Ok das versteh ich ja schon, aber es gibt ja in einer Großstadt auch Hauptstraßen, also da würde ich es jetzt nicht wirklich verstehen wieso man da 30 fahren sollte. Durch Ortschaften wo wirklich anliegend Mensch und Tier leben sind 50 KMH schon sehr unangenehm als Anwohner. In Spanien gibts überall diese Bodenwellen, da rast keiner einfach so rüber. Generell ist deren Verkehrssystem recht clever, angefangen vom Ringverkehr zu den farbig markierten Parkplätzen, die Deutschen und ihre Verkehrsschilder und Ampeln, wahnsinnig rückständig und kompliziert im Grunde.
das ist ja seit jahren schon unser problem. wir haben ja eine umgehungsstraße. der weg über diese ist grade mal 250 meter mehr. diese ist allerdings im laufe der zeit immer unattraktiver geworden. starke kurven wurden nie entschärft, ein bahnübergang zerfallen und anstatt ihn zu reparieren einfach dort tempo 30 aufgestellt (verrückt) und zig mal wegen basteleien gesperrt. bei jeder sperrung wurde die anzahl der autos die durch unseren ort fahren, obwohl es länger dauert, mehr. als ich das grundstück gekauft habe (100% wohnsiedlung, keine geschäfte oder ähnliches) fuhren hier vielleicht 200 autos am tag durch, alles anwohner und entsprechend langsam. im laufe der zeit sind wir bei knapp 4500 fzg. am tag gelandet. weder die stadt noch der kreiss macht was dagegen, der kreiss will die strasse so haben damit er eine ausweichstrecke für die bundesstraße hat. nur eine lkw sperrung hat man uns zugestanden.
geblitzt wir mangels geld für den betrieb grade mal alle 3 jahre. dabei hagelt es führerscheinentzug. der schnellste geblitzte hatte 130 km/h innerorts, tagsüber drauf. der blitzer stand bei mir in der einfahrt.
all das führt dennoch nicht dazu das wir tempo 30 bekommen oder andere tempobremsende massnahmen. wer mal mit verkehrsbehörden zu tun hatte muss feststellen das die eher zu den sehr passiven behörden gehören.
wir haben hoffnung das der jetzige ausbau der umgehung (dabei wird ein nachbarort auch einbezogen) dazu führen wird das dies sich beruhigt. dabei wird der bahnübergang entfernt und durch eine brücke ersetzt, die scharfen kurven kommen weg und die gesamte strecke wird nochmals verkürzt. die umgehungsstraße wird dann sogar theoretisch kürzer sein als der weg durch unseren ort. ich bleibe aber skeptisch weil es genug gewohnheitstiere da draussen gibt. in der zwischenzeit geht die vollsperrung der bundesstrasse noch bis ende november. ist momentan die hölle, speziell was lkws angeht.
ich würde mir halt wünschen das zumindest die kontrollen hierzulande drastisch erhöht und die strafen mal an den rest europas angepasst werden. wenn ich da nach frankreich oder die schweiz schaue, dann gibts da ganz andere strafen bei temposüden im ort. in südfrankreich hat jedes kaff am ortseingang huppel die grade mal spoiler in massen rasieren.
ach ja, zum thema kantholz. ähnliche tipps bekamen wir aus unserem stadtparlament, mit den kommentar „die strasse muss erstmal ordentlich in der unfallstatistik vermerkt sein, dann bekommt man auch massnahmen wie tempolimits genehmigt“.
kranke welt in jede richtung....