@snowman s Beiträge treffen den Nagel auf den Kopf.
Einem Großteil der Eltern wird in der aktuellen Situation eine ganze Menge zusätzlich abverlangt und die Kinder sind die leidtragenden. Kaum soziale Kontakte, Vernachlässigung oder gar noch schlimmeres.
Wir sind auch Vollzeit berufstätig UND Systemrelevant. Nichts Homeoffice. Zwei Kinder: 5 und 7 Jahre alt. Der große wurde letztes Jahr eingeschult, hat aber nicht wirklich viel davon gehabt. Da wir beide arbeiten gehen dürfen, ist der Kita Zwerg in einer Notbetreuung, aber der große guckt in die Röhre. Schule gibt via E-Mails Vollgas, täglich 4-5 Mails mit Aufgaben. Wir hingegen null Zeit bzw. laufen auf dem Zahnfleisch, Mama steht um 4 Uhr in der Frühe auf und ich arbeite oft bis 20 Uhr abends und Samstage. Der große hat keinen Bock auf Hausaufgaben, wir haben leider kaum die Zeit dafür, irgendwann fragt die Lehrerin was zu Hause los sei. Partnerin spielt mit offenen Karten und erklärt ihr die Situation und Lage, dass eine Trennung im Raum steht etc. und wir das einfach nicht leisten können, kurz vor dem Zusammenbruch stehen.
Jetzt war er mal kurz in der Schule. Für ein paar Tage von 8-10.30 Uhr. Nun darf er wieder zwei Wochen auf die nächsten paar Schulstunden warten, während er im Hort versauert und die Stimmung in der Familie kippt. Wie lange soll das jetzt so weitergehen? Solange diesbezüglich kein Ende in Sicht ist, sehe ich schwarz für viele Familien und Kinder da draußen. Und welches Bild haben Schulanfänger von diesem ganzen Kokolores?! Wie sollen die irgendwann den Arsch hoch bekommen, wenn es richtig los geht? Oder haben bis dahin eh alle soziale Phobien entwickelt?
Ja die Lage kotzt mich an. Insbesondere die Ungewissheit über die Zukunft. Die Kinder tun mir dabei am meisten leid. Zum Jahreswechsel werde ich dank Befristung eh arbeitslos und in der aktuellen Lage, vorausgesetzt es ändert sich nichts, wird es auch nicht einfacher eine Anstellung zu finden. Vielleicht kann ich dann ja ab nächstes Jahr den home schooling Lehrer mimen …