ubi ist wohl weniger zufrieden mit den verkäufen von division 2.
Ich glaube aber auch, dass Ubisoft da ein großes Problem mit Player Retention in Bezug auf Nachfolger haben. Divison, Ghost Recon, selbst Rennspiele wie The Crew leiden alle unter dem großen, großen Problem, dass sie sich eine große Summe des Contents teilen mit ein paar Neuerungen, aber eben eine große Summe des alten Contents wieder freigespielt werden muss. Es ist ja auch irgendwo logisch, dass es schwer ist viel neues einzubauen.
Ghost Recon Wildlands hatte nach Battlefield 4 die bislang vollständigste Sammlung an modernen Schusswaffen. Sofern Ubisoft nicht anfängt sich Fantasie-Waffen auszudenken, oder ein Nachfolger in einem komplett anderen Setting spielt, ist es klar, dass wenn der Vorgänger schon so ziemlich alle Waffen hat, der Nachfolger nicht viel neues bieten kann.
Wenn man jetzt aber im Nachfolger eine Art Spielstand/Charakter übernehmen könnte, inklusive Items, startet man den Nachfolger mit nahezu dem wichtigsten Motivationsfaktor des Spiels komplett freigeschaltet und die Motivation zu spielen ist ziemlich gering, weil gibt ja nix womit man belohnt wird. Andersrum wird ein Schuh draus, und die Foren und Social Media Plattformen sind voll damit, wie sehr es die Leute nervt, all das gleiche Zeug wieder freispielen zu müssen, egal ob Waffen, Attachments und selbst die Camos, wovon einige hinter dem noch anstehenden Raid gelocked sind und grade die amerikanischen Spieler ihr Multicam Muster in allen Farben wieder haben wollen.
Gleiches Problem mit Division, das Gear-System zwischen Teil 1 und Teil 2 ist largely the same und die Motivation komplett neu in einem Gameplay-System das auch sehr ähnlich geblieben ist, anfangen zu müssen, ist da einfach nicht so groß, wenn man schon hunderte Stunden in den Vorgänger investiert hat (in dem Punkt war immerhin Destiny 2 in der guten Situation durch das Fantasy-Setting nicht jede realistische Waffenart im ersten Teil schon abgedeckt haben zu müssen, und daher im zweiten Teil durch das neu formattieren der Waffenklassen ein wenig Innovation bieten zu können).
Ebenso bei The Crew, viele Autos und Bikes sind geshared aus dem ersten Teil, mich persönlich hat es nicht gestört, da die Customization mich am meisten interessiert und es ja auch Planes und Boats neu gab, aber kann jeden verstehen, der Teil 1 gerne sehr lange auf seinen komplett mit Platin-Teilen equippten Camaro hingespielt hat und dann etwas die Motivation verliert, wenn er sieht, dass er beim zweiten Teil direkt wieder von vorne damit anfangen kann.
Dazu kommt das riesige Problem mit Microtransactions, wozu jeder ein bisschen anders steht. Ich selbst habe z.B: ziemlich viel Geld in Wildlands gelassen, einerseits direkt für DLCs und auch für Cosmetics, die z.B. natürlich nicht in Breakpoint direkt wieder mit dabei sind oder dessen purchase sich übernommen hat. In dem Fall stört es mich jetzt nicht ungemein. Im Falle von Rainbow Six Quarantine, woran ich aber ebenfalls sehr viel Interesse habe, würde mich es um ein vielfaches mehr stören, da ich in Siege ebenfalls eine größere Summe Geld für verschiedene Inhalte gelassen habe.
Das sind zwar nicht die alleinigen Gründe dafür, aber auf jeden Fall auch Faktoren, warum Ubi es mit ihrem GaaS-Modell bei Nachfolgern schwer haben kann ihre vorherigen Verkaufsrekorde zu erreichen/brechen...