür müssten sie dann auch Fehler, wie der von Scholz in Sachen CumEx, richtig ausbaden müssen inkl. Haftung etc.

Scheuer wäre ein armer Mann....
das ist aber auch ein zweischneidiges schwert. auf der einen seite wäre das sicher wünschenswert, wenn beamte und politiker persönlich für fehler haften müssen. dann muss man sich erstmal darauf einigen ab wann das der fall ist (vorsatz, grobe fahrlässigkeit, dummheit, etc). im anschluss kämpft man dann möglicherweise damit, dass niemand mehr entscheidungen in größenordnungen von millionen und mehr trifft, weil er (oder sie) angst hat, damit sein leben zu zerstören.

bei scheuer würde mir ein rücktritt schon mal reichen. aber der typ sitzt es einfach aus und kommt damit durch. das macht mich an der ganzen geschichte so fassungslos: dass es niemanden gibt, der für konsequenzen sorgt. söder nicht, merkel nicht, spd nicht. da braucht man sich dann auch nicht wundern, wenn politker bei der bevölkerung schlecht wegkommen. allerdings müsste dann eigentlich jeder die schnauze halten, der eine der 3 parteien weiterhin wählt.

was wir imo aber definitv brauchen ist mehr transparenz (insbesondere bei lobbys) und bessere korruptionsgesetze.
 
Ist richtig aber dafür müssten sie dann auch Fehler, wie der von Scholz in Sachen CumEx, richtig ausbaden müssen inkl. Haftung etc.

Scheuer wäre ein armer Mann....
Mit dem Ergebnis, dass keiner mehr in die Politik gehen würde.

Ansonsten das, was BitByter sagt.
 
ok, war vllt. etwas unklar ausgedrückt. Ich meinte nicht Haftung in der Größenordnung des Fehlers sondern Haftung in Bezug auf das Gehalt.

Aber ja auch da könnte es dazu führen dass man einfach garnichts mehr macht.

Aber solche eklatanten Fehler wie Scholz, Klöckner, Scheuer sie seit Jahren machen müssen einfach irgendwie geahndet werden.
Wie Bitbyter schon sagt, würden Rücktritte funktionieren, wär das ja noch ein Mittel aber die haben da ja garkeinen Bock mehr drauf.....
 
Finde es dennoch schwierig, in diesen Halbsatz so viel hinein zu interpretieren.

Ist Scholz im Gegensatz zum Durchschnittsbürger reich? Absolut.
Muss er es so empfinden? Gewiss nicht.

Um mal ganz unpopulär zu sein, finde ich, dass absolute Spitzenpolitiker (wie Scholz) zu wenig verdienen.
Wir reden hier von Olaf Scholz, der seine Verstrickung in die CumEx-Affäre immer nur so weit zugibt, wie es zum jeweiligen Zeitpunkt ohnehin öffentlich bekannt ist. Um nur Mal ein Beispiel zu nennen, warum man ihn auch sachlich stark kritisieren kann. Insofern ist es weniger ein böswillig interpretierter Halbsatz, sondern vielmehr eine Aussage, die das ohnehin schon zweifelhafte Bild des Politikers Olaf Scholz weiterzeichnet. Und es passt auch symptomatisch zur Partei SPD, die sich mit dem wirtschaftsliberalen Kanzlerkandidaten genau diese Kritikfläche selbst eingebrockt hat.

Ich finde im übrigen auch nicht, dass Politiker*innen zu viel verdienen. Aber auch das ist ja nicht der Kritikpunkt an Scholz' Aussage.

edit:
Das kommt vielleicht auch darauf an, wie man reich definiert.

Ist Scholz im Gegensatz zum Durchschnittsbürger reich? Absolut.
Muss er es so empfinden? Gewiss nicht.

Dazu möchte ich auch noch kurz etwas schreiben. Jede*r kann Reichtum für sich definieren, wie er oder sie möchte.
Wenn allerdings das 'Gesicht' einer Partei, die sich als "Arbeiterpartei" versteht, von sich selbst sagt, dass er "ganz gut" verdiene, obwohl er mit seinem Verdienst zum obersten 1% (konservative Schätzung) der in Deutschland Erwerbstätigen zählt, dann hat das eine andere Tragweite als die je subjektive Definition von Reichtum von mir oder von euch.

Ich will das auch gar nicht skandalisieren, im Gegenteil: es überrascht mich ja nicht Mal, dass es Olaf Scholz' Position ist. Ich wollte nur den deprimierenden Zustand der Parteien aufzeigen, die gerade unser Land regieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
es wird wirklich gruselig, nächstes jahr. merz soll ja in der cdu 36% hinter sich wissen und damit allen ernstes die meisten. wenn er dann gegen scholz antritt will ich hoffen, dass die grünen einen kanzlerkandidaten haben. merz oder scholz als kanzler. da kannste schon mal ans auswandern denken.

Darf ich fragen warum du so schwarz siehst für die Zukunft mit Scholz oder Merz? Nicht das ich Sie jetzt schützen möchte, aber was denkst du dabei? Für mich war die GroKo vor 4 Jahren schon ein großes Problem. Was hat sich jetzt in den letzten 4 Jahren verändert? Für mich rein gar nichts. Was würde es sich ändern mit einem Merz oder Scholz? Ich sehe da nicht, dass sich groß was zu den letzten 4 Jahren ändern wird.
 
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